Botschaft der Bienen aus Bayern an die Patrioten

Die Grünen sind am Insektensterben schuld.
Spiegel-Journalist Jan Fleischauer stellte gerade bei Maischberger Bayerns Obergrüne Katha Schulze bloß. Er argumentierte wie folgt:

Einer der Gründe, warum die Biene stirbt, ist in diesem Bild, was hinter uns zu sehen ist, in einer wunderschönen Wieso symbolisiert. Warum sterben die Insekten? Weil Grünflächen und Wiesen in immer kleinerer Anzahl vorhanden sind. Das ist der Ort, wo sich die Insekten aufhalten.
Was ist der Grund dafür, dass es in Deutschland kaum noch Wiesen und Grünflächen gibt? Weil wir in den 90er Jahren eine Energiewende hatten (raus aus der Kernenergie (Atomkraft)), die ein Großteil der Grünflächen umgewandelt hat, und zwar im enormen Maße, zu Anbauflächen für Mais, wegen Biogas und Biosprit (Bioenergie).
Die Hauptverantwortlichen für das Bienensterben sind natürlich die Grünen. Das ist gar keine Frage. Wenn man sich die Zahlen der Maisfelder ankuckt, die wir eingerichtet haben, dann entspricht das in etwa der Größe von Sizilien. Ich fahre immer an den Monokulturen vorbei. In der Monokultur lebt kein Käfer mehr. Da kann auch kein Schmetterling mehr fangen, da kann auch keine Zikade mehr leben.
Einer der entscheidenden Gründe für das Insektensterben ist diese Art von Monokultur, die wir eingerichtet haben, weil wir dachten, das sei eine gute Idee. Der Satz von Renate Künast (Grüne) war damals, der Bauer wird der Ölscheich der Zukunft sein (Biodiesel). Und da kann ich nur sagen, wo das Öl in großen Mengen fließt, da geht’s der Natur sehr schlecht.


Katha hatte dem außer süffisantem Lächeln nichts entgegenzusetzen.

Das Artensterben und insbesondere das graduelle Verschwinden von Bienen und vielen anderen bestäubenden Insekten ist tatsächlich alarmierend.

Das Bienensterben ist eines von vielen beunruhigenden Phänomen, die mit der Vermehrung der Menschen und mit dem wirtschaftlichen Fortschritt, der zu ihrer Ernährung notwendig ist, einhergehen.
Grüne, die dieses Problem für Kampagnen nützen, helfen damit aber im Effekt oft nur sich selber.

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Biene Foto: Car

Isabella Klais freut sich über das politische Engagement zum Schutz der Bienen in Bayern:

Die deutsche Bevölkerung überrascht doch bisweilen mit Einsichten, die erstaunen und erfreuen. Das verleiht Hoffnung und Mut. Das ist nicht immer so. Oft geben Bequemlichkeit, Unkenntnis und Egoismus den Kurs vor.
In Bayern war es jüngst einmal anders. Das Volksbegehren „Rettet die Bienen!“ mobilisierte die Menschen zu einer Rekordbeteiligung und erwies sich so als das erfolgreichste seiner Art überhaupt. Die von den einschlägigen Lobbyisten korrumpierten Politikerlinge werden dadurch nun in Zugzwang versetzt und müssen handeln.

Unklar bleibt allerdings ähnlich wie in der Klima-Politik, in wie weit wir gegen diese beunruhigenden Prozesse wirklich wirksam vorgehen können.
Mancher Aktionismus ist vielleicht sinnlos oder lenkt von den Fragen ab, die wir für vordringlicher halten.
Die Angst der Massen ist für die Politik ja eine wichtige Ressource, und Patrioten möchten die Angst lieber auf das Thema Völkerwanderung oder Islamisierung lenken.
Die politischen Richtungen kann man vielleicht am besten über die von ihnen jeweils präferierte Massen-Angst definieren, und ihre Debatten versteht man oftmals am besten als einen eifersüchtigen Wettbewerb um den richtigen Fokus der Massen-Angst.

Gerade jetzt ist den Konkurrenten der AfD sehr daran gelegen, die Massen-Angst dort zu schüren, wo sie eher punkten können.

Darüber macht sich Klais Sorgen:

Vor diesem Hintergrund ärgert und besorgt es umso mehr, daß Patrioten die Steilvorlage dafür liefern, im EU-Wahlkampf als ignorante Umweltmuffel vorgeführt zu werden.

