EU oder Europa? Wirklichkeit statt Illusionen

von Gert Sudholt

Wenige Tage vor der  EU- Wahl über Europa zu  sprechen,  verpflichtet dazu, zu den  aktuellen Fragen  der noch 28 Staaten umfassenden Gemeinschaft zu schweigen oder gar irgendwelche Prognosen zu wagen oder gar Empfehlungen auszusprechen. Nur so viel: Ob der holländische Sozialist Frans Timmermans mit seiner  KGB-Attitude oder der weichgespülte CSU- Mann Manfred Weber  das Rennen macht, ist ziemlich gleichgültig. Timmermans hat aber als  Vizepräsident der EU-Kommission rhetorische Spuren hinterlassen, die zum Nachdenken verpflichten, als er Anfang 2016 bei einem Vortrag  beim  Grundrechte-Kolloquium erklärte,

„die Zukunft der Menschheit beruht nicht länger auf einzelnen Nationen und Kulturen, sondern auf einer vermischten Superkultur“

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Frans Timmermans (c) wikipedia

Darüber hinaus hat er das EU-Parlament aufgefordert, die Anstrengungen zu verstärken, die  „multikulturelle Diversität“ bei jeder einzelnen Nation weltweit zu fördern und hat dann dazu aufgerufen

„monokulturelle Staaten auszuradieren“.

Er trat damit in die Fußstapfen des früheren EU-Präsidenten Barroso, ehemals portugiesischer  maoistischer Sektierer, der die Auffassung vertrat, das Ziel der EU müsse sein, „die Souveränität der europäischen Staaten zu brechen“. Von Manfred Weber  der als farblos gilt, sind derartige entlarvende Sprüche nicht bekannt. In seinem Wahlkampf machte er jedoch deutlich, dass er unter Europa nur die EU versteht, dass er eine Vertiefung der Integration gefordert hat, die letztendlich in den sog. „Vereinigten Staaten  von Europa“ münden soll. Diese Beschwörungsformel mag  noch für die Brüsseler Selbstbefriedigung taugen, mehr aber nicht. Sie erinnert beängstigend an die seinerzeitigen Agitprop-Exzesse der kommunistischen Regime. Darüber hinaus  tritt er für eine Sanktionspolitik gegen Russland ein und entpuppt sich als überzeugter Atlantiker, ist er doch ein leidenschaftlicher Gegner der North-Stream pipeline, das russisches Gas nach Europa liefern soll  und weil  preiswerter, eine echte Alternative zu dem teuren US-Fracking Gas ist.

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Manfred Weber Foto: BIF

Der Titel meines Vortrages mag den Einen oder Anderen erstaunen.  Ich habe ihn deshalb gewählt, weil ich mich nur am Rande mit Eurorettung, mit krummen Gurkenverordnungen, der Frage der Sommer- und  Winterzeit oder anderen tagespolitischen Ereignissen befassen will. Es soll aber versucht werden, ein wenig hinter die  Kulissen zu blicken, die Geschichte unseres Europas zu skizzieren und daraus zu den tieferen Vorstellungen eines  vernünftigen Europas vorzustoßen, um am Schluß vielleicht doch noch einige zeitkritische Bemerkungen loszuwerden.

Im Rahmen eines weitgehend unbekannten „Bellevue-Forums„, gesponsert auch von der Bertelsmann-Stiftung  hielt der damals amtierende Bundespräsident Gauck im Frühjahr 2013 eine schon im Vorfeld als historisch bedeutend hoch gelobte Rede, in der er von den Deutschen nicht nur intensivere Integrationsbemühungen, sondern vor allem einen  europäischen Patriotismus sowie ein >europäisches Deutschland<  forderte.

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Bei kritischer Betrachtung  bedeutete diese Sentenz, „Deutschland solle in Europa aufgehen“, was einer Zerstörung und einem zwangsläufigen Untergang des tatkräftigsten Volkes in der Mitte Europas gleichkommen würde.

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Wie sagte schon Friedrich Hebbel vor bald eineinhalb Jahrhunderten:

Alle Nationen hassen den Deutschen! Wenn es ihnen aber je gelingen  sollte, ihn von der Erde zu verdrängen, wird ein Zeitpunkt kommen, wo sie ihn am liebsten wieder mit den Nägeln  aus der Erde kratzen möchten.“

Ob Integration von Migranten aus der Osttürkei, Nord- oder Westafrika von Erfolg gekrönt sein kann, liegt nicht an den Deutschen sondern in erster Linie an den  Menschen, die aus diesen Ländern kommen und  in Deutschland großenteils sozialen Netzen zur Last fallen, also nichts oder wenig zum Wohle des Gastlandes beitragen.

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Die Kosten der Willkommenskultur trägt die Steuerkartoffel

Auf welche Weise sie unser Land und unser Volk bereichern, wie der hoch zu verehrende Herr Ex-Bundespräsident meint, könnte er vielleicht in einer weiteren seiner epochalen Reden darstellen und dokumentieren.

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94 Milliarden Euro Kosten für alimentierte Schutzsuchende durch die deutsche Steuerkartoffel Quelle: BR

Viele Bürger vertreten andere  Meinungen. Sie sind der Auffassung, ein Großteil der Einwanderer sind keine Leistungsträger, sondern Leistungsnutznießer, die von der Tüchtigkeit Anderer ein angenehmeres Leben führen wollen. Früher nannte man solche Individuen Schmarotzer  oder Nassauer.

Der Aufruf des einstigen  Pastors eines kleinen Rostocker Kirchensprengels zu „europäischem Patriotismus“ wird nicht nur Nachdenkliche  erstaunt haben. Wissen sie  doch noch, dass  man den  Deutschen nach dem Zweiten Weltkrieg jede Spur von Patriotismus, von Nationalgefühl, geschweige denn Nationalstolz nicht nur mit Worten ausgetrieben hat.  Es gehörte und gehört schließlich zum guten Ton der Bonner und Berliner Republik, auf einer Schleimspur der Schuld zu kriechen, von einer Vorbildfunktion ganz zu schweigen. In Sack und Asche hat man bis heute zu gehen, wenn  man  von Meinungsführern akzeptiert und von den Etablierten gefördert werden will. Gauck  wollte und will, dass der Weg unedler Selbstverleugnung fortgesetzt wird. Als vor vielen Jahren Leute mit Zivilcourage  Aufkleber mit den Worten >Ich bin stolz, ein Deutscher zu sein< verteilten und diese sogar an ihre Fahrzeuge klebten, ging ein Aufschrei moralischer Entrüstung von Helgoland bis zum Bodensee. Vertreter  zumindest dreier Konfessionen, Ausländerbeiräte, Gewerkschaften, antifaschistische und sonstige vermeintlich fortschrittliche Kräfte stimmten laut in den Chor der Empörung ein: unsere Geschichte verbiete solcherlei Gefühlsäußerungen. Manch neutraler Beobachter mag sich damals gefragt habe, ob Deutschland nur in den Jahren 1933 bis 1945 bestanden hat. Als hätten nicht  manche Kaiser des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation  Deutschland und Europa sehr viel gegeben, als hätten nicht  – jeder auf seine Art-  Guttenberg, Luther, Bach, Goethe, Kant, Mozart, Beethoven, Friedrich der Große oder Bismarck Leistungen von bleibendem Wert  und nicht nur für Deutschland  erbracht.

