Schmierangriff AfD Unterhaching

Etablierte Parteien verurteilen Gewalt gegen Rechts: Wieviel Heuchlerei steckt in diesen Statements?

Ein Bombenanschlag auf ein Bürgerbüro einer rechten Partei, ein halbtot geschlagener rechter Bundestagsabgeordneter, Vorfälle weniger Tage – nun hat der Terror gegen Rechts also endgültig auch die Öffentlichkeit der bunten Republik erreicht. Vermutlich, weil die AFD inzwischen im Bundestag sitzt.  In den 90ger Jahren arbeiteten viele Bunte „nur“ gegen echte Neonazis mit Mitteln von Bomben und Mord, inzwischen ist jedoch für das breite gesellschaftliche Bündnis alles Rechts  und „echt“ Nazi, was nicht linksradikal ist.

In den 90ger Jahren wurden dann – sofern die Fälle der Gewalt gegen Rechts bekannt wurden – von erlaubten gezielten Schießbefehlen gegen Rechtsextremisten  –  innerhalb deutscher Grenzen gesprochen. Die Angst vor Rechtsextremisten sei ausreichend, um jemanden zu töten und Notwehr zu „begründen“. So jedenfalls wurde das Gericht in Dresden damals von Normalbürgern  verstanden:

Bislang sind in Europa schon zahlreiche Menschen Opfer bunter Gewalt geworden, nur die bekanntesten, etwa den Bombenanschlag auf das Wohnhaus der Familie der Le Pens in Frankreich, oder die Morde an Pim Fortuyn oder an Funktionäre der Goldenen Morgenröte kamen an die breite Öffentlichkeit.

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Pim Fortuyn (*1948) 2002 in Hilversum von linksradikalen Aktivisten erschossen

Pim Fortuyn (* 19. Februar 1948 als Wilhelmus Simon Petrus Fortuijn in Driehuis in der Gemeinde Velsen; † 6. Mai 2002 in Hilversum),  wurde von einem linksradikalen „Aktivisten“  erschossen.

Und zum Dank will die bunte Republik etwa nicht das bunte Täterumfeld mit nachrichtlichen Mitteln überwachen, sondern erklärt die Angegriffenen der AFD zum Prüffall – eine Opfer -Täter Umkehr par excellence.

Klar: Die etablierten Meinungsmacher und die Meinungsindustrie von ARD und ZDF, sowie die „privaten“ Leitmedien wollen uns was anderes weiß machen. Alle verurteilen die Tat. Die SPD, die CDU, die Grünen und die Linken. Als Beleg ziehen sie dann  Tweets von bekannten Politikern heraus. Würde man sich die Tweets anschauen, was davor und danach gepostet wird, ließt man was anderes heraus.  Es wirkt daher wie eine Alibi-Verurteilung. Da wäre z.b. ein Herr Kahrs von der SPD:

Die notorische Kleinschreibung und „garnicht“ zusammenschreiben,  ist bei Kahrs Standard und spricht für das gehobene SPD-Niveau auf Ebene eines Bundestagsabgeordneten.   Das kann man ihm nicht vorhalten. Aber die Verurteilung von Gewalt abzuschwächen, indem man im zweiten Satz von Extremismus jeder Art spricht, und damit dann auch indirekt das Opfer mit Extremismus in Verbindung bringt, das „geht“ aus meiner Sicht  „gar nicht“ in einer zivilisierten Gesellschaft.

Schauen wir uns doch gleich mal den Tweet an, der folgte:

Soll heißen: Das Opfer wird einfach mal so mit Rassisten in Verbindung gebracht. Die Täter werden sich bestärkt fühlen. „Ja, gut die Gewalt haben sie verurteilt, aber immerhin haben sie eingesehen, daß alles was nicht linksradikal ist, Rassismus ist.“ könnten sie sich denken.

Und was folgt dann noch so als Argumentation von Kahrs? Er teilte z.b. folgenden Tweet:

Zwei Taten, aus voller Überzeugung werden die Täter sagen. Und was hat das nun eigentlich mit den Arbeitnehmerinteressen zu tun?

2 Kommentare zu „Etablierte Parteien verurteilen Gewalt gegen Rechts: Wieviel Heuchlerei steckt in diesen Statements?“

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