Böcke als Gärtner: Totalschaden Menschenrechte

von Isabella Klais

Die absurde These zur Rechtfertigung der deutschen militärischen Präsenz in Afghanistan, wonach die deutsche Sicherheit am Hindukusch verteidigt würde, klingt in Anbetracht der Kosten und der Opfer besonders bitter und grotesk, wenn die dortige Regierung sich jetzt anschickt, mit den Terroristen unter Negierung der Menschenrechte eine Einigung anzustreben.

Taliban-Führer Haibatullah Achundsada
(c) Wikipedia

Als Vermittler sitzen zusammen mit den archaischen Massenmördern der Taliban passenderweise die Terrorpaten und Schlächter aus Saudi-Arabien, die ausgewiesenen „Menschenrechtsexperten“ aus Pakistan, Qatar und den Vereinigten Arabischen Emiraten sowie die US-Imperialisten und Geburtshelfer der afghanischen Terroristen am Verhandlungstisch. Welches Ergebnis ist aus diesem Kreise zu erwarten?! Alle diese Beteiligten verfügen selbst über schandmäßige Menschenrechtsbilanzen.

Und die USA? Dort sind Menschenrechte ein Verhandlungsgegenstand. Nicht zufälligerweise wird gerade jetzt eine mögliche Auslieferung des türkischen Oppositionellen Fethulla Gülen von den USA an die Türkei ins Spiel gebracht. Bisher hat sich die Türkei als einziges Land ernsthaft und nachhaltig in die Aufklärung der Umstände des Mordes an dem saudischen Regimekritiker Jamal Khashuggi „verbissen“. Dieser Eifer soll Recep Tayyip Erdogan nun wohl durch die in Aussicht gestellte Auslieferung seines Erzfeindes „abgekauft“ werden. Saudi-Arabien, der USA bewährter Minenhund für ’s Grobe, verfügt über zu viele für seine Schutzmacht potentiell kompromittierende Informationen. Daher rührt das Bemühen der USA, seinen Schützling aus der Schußlinie zu bringen. Da bietet sich Fethulla Gülen als weiteres Bauernopfer an, um Erdogan in der causa Khashuggi ruhig zu stellen. Daß dieser Plan vorerst noch hakt, liegt am amerikanischen Kongreß, wo in beiden Lagern die zusehends aus dem Ruder laufenden unübersehbaren Eskapaden der Saudis inzwischen als problematisch erachtet werden. Möglicherweise hat Recep Tayyip Erdogan, selbst nicht eben ein Menschenrechtsfreund, die Ermittlungen im Falle Khashuggi auch deswegen mit solcher Verve betrieben, um sie als Hebel gegen die USA einzusetzen mit dem Ziel, seines Gegners habhaft zu werden.

Deutschlands Position erscheint hierbei von beschämender Dummheit und Prinzipienlosigkeit geprägt zu sein. In Afghanistan lassen wir uns als Spielball ohne eigenes Interesse verheizen. Für dieses Land sind wir von keinerlei Nutzen. Das ist schon deswegen ausgeschlossen, weil es offenbar den Weg unserer Werte nicht wirklich einschlagen will. Um diesbezüglich etwas zu erreichen, müßte Deutschland sich als Träger von Lasten auch in die Gespräche einschalten – und zwar mit anderen als den derzeit daran Beteiligten.

Anstatt afghanischen Verbrechern in Deutschland Zuflucht zu gewähren, entspräche es einem Gebot der Gerechtigkeit, diese alle konsequent auszuweisen und ausschließlich Afghaninnen gezielt und koordiniert aufzunehmen. Damit erledigte sich das Problem dort auf mittlere Sicht von selbst. Daß afghanische Frauen deutsche Männer überfielen, darf getrost ausgeschlossen werden.

Was also hält die Marionetten unseres Regimes von derartig einfachen, aber innovativen und wirkungsvollen Aktionen ab? Es sind eben Marionetten, die es noch von den Stangen zu nehmen gilt. So manche Afghanin würde zusammen mit uns davon profitieren.

https://vk.com/@-163464132-dafr-starben-55-deutsche-soldaten

https://www.dw.com/de/afghanistan-lösung-ohne-frauenrechte/a-46770956

https://www.msn.com/de-de/nachrichten/politik/weißes-haus-trump-hat-sich-nicht-zur-auslieferung-gülens-verpflichtet/ar-BBR7R4K?MSCC=1545175481&ocid=spartandhp

https://www.focus.de/politik/ausland/erdogan-macht-ihn-fuer-putschversuch-verantwortlich-trump-will-prediger-guelen-an-tuerkei-ausliefern_id_10076593.html

https://de.wikipedia.org/wiki/Deutsche_Beteiligung_am_Krieg_in_Afghanistan

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