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Hermann von Helmholtz (1821-1894) Universalgelehrter

Als dann auch noch  beherzte Politiker zu eben dieser Zeit um das Jahr 2003  eine deutsche „Leitkultur“  ins Gespräch brachten, wurden  ihnen vor allem von jenen von den 68ern unterwanderten Leitmedien mehr oder minder deutlich faschistoide Züge oder Motive unterstellt. Wenig später verschwanden diese  wackeren Persönlichkeiten von der politischen Bühne oder wurden von den Kerners, Plasbergs, Lanzs, Maischbergers, Heribert Prantls oder Jakob Augsteins  von Bildschirmen und aus Zeitungsspalten verbannt.

Wir können also festhalten: Deutscher Patriotismus, der sich organisch aus historischen Gegebenheiten über Jahrhunderte entwickelt hatte, war seit über 50 Jahren zu Zeiten der Bonner Republik strengstens unerwünscht , spätestens seit der Etablierung der Berliner Republik  nur etwas für „Schmuddelkinder“.

Nun wurde uns im Jahre 2013 des seinerzeitigen Bundespräsidenten  ein europäischer Patriotismus ans  deutsche Herz gelegt. Selbstverständlich wird schon seit Jahren der Name unseres Kontinents > Europa< synonym  für das den Europäern von jenseits des Atlantiks  verordnete politische Konstrukt EU verwendet. Was soll also ein europäischer Patriotismus bedeuten?

Sollen wir etwa mit stolz geschwellter Brust  durch die Lande ziehen und glücklich darüber sein, dass wir den kränkelnden Süden dieses Kontinents finanzieren dürfen, derweil die Infrastruktur unseres Vaterlandes verkommt, fleißige Menschen nicht mehr von ihrer Arbeit leben können, da der Staat ihnen immer tiefer in die ohnehin fast leeren Taschen greift?

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Jean-Claude Juncker und Kapo Schulz (SPD). Nigel Farage versucht Fassung zu bewahrem. Brexit statt Breschnew. (c) pi-news

Sind etwa Politiker wie der meist trunkene Kommissionspräsident Jean Claude Juncker, der unsägliche Pole Tusk als Präsident des Europäische Rates oder die  Italienerin  Mogherini  mit kommunistisch-sozialisten Hintergrund als Außenbeauftragte Vorbilder, zu denen die Bürger Europas von Kap Sounion bis zum Nordkap mit leuchtenden Augen aufblicken können, ihre rechte Hand ans Herz führen und mit starker Stimme   „Freiheit schöner Götterfunken“  schmettern?

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Kap Sounion

Es mag Zweifler geben, die  glauben, dass dieses Trio infernale bei passender Gelegenheit  eher dazu veranlassen  könnte, Europa und deren  europäischen Vorstellungen rasch den Rücken zuzuwenden und das Weite zu suchen. Blickt man dann auch noch in das Rund des Europäischen Parlaments, an dessen Spitze viele Jahre der Sozialdemokrat Martin Schulz stand, der einmal  meinte,

Migranten seien wertvoller als Gold,

wird aus Zweifel Gewissheit: mit solchen  EU- Repräsentanten, deren Bezüge in keinem Verhältnis zu ihrer Leistung stehen, ist auch beim besten Willen kein Staat zu machen.

Die Rückschau auf unsere Geschichte inmitten Europas sollte  freilich Mut machen, wie es einmal der große sudetendeutsche Historiker Helmut Diwald treffend  formuliert hat.  Es ist ein eurozentrisches Weltbild, das das Denken der Menschheit beherrschte, und von ihr auch widerspruchslos angenommen wurde, weil es kein Gegenargument dagegen gab.

Mit der Völkerwanderung begann die moderne Weltgeschichte, eine vergleichslos bestehende Leistung europäischer Völker und Männer. Seit damals der germanische Ansturm auf später deutschem, französischem, englischem, spanischem und italienischem Boden zu stehen kam, hat sich das Bild des europäischen Kontinents, so wie wir es heute sehen, nur geringfügig verändert. Die drängenden Völkerscharen wurden sesshaft, das Blut der Eindringlinge mischte sich mit dem der Träger des Römischen Reiches, das griechische Kulturerbe wurde angenommen und weiter getragen, und es formte sich der unübersehbare Strom von Mut, Tatkraft und Genialität der fast zwei  Jahrtausende in die Welt hinaus geströmt ist.

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Dorischer Tempel Agrigent (c) Wikipedia

Fast alles, was seitdem gilt in der Welt  – nicht nur an Macht, sondern auch an Recht – Geist, Wissen, Kunst, Lebenshaltung geht zurück auf die europäischen Völker. Ob wir an die großen Staatenbildner, an Philosophen und Erfinder, an Dichter und Musiker, an Bahnbrecher eines offenen Lebensstils denken: es wäre müßig zu behaupten, sie alle wären Engländer oder Deutsche, Franzosen oder Spanier gewesen – aber unbestreitbar und felsenfest steht die Tatsache: sie alle waren Söhne und Töchter europäischer Völker.

Ja, dass wir überhaupt  von einer Welt sprechen können, daß sich unser Blick seit Jahrhunderten über den ganzen Erdball ausgeweitet hat, ist allein das Werk dieses leidenschaftlichen Kreises faustisch ins Unbekannte strebender Völker: Überall waren es kühne Europäer, wie Marco Polo, von Humboldt oder Charles Darwin, die in die Welt hinauszogen – und sie eroberten.

Gewiss waren die gern gebrauchten Formeln von Religion, Humanität, Fortschritt  im Munde der europäischen Konquistadoren düstere Täuschungen – meist auch mehr oder weniger fromme  Selbsttäuschungen. In Wirklichkeit aber wurde weder Glück noch Frieden durch die europäische Welteroberung und Weltbeherrschung verbreitet. An der weltgeschichtlichen Bedeutung für die Völker, die erst dieses Anstoßes bedurften, um aus der Dämmerung ihres bisherigen Zustandes in das volle Licht des Tages einzutreten, ändert sich damit wenig. Die Weltgeschichte fragt bekanntlich nicht nach dem augenblicklichen Ereignis, sondern nach der bleibenden Wirkung. Sie bietet auch kein menschliches Wertmaß. Deshalb bedeutet die klare Erkenntnis der historischen Leistung und Stellung der europäischen Völker keine Herabsetzung anderer Nationen. Die Erkenntnis und geschichtliche Wertung  der Verschiedenheit der Menschen und Völker ist weder ein Freispruch noch eine Verdammung. Die in der Französischen Revolution erhobene Forderung nach Gleichheit der Menschen sollte  zwar vor dem irdischen und dem himmlischen Richter Bestand haben. In einer Welt aber, in der die Erfahrungen der Biologie  und der Naturgesetze an Bedeutung gewinnen und die Völkerkunde einen zunehmend wichtigen  Platz in den Geisteswissenschaften einnimmt,  hat dieser Gleichheitsglaube von den gegenwärtigen Fortschrittsfanatikern längst nichts mehr zu suchen.

