Schaltet endlich euren Verstand ein!

von Daniel Matissek

Neuerdings wird mir wegen meiner Kritik an der derzeitigen Hysterie und am Grünruck der deutschen Politik unterstellt, ich zähle zu den „Klimaleugnern“ oder „Klimaskeptikern“. Diese Verbaletiketten kommen heute in etwa dem gleich, was früher „Ketzer“ oder „Hochverräter“ verkörperten.

Hierzu daher folgendes:

1. Ich bestreite gar nicht eine derzeitige Erderwärmung, erachte allerdings die wissenschaftliche Faktenlage und die Modellierungen als viel zu vage für belastbare Prognosen, erst recht was die Behauptung eines entscheidenden anthropogenen Einflusses angeht.

2. Das Grundproblem ist meines Erachtens nicht das Klima, sondern die Überbevölkerung – und solange hier keine grundlegenden Maßnahmen ergriffen werden, ist der globale Klimazinnober (der nachweislich ökonomischen und lobbyistischen Interessen dient und von diesen medial gezielt akzeleriert wird) ein unsinniges Herumdoktern an Symptomen. Dass alle Menschen ihre Grundbedürfnisse decken möchten – und dazu gehören auch energieintensive Technik und Mobilität – und dass dieser Wunsch auch für jene Erdteile gelten muss, die derzeit noch weit unterentwickelt sind, kann man ihnen nicht verwehren. Doch die Erde kann keine 15 oder 20 Milliarden Menschen tragen. Entweder man findet also einen Weg, die Weltbevölkerung über z.B. drei Generationen so zu limitieren, dass alle gut leben können, ohne der Erde tiefere Wunden zu schlagen, als diese verkraften und selbst heilen kann („ökologische Resilienz“) – oder man fordert, wie die „Klimabewegung“, eine komplett veranlagungswidrige Selbstbeschränkung und Verzichtshaltung aller Individuen auf der ganzen Erde, damit wir – doch wozu eigentlich? – unsere Zahl noch weiter ansteigen lassen können. Weil Letzteres absolut nicht realistisch ist und zudem an eine kommunistische Bedarfsgerechtigkeit erinnert, die wesensfremd bis utopisch wäre, drohen uns dereinst Verteilungskämpfe und Kriege durch blanken Populationsstress. Gegen solche Aussichten wirken 1,5 Grad Begrenzung von „Global Warming“ bis 2080 und ähnliche Zielvorgaben wie ein Kindergeburtstag.

3. In die Energiepolitik müssen unbedingt wieder Augenmaß und Sachverstand zurückkehren – und das schließt auch schonungslose Ehrlichkeit ein: Keine Energiereform ist komplett folgenlos und ohne Risiko, man kann allenfalls zwischen „potentiell katastrophal“ (AKW) und „sicher katastrophal“ (Kohle/Öl etc.) wählen. Wenn man – bei gleichzeitiger Sicherstellung der energetischen Grundversorgung – CO2 als das maßgeblich-schicksalhafte Unglücksgas identifiziert und dessen Emission, soweit überhaupt beeinflussbar, wirklich zurückfahren will, geht dies auf globalen Skalen nur über Kernenergie. Wer also „fürs Klima“ aufmarschiert, kann nicht gleichzeitig Anti-AKW sein.

4. Die Probleme der Atomkraft – Altlasten, Betriebsrisiken – sind mittelfristig lösbar; aber freilich nicht, wenn man die Forschung und Weiterentwicklung ausgerechnet in dem Land, das hier einst führend war, staatlich abwürgt. Hätte man in der Frühphase des Fliegens, angesichts unzähliger tödlicher Unfälle, so argumentiert wie Deutschland bei Ausstieg aus der Kernenergie, so hätte sich die moderne Luftfahrt nie entwickeln können. Auf Dauer können etliche Milliarden Menschen weder aus erneuerbaren noch fossilen Quellen versorgt werden. Es geht nur nuklear – aktuell noch durch Fission, irgendwann dann durch Fusion.

