Der Kampf gegen Rechts

Der „Kampf gegen Rechts“ degeneriert zu einem an Honeckers Politbüro erinnernden Ritual stumpfsinniger Hofberichterstattung. Als Trittbrettfahrer der von der Staatskasse großzügig subventionierten lautstarken Karawane gegen Rechts springen Jubeljournalisten, Staatskünstler, Klerus, Vollzeitempörte, Asyllobby und Antiabschiebeindustrie auf und üben sich im Keulenweitwurf der Moral.

Ohne den „Kampf gegen Rechts“ würden dem Breiten Bündnis der Besten der Guten die Existenzberechtigung und die Felle davon schwimmen. Ist kein „Nazi“ in der Nähe, quäken ihn rotgrünbunte Tugendwächter herbei. Mit dem obligaten Imperativ vom „Kampf gegen Rechts“ beschäftigen sich die Überlegungen

von Marcus Franz

Links und Rechts bilden seit jeher die wesentlichen Antagonisten aller politischen Auseinandersetzungen. Viele Politologen behaupten zwar, diese Konfrontation wäre seit dem Fall des Eisernen Vorhanges überwunden und die alten Kategorien würden nicht mehr gelten, weil heute die Globalisierung und die Identitätspolitik die politischen Positionen bestimmen würden und daher andere Debattengrundlagen bestünden.

Das ist nur bedingt richtig. Gerade in der heutigen Zeit können wir nämlich eine neuerliche Zuspitzung der Gegensätze zwischen links und rechts beobachten. Richtig ist zweifellos, dass sich bestimmte fundamentale Bedingungen geändert haben. Vor allem bei den Linken sind die inhaltlichen Voraussetzungen anders geworden. Mangels echter und argumentierbarer politischer Anliegen hat sich bei den Linken eine pseudoreligiös anmutende Gesinnungsethik breit gemacht, die den Anspruch stellt, die alleinseligmachende moralische Deutungshoheit zu besitzen. Die Rechten hingegen (und damit sind definitionsgemäß grundsätzlich alle Konservativen, Bürgerlichen und Wirtschaftsliberalen gemeint), die Rechten sind ihren Wertvorstellungen treu geblieben.

 

Die Negation als „Haltung“ 

Den Kern der linken gesinnungsethischen Denke bildet keine fassbare Weltanschauung, die konstruktive Ideen zu bieten hätte, sondern eine aus Negationen und Widersprüchen konstruierte sogenannte „Haltung“: Links ist heute, wer ein Bekenntnis einerseits zur Gleichheit und andererseits zur Vielfalt abgibt. Der innere Widerspruch dieses ständig geäußerten linken Bekenntnisses braucht nicht erläutert zu werden, denn wo Gleichheit sein soll, kann keine Vielfalt herrschen, das ist logisch. Diese Logik wird von den Gesinnungsethikern aber völlig negiert.

 

Und links ist vor allem Ablehnung: Nämlich die Ablehnung sämtlicher Ziele, die rechts der Mitte die politischen und vernünftig argumentierbaren Identifikationsmuster darstellen. Dazu gehören die Bewahrung der Nation samt ihrer Grenzen, die Bekämpfung der illegalen Migration, das leistungsorientierte wirtschaftliche Denken, die Wertschätzung der traditionellen Familie – kurz, die bürgerliche und konservative Weltanschauung. Insofern ist den Linken der alte marxistische Kern nicht verloren gegangen. Der intellektuelle und inhaltliche Verlust im linken Spektrum besteht eben in der krassen Unfähigkeit, klar formulieren zu können, was denn heute erstrebenswerte gesellschaftliche Veränderungen sein könnten, für die es sich als Linker zu kämpfen lohnt.