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Europa der Vaterländer Bild Velikov

Noch einen weiteren Irrtum gilt es auszuschalten, nicht der Raum Europa ist das primär Wichtige; sondern stattdessen die Völker, die sich in diesem Raume – vielleicht sogar zufällig – gesammelt haben. Deshalb ist die Tatsache, dass ein – geographisch gesehen –  außereuropäischer Staat, die Vereinigten Staaten von Nordamerika, im letzten Jahrhundert  zum Rang einer Weltmacht emporgestiegen sind, kein Gegenbeweis gegen die Tatsache, dass europäische Geschichte und Weltgeschichte im Kern identisch sind. Es waren nicht die  Ureinwohner Nordamerikas und die Enkel der Sklaven aus Afrika, die jene noch immer junge Nation bilden, sondern sie hat sich aus einer robusten Mischung von Söhnen und Töchtern fast aller europäischen Völker geformt.

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Indianer

Wie auch immer wir die Vergangenheit betrachten, um aus ihr Schlüsse für die Gegenwart und Zukunft zu ziehen – es ist und bleibt ein Faktum, dass die vielen Völker, die die Erde bewohnen, in ihrer  geschichtlichen  Wirksamkeit und deshalb auch in ihrer politischen Bedeutung verschiedenes  Gewicht besitzen  und dass die Weltgeschichte bis zu Beginn des letzten Jahrhunderts weitgehend europäische Geschichte war.

Dieser Schwerpunkt ist so deutlich ausgeprägt, dass sich feststellen lässt:  sollten die europäischen Völker einmal so müde und krank werden, daß sie aufhören Geschichte zu machen, so wird die historische Zeit in eine wohl ebenso geschichtslose posthistorische Periode übergehen wie ihr eine schleierhafte prähistorische Epoche vor mehreren kaum dokumentierten hunderttausend Jahren vorangegangen ist. Der Neandertaler und  der Junge von Turkanasee  am Großen afrikanischen Grabenbruch lassen grüßen.

Noch allerdings scheint diese Zeit  nicht gekommen, denn noch leben die europäischen Völker, wie sie seit über dreitausend Jahren unsere Welt geformt haben.  Die Anzeichen schwerer  ja sogar tödlicher Krankheiten wird der aufmerksame Ethnologe jedoch feststellen müssen.

Wer  HEUTE  nüchtern und mit  sachkundigem Interesse auf die Geschichte und Entwicklung Europas zurückblickt , sollte sich nicht nur der  verordneten Geschichtsbüchern und seiner Rechtsprechung bedienen, sondern sich ein eigenes Bild machen und zu Tagebüchern, Erinnerungen und vergilbten Zeitungsberichten greifen, um zu erfahren, was dieser Kontinent vor 1914 einmal  gewesen ist.

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Kölner Dom um 1900 (c) Wikipedia

Viele der damaligen Zeitgenossen, die in jener märchenhaft entfernten Zeit über die Meere gefahren sind, die Kontinente erforscht und Infrastrukturen geschaffen haben, sind Zeugen der großartigen Stellung die noch vor  vielen Jahrzehnten dem weißen Mann-  repräsentiert durch die Europäer –  in allen Ländern  und Völkern des weiten Erdkreises ganz selbstverständlich eingeräumt erhielt: Die Weltmeere wurden unbestritten beherrscht von der Britischen Flotte, es gab keinen Einspruch  gegen die zahlreichen Bestrebungen fast aller europäischen Staaten in allen Teilen der Erde aktiv zu werden, die Hauptstädte unseres Kontinents bildeten die Zentren der Weltpolitik und des Welthandels, von hier ging der pulsierende Kraftstrom moderner Leistung aus, hierher kehrte er wieder zurück. Also eine win-win- Situation.

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Grand Fleet Britische Flotte 1914 (c) Wikipedia

Es lohnt sich insbesondere aus dem gegenwärtigen Blickwinkel darüber nachzudenken, welche großartige einmalige Position innerhalb von nur wenigen Jahrzehnten verloren ging, weil man es zuließ, dass britisch-deutsche Rivalität  und französisch-deutsche Spannungen dazu herhalten mussten, dass zwei Weltkriege entbrannten, deren Folgen noch immer die Völker belasten. Versucht man tiefer in die Geschehnisse einzudringen, so zeigt sich die erstaunliche Tatsache, dass die  Katastrophe der europäischen Bruderkriege trotz aller furchtbaren  Ergebnisse doch einen Kern enthüllt, der uns Mut machen  und das Zweifeln und Verzweifeln verbieten sollte. Der Ausgangspunkt der Entwicklung  war in keinem europäischen Volk Schwäche  sondern im Gegenteil. Stärke, zwar falsch angewandt, aber höchst lebendige Kraft hat unser Schicksal bestimmt.

So aber war die Entwicklung von 1914 – 1945 garnicht: zweimal gingen die großen europäischen  Völker zuerst unter sich aufeinander los und erst als sie sich leidenschaftlich zerfleischt und geschwächt hatten, gelang es schließlich den Vereinigten Staaten von Nordamerika – und im Zweiten Weltkrieg-  auch der Sowjetunion das entstellte Weltbild von 1915 und die Lage  von 1945 zu schaffen, die sich bald ein dreiviertel Jahrhundert später nur in Details geändert, aber nicht unbedingt verbessert hat.

Mit dem Beginn der Neueren Zeit fällt das Ende des Dreißigjährigen Krieges  1648  zusammen. Die damaligen Groß- und Mittelmächte der angrenzenden Staaten des darniederliegenden Deutschen Reiches verhandelten über Jahre, um vor allem für Mitteleuropa –  recte den deutschen  Sprachraum – eine Friedensordnung zu schaffen. Nach einem jahrelangen Tauziehen, das bis an die Grenzen der kriegführenden Staaten ging, wurde verhandelt und gefeilscht. Schon damals ging es nicht um Glaubensfragen, sondern um Land, Beute und Macht. Aber es wurden Kompromisse und Ergebnisse erzielt, die von Schönheitsfehlern abgesehen, doch bis zum Ende des französischen Versuchs, sich Europa untertan zu machen, hielten.

