Komponist Moritz Eggert gegen Klatschnazis und AfD-Cellisten

Der hochdekorierte Münchner Komponistionsprofessor und zivilcouragierte Medienliebling Prof. Moritz Eggert, der das heutige Publikum der klassischen Musik wegen seiner gutbürgerlichen Manieren gerne als „Klatschnazis“ beschimpft , ist inmitten eines Konzerts des renommierten Leipziger Streichquartetts
bei der Bayrischen Akademie der Schönen Künste
aufgestanden, um den Aufstand der Anständigen gegen dessen Cellisten Matthias Moosdorf auszurufen. Ein dazu verteiltes Flugblatt enthält neben allerlei unwahren ehrabschneidenden Insinuationen die wohl wahre Aussage, dass Moosdorf die AfD unterstützt und den Migrationspakt bekämpft habe.

Auf dem Blog seiner Zeitung erläutert Eggert auch sein Verständnis von Meinungsfreiheit:

Der Komponist formulierte seinen Schock über das Engagement des Cellisten … gegen den UNO-Migrationspakt, vor allem dass ein Akteur eines global auftretenden deutschen Klangkörpers, welcher auch durch diese Auftritte als eine Art deutscher Kulturbotschafter fungiert, wie folgt: „Meinungsfreiheit bedeutet, sich politisch so wie Herr Moosdorf äußern zu dürfen. Sie bedeutet aber auch, Gegenwind zu entfachen und aushalten zu müssen. Niemand muß stillschweigend die Meinung des anderen akzeptieren. Ich hoffe, dass sich das Leipziger Streichquartett nach einem neuen Cellisten umsieht.“

Da im Leipziger Streichquartett insgesamt, wie leitmediale RechtsextremismusexpertInnen durch Schnüffeln in sozialen Medien herausfanden, eine migrationskritische Stimmung vorzuherrschen scheint, blieb Eggert nichts anderes übrig, als Konzerte des Quartetts insgesamt zu stören. Prominenz verpflichte, lautet das Argument:

„Es dürfte heute niemand Verständnis dafür haben, wenn einem Künstler, der fehlte, eher verziehen würde als dem letzten gestrauchelten Volksgenossen. Das Volk fordert vielmehr, daß gerade der Künstler mit seiner verfeinerten Sensibilität und seiner weithin wirkenden Autorität so ehrlich und tapfer seine Pflicht tut, wie jeder seiner unbekannten Kameraden aus anderen Gebieten der Arbeit. Denn gerade Prominenz verpflichtet!“

Dies schrieb Werner Höfer im 12-Uhr-Blatt am 20.09.1943, nachdem der Pianist Karlrobert Kreiten am 3. September 1943 vom Volksgerichtshof wegen Wehrkraftzersetzung zum Tode verurteilt und vier Tage später hingerichtet wurde.
Da die Zeiten sich gewandelt haben, fordert Eggert heute gegenüber dem Integrationskraftzersetzer Moosdorf eine weniger drakonische Durchsetzung der „Meinungsfreiheit“, aber solange dessen wirtschaftliche und soziale Existenz nicht vollends vernichtet ist, wird der zivilcouragierte Komponist keine Ruhe geben.
Zunächst fordern seine „Bad Boys“ durch fleißigen E-Mail-Aktivismus Kuratoren in aller Welt auf, das Leipziger Streichquartett aus ihren Konzertreihen zu streichen.
Die Facebook-Fanseite Moritz Eggert führt seinen Kampf bis zum Ende.
Die Münchner Abendzeitung kämpft mit.
Auch beim Kampf gegen den Gastdirigenten der Münchner Philharmoniker, Valery Gergiev, feuerte die AZ ein Breites Bündnis an, das Gergiev für untragbar erklärte, weil er nichts gegen Wladimir Putin sagt und ihm sogar für seine Wertschätzung der klassischen Musik dankt.

