Gaullisten bringen Frankreich an Ungarns Seite

In diesen Tagen tauschten Politiker und Gelehrte auf Einladung einer regierungsnahen Stiftung in Budapest Gedanken über die Perspektiven einer Allianz gegen die Brüsseler Humanitärmigrationisten aus. Orbán Viktor machte klar, dass Osteuropa seine Stellung nur dann behaupten könne, wenn es im Westen mehr Verbündete fände. Politiker wie Macron seien darauf fokussiert, die Gegensätze zwischen Eingewanderten und Einheimischen zu kitten, wohingegen der Osten solche Gegensätze erst gar nicht auf sein Gebiet importieren wolle. Das gleiche erklärte ein prominenter politischer Verbündeter, Frankreichs Ex-Präsident Nicolas Sarkozy. Sarkozy wirft man in patriotischen Kreisen gerne vor, dass er für mehr Mischehen zwischen Eingewanderten und Einheimischen eintrete, aber das ist angesichts der Lage Frankreichs, in die Ungarn nicht geraten will, nur folgerichtig, denn Durchmischung gehört zur Ethnogenese, und für eine Behauptung des Territoriums durch die Alteingesessenen ist es in Frankreich schon zu spät. Der ungarischstämmige Sarkozy (Sarközy) ist auch der Politiker, der 2015 die drohende Masseneinwanderung mit einem Rohrbruch verglich und den Kollegen in Brüssel vorwarf, sie wollten nicht die Rohre flicken sondern lieber das Wasser ins Kinderzimmer umleiten. Das gleiche erklärte er auf der Konferenz erneut, wobei er warnte, die wirkliche Massenmigration habe noch gar nicht angefangen, alles bisherige sei ein laues Lüftchen gewesen.
Ein inhaltlicher Höhepunkt der Konferenz war die Rede des französischen Publizisten Éric Zemmour.


Zemmour erklärt die realistische, lebensnahe Haltung der osteuropäischen Länder mit deren Habsburger Erbe. Auch Norditalien gehöre zu diesem, und als Historiker habe er den Gegensatz zwischen Habsburg und Frankreich 1914 für eine besondere Tragödie gehalten. Künftig müsse sich Frankreich diesem Raum wieder stärker annähern und gleiche Positionen beziehen. Nach Italien werde Frankreich der zweite westeuropäische Großstaat, der hinüberwechsele, hofft Zemmour.
Dafür spricht neben der Position von Nicolas Sarkozy auch die seiner Partei, der Republikaner, die derzeit von dem Zemmour-Bewunderer Laurent Wauquiez geführt werden. Wauquiez hatte sich auch gegen die von CDU/CSU betriebene Suspendierung der EVP-Mitgliedschaft von Fidesz ausgesprochen. Der Flügel um Alain Juppé, den Zemmour schon lange rein sachlich-unpolemisch als den Flügel der „Verräter“ charakterisiert, wandert derweil zu En Marche (Macron) ab.

Das Problem der Republikaner ist, dass der übrig gebliebene euroskeptische Flügel es nicht ganz leicht hat, eine von der Le-Pen-Partei RN (Ex-FN) getrennte Identität zu behaupten, denn während der Jahre des „Verrats“ ist das Gros seiner Anhänger zu RN/FN übergelaufen.
Ein weiteres Schwergewicht der gaullistischen EU-skeptischen Tradition, der Ex-Politiker und Publizist Philippe De Villiers, hat gerade die historischen Archive durchforstet und im Detail nachgewiesen, was Gaullisten schon immer mündlich tradierten: dass die EU ein Projekt von Verrätern ist, die im Auftrag der CIA mit viel Geld der CIA die französische Politik bekämpften um einen fragmentierten und politisch impotenten Kontinent nach dem Bild und Bedarf der USA als deren Spielball zu organisieren. Der Mythos vom Europa, das sich zusammentue, um gegenüber den USA oder anderen Großmächten mit genügend Gewicht auftreten zu können, war demnach nicht nur Scharlatanerie sondern ein Betrug von Geheimdienst-Agenten, wobei die drei Haupttäter, Schumann, Monnet und Hallstein, von den USA gedrehte Ex-Agenten des III. Reiches waren und schon 1940-44 an einem geeinten fremdbestimmten Europa gebastelt hatten.

