Schneefrei. Das kann sich nur der Staat als Arbeitgeber erlauben

Wehe, wenn die Eltern mal entscheiden wollen, einen Tag früher mit den schulpflichtigen Kindern in den Urlaub zu fliegen. Dann steht die Polizei am Flughafen und fängt die Kinder ab. Wenn der Unterricht aber dann gleich 2 Wochen ausfällt, weil versalzener Puderzucker auf dem Boden und den Straßen liegt, dann ist die Schul- und Arbeitspflicht auf einmal nicht mehr so wichtig.  Dazu wird halt kurzerhand dann der „Katastrophenfall“ ausgerufen. Ein Katastrophenfall, der für die meisten anderen nicht gilt. Die meisten Arbeitnehmer müssen ganz normal zur Arbeit erscheinen. Selbstständige und Freiberufler kennen ohnehin das Wort „Urlaub“ nicht. Die staatlichen Lehrer hingegen müssen nicht zur Arbeit erscheinen, sie haben schneefrei. Wir können es uns ja leisten.  Auch nicht alle Lehrer sofort fest anzustellen, um Unterrichtsfälle  auszugleichen (betrifft ohnehin nur ca 1-3% der Lehrer) ist für Sozialisten ein Problem. So ist es für den SPD-nahen Rayk Anders, der für ARD und ZDF produziert, „asozial“ wenn man bei Schulen (gemeint sind Lehrer) spart. Die Steuerzahler werden es ja am Ende schon bezahlen.

Das Jahr hat 365 Tage. Weihnachtsferien, Winterferien, Osterferien, Sommerferien, Herbstferien sind nicht genug.  Allein die Sommerferien ( 6 Wochen) sind mehr, als der Arbeitnehmer oder die Krankenschwester ( die von Politikern gern instrumentalisiert wird) gesetzlichen Anspruch hat ( 4 Wochen, 20 Tage, bei 6 Tage Woche 24 Tage).  Jetzt kommen also noch gut 2 Wochen schneefrei für gewisse Lehrer in gewissen Landkreisen hinzu. Dann rechnen wir halt mal so Milchmädchenhaft wie Sozialisten. Das Jahr hat 365 Tage. Davon sind circa 14 Wochen, also 3.5 Monate Unterrichtfrei. Macht 3 x 30 +1 x 15 = 105 Tage. Dazu kommen noch 52 Sonn- und Samstage im Jahr , die ebenfalls unterrichtsfrei sind. Macht  zusammen  2 x 52 = 104 Tage. Dann sind wir also schon bei 209 Tagen. Nicht zu vergessen, die Feiertage, die ebenfalls frei sind. Kommen wir auf ca 10 Tage, oder 219 Tage. Es verbleiben also 146 Tage, an denen man arbeitet müsste. Doch dann ist auch an Arbeitstagen noch die ganze Nacht und der Nachmittag frei, also rund  18 Stunden. Kurzum:Man muss 4 mal 6 Stunden arbeiten, um einen vollen Tag gearbeitet zu haben. Die  verbleibenden 146 Tage (365-219=146 Tage) muss man somit nun durch vier teilen, wonach nur noch 36.5 tatsächliche Sozi-Arbeitstage übrigbleiben. Ist nun der Lehrer oder die Lehrerin noch durchschnittlich 18 Tage im Jahr krank, und erhält noch im Schnitt gut zwei Wochen, oder 18 Tage schneefrei, so muss man am Ende nur noch einen halben Tag im Jahr (18×2=36 Tage, Rest 0,5 Tage) arbeiten.

Natürlich ist die Rechnung falsch, und der Lehrer muss auch mehr arbeiten, als nur die Zeit, die er mit Schülern verbringt. Es geht hier aber um was anderes. Wenn es darum geht, zu begründen, warum Eltern Kinder nicht einfach mal früher aus der Schule nehmen dürfen, dann wird oft eben auch der Kostenfaktor angeführt. Doch in Wahrheit geht es nicht um die Kosten, sondern um die Entscheidung, wem die Kinder gehören. Und die gehören in Buntland eben dem Staat.

Das der Staat aber nicht besser wirtschaften kann, als der Privatmann, lehrt die Geschichte, egal ob DDR oder Venezuela.

Ein Gedanke zu „Schneefrei. Das kann sich nur der Staat als Arbeitgeber erlauben“

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