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Wiener Kongreß 1815 Der elementare Unterschied zum Versailler Vertrag 1919: der Verlierer Frankreich saß trotz der Napoleonischen Zerstörungen gleichberechtigt am Verhandlungstisch. Frankreich erlitt keine Gebietsabtrennungen. Das durch Frankreich gewaltsam annektierte Elsaß-Lothringen und Korsika blieben französisch. (c) Wikipedia

Der Wiener Kongress von 1815 löste die Friedensordnung von 1648  ab und den napoleonischen Kriegsabenteuern folgte eine Epoche des Friedens, lediglich unterbrochen von den deutschen und italienischen Einigungskriegen. Es folgte das Zeitalter Bismarcks, das immer noch auf den Grundlagen des Wiener Kongresses, den Frieden in Europa sicherte. Erneut waren es die kontinentalen Nachbarn und die atlantischen Seemächte, die vor allem an der Niederwerfung  und Verbannung des jungen Deutschen Reiches aus dem Kreis der  europäischen Großmächte interessiert waren. Nach dem gescheiterten Versuch, eine französische Vorherrschaft in Europa zu errichten, folgte eine Phase der sog. „balance of power“, des europäischen Gleichgewichts, in der die fünf europäischen Großmächte England, Frankreich, Russland, Deutschland und Österreich große Kriege auf dem Kontinent verhinderten.

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Berliner Kongreß 1878 (c) Wikipedia

In Krisenzeiten fanden wie 1878 in Berlin Zusammenkünfte dieser Mächte statt. Dort  sollten politische Lösungen gesucht und gefunden werden, um militärische Auseinandersetzungen zu  verhindern werden. Das klappte bis in das erste Jahrzehnt des 20. Jahrhunderts.

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Sarajevo 1914 Attentäter Gavrilo Princip erschießt Erzherzog Franz Ferdinand und seine Frau

Wer heute in den 54 vergilbten Bänden der  > Großen Politik der europäischen Kabinette  nicht nur oberflächlich blättert, wird nach sorgfältiger Durchsicht zum Schluß kommen, daß Europa damals nicht in einen Krieg hineingeschlittert ist, daß auch keine Schlafwandler am Werk waren, wie es  etwa der angloaustralische Historiker Christopher Clark sieht, sondern eine bewusste Einkreisung des Deutschen Reiches und der Donaumonarchie mit dem Ziel der Verbannung des deutschsprachigen Elements aus dem Konzert der Großmächte.

Dies konnte klappen, wenn sich Frankreich, Russland und England einen neuen Partner suchten. Sie fanden diesen in den wirtschaftlich aufstrebenden und zu neuen Zeilen strebenden Vereinigten Staaten von Nordamerika.  Zu viert hoffte man in Paris, London New York und St. Petersburg die europäische Mitte niederringen zu können und das Erbe des Vielvölkerstaates Österreich und des saturierten Nationalstaates Deutschland antreten zu können.

Die Rechnung hatten die scheinbar klugen Köpfe ohne New York gemacht. Dort verfolgte man langfristige Ziele: man wollte nicht nur Deutschland und Österreich politisch ausschalten, sondern auch Russland mittels Revolutionen auf die Ränge verweisen, und über kurz oder lang auch das britische Weltreich beerben und Frankreich weiter den unerfüllten Traum von der „grande nation“  träumen lassen.

Dies konnte nur mit Hilfe der jungen  nordamerikanischen Großmacht  erreicht werden Russland spielte nach den beiden Revolutionen des Jahres 1917 keine Rolle mehr.

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Versailles 1919 Die Siegermächte „Big Four“ demütigen Deutschland:  Lloyd George, Orlando, Clemenceau, Woodrow Wilson

In den Diktaten von Versailles und St. Germain wurden die ehemals führenden Mächte Europas, das Deutsches Reich mit dem Kaisertum Österreich zu nachrangigen Regionalmächten heruntergestuft.

„Meine jungen Freunde, seien Sie  ohne Sorge über Ihre militärische Zukunft. Der Friede, den wir soeben gemacht haben, sichert Euch zehn Jahre der Konflikte in Europa!“

Kein geringer als der französische Ministerpräsident George Clemenceau prophezeite  den Offiziersschülern von St. Cyr  unmittelbar nach dem karthagischen Friedensschluss in Versailles 1919  mindestens ein Jahrzehnt neuer Konflikte in Europa.

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Damit rühmte sich der greise, erbitterte Gegner der Deutschen, daß man im umfangreichen Paragrafendschungel dieses Dokumentes ausreichend Minen gelegt hatte, um nach Gutdünken der Mächtigen die Brandfackel eines neuen Krieges nach Europa zu tragen, daß die für diesen Vertrag Verantwortlichen ferner garnicht vorhatten, eine europäische Friedensordnung wenigstens zu entwerfen, geschweige denn durchzusetzen.

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ERSTER WELTKRIEG Versailler Vertrag Gebietsabretungen, Reparationen, Beute-Technologie

Ihnen, insbesondere den Europäern und allen voran Frankreich und Italien ging es um  Landgewinn, Beute und Rache, während die USA vorrangig das alte Europa mit seinen Monarchien und den Habsburger Vielvölkerstaat zu zertrümmern gedachten. Auch ihnen ging es vorrangig um Finanz-und Wirtschaftsfragen.

Frankreichs Hass, der britannische Neid  auf den Emporkömmling Deutschland und der US-amerikanische Phantast im Weißen Haus haben diese Niederwerfung in Versailles und St. Germain erzwungen.

Das Ziel der Hintergrundmächte war und ist es bis in die Gegenwart geblieben, diesen Kontinent zu schwächen und zu beherrschen, indem beinahe unzählige Kunststaaten  ins Leben gerufen wurden, die jedoch auseinanderfielen, sobald sich eine Gelegenheit bot. Klassische Bespiel ist das Auseinanderfallen der Tschechoslowakei vor Ausbruch des Zweiten Weltkrieges, seine Wiedergründung durch die „Großen Drei“ auf der Siegerkonferenzen Jalta und Potsdam und das Begräbnis Erster Klasse nach der Implosion der Sowjetunion 1990.  Ähnliches widerfuhr Jugoslawien, das Josip Broz Tito einst mit eiserner Hand zusammenhielt. Nur wenige Jahre nach Titos Tod explodierte das Pulverfaß auf dem Balkan und kulminierte in einem weiteren blutigen Balkankrieg.  Bosnien und das Kosovo wären ohne EU-Tropf nicht lebensfähig. Schon in Jugoslawien war vor allem das Kosovo ein chronischer Unruheherd. Daß der lange Arm islamischer Staaten Bosnien und das Kosovo in deren Sinne zu strategischen Stützpunkten umstrukturiert, führt zu keiner Konsolidierung des Friedens sondern eher zu einer instabilen und brüchigen Zwischenlösung.

In letzter Konsequenz waren das Folgen der verhängnisvollen Zerschlagung der Donaumonarchie und der Amputation Österreichs zur Alpenrepublik verbunden mit dem sog. Anschlussverbot, das 1938 transitorisch überwunden wurde und 1945 wieder fröhliche Urständ feierte. Sowohl nach 1919 als auch nach 1945 war Österreich kein lebensfähiger Staat; erst durch  den Beitritt zur Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft und die neuerliche Nähe zur alten Bundesrepublik hatte die Alpenrepublik eine langfristige Perspektive.

Eine weitere substantielle Schwächung traf die europäische Mitte.  Nach dem Ersten Weltkrieg und dem Versailler Diktat wurden elementare wirtschaftliche Regionen Deutschlands vor allem den Polen und Franzosen zugeschlagen. Nach 1945 wurde ganz Ostpreußen zwischen Polen und Rußland aufgeteilt.

