Mörder stach zu, „weil er glücklich aussah“

Fünf Wochen nach der Tat konnte der Mord an Stefano Leo aufgeklärt werden. Der 33-jährige Verkäufer Stefano Leo war am 23. Februar auf dem Weg zur Arbeit in Turin auf der Uferpromenade des Po von Said Mechaout, einem 27-jährigen Marokkaner, mit einem Messerstich getötet worden. Said Mechaout, der das Opfer nicht kannte, stellte sich am Sonntag der Polizei und erklärte sein Motiv: „Ich suchte ihn aus, weil er glücklich aussah. Ich konnte sein Glück nicht ertragen. Er sollte leiden wie ich. Ich wollte einen jungen Mann wie ich töten, ihm alle seine Aussichten nehmen, ihn seinen Kindern und Eltern wegnehmen.“

Polizisten und Medien geben sich konsterniert, aber es ist letztlich genau das Motiv des Kain, dessen Wut auf Abel seit jeher die linke Politik antreibt. Rohheitsverbrechen der Turiner Art werden durchaus regelmäßig von Menschen mit niedrigem IQ begangen, die glücklichere Menschen hassen, weil sie sich als wertlos empfinden. Ein amerikanischer Fall sorgt gerade für die gleiche Konsternierung: Die Rechtsprechung des bunten Humanitärstaats kann mit dieser Art von Motivlage nichts anfangen, weil sie nicht in sein Menschenbild passt.

Die malerische Turiner Uferpromenade Murazzi ist ein relativ ruhiges, einsames Gebiet mit viele Fluchtwegen. Überwachungskameras bestätigen, dass sich Said Mechaout dort längere Zeit auf einer Bank mit bedecktem Kopf aufgehalten haben muss, bevor er Stefano Leo als geeignetes Opfer ausmachte und zustach.

Die linke Seele schwankt zwischen der direkten Umsetzung der Mentalität des Kain und einem mehr oder weniger legitimen Progressismus, der in der Lockerung und Auflösung von gesellschaftlichen Strukturen (Hierarchie, Gesellschaftsvertrag, Vererbung, Filiation) ein Vehikel des Fortschritts erkennt. Die linke Mentalität ist gemäß Forschungen von James Wright und anderen um etwa eine Standardabweichung kriminogener als die rechte (konservative), und rechte Menschen sind im Schnitt auch äußerlich schöner als linke. Daher sagen wir gerne in Umkehr einer bunten Losung „Rechte Menschen statt Menschenrechte“.

Die Unfähigkeit unserer Justiz, Personen wie Said in ihr System zwischen Schuld und Unzurechnungsfähigkeit einzuordnen, hat ihrerseits viel mit dem Wandel der Rechtsbegriffe seit dem 18. Jahrhundert zu tun. Damals eroberte der Italiener Cesare Beccaria mit seinem Werk „Dei Delitti e Delle Pene“, einem heißen Plädoyer für „strafrechtlichen Humanismus“, d.h. Milde und gute Unterstellungen, in kurzer Zeit die Herzen der Menschen, die sich angewöhnt hatten, sich mithilfe von Romanen voller Empathie in die Verbrecher hineinzuversetzen. Sein konservativer Gegner, der Hofjurist Pierre-François Muyart de Vouglans, stand bald auf verlorenem Posten. Victor Hugo (Les Misérables) setzte diese Tradition der egalitären Verbrecherversteherei fort, und das zwanzigste Jahrhundert machte weitere große Sprünge. Unter dem Namen „Menschenrechte“ wurde dann die Gegenseitigkeit, die dem aufklärerischen Konzept des Gesellschaftsvertrags noch zugrunde lag, ausgehebelt und stattdessen für eine immer bedingungslosere Hebung des Individuums auf eine Sockel der „100% Menschenwürde“ agitiert, der sogar harte Worte verbietet, obwohl es wiederum gerade die Aufklärung war, die mit ihrem Epigonen Darwin den Menschen vom Thron der Göttlichkeit stieß und uns klar machte, dass er sich eher auf einem Kontinuum zwischen Primat und prekärem Vernunftwesen bewegt, wobei gerade die linke Ideologie den Rückfall von der Vorderhirnrinde (Vernunftsteuerung) zur Amygdala (Bessermenschen-Tribalismus) befördert.

Die Kriminologie hat sich jedoch aufgrund immer neuer humangenetischer Erkenntnisse in den letzten 20 Jahren durchaus in eine realitätsnahe Richtung geändert oder zumindest zwischen Realisten und Humanitaristen polarisiert.





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