Daher ist es auch folgerichtig, dass EU-Fanatiker wie Christian Lindners Brüsseler Liberalen-Chef Guy Marie Luise Verhofstadt auf CNN zum Regime-Change in Budapest aufrufen. Verhofstadt, der stets für Regime-Change in Libyen, Syrien etc trommelte, warnt die US-Tiefenstaat-Medien, Budapest setze zur Subversion des auf Regeln (i.e. Richterherrschaft) basierten EU-Systems an und werde im Erfolgsfall dieses in Putins Einflusskreis bringen. Verhofstadt steht auch auf der offiziellen von der Soros-Stiftung publizierten Liste der zuverlässigen EU-Abgeordneten.

Es gibt auch ungarische Fernsehberichte über die die Budapester Konferenz der Mathias-Comenius-Stiftung über Migration:

Anhang

Marco Gallina schreibt über Macroleon und sein neuestes Versprechen einer schützenden EU (d.h. Quadratur des Kreises), Michel Drac bespricht die skeptische Antwort von AKK.
Roland Tichy befragt die polnisch-deutsche Journalistin Alexandra Rybinska, die im hiesigen Fernsehen nicht mehr eingeladen wird, weil sie um Verständnis für die Standpunkte der in Warschau tonangebenden alten weißen Männer wirbt.
Ein Berliner Gymnasiast freut sich über die Doppelmoral der KlimahüpferInnen:

Allerdings werde ich nicht sauer, wenn ich so etwas höre. Ich freue mich sogar. Genauso so, wie ich mich freue, dass Sahra Wagenknecht Kaviar isst und in einer Villa wohnt. Das zeigt nämlich, dass die Leute das totale grüne Selbstdiktat nicht auch noch selbst leben wollen. Sie fordern heute dies und morgen das, aber alles doch sowieso nur, weil es von der Tagesschau so angesagt wurde. Erst wenn die Jugend wirklich vegan leben und ernsthaft Konsumstreik praktizieren würde, dann hätten wir ein Problem. Dann hätten wir es es nämlich nicht mehr mit einem peinlichen Jugenddemo-Imitat mit zum Himmel schreiender Doppelmoral zu tun, sondern mit einem echten Massenwahn.

In der Ukraine wird heute der neue Präsident gewählt, und viele hoffen, dass der junge Schauspieler Vladimir Zelenskyi gewinnen und die gescheiterte politische Klasse verjagen könnte. Daher wird mit sehr harten Bandagen gekämpft/gefälscht. Die Hauptfrage ist, ob Poroschenko mit dem Favoriten Zelenskyi in die Stichwahl kommt. Ein Sieg Poroschenkos in der Stichwahl erscheint dann nur noch mit massiver Fälschung möglich. Falls Poro es nicht schafft, drohen ihm wegen Verdachts auf massive Korruption in zahlreichen Fällen Anklagen. Darin sind sich die anderen Kandidaten einig. Zelenski wird genau wie Timoschenko von einem nach Israel ausgewanderten Oligarchen Kolomoiski finanziert, der sich mit seinem Kollegen Poroschenko verkracht hat.

2 Kommentare zu „Gaullisten bringen Frankreich an Ungarns Seite“

  1. Hier in Paris, zumindest in U-Bahnen und vielen anderen Stellen der Stadt sieht man noch mehr Menschen aus dem Morgenland, besonders aus Schwarzafrika als bei uns in München. Pirincci bringt es böse auf den Punkt in seinem neuen Buch. Ein Kapitel verschenkt er vorab, was mich im Blog beschäftigt:
    In Paris von Pirincci und der weißen Frau
    https://n0by.blogspot.com/2019/03/in-paris-von-pirincci-und-der-weien-frau.html
    Vom Camp Paris Est nimmt mich die RER-Bahn mit meinem Fahrrad in die Innenstadt. Von dort geht meine Radtour kreuz und quer durch die faszinierende Stadt an diesem herrlichen letzten Wochenende im März. Außer Anmerkungen zu Pirinccis Buch, „Das sterbende Volk – vom Verschwinden der Deutschen“, bringt der Blog Bilder, Bilder und noch mehr Bilder.

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