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deutsche Flüchtlinge aus Ostpreußen

Das Land zwischen Elbe und Oder  wurde ein eigener Staat, das Saargebiet für 10 Jahre unter französische Verwaltung gestellt und die alte Bundesrepublik wurde in eine fragwürdige europäische Einigung eingebettet. Als 1990 der Traum von der Vereinigung der beiden deutschen Staaten Wirklichkeit wurde, war der Preis der Verzicht auf die D-Mark, die sowohl die „Verbündeten und Partner“, also Frankreich und Großbritannien als Bedingung einforderten. Damals schrieb eine französische Zeitschrift: Maastricht ist das Versailler Diktat ohne Vertrag. Das ist die Wirklichkeit der immer wieder beschworenen westlichen Wertegemeinschaft. In Wirklichkeit sind sie immer noch Gegner unter dem heuchlerischen Mantel von Humanität, Demokratie und Menschenrechten.

Wenn wir heute über Europa denken und sprechen, müssen wir das 20. Jahrhundert mit in unsere Überlegungen einbeziehen, das von Versailles und seinen Folgen geprägt ist. Erstmals in der Neueren Geschichte des Abendlandes hatten sich die damaligen Sieger nicht mehr die Wiederherstellung eines Gleichgewichts zum Ziel gesetzt, sondern sie hielten vielmehr ein Sittengericht mit brutal wirtschaftlichem Hintergrund ab und statuierten ein  abschreckendes Exempel. Ein freilich einseitiges, weil keine der Siegermächte auch nur im Traum daran dachte, sich selbst diesen neu aufgestellten Grundsätzen zu unterwerfen. Nichts aber ist verletzender für das Objekt einer solchen Behandlung als Gewaltpolitik im moralisierenden Gewande. Und nichts ist wahnwitziger als eine Politik, die statt Gleichgewicht zu schaffen, ein Ungleichgewicht etabliert, das nur ein „Gleichgewicht des Schreckens“ sein kann.

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Berlin Demonstrationen 1919 gegen den Gewaltfrieden von Versailles

Zweierlei Moral, zweierlei Völkerrecht, das war und ist ein Schlag ins Gesicht der von linken Parteien notorisch zitierten Gerechtigkeit. Die Drachensaat von Versailles wuchs sich zur nächsten Urkatastrophe aus, sie vergiftete ein ganzes Jahrhundert. Dieser zynische Friede war die Fortsetzung des Krieges mit anderen Mitteln. Die damals den Deutschen aufgezwungenen Reparationen warfen nicht nur Mitteleuropa in wirtschaftliche Katastrophen. Die abgetrennten Gebiete erregten Abscheu und Zorn und provozierten einen weiteren Weltenbrand. Nach Clemenceau war ein solches  Ereignis bereits auf der Rechnung der Sieger. Sollte  das für den deutschen Raum das Armageddon bedeuten?

An dieser Stelle darf man  fragen, ob sich Geschichte wiederholt?  Man kann das mit Fug und Recht bezweifeln. Aber auf gleiche Fragen gibt sie sinnverwandte Antworten und beschämt die Akteure durch ihre historische Unwissenheit. Die führenden Politiker der Siegermächte von 1945 hatten zwar eine Ordnung in Europa im wahrsten Sinne des Wortes zertrümmert, aber sie waren nicht in der Lage gewesen auch nur die Fundamente einer neuen Ordnung zu legen.

Das Abendland hatte einmal eine europäische  Idee. Es war die alles übergreifende Idee des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation, eingebettet allein im Christentum. Hier verbanden sich Kultur und Geist mit sittlichen Werten wie Reichstreue und Kaiserherrlichkeit. Diese Idee umfasste ein Europa, das in vielen mit den Grenzen der heutigen Europäischen Union eins ist, in dessen Zentrum freilich Deutschland stand mit seinem Kaisertum, seinen Herrschaften, seinen freien Reichstädten und der Hanse, mit seinem selbstbewussten Bürgertum und den stolzen und wertschaffenden Zünften und Handwerkerständen. Dieses Europa hätte Vorbild auch für europäische Einigungsbemühungen nach dem Zweiten Weltkrieg sein können.

Es ist erstaunlich, daß kürzlich der Brüsseler Althistoriker, der Belgier David Engels, eine Lanze für  das gerade vor 1000 Jahren gegründete Erste Reich von Heinrich I.  brach. Jene Jahrhunderte abendländischer Geschichte waren  nämlich nach seiner Auffassung weitgehend durch die nach außen wie nach innen hin friedfertige und doch wehrhafte Einigung des Kontinent geprägt: das knappe Jahrtausend, in dem das Heilige Römische Reich, später mit dem  Zusatz „deutscher Nation“ ein Gebilde, das in seiner Blütezeit von der Nordsee über das Rhonetal bis ans Mittelmeer, östlich die Adria und bis vor Krakau über Danzig bis zur Memel an die Ostsee reichte. Unter diesem Überbau hielt es in einträchtiger Vielfalt zusammen; eine Erfolgsgeschichte, die auch andere Staaten inspirierte und auf grundlegenden Überzeugungen beruhte, die auch heute noch und wieder  fruchtbar sein könnten. Denn während die Teilstaaten über maximale Autonomie verfügten und ihre Interessen in regelmäßigen Reichstagen abstimmten, sicherte die durch Wahlakt bestimmte Reichsspitze ausschließlich die militärische Verteidigung nach außen, die Streitschlichtung nach innen und die Gewährleistung jenes Mindestmaßes an Normen, die für eine wirtschaftliche wie kulturelle Hochblüte unabdingbar waren. Mit einer Lebensdauer von fast einem Jahrtausend war jenes Reich gewiss eine der erfolgreichsten Institutionen der europäischen Geschichte.

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Orwell (c) qpress

Und gerade zu Beginn des 21. Jahrhunderts, wo sich viele Vorhersagen George Orwells zu erfüllen scheinen, dürfte die innere Vielfalt jenes Staatswesens heute nicht mehr als Negativum erscheinen, sondern vielmehr als ein Garant einer zunehmend bedrohten Menschlichkeit, oder mit den Worten des Fürstprimas des 1806 gegründeten Rheinbundes, Karl Theodor von Dalberg, der einmal notierte, das Reich  sei

„ein dauerhaftes gotisches Gebäude, das eben nicht nach allen Regeln der Baukunst errichtet ist, in dem man aber gut sicher wohnet.“

Diese Reichsidee ging schließlich  in den Blutlachen und Bilderstürmen  der französischen Revolution und dem Marschtritt  der napoleonischen Heere, die ganz Europa in Angst und Schrecken versetzten, unter.

Als neues Nationalbewusstsein erwachte der Traum vom  Reich wieder in und nach den Befreiungskriegen. Es schrieb in vieler Hinsicht bewährte Traditionen fort, wies zugleich dem Bürgertum,  dem Handwerker und dem aufblühenden Stand des Arbeiters eine neue  Rolle in einer sich wandelnden Gesellschaft  zu.

