Querfront von Antifanten, Gelbwesten zu Identitären

Franzosen hassen ungerechte Behandlung. Gegen Benzinpreiserhöhung kämpfen Gelbwesten in Frankreich seit Wochen, manche verwundet und gezeichnet für ihr Leben. In Deutschland verlieren Kraftfahrzeuge ihren Wert, Menschen verlieren ihre Arbeit, manche ihre Wohnung. Erste Demos von Gelbwesten hierzulande lassen aufhorchen: Regt sich Widerstand im Land?

Der russisch nahe Kanal Deutsch-RT berichtet vom Gelbwestenaufstand in Frankreich.

Seit Beginn der Protestbewegung am 17. November 2018 sind weit über 1.700 Menschen im Rahmen der Gelbwesten-Proteste durch Maßnahmen der Polizei verletzt worden. Unter diesen sind nach intensiven Recherchen und Video-Analysen der Tageszeitung Libération 82 Schwerstverletzte, 67 davon mit „sehr schweren Kopfverletzungen oder ausgeschossenen Augen“ (Stand 11. Januar).

 

Gelbwesten in Frankreich gegen höhere Spritpreise, Gelbwesten in Deutschland gegen Verlust von Auto und Arbeit

Langsam und erst als Richter die Einhaltung der vom Gesetzgeber durchgewinkten willkürlichen Grenzwerte von noch willkürlicher aufgestellte Messstationen mit Fahrverboten durchsetzen, reiben sich erstaunt Betroffene die Augen und Widerstand wächst.

Tichy gibt Lesern einen Einblick in langsam anlaufende Gelbwestenproteste in Stuttgart. Als Demonstrant 1967 gegen BILD-Springer-Hetze, 1968 gegen den US-Krieg in Vietnam, Anfang 2016 in München als „Patriotischer Europäer gegen die Islamisierung des Abendlands“ freuen mich aufrechte AfD-Kämpfer, die endlich in Stuttgart gegen den Grünen Irrsinn demonstrierten.

Etwa 700 Bürger demonstrierten nämlich am vergangenen Samstag in Stuttgart wieder gegen Fahrverbote für Dieselfahrzeuge. Waren es bei den ersten Demonstrationen, zu denen damals die AfD aufgerufen hatte, im vergangenen Herbst deutliche weniger, die auf die Straße gingen, so erhöht sich langsam die Zahl der Demonstranten.

Mittlerweile merken es Arbeiter und Angestellte in den Betrieben, Gewerkschaftler und vereinzelte Politiker, dass die Verteufelung der industriellen Produktion, der Kraftwerke und der Autos Arbeitsplätze gefährdet, Freude am Fahren nimmt, Betroffene verarmen und verbittern lässt. Eine Allianz erwacht, schreibt Holger Douglas bei Tichy.

Aufgerufen hatte jetzt ein Porsche-Schichtarbeiter und IG Metall Mitglied. Langsam wagen sich auch Arbeiter und Angestellte von Daimler, Porsche und Bosch in die Öffentlichkeit. Daimler hat seinen Firmensitz mitten im Stuttgarter Talkessel in Untertürkheim. Es gärt in Stuttgart, viele sehen deutlicher die bedrohlichen Folgen der Hetzjagd auf die Autos.

 

Auch in Dortmund, deren Nordstadt türkische Subkultur dominiert, kündigt eine Organisation weitere Gelbwestendemos an.

Ein erstaunlicher Vorgang für eine ehemalige Hochburg der Sozialdemokratie, die die Stadt im Sinne des Zeitgeists umbenennt in „Dortbunt“. Das Dortmunder Stadtgymnasium, welches mich 1966 mit dem Abitur ins Leben schickte, beschult mittlerweile mehrheitlich eine Klientel, die Deutsch als Fremdsprache erlernen muss.

Wer prekär abgehängt sein „Berufsleben“ vom Sozialamt bezahlen lässt, hat als Fußgänger, Radfahrer und allenfalls im öffentlichen Nahverkehr wenig CO2-Emissionen verursacht. Wer sich ein Auto leisten konnte, jetzt seinen „alten“, aber voll verkehrstüchtigen Spardiesel verschrotten soll wegen einer grün-irren Gesetzgebungskakophonie, reibt sich erstaunt die Augen. Jetzt, wo Diesel verschrottet werden, lesen, sehen, hören und fühlen mehr Menschen, welchen grünen Irrlichtern sie auf den Leim gegangen sind.

Grenzwerte sind in Gesetze eingeflossen, Richter haben nach Recht und Gesetz geurteilt, Fahrverbote sind erlassen, Millionenwerte an „alten“ Dieseln sind durch grünen Irrsinn vernichtet, und heute druckt die WELT dann Erkenntnisse der Experten, die bislang als Weißkittel im Elfenbeinturm verwundert geschwiegen haben?