Das deutsche Regime und die EU haben gerade erst den Beweis dafür angetreten, daß das Wohl der Bevölkerung sich bei ihnen in schlechtesten Klauen befindet. In absolut unverantwortlicher Weise wird der europaweite Ausbau des Mobilfunknetzes der fünften Generation (5G), entgegen dem Votum renommierter Experten, propagiert. Deren Warnungen setzen das deutsche Regime und die EU tendenziöse Stellungnahmen von Lobbyisten entgegen, die das Krebsrisiko bagatellisieren. Die Bevölkerung wird dabei als Versuchsobjekt mißbraucht.
Wer derart pflichtvergessen handelt, hat sich als Sachwalter der Interessen der Bevölkerung eindeutig diskreditiert. Hier geht Gier vor Verantwortung.

Das Beispiel 5G ist unglücklich gewählt, denn hier gilt es zumindest abzuwägen.
Pflichtvergessen verhalten sich womöglich auch Bedenkenträger, die uns vorgaukeln wollen, wir könnten angesichts von 7 Milliarden Erdenbewohnern auf die weitere Technisierung unserer Wirtschaft verzichten oder gar diese zurückdrehen.
Klais bagatellisiert hier die andere Seite der Medaille und wirft mit polemischen Begriffen wie „Regimevertreter“ leichtfertig herum:

Da sollte es doch ein Leichtes sein, dagegen zu punkten. Die deutsche Bevölkerung hat nur das Beste verdient. Patrioten treten dafür an. Dann müssen sie aber auch Kompetenz und Verantwortungsbereitschaft nachweisen. Und nicht zuletzt müssen sie sich durch Pragmatismus leiten lassen.
Alle unsere politischen Aktivisten sollten eigentlich das Trotzalter lange überwunden haben. Fundamentalopposition aus Prinzip muß sich daher verbieten. „Weil Regimevertreter es (auch) sagen, muß es falsch sein.“ darf nicht zur Maxime erhoben werden. Wir dürfen nicht ganze Bereiche aus der Hand geben und sie von den Gegnern besetzen lassen, die sie dann entsprechend gegen uns instrumentalisieren.

Aber grundsätzlich sind diese Überlegungen richtig.
Wer einfach nur bei einem Thema Angst macht und bei anderen Themen eifersüchtig beschwichtigt, wird es schwer haben, das Vertrauen der Mitbürger zu gewinnen.
Durch Problemleugnung kommt man nicht weit.
So kann man auch nicht die Scharlatanerie der Grünen entlarven, die letztlich eine Art kommunistisches Naturparadies auf einer übervölkerten Erde versprechen, deren Bevölkerungsüberschüsse sie zugleich auch noch zu uns hereinholen.
Notwendig ist die Synthese zwischen Konservativismus und Technikfreundlichkeit, zwischen Herbert Gruhl und Franz-Josef Strauß. Gruhl, der für die CDU im Bundestag saß und dann die Grünen und später die ÖDP gründete und als unbequemer Geist aus allen drei herausgeekelt wurde, wies um 1990 auch auf die Mutter der ökologischen und sozialen Probleme, das Problem der verantwortungslosen Reproduktionsstrategie des Ausbreiter-Typs hin:

Es ist ausgeschlossen, daß die Wohlstandsländer – sosehr sie sich auch bemühen wollten – die Probleme jener Völker „lösen“ können, wie die Politiker immer noch daherschwätzen. Allein die dortige Verdoppelung der Bevölkerung alle 30 Jahre fegt selbst die größten ökonomischen Erfolge hinweg. Politisches Chaos ist schon heute allenthalben die Folge. Wer immer kann, wird aus den Elendsregionen in die letzten Wohlstandszonen der Erde flüchten.
Aber wenn – was droht – 500 Millionen Menschen aus der Dritten Welt nach Westeuropa kommen, dann bricht auch hier jegliche Ordnung zusammen. Dort allerdings schaffen selbst 500 Millionen Abgewanderte keine Entlastung; denn in nur sieben Jahren ist diese Lücke von 500 Millionen schon wieder ausgefüllt. Und nach 14 Jahren leben in den Armutsländern abermals mindestens 500 Millionen mehr als heute.

Nachhaltigkeit ist primär soziale Nachhaltigkeit, oder sie ist keine. Ernsthafter Umweltschutz erfordert eine Abkehr von dem radikal-individualistischen Menschenrechtsparadigma, dessen fanatischste VertreterInnen gerade die Grünen sind.