Erinnern wir uns, was  einmal war. Wer über Europas Zukunft vor Ausbruch des Ersten Weltkrieges nachdachte, musste nach Berlin, Leipzig, München, Wien und Budapest reisen. Mitteleuropa war tatsächlich die Mitte Europas. Dieses singuläre Europa ging im Ersten Weltkrieg unter. Es war das Ende einer wegweisenden und hoch innovativen Epoche, die das Fundament für Fortschritt und Wohlstand war.  Nicht nur  in der Politik, sondern auch im Gesundheitswesen, Wissenschaften, Technik, Literatur, Musik, Architektur, Infrastruktur und bildenden Künsten. Die Mitte Europas zerbrach. Europa wurde darüber zu einem  völlig schwammigen Begriff. Weitere deutsche und europäische Katastrophen waren die Folge. Erst ein verlorener Zweiter Weltkrieg, die totale Besetzung und planmäßig betriebene Zerstückelung und Demontage Deutschlands sowie  die Verhöhnung  wesentlicher Wertmerkmale  unseres Volkes führten dazu, dass aus einem Jahrtausende alten Kulturvolk binnen weniger Jahrzehnte eine willenlose und leicht  manipulierbare Masse namenloser Heloten wurde. Berechtigte Zukunftsangst und Opportunismus ersetzen heute Patriotismus, Vernunft und Selbstbewusstsein.

Der eingangs zitierte pastorale Bundespräsident hätte gut daran getan, zunächst einmal die verborgenen  Kraftquellen unseres eigenen Volkes freizulegen und die Deutschen zu ermutigen, wieder den aufrechten Gang zu lernen und das Büßerhemd abzulegen. Die absurde Aufforderung, Deutschland solle in Europa „ausgedünnt und eingehegt“ (Joschka Fischer) werden, wäre das Ende der Reste unserer ohnehin zerfledderten deutschen Identität. Hätte er, nein, nicht den europäischen Patriotismus, sondern den europäischen Gedanken im deutschen Volk vertiefen wollen, hätte er sich zu unserem Vaterland mit seiner ganzen Geschichte bekennen und erst einmal das weiterhin gespaltene Volk der „Wessis“ und „Ossis“ zu einen helfen müssen – statt es in „Dunkeldeutschland“ und „Helldeutschland“ noch stärker zu polarisieren.

So aber tapste er einen Schritt ins Ungewisse, was bisweilen stolpern lässt. Wobei für viele ohnehin fraglich ist, ob das Europa seiner und der gegenwärtigen Obrigkeiten der Denkungsart in unserem Land und anderen europäischen Völkern überhaupt gut tut. Im Übrigen surft der derzeitige BUPRÄ auf derselben unseligen Welle der Humanitärbigotterie und Egalitärfrömmelei.

Das gegenwärtige Europa, das dieser Tage wieder lautstark ideologisch und manipulativ durchdekliniert wird, sucht sein Vorbild in den USA, die schon in den frühen Nachkriegsjahren angesichts des Kalten Krieges eine europäische Zusammenarbeit und danach die Römischen Verträge 1956 einforderten. Auch und vor allem Washington und New York spielen in diesem antieuropäischen Hick-Hack eine wichtige Rolle. Schon während des Zweiten Weltkrieges machten sich insbesondere um den späteren US- Präsidenten Eisenhower und seinen Außenminister John Foster Dulles  einflussreiche Kräfte Gedanken und es reiften Überlegungen, wie nach dem Sieg die europäischen Staaten zu behandeln seien. Dulles war schon bei der Versailler Friedenskonferenz im Stabe des US-Präsidenten Wilsons dabei und schloss  dort mit dem französischen Unternehmer  Jean Monnet bleibende Freundschaft. Monnet, gilt heute als einer der „Väter Europas„; sein Monnet-Plan, der die Schaffung der Montanunion beinhaltete, soll in Abstimmung mit Dulles erarbeitet worden sein. Zudem verfiel man auf die Idee einer „Europäischen  Wirtschaftsgemeinschaft„.  Dieser Begriff geht allerdings auf  eine amtliche Veröffentlichung aus der NS-Zeit zurück, deren Herausgeber Reichswirtschaftsminister Walther Funk war. Die EWG war also eine US-amerikanische Initiative  zur bleibenden Kontrolle Europas. Europa nicht zu stärken, sondern die ohnehin schwachen Staaten  gegeneinander auszuspielen waren Ziel und Aufgabe dieser Pläne, die ab Mitte der 50er Jahre des letzten Jahrhunderts in die Tat umgesetzt wurden. Dieses dubiose Geschäft erleben wir derzeit in einer neuen Variante.

Es galt damals aber nicht nur Front gegen den Osten zu machen, sondern ebenso wichtiges Ziel war und ist die europäische Mitte, d.h. Deutschland bis heute. Wie sagte schon Ende der 40er Jahre der damalige NATO-Generalsekretär Lord Ismay zu einer europäischen Zukunft , „man müsse die USA in Europa, die Russen draußen  und die Deutschen unten halten“. Ich frage Sie, hat sich an diesem Grundsatz bis heute viel geändert?  Und Zbigniew Brzezinski  brachte es in seinem Buch „Die einzige Weltmacht“  auf den Punkt, als er zwar Deutschland als die stärkste Kraft in Europa beurteilte. Aufgrund seiner >jüngsten Vergangenheit<  sah  er im >Engagement für Europa die Grundlage für die nationale Erlösung, während es sicherheitspolitisch auf eine enge Bindung an Amerika nicht verzichten kann<. Da passen die schon in den 1920er Jahren ausgetüftelten Vorstellungen der Frankfurter Schule sowie die von Coudenhove-Kalergi gut ins Konzept und erfuhren mit den Römischen Verträgen  eine Neuauflage. Horkheimer, Marcuse oder Adorno impften mit ihren abendlandfeindlichen kritischen Theorien den Deutschen und Europäern Schuld und Scham ein; ein Gift, dessen desorientierende Langzeitwirkung bis in die Gegenwart die Köpfe benebelt. So nimmt es nicht Wunder, dass die durchaus richtige Idee eines Europas im Sinne einer großen Familie unterschiedlicher Völker mit je eigener, unverwechselbarer Identität im Laufe der Jahrzehnte zu leeren Worthülsen verkommen ist. Erinnern wir uns Michael Gorbatschow und auch sein Nachfolger Putin plädierten  geradezu leidenschaftlich,  für ein „gemeinsames Haus Europa“. Ihre durchaus nachdenkenswerten Konzepte wurden aber  von der >westlichen Wertegemeinschaft< verfälscht und in den Papierkorb getreten. Die Russen sollte eben > draußen bleiben< Wann immer  heute einer der sog. Staatstragenden und Altparteien das Wort zum Thema „Europa“ ergreift, es sind seit einem halben Jahrhundert  nur die sattsam bekannten Floskeln und leeren Worthülsen, mit denen das Wahlvolk bei Sonntagsreden zum Narren gehalten wird.

