Welt leitet Inquisition gegen Henryk Broder ein

Henryk Broder gerät nach Weidels Selfie und der davon ermöglichten leitmedialen Kampagne weiter unter Druck.
Die Springer-Welt schießt scharf.
Welt-Leitartikler und -inquisitor Matthias Kamann leitartikelt, sein Kollege Broder habe die AfD nicht konsequent genug zurechtgestaucht und sich vielmehr mit ihrem voßkuhlewidrigen Denken gemein gemacht.  Er habe lakonisch darüber hinweggesehen, dass in der AfD rassistisches und kulturalistisches Nationalstaatsdenken gepflegt werde, welches die Menschenwürde verletze, indem es Menschen mancher Völker und Religionen tendenziell die Eignung abspreche, in den Genuss des gleichen Rechtsstatusses wie die schon länger hier Lebenden zu kommen.
Broder soll eine Gelegenheit eingeräumt werden, in der WELT öffentlich zu Kamanns Anklagepunkten Stellung zu nehmen. Allein damit, dass er als Publizist die in seiner kunstvollen Rede möglicherweise versteckten ketzerischen Botschaften erläutern und rechtfertigen muss, wird er zum Verlierer.
Er ist daher zu erwarten, dass Broder, falls er sich in die ihm zugewiesene Verliererposition begibt, ein Stück weit auf der von Karlsruhe vorgegebenen ideologischen Linie die AfD beschuldigen wird, um seinen Hals aus der Schlinge zu ziehen.
Die Welt galt stets als „rechts“ oder „konservativ“ und hat eine AfD-freundliche Leserschaft, was dortigen Volontären, Praktikanten und jüngeren AutorInnen peinlich ist. Anders als Broders Achse des Guten macht die Welt sich nicht mit ihrer deplorablen Leserschaft gemein.
Die WELT hält ähnlich wie Broder die USA und Israel für die Guten und ihre geopolitischen Konkurrenten für die Bösen, aber das allein genügt nicht mehr, um Broders Stellung beim Springer-Verlag zu sichern.

Anhang

Der zivilcouragierte Münchner Komponist Prof. Moritz Eggert rief in einem Konzert des Leipziger Streichquartetts in der Münchner Residenz lautstark und medienwirksam den Aufstand der Anständigen gegen dessen Cellisten Matthias Moosdorf aus, der die AfD unterstützt und daher in feinen Kreisen nichts zu suchen habe.
Der Liederbarde Heino („Schwarzbraun ist die Nuss“) meldet sich aus der Gruft und fordert ein Verbot der AfD.
Markus Söder warnt vor AfD-Sympathisanten in der Bundeswehr.
Ein Sketch des bekannten Komikers Dieter Hallervorden entwickelt sich zunehmend zu einem viralen Hit. In diesem verkörpert Hallervorden einen Politiker der “Aktionsgemeinschaft Freunde der Diktatur”(AFD). Der Sketch soll von 1999 und somit „prophetisch“ sein.
Über den renommierten Medientheoretiker und Qualitätsjournalisten Frederik Fischer und seine Neue Digitale Medienethik berichteten wir schon. Diese Ethik besteht im konsequenten Ausgrenzen der Undemokraten und Totschweigen all derjenigen entbehrlichen Informationen, die ihnen nützen. Der Spiegel-Digitalisierungsexperte Sascha Lobo, dem oft der Kamm schwillt, fordert publikumswirksam, dass die Leitmedien endlich ihrer „Verantwortung“ für das Niederschreiben der Populisten konsequent gerecht werden. Renate Künast protestiert im Sinne der Neuen Digitalen Medienethik gegen die Erwähnung der Deutschen Polizeigewerkschaft im GEZ-TV. Die Springer-Welt kommt ebenfalls ihrer „Verantwortung“ nach, indem sie ein Inquisitionsverfahren gegen ihren langjährigen Kolumnisten Henryk M. Broder wegen des Verdachts auf Voßkuhlewidrigkeit einleitet.





3 Kommentare zu „Welt leitet Inquisition gegen Henryk Broder ein“

  1. Wenn man Gestik und Symbolik nicht beherrscht, sollte man’s lassen (Weidel); die linkische Umarmungsgeste muß als kontraproduktiv gewertet werden, sie stellt Broder und dadurch die Rede in ein Licht von „Vorteilsannahme“. Fatal!
    Dasselbe gilt für Twitter (von Storch).

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