Doppelt wirkt bei der Landtagswahl Bayern: Erst- und Zweistimme zählen

Bei der Landtagswahl in Bayern kann es ihnen passieren, daß ihre Stimme praktisch nur halb gezählt wird. Das liegt daran, daß in Bayern im Gegensatz zur Bundestagswahl Erst- und Zweitstimme gleichermaßen zählen. Kreuzen sie also z.b. mit der Erststimme Partei A (Musterstimmzettel ) an  und mit der Zweitstimme Partei B(Musterstimmzettel 2), so verliert ihre Stimme für Partei B schon 50% an Gewicht, was die Sitzverteilung im Landtag betrifft.Außerdem hat das Wählen von zwei verschiedenen Parteien weitere Auswirkungen.
Zuerst zählen die Wahlhelfer nämlich in der Regel die Stimmen aus, die mit Erst- und Zweitstimme das Gleiche gewählt haben. Dann meldet ggf. ein Wahlhelfer schon mal ein Zwischenergebnis durch. Am Ende werden dann die Stimmen ausgezählt, bei denen die Wähler ihre Stimme gesplittert haben, also mit Erst- und Zweitstimme unterschiedliche Parteien gewählt haben. Das ist dann komplizierter, und dauert länger. Meistens sind  dann auch dort die sogenannten Stimmen dabei, die möglicherweise für ungültig erklärt werden, und es zu Diskussionen kommt. Hier kann es schon öfters mal zu „Fehlern“ kommen. Zum Beispiel kann es schon mal passieren, daß nicht alle mit der Hand ausgezählten Stimmen der zweiten Runde  dann an die Wahlbehörde durchgegeben werden, beispielsweise weil eine Partei einfach vergessen wurde.

Auf   halben Wege stehen bleiben ist daher nicht unbedingt sinnvoll – Verleihen sie bei der Landtagswahl in Bayern ihrer Stimme liebere die volle bzw. doppelte Wirkung.

Es bietet sich zudem an, vor allem in den Innenstädten den Auszählungshelfern auf die Finger zu schauen.  Gerade dort soll es bei der Bundestagswahl 2017 zu Manipulationen gekommen sein.

2 Kommentare zu „Doppelt wirkt bei der Landtagswahl Bayern: Erst- und Zweistimme zählen“

  1. *Bayerisches Wahlsystem*

    Das Landeswahlrecht wird von der Bayerischen Verfassung ein „verbessertes“ Verhältniswahlrecht genannt. Im Prinzip ist die Bayerische Landtagswahl demnach eine Verhältniswahl. Dies drückt sich dadurch aus, dass die Sitze der Wahlvorschläge in den Wahlkreisen nach dem Verhältnis der dort abgegebenen Gesamtstimmen (Erst- und Zweitstimmen) berechnet werden. Hierzu wird seit 1994 das Proporzverfahren (Niemeyer) angewendet.

    (…)

    *Die Erststimmen der Wähler, welche den erfolgreichen Stimmkreisbewerber nicht gewählt haben, sind im Gegensatz zur reinen Mehrheitswahl nicht verloren*,* sondern werden bei der Ermittlung der Gesamtsitze im Rahmen der Verhältniswahl mitgezählt. Beschränkt wird die Verhältniswahl allerdings durch die Sperrklausel, durch die alle Wählerstimmen, die nicht mindestens landesweit 5 % aller gültigen Stimmen für eine Partei ergeben, vom Einfluss auf die Zusammensetzung des Parlaments ausgeschlossen werden.

    _*https://www.wahlen.bayern.de/lw2018/stimmabg.htm*_

    *) Das bayerische Landeswahlrecht unterscheidet sich also ganz wesentlich vom dem des Bundes gemäß GG als *reine* Mehrheitswahl !!!

    Ein Stimmensplitting schadet in Bayern, während es im Bunde der FDP & Union lange Jahre über die Runden geholfen hat. Man gibt bei der Bundestagswahl seine Erststimme wahltaktisch dem aussichtsreichsten Direktkandidaten der Partei, die mir nahe steht und erfahrungsgemäß in Koalition mit meiner Partei gehen wird.

    *Für Wahlbetrug hat die CSU**bisher die Briefwahl missbraucht*, besonders in Altersheimen, Seniorenresidenzen, (Psychiatrischen) Krankenhäusern, Palliativstationen, Saisonarbeiterunterkünften (Spargelfabrikant in Geislhöring) …

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