Antirassistischer Terroranschlag in Christchurch

Seit Beginn der Serie an Flugzeugentführungen in der 1970er Jahren gab es kein Jahr mehr ohne islamistischen Terror. Am 11. September 2001 fanden in New York (9/11) fast 3000 Menschen den Tod. Bei den Zuganschlägen am 11. März 2004 in Madrid starben 191 Menschen; 2051 wurden zum Teil schwer verletzt. Am 14. Juli 2016 tötete ein Islamist in Nizza 86 zufällig anwesende Personen; über 400 wurden verletzt. Anti-Muslimische Anschläge waren bisher die Ausnahme. Der heutige Anschlag im neuseeländischen Christchurch mit 49 Toten durch einen Öko-Faschisten – laut pi-news ein Umwelt-Aktivist –  macht eins klar: Gewalt multipliziert die Probleme.
Dieser Ansicht ist auch Jürgen Fritz. In seinem Blog zieht er eine erste Zwischenbilanz:

49 Tote und 48 zum Teil schwer Verletzte, so lauten die aktuellen Nachrichten aus dem neuseeländischen Christchurch, wo heute, am Freitag, wahrscheinlich von einem ethno-nationalistischen Öko-Faschisten (Braun-Grüner) als Haupttäter Anschläge auf zwei Moscheen verübt wurden. Dieses brutale Massaker, bei dem mit automatischen Waffen auf unbewaffnete Menschen, auch Kinder geschossen wurden, die teilweise schon wehrlos am Boden lagen, stellt gleich eine doppelte Katastrophe dar: menschlich-individuell, aber auch gesellschaftlich. Denn diese schreckliche Tat wird nun von bestimmten Kreisen gnadenlos für ihre unlauteren Ziele instrumentalisiert werden, um unsere Gesellschaft noch mehr zu spalten. Zunächst also zu den Fakten. Was hat sich heue in Christchurch, einer Stadt mit ca. 375.000 Einwohnern an der Ostküste der Südinsel Neuseelands, die für ihr englisches Flair bekannt ist, zugetragen? Nach Augenzeugenberichten soll das Drama gegen 13.45 Uhr Ortszeit (1.45 Uhr MEZ) seinen Ausgang genommen haben. Ein bewaffneter Mann sei in eine Moschee in der Innenstadt eingedrungen. Dort hätten sich zur Mittagsstunde etwa 300 Menschen zum Freitagsgebet versammelt. Sodann habe der Mann mit einer automatischen Schnellfeuerwaffe um sich geschossen. Dabei hat er seine Tat mit einer Bodycam gefilmt und das 17-minütige Video live auf Facebook gestreamt. Facebook und Twitter haben die Videos inzwischen weitgehend gesperrt. Augenzeugen zufolge soll der Mann einen Helm und eine kugelsichere Weste getragen haben. Allein in der Al Noor Moschee seien wahrscheinlich um die 40 Menschen ums Leben gekommen. Etwas später fielen dann auch noch in einer anderen Moschee, der Linwood Avenue Moschee Schüsse. Dort sollen sieben Menschen gestorben sein, drei weitere seien vor dem Gebäude tödlich getroffen worden. Laut einem Zeugen sollen mindestens 50 Schüsse sehr schnell hintereinander angefeuert worden sein, aber es könnten auch Hunderte gewesen sein. Die Polizei habe inzwischen vier Personen festgenommen. Außerdem habe sie mehrere Sprengkörper entdeckt, die an den von der Polizei gestoppten Fahrzeugen der Verdächtigen befestigt gewesen waren. Diese seien von der Armee entschärft worden. Der Haupttäter sei von der Polizei inzwischen als Branton Tarrant identifiziert worden sein, ein 28-jähriger extremistischer Australier, der von Politik und Massenmedien als „Rechtsextremist“ ausgegeben wird. Dieser habe vor der Tat ein „rechtsextremes Manifest“ online publiziert. Dies könnte aber ein gezielte Fehlrubrizierung sein, wie Dushan Wegner aufzeigt. Tatsächlich handelt es sich wohl eher um einen »ethno-nationalistischen Öko-Faschisten«, der eine »natürliche Ordnung« bewahren möchte, also quasi eine Mischung aus einem Braunen und einem Grünen, ein Braun-Grüner. Dushan Wegner, der Tarrants Manifest studiert hat, kommt zu dem Urteil: „Der Autor des Phrasen-Manifests will die westliche Gesellschaft spalten. Er sagt quasi: »Nehmt diesen Bullshit und schlagt damit aufeinander ein, damit vollendet ihr meine Tat!« – Es ist zu befürchten, dass seine Mathematik aufgeht.“ Nach Angaben der neuseeländischen Premierministerin, Jacinda Ardern (siehe Titelbild), soll Brenton Tarrant mindestens zwei Komplizen gehabt haben. Die vierte festegenommene Person stehe wahrscheinlich nicht mit den Anschlägen in Verbindung. Ardern, eine Sozialdemokratin, hat den Anschlag in einer TV-Ansprache aufs Schärfste verurteilt. In ihrer Stellungnahme sprach sie von einem der „dunkelsten Tage“ in der Geschichte ihres Landes. Es handle sich um eine Gewalttat, wie es sie noch nie gegeben habe. Für solch ein Verbrechen gebe es „keinen Platz in Neuseeland“. Von den Festgenommenen habe aber niemand auf einer Beobachtungsliste gestanden, fügte die Premierministerin hinzu. Ich selbst konnte auf einem Video sehen, wie der Haupttäter immer wieder gezielt auf Personen schoss, die wehrlos am Boden lagen. Dann lud er nach und schoss weiter auf die Menschen ein. Ich vermute, dass der Anschlag tatsächlich gezielt auf Muslime oder Ausländer gerichtet war. In Neuseeland ist nur eine kleine Minderheit der Bevölkerung muslimischen Glaubens, von den ca. 4,8 Millionen Einwohnern kaum mehr als 50.000. Bei der letzten Volkszählung waren es 1,2 Prozent, viele davon Einwanderer aus Pakistan oder Bangladesch. Relativ viele, nämlich 42 Prozent gaben an, keiner Religion anzugehören. Größte Religionsgruppe in Neuseeland ist das Christentum mit ca. 49 Prozent. [...]

