Klima-Hypochonder lechzen nach mehr Aufmerksamkeit

Masturbanien, im März 2019

Greta Thunberg hat es getan. Auf Facebook ist sie mit dem Gedanken, die Atomkraft zur Energiesicherung heranzuziehen, schwanger gegangen. Mag sich die Erde vorübergehend auch erwärmen, die nächste Eiszeit kommt bestimmt. Windräder werden unter Gletschern versinken und die nur noch schwache Sonne wird für eine Milliardenbevölkerung nicht mehr ausreichend für die Photosynthese, Vitamine und Energieversorgung leisten können.

Gretas Gotteslästerung aber führt zu Dissonanzen in der Marschmusik der Grünen. Gretas Flirt mit dem Tabu Atomkraft hat dazu geführt, daß in grünen Filterblasen ein Shitstorm nach dem anderen tobt.

Um der globalen Erderwärmung durch hitzige grünen Attacken keinen Vorschub zu leisten dementiert die designierte Nobelpreisträgerin Greta nun ihre befürchtete atomare Schwangerschaft.

Während sich Anton Hosianna Hofreiter in völlig konfusen Stellungnahmen um Kopf und Kragen redet, marschiert in Masturbanien die Klima-Jugend. Der Fisch stinkt immer vom Kopfe her.

Am 15. März erlebte München einen Aufmarsch von unzähligen Traumatisierten der Klima-Debatte mit dem Segen von Buntespräsident Steinzeit-Meier und der Tsunami-Kanzlerin.

In Anbetracht der Zusammenrottungen von Klima-Paranoikern diagnostiziert der Autor von qpress besorgniserregende Ignoranz unter den von Morbus Greta befallenen Aposteln des Klimaschutzes:

„Ich bin 63 Jahre alt und na klar, ist meine Generation Schuld, dass heute die Kinder jeden Freitag auf die Straße gehen und während der kostbaren Schulzeit für eine saubere Umwelt demonstrieren müssen. Es sind dieselben Kinder, die morgens mit dem SUV zur Schule gekarrt werden, nachmittags zum Sportverein, die bei H&M und Primark ihre Wegwerfkleidung kaufen und immer eine Dose Cola im Gepäck haben. Sie jetten jede Sommerferien um die halbe Welt, um sich im Urlaub „all inclusive“ zu vergnügen. Da laufen die Klimaanlagen den ganzen Tag auf Hochtouren.

Es sind die gleichen Kinder, die bald in E-Mobilen durch die Gegend fahren, deren Batterieherstellung eine der größten Umweltsünden überhaupt ist. Lithium kommt aus der Atacama Wüste in Chile und Kobalt aus dem Kongo. Ihr zerstört die intakte Umwelt der Ärmsten dieser Welt für Euren Lifestyle.

Seid Ihr bereit, all das aufzugeben?

Denn nur dann könnt ihr glaubwürdig sein! Ich sehe schon die Schüler-Blockaden vor den Schulen, um die Eltern mit ihren schmutzigen Autos aufzuhalten und aus Rache für deren Frevel den Reifen zu zerstechen.

Endlich kaufen die Kinder ihre Kleidung bei Armani und trinken ihren Prosecco aus Pfandflaschen.

Die Ferienreisen werden mit dem Fahrrad angetreten. Ganze Kolonnen bewegen sich gen Süden und es gibt riesige Fahrrad Staus. Der ADAC und der ADFC fusionieren. Von Lampedusa geht es dann mit dem Schlauchboot nach Tunesien. Unterwegs winkt ihr fröhlich den Flüchtlingen zu, wenn diese gerade vor dem Ertrinken gerettet werden. Statt Klimaanlage nehmt ihr selbstverständlich jetzt Palmwedel, um Euch die saubere Luft zuzuwedeln. Und wenn ihr schon mal in Afrika seit, dann macht doch bitte Aktivurlaub und helft den gleichaltrigen Kindern im Kongo, beim Abbau von Kobalt in der Kobaltmine, damit diese in der Zeit ausnahmsweise mal zur Schule gehen können.

Fridays oder halblegale FreiDays für Lutscher

Glaubt mir, es geht

Als ich Kind war, bin ich die 4 km zur Schule und zum Sportverein noch zu Fuß gegangen, habe draußen gespielt, statt vor dem Computer zu hocken, habe noch mit den Kindern, mit denen ich spielte gesprochen, statt WhatsApp-Nachrichten zu verschicken. Unsere Getränke kauften wir in Pfandflaschen, die von der Brauerei wieder befüllt wurden. Selbst Milch gab es in Pfandflaschen zu kaufen. Zum Einkaufen brachten wir unsere eigenen Einkaufstaschen mit. Kaffee gab es in ganzen Bohnen oder gemahlen. Kaffeepads oder Kapseln, nein, so etwas gab es nicht.

Unser Obst und Gemüse kam meist aus dem eigenen Garten und nicht um die halbe Welt angeflogen. Die Kleidung wurde noch von den Geschwistern aufgetragen, solange sie gut war, oder halt an die Nachbarn verschenkt. Unsere Kleinkinder trugen Baumwollwindeln, die man zur erneuten Verwendung ausgekochte. Sie trockneten auf der Wäscheleine.