„Lungenärzte sehen in ihren Praxen und Kliniken diese Todesfälle an COPD und Lungenkrebs täglich; jedoch Tote durch Feinstaub und NOx, auch bei sorgfältiger Anamnese, nie. Bei der hohen Mortalität müsste das Phänomen zumindest als assoziativer Faktor bei den Lungenerkrankungen irgendwo auffallen.“

„COPD“ heisst „chronisch obstruktiver Lungenerkrankung“. Was ist los im Land? Fährt der arme grün-bunte Antifant nie Auto, in keinem Bus? Will der arme grün-bunte Antifant höhere Steuern auf Kraftstoffe, die den Transport und damit alle Waren verteuern? Und selbst wenn der grün-bunte Antifant Fahrzeuge als „Stinkschüsseln“ und „Rohstoffvernichtungsmaschinen“ geißelt, um eine warme Stube kommt niemand herum in diesem Klima. Hier muss der Mensch sich VOR dem Klima schützen. Klimaschutz hingegen bleibt politisch ideologisches Kampfgebiet zwischen grün-irren Ideologen und ausgewiesenen Experten.

Auf ein Auto kann man verzichten, nicht auf eine Wohnung

 

Wie grün-irre Ideologie Wohlstand, Arbeitsplätze und Kraftfahrzeuge von Millionen Menschen im Land gefährdet und vernichtet, da spinnen Global-Moralisten von „Refugees welcome“ und predigen Parolen wie „no nations, no borders“. Angeblich sei „kein Mensch illegal“, es sei denn, er schneidet seinem lieben Mitmenschen Löcher ins Fleisch, in Organe und Gedärme. Doch weil Messermetzler verschwindet geringe Ausnahmen sind, was zudem bei den „Hier-schon-Länger-Lebenden“ gang und gäbe sei, sei das kein Grund, Grenzen zu sichern oder „Obergrenzen“ zu fordern. 

Doch auch wenn der grün-bunte Antifant vom grenzenlosen Glück im Land träumt, gibt es außer Grenzwerten für CO2-Emissionen auch begrenzten Wohnraum. Boris Palmer bei den GRÜNEN und Sahra Wagenknecht bei den LINKEN vertreten Meinungen, welche Gesunden Menschenverstand verraten.

Das Interview liegt bald drei Jahre zurück. Doch Wagenknecht hat ihre Meinung nicht geändert und weiterhin geäußert und widerspricht mit ihrer Ansicht vielen Parteigenossen der LINKEN.

Das CSU-Lieblingswort „Obergrenze“ vermeidet die Oppositionschefin im Gespräch mit uns,  doch auch die Vorsitzende der Linksfraktion mit Wahlkreis Düsseldorf sieht  „Kapazitätsgrenzen und Grenzen der Aufnahmebereitschaft der Bevölkerung“.

Nach mehr Messermorden mittlerweile, nach Betonsperren vor Festplätzen und Märkten, nach Angriffen auf Frauen und Mädchen, über die verschämt nur noch Lokalnachrichten versteckt berichten, kühlt die Willkommenskultur ab. Solange der bunt-grüne, arme Antifant bei den Eltern wohnt und diese ihn versorgen, kann er sich sein politisches Hobby vermummter Randale auf „Gegendemos“ leisten. Dann verhärtet sich wohlmöglich noch seine irrlichterne Ideologie. Doch wer auf dem Wohnungs-, Arbeits- und Heiratsmarkt um Obdacht, Einkommen und Partner kämpft, der passt sich den Verhältnissen an oder geht unter.

Wer auf der Straße oder in einer Notunterkunft hausen muss, kämpft mit aller verbleibender Energie für sein Leben, sein Überleben. In der Situation konkurrieren grün-irre Ideologen mit ihren global-moralisierenden Parolen gegen kräftige Kerle, die eine weite, lange, gefährliche Reise ins Gelobte Grüne Land geschafft haben, die wohlmöglich Mord und Totschlag erlebt haben und wohlmöglich selbst als Täter dabei waren.

Muss ein grün-armer Antifant in einer Notunterkunft mit einigen Arabern auskommen, erfährt und erlebt er anschaulich den Unterschied zwischen seiner grün-irren, ideologischen Theorie und der harten Praxis. Jedermann im Konkurrenzkampf  kommt zur traurigen Einsicht.

Erst kommt das Fressen, dann die Moral.

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Derzeitige Krisengewinnler wie in der Asyl- und Sozialindustrie, Psychologen, Soziologen, Geschwätzwissenschaftler in Redaktionen und Propagandisten in den Politbetrieben der Altparteien haben ihr „Fressen“ und damit ihre „Moral“. Sie vertreten globalisierte Moralansprüche. Sie berufen sich auf eine weltfremde Rechtsprechung. Sie zitieren Gelehrte aus Elfenbeintürmen geheiligter Theorie, die sich in Praxis als Trümmerfeld blutiger Kämpfe erweist. Solche Experten steuern und instrumentalisieren grün-bunte arme Antifanten für ihre Zwecke und Ziele.