Auch Matthias Moosdorf muss sich von Eggerts „Bad Boys“ den Vorwurf gefallen lassen, dass er Meldungen russischer Medien auf Facebook teile.
Auch bei dem von Eggert gestörten Konzert wurden russische Komponisten geehrt. Aus dem Kreis von Matthias Moosdorf erfahren wir noch mehr, auch speziell über den Münchner Auftritt von Eggerts Bad Boys:

Nun war das aber nicht irgendein Konzert. Das Leipziger Streichquartett, mit bisher über 3000 gegebenen Konzerten weltweit, hat sich auf seinen etwa 120 CD-Produktionen immer auch für die Neue Musik eingesetzt, verfemte Komponisten bekannt und ihre Werke hörbar gemacht. Gestern Abend waren die Akademie und der Bayerische Rundfunk Gastgeber für die beiden hochbetagten Weltstars auf dem Feld der Komponisten: Sofia Gubaidulina und Christobal Halffter. Ihre Diskussion wurde durch je eines ihrer Streichquartette musikalisch umrahmt. Beide hatten in ihrem Leben Repressionen erlebt, wussten somit genau einzuordnen, wie die zuerst filigranen Risse im Firnis der Kultur in die Katastrophe münden. Vor allem Gubaidulina versteht sich als ein Seismograph dieser so verhängnisvollen gesellschaftlichen Verwerfungen. Ihre Musik ist der Kampf gegen den Niedergang des Westens – so ihre Diagnose. Man kann ihrer beider Gesichtsausdruck nicht mehr Betroffenheit nennen, so sehr verstörte sie die offenbare Wiederkehr von längst überwunden geglaubten Zeiten. Das war augenscheinlich nicht ihr heutiges, freiheitliches Europa. Denn mit den von Eggert & Co gelebten Tugenden wurde das Versteck von Anne Frank verraten, wurden im Moskauer Hotel Lux die Listen vermeintlicher Volksfeinde für Stalin zusammengestellt und in der DDR die Mitbürger ins Zuchthaus befördert.

Moosdorf selbst erzählt ebenfalls von dem Abend und stellt ein stockverlogenes Verleumdungspamphlet vor, welches von Eggert und Kumpanen bei dem Konzert verteilt wurde, um die Störrufe zu unterfüttern. Die AZ war ebenso Mittäter wie es die SZ regelmäßig bei ähnlichen strategisch wichtigen Verleumdungskampagnen ist.
Eggerts Bad Boys berichten auf ihre Weise von dem Konzert und erwecken den Eindruck, die Pamfletverteilungsaktion wäre von ausländischen Kompositionsstudenten auf eigene Initiative unternommen worden. Das schützt sicherlich bei eventuellen Verleumdungsprozessen.

Erschöpftes Innovationspotenzial, verfallende Musikkultur

Eggert behauptet, Beethoven und Wagner seien krawallige Polithippies gewesen und in früheren Zeiten hätte das Publikum in der Oper gekifft und gehurt und erst im späten 19. Jahrhundert sei das Genre „erstarrt“.
Eggert sagt der streng-gutbürgerlich gesitteten Ernsten Musik (E-Musik) den baldigen Tod voraus. Zumindest die Oper werde bald gänzlich wegsterben, wenn man sie jetzt nicht in seinem Sinne aufmische. Als Vehikel des Aufmischens sollen Quoten dienen, durch die er den „Klatschnazis“ seine „Neue Musik“ aufdrängen will.
Doch ähnlich wie bei den Amtskirchen könnte das Gegenteil der Fall sein: diejenigen Musiker, die sich dem leitmedialen Todestrieb anbiedern, dürften früher aussterben als die tradierte Ernste Musik.
Dass in unserer Zeit kaum noch erfolgreiche neue Werke entstehen, wird man nicht durch politsentimentalen Krawall ändern. Es hat vielleicht etwas mit einer gewissen Erschöpfung des Innovationspotenzials der Harmonielehre (mit Mahler, Strawinski und Schönberg als Quasi-Schlusspunkt) aber auch mit dem Verlust der Gruppenloyalität und der von ihr abhängigen Werte zu tun. Trotz des Siegeszugs der Bildung ist die Zahl der herausragenden geistigen Leistungen pro Einwohner ebenso wie die biologische Komponente der Intelligenz kontinuierlich abgesunken.
Hierüber haben Charles Murray und Michael Woodley interessante quantitative Foschungen angestellt.