Es geht dann bei Klais weiter mit Polemik, die nicht viel neues hinzufügt:

Wir wollen, anders als die Regimeschranzen, Vertreter und Anwälte der Bevölkerung sein. Dazu müssen wir die Menschen dort abholen, wo sie sich befinden.
Unsere Bevölkerung treibt viele Sorgen um. Wir müssen uns ihrer annehmen. Das bedeutet durchaus auch partiell Aufklärung über Fakten, Zusammenhänge, Mißinterpretationen. Dazu gehören zudem Aufrufe zu Realismus im Sinne des Machbaren unter Beibehaltung maximal anspruchsvoller Ziele und Appelle an die Einsicht, daß u.U. auf dem Weg dorthin Einschränkungen und Opfer unumgänglich und manche Dinge miteinander inkompatibel sind. Auf jeden Fall aber gilt es, die Anliegen der deutschen Bevölkerung ernst zu nehmen und sich seriös damit argumentativ auseinanderzusetzen.
Wer politische Veränderungen anstrebt, braucht Masse. Wer monothematisch aufgestellt ist, verzichtet von vorne herein auf Zielgruppen, die über ihre spezielle Ausrichtung erreichbar wären. Es ist doch völlig unerheblich, warum man unterstützt wird, solange dadurch nicht die eigenen Überzeugungen auf der Strecke bleiben. Hauptsache, es geschieht.
Patriotismus strebt nur das Beste für das Land und seine Bevölkerung an. Das gilt in jeder Hinsicht. Dabei das Feld gekauften Volksverrätern zu überlassen, wäre so dumm, wie unverantwortlich. Sie werden scheitern und dieses Scheitern der Opposition anlasten. Diese Brücke dürfen wir ihnen nicht bauen.
Umweltverbände, Verbraucherschutzorganisationen, Jugendgruppen setzen auf „Europa“ und graue Gestalten wie Manfred Weber, dessen Mittelmäßgkeit so unerträglich ist, daß man noch nicht einmal zur Illustration das Bild der grauen Maus bemühen möchte aus Respekt vor diesen schlauen und sympathischen Tieren.
In Bayern wurde vorgeführt, daß die Bevölkerung luzider ist als die Politikerlinge, sich durchaus aktivieren läßt, und welches Potential da brachliegt. Wollen wir es einfach achtlos liegen lassen? Dann gute Nacht, Deutschland!

Ob die Bevölkerung hier wirklich luzider war als irgendwelche „Politikerlinge“, „Regimeschranzen“, „Volksverräter“ etc sei dahingestellt. Richtig ist jedoch zweifellos ihr Unbehagen angesichts des Artensterbens und der Degradation der natürlichen Umwelt. Richtig ist ferner, dass man durch Verharmlosung der Umweltprobleme keinen Blumentopf gewinnen kann. Als besorgte Bürger haben wir kein Monopol auf die richtigen Sorgen. Wir folgen den Daten und wägen die Risiken gegeneinander ab. Wir unterscheiden uns von den Grünen gerade dadurch, dass wir uns nicht auf bestimmte politisch genehme Sorgen konzentrieren sondern alle miteinander abwägen. Anders als die Klima-Kids wissen wir, dass wir als Zivilisationsmenschen wohl oder übel in einer ungesunden Welt leben. Wer einen Tiger reitet, braucht weder Panikmacher noch Abwiegler sondern gut informierte Strategen. Das ist leider eine knappe Ressource.

Anhang

Wladimir Putin machte sich über die deutsche Energiepolitik lustig und meinte, die Deutschen würden eines Tages nach Brennholz verlangen, und auch dazu bräuchten sie dann Russland (Sibirien). Das Beispiel zeigt, was bei einseitiger Umwelt-Fixierung herauskommt.
Ähnlich ist die Situation bei den genetisch modifizierten Landwirtschaftserzeugnissen. Kaum jemand nimmt zur Kenntnis, dass es der Natur völlig egal ist, ob eine genetische Veränderung von Menschen provoziert wurde oder durch zufällige Mutationen entstand. Es handelt sich hierbei nur um einen anderen Weg der Selektion. Die Fragen der Gesundheit und Ernährungssicherheit sind genau die gleichen. Aber gezielt herbeimutierte Lebenwesen sind oftmals in der Lage, die Menschenmassen, deren Entstehung wir oft durch humanitäre Hilfe fördern, dann auch zu füttern.
Der französische Präsidentschaftskandidat François Asselineau, der für den Austritt Frankreichs aus der EU eintritt, sieht die via EU globalisierte Landwirtschaft als Schuldigen des Bienensterbens. Er will zu einer geschlosseneren Volkswirtschaft zurückkehren.





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