Der Kampf gegen Rechts – Ein demagogischer Trick

Gerade komm ich vom Einkaufen. Während der „Münchner Merkur“ und „Bild“ fast ausverkauft sind, türmt sich im dortigen Kiosk noch ein Riesenstapel mit verschmähten Exemplaren der „Süddeutschen Zeitung“. Schmuddel-Journalismus hat seinen Preis. Die „SZ“ dümpelt als Ladenhüter in ihre Zukunft als Remittende.

Zu meiner freudigen Überraschung habe ich heute einen alternativen Blog namens „Die andere Sicht“ mit qualitativ hochwertigen Texten aufgestöbert.

Hier eine Leseprobe mit einem Artikel des früheren FAZ-Journalisten Hugo Müller-Vogg:

Auszug aus:

„KAMPF GEGEN RECHTS“ – Ein demagogischer Trick

Von Hugo Müller-Vogg, am 24.06.019 veröffentl. bei Cicero online

Zwischen links und linksextrem wird bei uns noch sorgfältig unterschieden. Zwischen konservativ und rechtsradikal aber schwinden die Differenzen in der öffentlichen Wahrnehmung. Dies ist auch das Ergebnis der demagogischen Absicht von Sozialdemokraten, Grünen und Linken.

Altbundespräsident Joachim Gauck müsste gewusst haben, welch kollektiven Aufschrei er mit seinem Vorschlag „für eine erweiterte Toleranz in Richtung rechts“ auslösen würde. Denn der „Kampf gegen rechts“ ist das wichtigste Bindemittel des links-grünen Spektrums von Sozialdemokraten und Grünen, Linkspartei und kirchlichen Verbänden, marxistischen Splittergruppen und gewaltbereiten „Antifaschisten“.

So anständig und aufrichtig, wie der „Kampf gegen rechts“ gerne dargestellt wird, ist das Unternehmen freilich nicht. Mit dem Slogan „Kampf gegen rechts“ wird nämlich – bewusst und gezielt – eine scharfe Trennlinie gezogen: Wer nicht links ist, ist automatisch verdächtig, ein Rechtsradikaler, ein Rassist oder ein Nazi zu sein. Sozialdemokraten, Grüne und nicht zuletzt die Linkspartei wehren sich nicht nur gegen Rechtsradikalismus oder Rechtsextremismus.

Sie setzen zudem in demagogischer Absicht konservativ mit rechts gleich, rechts mit rechtsradikal, rechtsradikal mit AfD – und die CDU/CSU wird gern im gleichen Atemzug genannt. Das hehre Ziel, sich gegen Rechtsextremisten zur Wehr zu setzen, wird so parteipolitisch instrumentalisiert. Genau darauf hat Gauck in seinem Spiegel-Interview hingewiesen: „Wir müssen zwischen rechts – im Sinne von konservativ – und rechtsextremistisch oder rechtsradikal unterscheiden.“ Genau deshalb war der Wutschrei auch so laut.

Als bei dem G20-Gipfel vor zwei Jahren in Hamburg der linke Mob tobte und den Rechtssaat herausforderte, war teilweise von „Gewalt von links“ die Rede. Linke Sozialdemokraten wie Ralf Stegner verwahrten sich damals entschieden dagegen, von „Gewalt von links“ zu sprechen. Ihre geradezu putzige Erklärung: Linke an sich wären zu Gewalt gar nicht fähig. Nach dieser Lesart waren Stalin und Mao keine Linken, Ulbricht und Honecker auch nicht.

Lesen Sie hier bitte weiter:

https://www.cicero.de/innenpolitik/Joachim-Gauck-rechts-konservativ-Merkel-links

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Bildquelle: https://www.signal-online.de/2017/12/07/kampf-gegen-rechts-ist-verkappte-parteienfinanzierung/

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