IB – Asylkritiker genießen politische Verfolgung

Die Einstufung der Identitären Bewegung (IB) als rechtsextremistisch lässt sich kaum anders interpretieren denn als eine auf das Dominoprinzip vertrauende staatliche Einschüchterungsmaßnahme gegen die rechte Opposition – die IB agiert völlig gewaltfrei und vertritt Positionen, die in mehreren EU-„Partnerländern“ Regierungshandeln sind –, und so wurde der Verfassungsschutzbescheid von anderen Regierungsschützern prompt verstanden.

„Wer A sagt, muss jetzt auch B sagen, wer die Identitäre Bewegung für rechtsextremistisch hält, kann die AfD nicht mehr länger außen vorhalten“,

kommentierte der bedeutende ARD-Schädlingsbekämpfer Georg Restle, die Cowpersche Drüse im Vollbetrieb, für die Tagesthemen und forderte, einmal in Fahrt gekommen, der AfD „keinen Raum, keine Bühne und erst recht keine Stimme“ zu geben. Johannes Kahrs vom SPD-Restle, Hobby-Kammerjäger aus Leidenschaft auch er, rief via Twitter zur Säuberung auf: Die größte – und, wie viele meinen, einzige – Oppositionspartei möge verboten, ihre Mitglieder, sofern verbeamtet, stracks aus dem Beamtenverhältnis entfernt und, wollen wir doch hoffen, dem Volkszorn überantwortet werden. Darauf einen Dujardin!

Mir persönlich ist die IB grundsätzlich sympathisch, weil ich ein Herz für stigmatisierte, diskriminierte und verfolgte Minderheiten habe, zumal wenn die Nessoshemd-Träger nicht jammern, sondern Zivilcourage zeigen. Allerdings kenne ich kaum ein IB-Mitglied persönlich, ich kann mich nur mit dem idealtypischen, nicht mit dem konkreten Identitären solidarisieren, aber wenn irgendwo Martin Sellner am Pranger steht, stell‘ ich mich daneben.

Deshalb – keineswegs nur, aber auch deshalb – ist es für mich übrigens unmöglich, einer Partei beizutreten. Kollektive Unvereinbarkeitsbeschlüsse kann ein Intellektueller und homme de lettres schwerlich akzeptieren. (Stellen Sie sich nur einmal vor, ich wäre jetzt zum Beispiel Mitglied der FDP oder der CSU, also von zwei Parteien, deren Verfolgung und Verbot schöne Seelen wie Restle oder Kahrs nie und nimmermehr fordern, wie peinlich wäre das denn! Man könnte glatt auf den Verdacht kommen, selber ein Lump zu sein…)

Wenn diese von Tag zu Tag an habitueller Naziähnlichkeit zulegende Meute weiter Fährte und Witterung aufnimmt, muss man wohl bald ausrufen: Tragt ihn mit Stolz, den blauen Fleck!

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3 Kommentare zu „IB – Asylkritiker genießen politische Verfolgung“

  1. Ich habe mit Martin Sellner das eine und andere Mal einen sehr angenehmen Mailaustausch vorgenommen. Habe sein Buch „Identitär“ gelesen, auch das von Mario Alexander Müller ( „Kontakultur“). Verfolge jede Aktion der Burschen und Mädels mit Hochachtung und Anerkennung. Wer diesen mutigen jungen Leuten jetzt Rechtsextremismus unterstellt, deklariert die roten Sturmtruppen der Fantifa wahrscheinlich zum Kaninchenzüchterverein oder zu einer Abteilung der Heilsarmee. Machen wir uns auf ganz schlimme, gewalterfüllte Zeiten gefasst. Und, ich kann es als alter Ex-DDR-ler nicht lassen, die Repressionen Honeckers und Mielkes werden rückblickend wie eine Badekur aussehen.

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    1. @ Andreas Stüve, ich hatte das große Vergnügen, Martin Sellner persönlich kennenzulernen. Ein blitzgescheiter und dennoch höchst bescheidener Mensch, keine Spur von Snobismus oder Überheblichkeit. Ein überaus angenehmer und inspirierender Gesprächspartner. Bildungsbürgertum in vollendeter Form.
      Die Dämonisierung der Identitären ist ein Witz. Unser Humanitärstaat radikalisiert sich durch Repression und Ächtung. Das ist vielen Steuerzahlern noch nicht bewußt. Eine Opposition gegen den rotgrünbunten Irrsinn im Land ist nötiger denn je.

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  2. Mir gefallen die jungen Leute der IB ausserordentlich gut. Sie sind mutig, entschlossen und konsequent. Ihre Aktionsformen sind intelligent und treffen meist voll ins Schwarze.
    Mich erinnern sie auch an die Greenpeace-Aktivisten: David, der sich mit Goliath anlegt.

    Und sie sind konsequent g e w a l t f r e i. Was daran verfassungswidrig sein soll, das wissen nur Haldenwang und seine Auftraggeber.
    Wie Vera Lengsfeld schon konstatierte, müsste das GRUNDGESETZ selber verfassungswidrig sein, wenn man das Motto „Grundgesetz statt Scharia“ als rechstextremistisch auslegt.

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