Wir wissen nicht, wer und welche Interessen hinter dem Anschlag von Christchurch noch stecken. Terror findet regelmäßig unter falscher Flagge statt. Das kann letztlich dahingestellt bleiben, denn zwischen dem Terror und dem Manifest, welches jemand darauf heftet, besteht sowieso selten ein schlüssiger Zusammenhang. Interessant ist allerdings, dass Angela Merkel und andere, ohne wirklich viel zu wissen, einen Zusammenhang zwischen „Rassismus“ und dem Terroranschlag postulieren. Dem liegt eine Art magisches Denken zugrunde, demzufolge man politische Tragödien dadurch vermeidet, dass man sie auf bestimmmte Gedanken zurückführt und diese dann tabuisiert.

Wenn man der üblichen Logik, die unsere Politiker im Falle von islamisch motivierten Terroranschlägen an den Tag legen, müsste man von einem antirassistischen Terroranschlag oder zumindest einem Terroranschlag gegen den wahren Konservatismus sprechen, denn auch die islamsichen Terroranschläge sind ja laut den Worten unserer Spitzenpolitiker stets gegen den (wahren) Islam gerichtet.

Es gibt immer wieder Menschen, die ihre Bestimmung im Töten zu finden glauben und sich dazu dann ein Anliegen suchen, welches ihrer Tat Bedeutung verleiht. Ein solches Anliegen ist die Besiedlung des Raums der abendländischen Zivilisation und weißen Rasse mit kinderreichen, weniger intelligenten und latent feindseligen Bevölkerungen. Es gibt viele Leute, die gerne irgendwelchen Helden applaudieren würden, die uns von diesem Schicksal erlösen. Doch die Terroristen sind keine solchen Helden. Sie tun nichts, was auch nur im entferntesten geeignet wäre, uns einer Lösung des Problems näher zu bringen.

Selbst wenn man sich auf die dschihadistische Logik einlässt, derzufolge es darauf ankommt, einen unvermeidlichen Bürgerkrieg zu einem möglichst frühen Zeitpunkt in Gang zu setzen, ist Dschihadismus (oder christliche Varianten wie „Tempelrittertum“) nicht im Sinne seiner propagierten Ziele zielführend. Krieg und Frieden setzen einander, wie Clausewitz schrieb, jeweils mit anderen Mitteln fort, und gewinnen wird derjenige, der positive Angebote machen kann, die auch beim Gegner auf Resonanz stoßen und diesen zu spalten geeignet sind. Auch jeder ernsthafte Dschihad ist darauf angewiesen, sich als Notwehr zu legitimieren. Auch der Koran verpackt seinen Dschihad stets (mehr oder weniger glaubwürdig) als Notwehr. Beim Angriff auf normale Zivilisten, die in Neuseeland ein besseres Leben suchen und ihre alten Heimaterinnerungen in einer Moschee pflegen, kann aber niemand von Notwehr reden, und die im Fernsehen vorgeführten Terroristen versuchen dies auch erst gar nicht.

6 Kommentare zu „Antirassistischer Terroranschlag in Christchurch“

  1. Würde mich nicht wundern, wenn die Mörder der 49 Moscheegänger von einem bestimmten Onkel,den man auch Philantroph nennt, seine NGOs beauftragt hätte, diese Morde vollziehen zu lassen, um eine Hasswell gegen jeden Europäischen und insbesondere Deutschen Islamkrittiker schamlos für die anstehenden EU-und Landtagswahlen in D. zu manipulieren. Die uns derzeit noch regierende Stasitrudel ist als Befehlsempfängerin des Onkels sicher dankbar für diese Hilfe, ebenso wie Macron, dessen Felle gerade wegschwimmen.

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  2. Nicht so schnell. Der Fall ist möglicherweise erheblich komplizierter, als er von den Medien dargestellt wird. Klar ist, es war nicht nur ein, sondern es waren mehrere Täter. Und wenn ich den Artikel in Disobdient ernstnehme, dann kommen da schnell Assoziationen zu „Gladio“. Der Autor wirft z.B. der Polizei vor, viel zu langsam reagiert zu haben. Warum war das so? Und warum kam nichts von den Geheimdiensten? Ich bin gespannt, wieviel letzlich davon tatsächlich aufgeklärt werden wird bzw werden darf.

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  3. Linkstrulla Jacinda Ardern, die Kiwis sind auch nicht schlau, wenn sie sowas wählen, hat sich sofort nach der Tat an die Moslems unterwürfig mit Kopftuch rangewanzt.
    Ahnt die Rote schon, dass da was im Busch ist,ewige Rache an den Ungläubigen?
    Die Kiwis werden noch erfahren,dass Islam nicht Frieden bedeutet,die sind noch in der Naivitätsphase, bald wird sich die Realität , Messermänner ,LKWs ohne Bremse u.a als Normalität erweisen.

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