Video: Broder & Kubitschek bei „Talk im Hangar 7“ – "Neue Rechte. Wie groß ist die Gefahr?" (68:45)

Den 2-3 österreichischen Linksintellektuellen muss man hoch anrechnen, dass sie sich zum Streitgespräch mit Götz Kubitschek und Henryk Broder bei ServusTV getraut haben, denn es war im Ergebnis der bunten Meinungshoheit eher abträglich. Man kam in etwa auf einen gemeinsamer Nenner, wonach die Identitären ebenso wie Kubitscheks Rechtsintellektuelle eine legitime Bewegung sind, mit der man reden muss, die aber nicht in die türkisblaue Koalition gehört, wo sie auch nicht ist, weil Parteipolitik ohnehin nicht ihr Ding ist.  Wo die IBÖ eine rote Linie überschreitet, kann niemand erklären.  Im Gegenteil ergibt sich fast ein Konsens dahingehend, dass die IBÖ eine smartere Avantgarde der FPÖ sei, die einfach durch ihr metapolitisches Wirken Einfluss entfaltet.   Die 3 Linksintellektuellen wurden vorab von Antifanten bedroht, weil sie sich in diese Runde trauten und es damit riskierten, die Position der ausgegrenzten Rechten zu stärken. Sie vertreten zwar teilweise harte altlinke Soziologismen derber Art, die bösen Spott von Henryk Broder auslösen, aber als „Linke“ wollen sie sich von ihm nicht einmal mehr „beschimpfen“ lassen. Der allzu dumpfe Kampf gegen Rechts geht ihnen ebenfalls auf die Nerven.   Das Lagerdenken scheint langsam zu bröckeln, und man gewinnt den Eindruck, dass sich dieses Bröckeln bald enorm beschleunigen könnte. Die Runde schwächte tatsächlich den zentralen Angriff ab, den die „linken“ Gegner der FPÖ gerade mithilfe der „Billiardkugel Sellner“ (Kubitschek) gegen die Koalition führen.