Claas Relotius ist ein mutiger und werteorientierter Journalist

Ein führender Humanitärjurist des NDR resümiert: „Claas Relotius hat sich dem Neutralitätswahn im Journalismus verweigert. Er hat mutig aufgehört, nur abzubilden, was ist. Er hat stattdessen einen werteorientierten Journalismus gepflegt.“

Relotius lieferte wie bestellt und räumte dafür einen Preis nach dem anderne ab. Zweck seiner preisgekrönten Märchengeschichten war es, lästige Debatten in Rührseligkeit zu ersticken. Er flog erst auf, als es gar nicht mehr anders ging, weil Bloßstellung von außen drohte.

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SPIEGEL und Wahrheit

Die Initiative zur Korrektur ging keineswegs von einem kritischen Kollegen geschweige denn einer hausinternen Qualitätssicherung oder einem der vielen steuergeldsaufenden „Faktenchecker“, „Faktenfinder“ oder Korrektiv-Denunzianten aus. Vielmehr sprang ein Ko-Autor (Komplize) in letzter Minute ab. Relotius lieferte eine einzige Telenovela, die sich aus vielen Häppchen zusammensetzt. Wenn man sie kombiniert, klingt es wie die Märchen aus 1001er Nacht.

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SPIEGEL

Genau das wollte die „Journalismus“-Zunft auch von ihm, und das gleiche prämierte sie neulich, als sie ausgerechnet der Haltungs-Journalistin Anja Reschke den Hajo-Friedrichs-Preis verlieh.
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Relotius

Genau am Tag, als Relotius aufflog, kürten die Österreicher Journalisten Reschkes ebenso konformistischen und dafür vielfach preisgekrönten Gesinnungsgenossen ORF-Leitwolf Armin Wolf zum Journalisten des Jahres 2018.




3 Gedanken zu „Claas Relotius ist ein mutiger und werteorientierter Journalist“

  1. Relatius ist mehr als mutig, er ist genial!

    In Gedenken an Relotius verneige sich der Leser vor seiner geistiger Größe und seinen gewaltigen Gedanken, die ihn mit Preisen überschütteten – zu Recht. Gewinner und Profiteure solch fantastischer Filterblasenprosa waren Verleger, Juroren und Leser. Erst heulten sie, weil Relotius sie so rührte, jetzt heulen sie, weil sie es glaubten.

    Relotius on top verabschiedete sich nach dem Pressepreisrummel erschöpft und dachte dabei an Monty Phytons:

    „Also gut, ich bin der Messias… und jetzt… VERPISST EUCH!“

    Relatius ist der zweite Träger meines n0by-Preise!
    https://n0by.blogspot.com/2018/12/aus-der-filterblase-in-die-gummizelle.html

    1. N0by, calm down! Du entwertest Deinen Preis. Nimm Deine rosarote Brille ab, und komm runter von Wolke 7. Relotius mag eine Phantasie wie Karl May und Konrad Kujau haben, aber Relotius ist auch auf dem Gebiet der Spenden ein Betrüger. Der BR meldet:

      Es gibt neue Vorwürfe gegen früheren Spiegel-Redakteur
      Hamburg: Nachdem bekannt wurde, dass ein Spiegel-Redakteur Geschichten gefälscht und zum Teil sogar erfunden hat, steht nun auch der Vorwurf der Veruntreuung von Spendengeldern im Raum. Der 33-Jährige soll von seinem privaten E-Mail-Konto Lesern Spendenaufrufe geschickt haben. Angeblich wollte er syrischen Waisenkindern in der Türkei helfen. Spiegel Online berichtet darüber und schreibt wörtlich: „Wie viele Spender sich auf diesen Aufruf meldeten, wieviel Geld schließlich zusammenkam und was mit diesem Geld passierte, ist derzeit noch nicht klar.“ Die Redaktion, so heißt es, habe nichts gewusst von einer Spendensammlung. Am Mittwoch hatte das Magazin selbst veröffentlicht, dass sein bisheriger Redakteur Claas Relotius Geschichten gefälscht und zum Teil sogar erfunden hat. Der designierte Spiegel-Chefredakteur Klusmann räumte ein, dass es Relotius gelungen sei, Sicherheitsmechanismen zu umgehen und dass die Verantwortlichen in einem erheblichen Ausmaß versagt hätten. Quelle: B2/KL/Dig 23.12.2018 12:00″

      http://www.spiegel.de/kultur/gesellschaft/fall-claas-relotius-reporter-taeuschte-leser-offenbar-mit-spendenaufruf-a-1245226.html

  2. Na und? Instinktiv und intuitiv hätte Relotius nie einen Platz in meinem Herzen gefunden. Den hat er nun. Das ist gut so. Dass er die Leser so genial hinter die Fichte führte, dann noch Spender abgezockt haben soll, wenn’s denn stimmt, das erhöht meine Sympathie für den Tausendsassa. Relotius verwendet Spendengelder, wenn er die denn gesammelt haben soll, für sich sicher besser als für türkische Waisenkinder, die er sich vielleicht auch nur aus den Finger gesogen hat für eine geile, gute Story.
    Wie es war, als mir in höchst prekärer Lage in den USA Menschen für die Hungernden Biafra-Kinder bei Haustürsammlungen Geld gespendet haben, was aus dem Geld wurde, erfährst Du vielleicht ein anderes Mal.
    Glaub mir, nicht BR, nicht dem SPIEGEL: Relotius ist richtig!

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