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Morbus Greta Plastikmüll

Ja, Ihr habt Recht! Wir Alten sind schuld, dass wir zugelassen haben, dass Ihr Rotzgören Euch jetzt zum Retter der Welt aufspielt, obwohl Ihr tagtäglich Eure Umwelt mit Füßen tretet.“




9 Kommentare zu „Klima-Hypochonder lechzen nach mehr Aufmerksamkeit“

  1. Weil’s mich gar so druckt“, ein Umriss über die „schönen alten Zeiten“:

    Ich habe noch erlebt, dass wir mit Milchkanne zum Milchholen gingen, die aus einer Pumpe heraus kam. Joghurt gab es nur im Pfandglas mit zwei Sorten, einmal pur und einmal mit Marmelade. Obst und Gemüse ernteten wir vom Schrebergarten und Erdbeeren gab es nur während der Saison. Sauerkraut wurde selbst gestampft und Einwecken war selbstverständlich. Winterhartes Gemüse wie Kartoffeln, Kohl und Karotten wurden im Keller gelagert. Vitamine erhielten wir von Äpfeln, die wir in Kisten vom Händler abholten.

    Selbst bei der Kleidung gab es meist nur ein Werktags- und ein Sonntagskleid. Mit der Strickmaschine habe wir Pullover gestrickt und wenn diese zu eng waren, wurde aufgetrennt und etwas Neues daraus gestrickt. Socken wurden gestopft und Unterhemden geflickt. Beim Einkaufen nahm meine Mutter das Einpackpapier selbst mit und viele Nahrungsmittel kamen aus einem Schubfach.

    Gut, das klingt wie die „Ewiggestrigen“. Aber warum soll es nicht anders möglich sein? Als kleinen Anteil gehe ich demonstrativ mit Einkaufskorb in die Läden, beim Bäcker lasse ich die Ware in einen Baumwollbeutel legen und Kuchen in eine Brotzeitbox. Das gleiche funktioniert auch an der Wurst- und Fleischtheke, wenn die Box auf dem Tresen steht.

    Übrigens: Wenn wir in Deutschland nicht schon so überbevölkert wären, könnten mehr Menschen sich einen Schrebergarten mieten, falls sie nicht ein Haus mit Garten haben und Nahrungsmittel selbst ernten. Auch Blumen bräuchten sie nicht zum Schrottpreis kaufen, die aus Afrika eingeflogen werden.

    Noch ein Vorschlag: Auch die Überproduktion von Waren könnte vermieden werden, wenn Gebrauchsgegenstände repariert werde könnten. Hier wäre ein Tauschhandel möglich: Du reparierst und ich nähe dir etwas. Auch Lebensmittel könnten getauscht werden.

    Ach, ich könnte noch stundenlang weiter schwadronieren … aber nein, mein Traum ist geplatzt.

    Gefällt 3 Personen

    1. Noch was: Unter der Woche gab es selbstgemachte Mehlspeisen oder Suppen. Sehr selten mal Wurst und Fleisch. Den Gänsebraten dafür nur bei einem Festessen. Kuchen und mit der Mühle gemahlenen Kaffee war das Sonntagsritual.

      Was Umweltschutz anbelangt, könnte man mit Selbstgemachtem jede Menge Plastik und Folien einsparen. Das gilt auch für Drogerie- und Kosmetikartikel. So, „ich habe fertig“.

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    2. Tja, ‚Gretchen Mødermøse Thunfisch‘ ist da aber aus einem ganz anderen Holz geschnitzt, wie das Wegwerfmaterialien-Bild im Zug so andeutet: Plastik, wohin das Auge schaut!

      Na ja, es ist halt eine andere Generation oder nach Monika Gruber:

      Gefällt 2 Personen

      1. Ja, Emannzer, die Gruberin, die sag’s, wie’s is. In der Übertreibung steckt nun mal jede Menge Wahrheit.

        Was ich zu meinen Erfahrungen aus der „guten alten Zeit“ noch erwähnen möchte: Man hat nichts vermisst, denn Hunger und Entbehrungen waren ja bereits vorbei. Aber das Überangebot und die unzähligen Wahlmöglichen machen unglücklich, da man unbewusst das Gefühl hat, etwas zu versäumen oder nicht das Bestmöglichste gewählt zu haben.

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  2. Richtigstellung:

    „Bayern ist frei“ schreibt wörtlich „Greta Thunberg hat es getan“.

    Diese Formulierung ist absolut unangebracht. Politisch korrekt und konsequent antifaschistisch, antisexistisch, anti-islamophob und anti-anti muss es folgendermaßen heißen:

    „Es hat ihrer Heiligkeit, der erleuchteten Prophetin des Klimawandels, in ihrer unergründlichen Weisheit gefallen, die staunenden Gemeinde ihrer bedingslosen Anhänger mit einer neuen, unerhörten Erkenntnis zu bereichern.“

    – Ich bitte doch sehr darum, die Etikette des 3. Klima-Konzils zu wahren und die Heiligkeit der Verkündung des Klimawandels nicht durch unangebrachte Formulierungen zu beschädigen. Vielen Dank!

    Gezeichnet Volker Paulus, einst unter dem Namen Volker Saulus einer der größten Klimaleugner, jetzt bekennender Anhänger der First International Church of Climate Change (FICCC).

    Gefällt 1 Person

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