Böser Bosbach stört globalhumanitären Gottesdienst

Der geradlinige CDU-Innenpolitiker, dessen „Fresse“ ein Merkel-General „nicht mehr sehen kann“, legt bezüglich des Kindesmissbrauchs unserer DemokratiepädagogInnen gekonnt den Finger in die Wunde:

Soll das legale Schuleschwänzen zukünftig davon abhängen, wofür oder wogegen demonstriert wird?
Würde etwa bei einer Demo „Gegen die Islamisierung des Abendlandes“ die Schulpflicht ebenso suspendiert?
Nein?
Habe ich mir schon gedacht.


Ähnlich wie Annegret Kramp-Karrenbauer ist auch ihm, Ex-MdB Wolfgang Bosbach, der Karneval zu monoton-bunt und einheitlich-vielfältig geworden.
Sogar BILD findet, dass wir, wie AKK sagt, das „verkrampfteste Volk Europas“ geworden seien.

Manch ein AfD-Wähler befürchtet nun sofort, dass Bosbach und AKK Dampf aus dem Kessel lassen und Stimmen zur CDU zurückführen.
Wir freuen uns hingegen über jede Konkurrenz, die das Geschäft belebt.
Der Parteienwettkampf ist nur eines von mehreren Vehikeln der Veränderung, und auch an dieser Front kommen wir ohne eine Deradikalisierung der CDU/CSU nicht aus.
Deshalb freuen wir uns auch darüber, dass Manfred Weber nach einem vollmundigen Ultimatum nun doch nach Budapest reist, um bei Orbán Viktor zu antichambrieren. Vielleicht spürt Webers CSU/EVP ja doch irgendwie, dass Orbáns Kurs ihr eine bessere Zukunft verheißt als der von Soros und Juncker. Und wir hoffen auch, dass Fidesz der EVP erhalten bleibt und von innen her ihren Trend zu jenem autoritären Humanitarismus entgegenwirkt, den man auf Englisch oft „liberal“ nennt, um sie zurück in jene Neue Mitte zu holen, die Orbán schon mal etwas missverständlich als „illiberale Demokratie“ bezeichnet hat. Eigentlich handelt es sich um Demokratie tout court, denn der autoritäre Humanitarismus, der Deutschland zum verkrampftesten Land Europas und die CDU/CSU zu einer verklemmten Blockflötenpartei gemacht hat, ist schlichtweg mit Demokratie unvereinbar.

Anhang

Kirchen ziehen sich auf Globalhumanitarismus zurück

Die Evangelische Kirche positioniert sich immer dezitierter als Vorreiterin des Globalhumanitarismus. Dazu gehört eine von ihr initiierte Tempolimit-Petition ebenso wie der Tenor der meisten Artikel in ihren Postillen wie etwa dem Evangelischen Sonntagsblatt, wo sie eine in Bayern weiterentwickelte und leitmedial propagierte „One World Flag“ (Eine-Welt-Flagge) propagiert, die „in Konfliktregionen wie der Grenze zwischen der USA und Mexiko oder Israel und Palästina“ für das Niederreißen von Grenzen und für Einheit der Menschheit im Angesicht von „humanitären Krisen, sozialer Ungleichheit, Populismus und dem Klimawandel“ stehen soll. Vom Christentum ist nur der buntabrahamistische Kampf gegen die nationale Vielfalt übrig geblieben, der womöglich auf eine alte Tradition zurückblicken kann, was manche allerdings dann eher häretischen Bewegungen wie Gnosis und Millenarismus zuschreiben. Dies gilt für die evangelische Christenheit noch stärker als die katholische, deren Führung jedoch hart an der Vertreibung der letzten Dunkelkatholiken arbeitet.

„Liberale Demokratie“ (Humanitärer Autoritarismus) in Aktion

Bei einer Demonstration zum Weltfrauentag in Frankfurt zeigte sich der „liberale“ (wir würden sagen „humanitäre“ oder „egalitäre“) Autoritarismus, den die Neue Mitte um Orbán Viktor ablehnt. Eine Frau wurde eine Rednerin von Gegendemonstrantinnen niedergebrüllt, weil sie Ehe und Familie als etwas Positives darstellte. Ähnliches erlebte David Berger in Köln. Und Tommy Robinson erlebt es in London in besonders geballter Form.






5 Kommentare zu „Böser Bosbach stört globalhumanitären Gottesdienst“

    1. Es ist immer ein Vergnügen von Herrn Bosbach etwas zu lesen.Ich wünsche noch ein gesundes,langes Leben.Sie sind ein geradlinige Politiker.

      Liken

  1. https://n0by.blogspot.com/2019/03/von-munchen-nach-straburg-zu-klerikalen.html

    Solange die Gewichtung zu Themen wie Gott, Staat und Kirche in Deutschland weiterhin mehr Wert auf „sakral“ denn „säkular“ legt, brauchen intellektuelle Eierköppe (wie Alfred Röck) weder mit Ängsten vor muslimistischer noch vor globalhumanitärer Missionierung (wie Floydmasika) gar nicht anzufangen. Das Übel liegt tief verwurzelt in Herzen und Hirnen von Jahrtausenden Konditionierung zugunsten von Gott, Führer und Vaterland. Solange sich hier „Führer“ vor „Verführten“ mit Wahr- wie Weisheiten aufspielen, solange keine außerparlamentarische Opposition wie französische Gelbwesten gegen elitäre Gier-, Gewalt-, Genussgesellschaftler aufstehen und ankämpfen, vergehen Wörter wie Schall und Rauch und sollte sich jeder darum kümmern, sein‘ eig’ne Sach‘ auf’s Beste zu richten. Sonst nichts!

    Und so geschieht’s ja auch.

    Gefällt 1 Person

Die Kommentarfunktion ist geschlossen.