Al-Sisi zu Muslimen: haltet Eure Länder in Ordnung, ihr habt kein Recht auf Einwanderung in Europa

Der beliebte und demokratisch gewählte ägyptische Präsident Abdel Fattah Al-Sisi hat im November 2018 eine ungewöhnlich weise Grundsatzrede über Migration und Menschenrechte gehalten, die von unseren Leitmedien weitgehend verschwiegen wurde, wenngleich man sie bei der bösen britischen Brexiteer-Boulevardzeitung Daily Mail findet. Die wenigen Zeitungen, die berichteten, machten daraus eine Standpauke „gegen Migranten, die sich nicht integrieren“. Wie immer schaffen es die wenigsten Journalisten, politisch zu denken. Wirklich bedeutend sind grundsätzliche Aussagen von Sisi. Zum Beispiel stellt er die „Menschenrechte“ unter den Vorbehalt des Volksinteresses, und er erklärt, dass es im Falle eines Staatsscheiterns etwa von Afghanistan, niemandem zumutbar ist, die dortige Bevölkerung aufzunehmen.

Al Sisi hat immer wieder Reden von einer beeindruckenden gedanklichen Tiefe und Redlichkeit gehalten. Al-Sisi ist zwar bei seinem Volk beliebt und demokratisch gewählt, aber er kam durch einen Putsch gegen die Muslimbrüder an die Macht und kennt sich mit demokratischem Notstand, der „Menschenrechte“ relativiert, aus. Wenn Obama anrief, um ihn über „Menschenrechte“ zu belehren, nahm Al-Sisi den Hörer einfach nicht ab. Auch gegenüber Merkel verbat sich Al-Sisi neulich Menschenrechtsbelehrungen und kritisierte dabei eloquent deren universalistische Anmaßungen. Mit Wladimir Putin versteht sich Al-Sisi hingegen blendend.







Conservo

„Wir vernichten uns gegenseitig in unseren eigenen Ländern“

Ägyptens Präsident SISI in einem Aufruf an seine Glaubensbrüder in der islamischen Welt:

„Jeder Staat hat das Recht und die Pflicht, sich um seine Interessen zu kümmern und seine Bevölkerung zu schützen. Die Menschenrechte werden insoweit respektiert, wie sie dem Staat erlauben, die nationalen Interessen mit Erfolg zu verteidigen.

Anstatt zu fragen, warum fremde Länder ihre Türen schließen, soll man fragen, warum sich beispielsweise die Afghanen nicht um das Schicksal ihres Landes kümmern. Warum kämpfen Afghanen, töten sich gegenseitig und zerstören ihr eigenes Land bereits seit 40 Jahren? Diese Frage stellt sich auch in vielen anderen arabischen und muslimischen Ländern.

Wir vernichten uns gegenseitig in unseren eigenen Ländern und bitten danach fremde Staaten – wo Tag und Nacht gearbeitet wird, und wo man stets danach strebt wird, die eigenen Errungenschaften zu erhalten, die eigene Bevölkerung zu schützen, die Lebensqualität und das Entwicklungsniveau…

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