5. Deutschland hat einen ideologischen Irrweg eingeschlagen, der unsere Nachfahren noch teuer zu stehen kommen wird – ohne dass sich am Weltklima dadurch auch nur das Geringste verändern wird. Die naturzerstörende und landschaftsverschandelnde Flächenversiegelung durch Solarparks und Windräder wird munter weitergehen, doch diese Energieformen werden auch in Zukunft nur einen relativ kleinen Anteil zum Energiemix beisteuern können. Der zur Sicherstellung der Grundlast notwendige Rest wird folglich zu komplett unökologischen und unwirtschaftlichen Konditionen aus dem benachbarten Ausland importiert werden müssen, wo man unserem Beispiel einer kopflosen „Energiewende“ eben nicht folgen mag. Dies wird uns zusätzlich auch noch außenpolitisch erpressbar machen.

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Claudia Roth Willkommens-Wahn Quelle: vk BIF Peter Müller

Nach alldem kann und werde ich dem Klima-Hype nicht folgen, und ich kann meinen grünaffinen Freunden und Kritikern nur dringend raten: Schaltet endlich euren Verstand ein!

Originaltext auf: https://www.facebook.com/daniel.matissek/posts/10218933737123454

Titelbild: qpress

Anhang:

Bildschirmfoto 2019-06-12 um 13.07.55
Habeck inflagranti beim Heucheln ertappt;  screenshot vk BIF

https://volksbetrugpunktnet.wordpress.com/2019/06/11/aber-die-gruenen-waehlen-und-den-diesel-verteufeln-%f0%9f%98%a1%f0%9f%98%a4%f0%9f%98%a1-danke-fuer-das-video-%f0%9f%91%8d%f0%9f%91%8d%f0%9f%91%8d/

3 Kommentare zu „Schaltet endlich euren Verstand ein!“

  1. Die „Klimabewegung“ fordert eine Selbstbeschränkung und Verzichtshaltung aller Individuen auf der ganzen Erde. Aber ist das realistisch? Ist es nicht eher so, dass es auf Grund steigender Weltbevölkerung zu Kriegen und Verteilungskämpfen kommt?

    Gegen solche Aussichten wirken 1,5 Grad Begrenzung von „Global Warming“ bis 2080 und ähnliche Zielvorgaben wie ein Kindergeburtstag.

    Ist es nicht sinnvoll, die Abhängigkeit vom Erdöl zu reduzieren und wieder verstärkt auf Kernenergie zu setzen, zumal die Kernenergie in den letzten Jahren große Fortschritte gemacht hat? War der Kernenergieausstieg nicht doch zu übereilt und entsprang er nicht einer grünen Panik?

    Noch eine Anmerkung. Viele werfen der heutigen Fridays-for-future-Generation vor, sie folge ohne zu überlegen der grünen Klimahysterie. Sind die 68er und folgenden Generationen nicht ebenso geistlos der “Atomkraft nein Danke-Bewegung” hinterher gelaufen?

    Beide Themen, sowohl die Klimaerwärmung wie auch die Kernenergie sind sehr schwierige Themen, über die nur wenige Menschen ein wirklich gutes Wissen haben. Hinzu kommt, dass die veröffentliche Meinung selbst bei Wissenschaftlern oft einen stärkeren Einfluss hat als Fachwissen.

    Und wenn dann noch finanzielle Aspekte hinzukommen, bleiben die Fakten schnell mal auf der Strecke, denn wer hat schon Lust permanent gegen den Strom zu schwimmen und seinen gut bezahlten Job zu verlieren?

    Gehören die Auseinandersetzung zwischen Iran und den USA nicht bereits zum Verteilungskampf um die Energiereserven Gas und Erdöl? Anlässlich steigender Weltbevölkerung werden diese Verteilungskämpfe weiter zunehmen.

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