Demonstrative Zerstrittenheit der Linken vor der EU-Wahl: SPD attackieren Grüne

Auweia! Eigentlich wäre es mal an der Zeit, der schwarzen Dominanz  eine rot-rot-grüne Opposition entgegenzustellen.  Seit Gründung der BRD hat fast immer die „Union“ regiert. Doch wenn es nun schon in aller Öffentlichkeit ein Hauen und Stechen gibt, wird das nichts mit einer Wachablösung.

Anstatt  Politik zu machen oder sich an der Diskussion zu beteiligen attackiert die SPD  in einem aktuellen Tweet den bekannten Repräsentanten  der Grünen  bzw. den Oberbürgermeister Boris Palmer mit Diffamierung und Dämonisierung, , weil dieser eine vermeintlich politisch-inkorrekte  Frage gestellt hat.

Fragen stellen ist im bunten Lager der Weltoffenheit und Toleranz nämlich verboten. Wer sich nicht dran hält, dem wird im besten Fall noch Spaltung der Gesellschaft oder Rassismus vorgeworfen, im Schlimmsten Fall werden die  „Täter“ von fast allen Medien ausgeblendet und ausgegrenzt bzw.  es werden strafrechtliche Ermittlungen angestrengt.

Erlaubt sind hingegen einfache Parolen  nichtssagende und unverfängliche  Floskeln wie beispielsweise “ Faire Löhne“ „Bezahlbare Mieten“ und „Gerechte Renten“.  Als ob es Menschen gibt, die für unfaire Löhne, unbezahlbare Mieten und ungerechte Renten eintreten würden. Als ob jemand der Fragen stellt, nicht in einer Gesellschaft leben will, bei dem es jedem „gut“ geht.

Doch warum attackiert die SPD ausgerechnet die Grünen mit dem Vorwurf, quasi zu „rechts“ bzw. zu „kritisch“ zu sein? Hält die SPD doch selbst seit Jahrzehnten viele Rechtsaußen in ihren eigenen Reihen. Und da reden wir jetzt nicht nur von Thilo Sarrazin oder Heinz Buschkowsky als Einzelfälle, sondern auch über ihre Altkanzler Gerhard Schröder („Kriminelle Ausländer raus“) oder Helmut Schmidt. Wenn sie es ernst meint mit ihrem Programm „offene Gesellschaft“, muss sie erst mal bei sich selber kehren. Solange die SPD Rechtsaußen in ihren Reihen duldet, kann man sich nicht glaubhaft als Partei gegen Rechts  und den demokratischen  Nationalstaat positionieren.  Selbst ein Martin Schulz ging bei der letzten EU-Wahl mit der Parole 

„Nur wenn Sie Martin Schulz und die SPD wählen, kann ein Deutscher Präsident der EU-Kommission werden“

in den Wahlkampf.  Dann kann man also 2019 nicht die SPD wählen, weil jetzt mit Barley eine Kandidatin antritt, die auch über einen britischen Pass verfügt? Okay. Anti-Europäischer geht es kaum.

Und überhaupt: Schaut man sich die Listen der Grünen, der SPD oder der CDU/CSU  zur EU-Wahl an, so fällt auf, daß kaum Menschen mit Migrationshintergrund aufgestellt wurden. Stattdessen achtete man wohl lediglich bei der SPD z.B. darauf, daß die Quote beim Geschlecht stimmt. (50% Frauen/50% Männer).

Man sieht also wieder: Bunte Politik ist verlogen, weil sie nicht funktioniert. Da wird doch vielen lieber sein, jemanden zu unterstützen, der ab und zu offen und ehrlich sagt, daß man nicht bunter als Gesellschaft werden will:. Der den Bürger, den Menschen die Gesellschaft so nimmt wie sie  ist. Der nicht „progressiv“ um Teufel komm raus die Welt und den Menschen autoritär indoktrinieren will. Die Rechtspopulisten und Nationalisten.

Anhang

Martin Sellner sieht Palmers Bemerkungen als genialen Schritt zum Abbau der Tabus, die um den Großen Austausch herum aufgebaut wurden.

Ein Gedanke zu „Demonstrative Zerstrittenheit der Linken vor der EU-Wahl: SPD attackieren Grüne“

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