Meinungsfreiheit als Frage der Perspektive und Interpretation

Maas, Antifa und Buntstasi infiltrieren die Gesellschaft, überwachen sie und sanktionieren sie wegen sogenannter Volksverhetzung. Die Meinungsfreiheit ist nur noch eine Frage der Perspektive und Interpretation. Spin-Doktoren im Sinn und Auftrag von Teile-und-Herrsche hetzen den bunt-grünen, armen Antifanten, den Buntstasi Brüller gegen eigene Brüder und Schwestern auf – und das mit Erfolg: Patzelt, Maaßen, Eva Herman sind entlassen. Identitäre und Hunderte mehr sind auf FB liquidiert, kritische Individuen kaltgestellt. Udo Ulfkotte ist tot.

Die repressiven Drohungen breiten sich krebsartig aus im Land. Wer dank seiner Jahre als Rentner das Geschehen noch öffentlich kommentieren darf und kann, fühlt sich begnadet. Schleichend verschärfen sich die Auseinandersetzungen wie zwischen verfeindeten Brüdern, ein Ende ist nicht abzusehen. MMNews zitiert Andreas Kalbitz aus dem Bundesvorstand der AfD.

 

„Mit der Drohung gegenüber Polizeibeamten, die sich für eine demokratisch gewählte Partei engagieren, enttarnt sich der vermeintlich überparteiliche Gewerkschaftsfunktionär als linker Gesinnungsfaschist. Wenn seine Gewerkschaftsgenossen vom DGB zusammen mit linksextremistischen Gewalttätern der sogenannten ‚Antifa‘ demonstrieren, die Polizeibeamte angreifen und verletzen, hat er offensichtlich kein Problem.“

Humor ist, wenn man trotzdem lacht, auch wenn vielen das Lachen längst im Halse stecken bleibt. Der grün-bunte arme Antifant, der linke Gewerkschaftsfunktionär, der Kanzelprediger, der Redakteur, Tausende, Millionen glauben der gerechten, globalen Sache zu dienen. Wirklich? Die Abendausgabe des Neues Fremden-Blatts in Wien,  wusste es schon am 27. Mai 1874 besser. Geändert hat sich nichts!

Das zieht sich so endlos fort, wird von Tag zu Tag schlimmer. Kontroversen vertiefen Gräben, Brücken brechen ein. Anstatt dass sich Antifanten, Gelbwesten und Identitären zu gemeinschaftlichen Aktionen verbinden, grenzen sich Gruppen ab, grenzen Gruppen aus. Und wer ist der Dumme, wer behält am Ende den „Schwarzen Peter“ in Händen? Man klickt kurz bei Facebook rein, und wieder fasst man sich an den Kopf. Anabel Schunke hat ja so Recht!

Mit meiner frühen Begeisterung für Tucholsky endet meine morgendliche Fingerübung. Vor seinem Selbstmord hat Tucholsky unvergängliche Weisheit kunstvoll zur Poesie verdichtet, so erschienen in „Der Weltbühne“ am 07.07.1931 unter seinem Pseudonym Theobald Tiger.

An das Publikum

O hochverehrtes Publikum,
sag mal: bist du wirklich so dumm,
wie uns das an allen Tagen
alle Unternehmer sagen?
Jeder Direktor mit dickem Popo
spricht: «Das Publikum will es so!»
Jeder Filmfritze sagt: «Was soll ich machen?
Das Publikum wünscht diese zuckrigen Sachen!»
Jeder Verleger zuckt die Achseln und spricht:
«Gute Bücher gehn eben nicht!»
Sag mal, verehrtes Publikum:
bist du wirklich so dumm?

So dumm, daß in Zeitungen, früh und spät,
immer weniger zu lesen steht?
Aus lauter Furcht, du könntest verletzt sein;
aus lauter Angst, es soll niemand verhetzt sein;
aus lauter Besorgnis, Müller und Cohn
könnten mit Abbestellung drohn?
Aus Bangigkeit, es käme am Ende
einer der zahllosen Reichsverbände
und protestierte und denunzierte
und demonstrierte und prozessierte . . .
Sag mal, verehrtes Publikum:
bist du wirklich so dumm?

Ja, dann . . .

Es lastet auf dieser Zeit
der Fluch der Mittelmäßigkeit.
Hast du so einen schwachen Magen?
Kannst du keine Wahrheit vertragen?
Bist also nur ein Grießbrei-Fresser –?

Ja, dann . . .
Ja, dann verdienst dus nicht besser.

Tja, so das Publikum bleibt, wie es war und weiterhin ist, rückt der Traum einer Querfront aus Antifanten, Gelbwesten bis zu den Identitären in weite Ferne – oder nicht?

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3 Kommentare zu „Querfront von Antifanten, Gelbwesten zu Identitären“

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