Es gibt ferner auch quantitative Forschung über die progressive Verarmung der Unterhaltungsmusik und Barbarisierung der Musikkultur insgesamt.


Klassik-Pop im Osten

Etwas weniger dekadent ist die Pop-Musik übrigens derzeit noch in China. S. hier Pop-Diva Jane Zhang beim Singen von unsingbarer Science-Fiction-Film-Musik, die von Klassik in Pop übergeht:
Auch die Olympiade von Sotschi war ein Beispiel für eine zumindest zeitweilige Wiederbelebung einer Kultur in Russland, die in den Nischen des starren sowjetischen Systems noch vergleichsweise erfolgreich überwintert hatte, während der westliche Kulturbetrieb im Zangengriff zwischen Kulturmarxismus und Kommerzialisierung zügig verfiel.

Wie man echten klassischen Pop schaffen kann, zeigte Joe Hisaishi noch vor 20 Jahren in Japan:
Vor diesem Hintergrund ist der medienaffine Krach-und-Krawall-Komponist, der vor diesem leicht zugänglichen Wissen die Augen schließt, ein Zeitgeist-Clown, ein Hofnarr am märchenmedialen Meinhof. Sein Aufstand der Anständigen kann Moritz Eggert somit auch jederzeit als künstlerische Clownerie oder Satire ausgeben, wenn der Wind sich mal dreht.

Anhang

Eggert behauptet im Rahmen der #MeToo-Kampagne, sexuelle Belästigung von Studentinnen sei an der Münchner Musikhochschule gang und gäbe. Angesichts des Engagements von Eggert steht zu befürchten, dass der Wahrheitsgehalt seiner Verleumdungen ähnlich hoch ist wie in dem Moosdorf-Verleumdungspamphlet, nämlich etwa 10%. Die feministische Lust, den alten weißen Männern eine „Vergewaltigungskultur“ anzudichten (und zugleich die real vorhandenen afroislamischen Vergewaltigungskulturen zu beschönigen), ist zu offensichtlich. Auch Harvey Weinstein galt lange Zeit als Feminist. Die Neigung linksakademischer Kreise zu selbstgerechter Zügellosigkeit ist wissenschaftlich erforscht.
Hadmut Danisch hat den ZDF-Philosophen David Precht als gefährlichen Dummschwätzer durchschaut. Precht löste das Philosophische Quartett ab, in dem die einsamen Realisten Sloterdijk, Safranski und Heinsohn ein paar Jahre lang dem GEZ-Publikum reinen Wein einschenken konnten. Precht predigt ohne solide Sachkenntnis eine aktualisierte Fassung des kommunistischen Paradieses, bei dem jetzt die Digitalisierung die immer gleiche Erklärungslücke füllt.
Brandenburgs von der SPD installierte Verfassungsrichterin erklärt in der SZ, sie sei Richterin geworden, weil man auf diesem Wege heute am wirksamsten gegen rechte Parteien kämpfen kann.
Berlin will den USA keine F-35-Kampfflugzeuge abkaufen. Zugleich tobt eine Schlacht um Huawei und um Nordstream.
Im südafrikanischen Fernsehen trat gerade ein Duo von zwei Weißenhassern auf. Die weinende weiße Poetin will mehr Weißenblut fließen sehen, ihr wütender schwarzer Kollege ebenso. Beide sehen darin die Erlösung vom Leid des Landes, und das gemischtrassige Studiopublikum stimmt zu, da auch diese Erzählung noch bequemer als die südafrikanische Wirklichkeit ist. Aus solcher bequemlicher Nirwana-Sehnsucht speist sich auch der Todestrieb in der Geschichte.
An der Frankfurt Goethe-Universität diffamiert und schikaniert ein wissenschaftlich verkleidetes feministisches-egalitärfrömmlerisches Netzwerk in chaotisch-rechtswidriger Weise Wissenschaftler und Publizisten, die seinen Dogmen widersprechen und damit irgendwie indirekt auf seine wissenschaftliche Nacktheit hinweisen.





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