Immer deutlicher wird, dass den „Volksparteien“ in vielen Ländern unseres alten Kontinents das Volk davonläuft, dass die Altparteien abgewählt werden und wohl in Bälde ein kümmerliches Nischendasein fristen dürften.

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An der Frage der Identität, an der Frage des Erhalts der Völker und ihrer Souveränität scheiden sich die Geister. In Zeiten wachsender Bedrohungen besinnen sich zunehmend Nachdenkliche auf nationale Kulturen und Traditionen, die in ihrer Gesamtheit die europäische Vielfalt ausmachen, auf die gemeinsame nationale  und europäische Geschichte sowie den abendländischen Wertekanon.

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Neue Gruppierungen greifen diese Fragen auf, melden sich zunehmend gebieterisch  zu Wort und erweitern das politische Spektrum. Es scheint nach beinahe 70 Jahren  drängt sich die längst überfällige Chance auf, sich für ein anderes Europa zu engagieren. Dazu tragen auch die problematischen Zustände in den USA bei, nachdem Letztere schon vor mehr als sieben Jahrzehnten die Idee der „Vereinigten Staaten von Europa“ in die Welt setzten (haben, doch bis heute darauf >vergaßen<, ihre Besatzungstruppen aus Europa abzuziehen, um sich auf ihren eigenen „melting pot“ mit all seinen Problemen zu konzentrieren.

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Indianer Willkommenskultur Realitätsverweigerung

Das ist  ein Schmelztiegel mit Menschen aus aller Herren Länder, neben der Urbevölkerung der Indianer, die in Reservaten ihr Leben fristen oder die Millionen Nachfahren der Sklaven aus Afrika, deren vollständige Integration auch noch auf sich warten lässt.

Indianer: Wir schaffen das!
Indianer: Wir schaffen das

Vielleicht glaubten die Masterminds hinter der EU, dass sich das deutsche Volk in Europa genauso leicht werde auflösen lassen, wie die deutschen Siedler in den USA, die in kürzester Zeit ihre Identität ablegten. Das Europakonzept der US-Volkspädagogen, Völkererzieher und Weltverbesserer scheint dazu nur schlecht geeignet.

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Joschka Fischer (c) Wikipedia

Dass deutsche Politikerinnen und Politiker an diesen schon  seit Jahrzehnten nicht durchführbaren Konzepten verbissen festhalten, zeugt von politischer Naivität, aber auch von der Zielstrebigkeit und Hartnäckigkeit ihrer atlantischen Konfidenten, die die ethnische Vielfalt und schöpferische Kraft dieses Europas seit dem 1. Weltkrieg unermüdlich unterminieren, und letztendlich ihre eigene noch ganz zerstören wollen.

Wer sich dessen bewusst wird, wird die Naturtatsache der Völker in die Debatte werfen und nach den Ursachen und Hintergründen Ausschau halten. Die Entstehungsgeschichte der Europiden ist in Dämmerlicht gehüllt. Die ersten Anfänge haben sich wohl schon bald nach der Völkerwanderung herausgebildet. Wir wissen von den neuen Lebensbereichen, den vier großen Sprachgruppen ( Romanischen slawischen, finn-ugrischen und germanischen), den Großfamilien, Stämmen und Volksgruppen, die sich wiederum als volksmäßige Mischungsprozesse in Räumen  herausbildeten. Es vergingen Jahrhunderte, bis sie schließlich ins Licht der Geschichte traten als deutlich sichtbare und nicht mehr wegzudenkende Faktoren: die Deutschen, die Franzosen, die Engländer, die Spanier, die Portugiesen, die Italiener, die Russen, die Dänen, die Schweden, die Norweger, die Samen, die Schotten, Waliser und Iren; ja später auch die Abgesplitterten, die Holländer, die Flamen, die Schweizer. Schließlich die Polen, Tschechen, Slowaken, Ungarn, Rumänen, Bulgaren, Serben, Kroaten, Slowenen, Griechen, Letten, Esten, Litauer und Finnen – insgesamt eine eindrucksvolle Liste historischer Größen. Alle diese Völker wurden im Laufe der Jahrhunderte zu selbstbestimmten Nationen: Sie waren es nicht von Anfang an, sondern sie wuchsen als Volk biologisch, sprachlich ideell und schließlich auch politisch zusammen und entwickelten damit und dadurch das Gefühl untrennbarer Zusammengehörigkeit.

Diese Vergangenheit und ihre enge Verbindung mit natürlichen Vorgängen darf nicht vergessen werden, wenn es gilt Europas Gegenwart und seine Zukunft  zu gestalten. Hier steht der politisch und geistig Denkende an einem Scheideweg. Jeder Versuch nämlich, dieses tausendjährige Leben der europäischen Nationen, der Völker, Volksgruppen und Stämme  zu übersehen oder aus der Zukunftsrechnung streichen  zu wollen – wie das die gegenwärtigen Hasardeure und Europaphantasten in Brüssel, Paris oder Berlin gerne tun, gehört der Welt der brandgefährlichen Illusionen an. Ist denn nicht gerade das heimatliche Gefühl der Geborgenheit  und der Verbundenheit sowie  des gemeinsamen Schicksals und der inneren Verpflichtung, das den europäischen Menschen mit seinem Volk, mit seiner Nation verbindet, eine Quelle der Zuversicht und Kraft?

Nein – die europäischen Völker, diese einzigartigen Gemeinschaften, diese Wurzeln aller europäischen Leistungen – sie können weder geleugnet noch können sie aufgelöst werden. Wer europäisch handeln  will, muss in lebendigen Völkern und Volksgruppen, in Nationen und Nationalstaaten, nicht in toten Landstrichen oder Regionen denken, sonst ist seine Rechnung falsch und er muss scheitern. Das werden die Europhantasten jetzt erleben.

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Das ist das Kernproblem heute. Die Brüsseler Eurokraten und die noch 28 Regierungen denken falsch, wenn sie glauben entgegen den Naturgesetzen erfolgreich handeln zu können. Das muss und das wird auf die Dauer wie in den Kunstgebilden Irak, Syrien, Jugoslawien oder Sowjetunion unter Umständen blutig enden. Es wird schon nicht mehr gehandelt sondern nur noch gewurstelt. Das jüngste geradezu hirnrissige Beispiel bieten der Schriftsteller Robert Menasse und die lange Jahre als glühende Kommunistin irrlichternde Nobelpreisträgerin für Literatur Elfriede Jelinek. In Erinnerung an die Ausrufung der Republik 1918 durch Philipp Scheidemann wollten sie  an diesem  9. November 2018  von Balkonen zahlreicher Städte eine Europäische Republik ausrufen. Ist es Wahnsinn, hat es doch Methode. Aber die Schöpfung  war stärker und das Wetter  kalt und regnerisch. Aus  der europäischen Republik der Schlagzeilen heischenden Menasse und Jelinek ist es also nichts geworden.

