arte-Doku zeigt nahtlosen Übergang zwischen bunter Staatsideologie und Linksextremismus

Arte berichtet heute abend zu später Stunde ab 22.55 Uhr über linke Gewalt in Deutschland. Seit den 1990er Jahren hat sich die Gewaltbereitschaft in der Szene knapp verdreifacht.
Die Zahl der linken Anschläge gegen Personen und Infrastrukturen (z.B. Bahngleise, Telefonmasten, Sendeanlagen, Stromversorgung) hat dramatisch zugenommen. 1200 Gewalttaten von rechts im Jahr 2017 stünden laut Prof. Klaus Schroeder (FU Berlin) fast doppelt soviele Gewaltakte von links gegenüber.

Ganz anders als bei rechten Delikten bleibt eine öffentliche Empörung weitgehend aus. Im Gegenteil, Beschwichtigungs-Aktivisten wie die Ex-Familienministerin Manuela Schwesig (SPD) hält Linksextremismus lediglich für ein „aufgebauschtes Problem“.

Antifa – Schwarzer Block
screenshot arte Doku „Linke Gewalt“

Die Linken kämpfen für eine Welt ohne Mauern und Ungleichheit, alles tolle humanistische Ziele, finden die Autoren der Dokumentation Rainer Fromm und Galina Dick. Aber militante Linke nutzen diese Ziele zur Selbstermächtigung, und oftmals stellen diese wunderbaren Ziele nur einen Deckmantel dar, unter dem sich ordinäre kriminelle Elemente gerne selbst präsentieren.

Bei ihren Recherchen zur Dokumentation gelang es dem Autorenteam bei Dreharbeiten in Hamburg, Prag, Moskau und im Baskenland die bizarre Verflechtung der gewaltaffinen und fanatischen Exekutive linker Netzwerke in ganz Europa zu offen zu legen. Gleichzeitig widerlegen die Autoren flapsige Statements wie jene von Manuela Schwesig (SPD), wonach Linksextremismus nur ein „aufgebauschtes Problem“ sei. Der Übergang zwischen gewöhnlichen Gewalttätern und Antifa scheint ähnlich fließend zu verlaufen wie zwischen Gewaltverbrechern und Imamen in Fällen wie Anis Amri.

Uwe Jung (AfD)
Gesichtsfraktur nach einem Angriff durch linke Gewalttäter
screenshot arte „Linke Gewalt)

Auch die Anschläge auf die „rechtspopulistische AfD“, die sich gerne als Opfer darstelle, werden thematisiert. Uwe Junge von der „rechtspopulistischen AfD“ darf sich über einen Mordanschlag auf sich und seine Frau beklagen. Dass die „rechtspopulistische AfD“ (das Epithet darf nie fehlen) sich so präsentieren könne, nütze ihr letztlich und schade den „demokratischen Parteien“, die gegen die AfD „friedlich“ demonstrieren, klagen die Journalisten. Dass gerade auch diese „friedlichen Demonstrationen“ auf Ausgrenzung zielen und mit verbaler Gewalt (und viel Geld) die Antifa nähren, scheinen sie nicht zu merken.
Sie machen sich aber Sorgen, weil der linke Extremismus sich nicht ohne weiteres im Sinne der Bunten Republik kanalisieren lässt. Auch Wissenschaftler, Journalisten und Professoren, wie Werner Patzelt, die sich mit ihm beschäftigen, werden bisweilen zu Zielen linker Anschläge, und selbst ein SPD-Parteibuch schützt nicht vor Verfolgung.
So weit, die Ideologie der Extremisten selbst in Frage zu stellen oder gar die Finanzierung ihres Milieus durch den milliardenschweren „Kampf gegen Rechts“ zu kritisieren, geht die Doku nicht. Eher mit Bedauern wird berichtet, wie wenig Spielraum die „weit nach rechts gerückten“ Länder Osteuropas dem bunten Extremismus lassen.
Aber was will man von öffentlich-rechtlichen Sendungen erwarten?
Die Ziele der Gewalttäter und die herrschende Ideologie der Bunten Republik sind so selbstverständlich deckungsgleich, dass ihnen das nicht auffällt, und wenn sie doch etwas merken, liegt es in ihrem Interesse, sich dies nicht anmerken zu lassen.
Arte spricht hier immerhin recht faktenreich ein leidiges Thema an, welches, wie die Arte-Journalisten und befragten Experten wie Prof. Klaus Schröder (Berlin) oder Armin Pfahl-Taughber einräumen, gerne unter den Teppich gekehrt wird.

Daß die sehr aufschlußreiche Dokumentation nicht zur prime time gesendet wird, sondern erst zu nachtschlafender Stunde – die letzte Folge läuft am 3. Februar um 1.30 Uhr – wird schon seine Gründe haben. Die Ausstrahlung dieser Sendung mag so manche auf die Palme treiben, aber ein Sendetermin um 1.50 Uhr nachts könnte selbst Antifa-Barbie Manuela Schwesig erweichen.

Die fehlenden Aspekte gibt es ja schon länger in einer Doku von Christian Jung, die der BR wegzuprozessieren versuchte:






5 Kommentare zu „arte-Doku zeigt nahtlosen Übergang zwischen bunter Staatsideologie und Linksextremismus“

  1. In der Sendung wurde erwähnt, daß es nur etwa 10% Literatur zum Thema Linksextremismus gäbe. Dagegen wäre Literatur zum Thema Rechtsextremismus Bände- und Regale füllend. Insofern gebührt arte Dank, das virulente Thema Linksextremismus, der in puncto Fanatismus und Gewalt weit vor dem Rechtsextremismus rangiert, zumindest mal eine Sendung gewidmet zu haben.
    Linksextremismus führt in der Aufarbeitung ein Nischen-Dasein.

    Gerade geistige Brandstifter und Schutzpatron*Innen linker Gewalt wie Katharina Schulze (GRÜNE) lassen ihre Sympathien für Antifa & Konsorten immer wieder mal aufblitzen, wenn sie sich unbeobachtet fühlen. Im sogenannten „Kampf gegen Rechts“ finanzieren und subventionieren GRÜNE und SPD mit Filialen wie „Endstation Rechts“ (Thomas Wizgall) mit Steuergeldern linke Netzwerke.

    In den Medien fand die arte-Dokumentation wenig Resonanz. Zu den positiven Ausnahmen gehört der Berliner „Tagesspiegel“.
    https://www.tagesspiegel.de/gesellschaft/medien/arte-dokumentation-ueber-linke-gewalt-gewaltbereite-autonome-gut-vernetzt-in-europa/23919926.html

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  2. Nicht nur Professor Patzelt steht im Visier der Antifa: auch andere wie der Historiker Prof. Jörg Baberowski, Prof. Thomas Rauscher, AfD-Politiker wie Beatrix von Storch, Ebner-Steiner, sogar die getortete Sarah Wagenknecht oder konservative Journalisten wie Dieter Stein (Junge Freiheit) oder die COMPACT-Redaktion.
    Verwunderlich, daß sich sogar Alt-Linke wie der Liedermacher Wolf Biermann in einer Rede im Bundestag schonungslos über die linke „Drachenbrut“ mit Blick auf Gysis Partei geäussert hatten.

    Der linke Mob ist nichts anderes als ein krimineller Haufen, der sein Gewaltpotential, seine Agressionen und seinen Hass unter dem Banner humanitärer Gesinnung auslebt.

    Das Clevere am Reichsarbeitsdienst war, destruktive Energie in konstruktives Handeln umzuwandeln. Der „Schwarze Block“ käme in den Genuß von „Kraft durch Freude“.

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