 

Der Klassenkampf als Farce

Subsumiert wird daher der heutige Klassenkampf, der mehr eine böse Farce denn eine politische Ansage ist, unter dem Motto „Kampf gegen Rechts“.  Hinter diesem Slogan versammelt sich alles, was nicht rechts der Mitte angesiedelt ist. Von den Feministinnen bis über die Gewerkschaften, von den LGBT-Aktivisten bis zu den verschiedensten NGOs,  von skurrilen Verbindungen wie den „Omas gegen Rechts“ bis zu den militant-gewalttätigen Antifa-Steinewerfern – ihnen allen ist eine spezielle Empörung und ein spezifischer Furor zu eigen, aus dem heraus sie mit einer sich selbst verliehenen Moralhoheit in den Kampf gegen die rechte Vernunft ziehen.

Die Medien als Agitatoren

Die Herolde der wackeren Kämpfer finden sich in den öffentlich-rechtlichen und den sogenannten Qualitäts-Medien wieder, dort unterstützt eine bestens vernetzte Clique von Gesinnungsprofiteuren über die medialen Verstärker den „Kampf gegen Rechts“ und bedient mit tendenziösen Berichten und chronisch subjektivem Meinungsjournalismus die „Haltung“ der oben genannten Gruppierungen.

 

Wie defekt diese ganze „Haltung“ eigentlich ist und wie fragwürdig deren mediale Stützen sein können, kann man derzeit exemplarisch am Fall des Spiegel-Journalisten Claas Relotius beobachten. Der mit Medienpreisen überhäufte Mann hat gestanden, dass ein Gutteil seiner stets das linke Ressentiment bedienenden und sublim gegen Rechts daherkommenden Geschichten frei erfunden ist. Die Causa Relotius und seine Phantasien kann man getrost auf den „Kampf gegen Rechts“ umlegen: Dieser Kampf ist nichts anderes als ein Phantasma von Leuten, die der rationalen und wahrhaftigen Argumentation nicht fähig sind oder die nicht einsehen wollen, dass Links heute nichts mehr zu holen ist.

Relotius Jauch

 

https://www.thedailyfranz.at/2018/12/23/der-kampf-gegen-rechts/

6 Kommentare zu „Der Kampf gegen Rechts“

  1. Analyse, Standortbestimmung, im Detail Grundlagen darstellen, gliedern.
    So Ihr Text.
    Dann werden Wege aufgezeigt um die Situation zu beeinflussen.
    Da gibt es die Punkte 1 – x – und ein Punkt fehlt immer wieder :
    Die kompromißlose Darstellung, Demaskierung – nackt machen –
    der politischen Ideologie des Islam : Wir verteidigen uns: sonst nichts :
    Der Kafir ist eine Person ohne Wert, ohne personale Rechte – nur wer zu Allah gehört…Sagen Sie es der Oma, daß ihre 8- jährige Enkel- Tochter der letzte Dreck ist, eine entpersonalisierte Hülle die zu
    jedem Schmutz zu benutzen ist – ein Objekt des Dchihad, ein Zombie, zu begrapschen u. zu vergewaltigen ist : so sieht Angriff aus :
    So die heiligen Worte des Koran : Illustriert in der Moschee- Schule bei 5-10- jährigen : Soll ich Ihnen noch den Märtyrer auseinandernehmen ?
    Der Islam od. die Linken sind böse – so wird das nichts.

    Gefällt 2 Personen

      1. Unsere Rede ist auf die Sache bezogen, argumentativ, am Beleg orientiert, der Gegner hat nur seine Ideologie, die Drohung mit „Maas“ führt nur rückwärts, suchen Sie bitte Strategien die nach vorne gehen.

        Gefällt 1 Person

  2. Der „Krampf gegen Rechts“? Was war denn vor der Bayern-Wahl das Thema: „Sechs Vollpfosten wollten mit Glasflaschen und Schlagstöcken die Regierung stürzen und – wahrscheinlich sturzbesoffen – eine neue Republik erschaffen.“

    „Und so muss nun mit aller Macht (oder mit allen erdenklichen Mitteln, wie die Kanzlerin ja betont hat), der Krampf gegen Rechts verstärkt werden.“ Jouwatch vom 2. Oktober 2018

    https://www.journalistenwatch.com/2018/10/02/der-krampf-rechts/

    Gefällt 1 Person

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