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Elfriede Jelinek Nobelpreisträgerin KPÖ-Mitglied 1974-1991 (c) Wikipedia

Zurück zur Vernunft: Vielleicht aber sind die enormen Leistungen und die so ungewöhnliche Schöpfungskraft der europäischen Menschen, die die Welt der Moderne aufgebaut haben, gerade von solchen Polaritätsverhältnissen, wie sie das so nahe Zusammenleben der Völker dieses Kontinents mit so ausgeprägten Eigenarten auf so engem Raum mit sich gebracht hat, befruchtet worden?

Seien wir uns darüber im Klaren, wer Europa künftig gestalten will, muss die Tatsachen aus seiner mehrtausendjährigen Geschichte erkennen und dem Rechnung tragen. Ein Überleben Europas ist nur in seiner Vielfalt möglich. So schwierig diese Einsicht auch scheint, sie allein weist den Weg aus der Krise unserer aus den Fugen geratenen neurotischen Zeit.

Ein alternatives Europa würde demgemäß an die Stelle des gegenwärtigen völlig unkontrollierten  Einigungsprozesses treten, der nur hilfloses Stückwerk ist und stattdessen einen einmaligen definitiven Verfassungsentwurf setzen. Der bereits zitierte Historiker David Engels hat einige Grundsätze für ein künftiges Europa  erarbeitet, die in vieler Hinsicht eine Erneuerung des alten Reiches  unter dem Blickwinkel des 21. Jahrhundert bedeuten würden.

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Stunde Null 1945

So wiederholten die Kapputtmacher von 1945 die Fehler der Lloyd George, Clemenceau und Wilson. Churchill, Truman und Stalin restaurierten und arrondierten gegen Deutschland und zum eigenen Vorteil die äußeren Zustände von vor 1938. Während infolge von Versailles die damaligen Siegermächte nur verhältnismäßig kurze Zeit  deutsches Hoheitsgebiet besetzten, haben es sich  die Westalliierten auf mitteleuropäischem Hoheitsgebiet seit über 70 Jahren behaglich eingerichtet und bestimmen deshalb auch seit drei Generationen die europäischen Koordinaten.

Noch in Versailles wähnten sich die alten europäischen Mächte als unüberwindbare  Sieger und Herr des Verfahrens, sie wurden jedoch in Jalta und Potsdam eines Besseren belehrt. Die frühen „Globalplayers“, Roosevelt und Stalin verwiesen Churchill und de Gaulle an den Katzentisch der Weltpolitik. Dort schmort Europa noch heute. Die Ankündigungen des gegenwärtigen US-Präsidenten und sein nicht zu übersehendes Desinteresse an Europa, sollte verantwortungsbewusste Staatsmänner veranlassen, nach einer neuen Rolle für dieses Europa zu suchen statt konfus wie ein aufgescheuchter Hühnerhof  sinn-und zwecklos alten Wein in neue Schläuche zu gießen.

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Konferenz von Jalta (Februar 1945) Churchill-Roosevelt-Stalin (c) Wikipedia

Die äußeren Wunden, die Versailles unserem Kontinent zugefügt hat, und in die in Jalta und Potsdam wiederum Salz gestreut wurde, beginnen seit 1990  durch die tektonischen Verwerfungen der europäischen Landkarte langsam zu heilen.

„Der Narben lacht, der Wunden nie gespüret“

lehrt uns Shakespeare.

Retorten-Staatengebilde zerfielen und versanken in den vergangenen Jahrzehnten im Dämmer der Geschichte. Alte oft vergessene Völker meldeten sich gebieterisch zu Wort und gründeten alte Staaten neu, pochen auf ihre Souveränität und fordern ihren Platz im Konzert der europäischen Mächte. Diese Nationen können das Salz in der noch immer trüben Suppe sein. Es macht Mut, daß sich Europa – wenn auch nur auf leisen Sohlen – vom Versailler Sündenfall entfernt und auf der Suche nach neuen Ufern ist.

Schaut man aus dem 21. Jahrhundert nüchtern aber kritisch auf das letzte saeculum und die europäischen Visionen und seine Wirklichkeit zurück, wird man die tiefere Bedeutung jenes Satzes erkennen, der lapidar feststellt, daß Unrecht wieder neues Unrecht gebiert. Dies betrifft  Versailles und St. Germain ebenso wie Jalta und Potsdam. Im Potsdamer Abkommen  von 1945 suchen wir den Begriff „Friedensordnung“ vergeblich. Die Sieger von damals wussten warum. Das ist und bleibt die Kernfrage der Versöhnung und Zukunft unseres Kontinents. Hier einen Schnitt zu allem Unrecht, begangen an der Grundtatsache von der Verschiedenartigkeit der Völker zu machen, einen Schlußstrich zu ziehen und stattdessen durch eine europäische Völkerordnung eine dauerhafte Friedensordnung zu etablieren, das ist Notwendigkeit  einer gemeinsamen Politik aller europäischen Völker. Sie ließe die Brüsseler Schnullerfetischisten, Gurkenbegradiger und Glühlampendreher alt aussehen, die sie nicht an weltfremden und lebensfernen Illusionen, sondern an der Wirklichkeit der Welt der Völker Europas und an den ehernen Naturgesetzen orientieren würde.

Bonn, Konrad Adenauer und Charles de Gaulle
Charles de Gaulle Konrad Adenauer (c) Wikipedia, Bundesarchiv

Der große Franzose, Charles de Gaulle hat den Kern der Debatte um die Zukunft Europas auf den Punkt  gebracht:

„Welch tiefer Illusion…muss man verfallen, um glauben zu können, europäische Nationen, …deren jede ihre eigene Geographie, ihre Geschichte, ihre Sprache, ihre besondere Tradition und Institution hat, könnten ihr Eigenleben ablegen und nur noch ein einziges Volk bilden?“

 

Ich danke Ihnen

 

 

 

 

 

 

2 Kommentare zu „EU oder Europa? Wirklichkeit statt Illusionen“

  1. Sehr geehrter Herr Sudholt, Ihr Beitrag sollte noch heute ausgedruckt und im Bundestag, an Schulen und Universitäten verteilt werden. Als Obligat für alle Umfärber, Verbieger, Leugner, Lügner und Selbsthasser. Geschichtsfälschung hatte nach 1945 sowohl im Westen als auch im Osten Hochkonjunktur. Je neuer die Berichte über die Zeit 1871 bis 1945 sind, desto dreister sind sie erlogen.Der Nationalmasochismus feiert insbesondere im Westteil der BRD fröhliche Urständ. Ein Zufall, dass drei große Monarchien im Zuge des WK I „verschwanden“? Ein Zufall, dass sich anglo-und frankophone Kriegstreiber vereint auf das vermeintlich kriegslüsterne Deutschland stürzten? Ein Zufall, die hinterlistige Diplomatie, welche die Friedensbemühungen Deutschlands immer wieder auf perfideste Art hintertrieb? Was weder 1918 noch 1945 gelang, scheint nun Wirklichkeit zu werden, die Vernichtung unseres Heimatlandes. Mit Hilfe der oben genannten üblichen Verdächtigen, die auch noch 2017 mit 87 Prozent vom Wähler dazu ermächtigt worden sind. Finis Germania?

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