Bayerische Landtagswahl: Warum ehemalige SPD Wähler zu sozialen Rechtsparteien wechseln

 

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SPD-Angstparolen in Bayern. Es treten  in Bayern nur demokratische Parteien an. Volksnahes und populäres ist nicht plump, sondern macht eine Demokratie aus. Und warum ist auf der anderen Seite ein AFD-Plakat runtergerissen, wo die Roten nun hängen?

Der SPD laufen die Wähler in Scharen davon, vor allem auch in Bayern. Nach den HartzIV-Reformen, blassen Kandidat*Innen und der Fokussierung ihrer Aktivität auf oikophoben bunten Anti-Rechts Veranstaltungen mit 3D-Technik gibt es dafür auch allen Grund. Sozialdemokratischen Urgesteine wie Heinz Buschkowsky sollen  aus der Partei geworfen werden.

„Grundstein für rechtsextremes Gedankengut“

hallt es da von der neuerdings hasserfüllt  der alten  Sozialdemokratie entgegen.

Dabei hat Heinz Buschkowsky wohl kaum etwas rechteres gesagt, als der Volkswirt (sic!)  und Alt-Bundeskanzler Helmut Schmidt (inzwischen leider verstorben), der als der beliebteste Alt-Kanzler der BRD gilt. Im Umkehrschluss heißt das, wenn die SPD  heute Teile der Alt-SPD als Grundstein für rechtsextremes Gedankengut ansieht, dass die traditionelle alte Orginal-Sozialdemokratie also die heutigen sogenannten „Rechtsextremen“ sind.

Doch viele Sozialdemokraten sind oder waren skeptisch:

AFD, die kann man ja auch nicht wählen. Das ist neo liberale Politik

Mit den Rechten werden die Armen noch ärmer und die reichen noch reicher

Ich will sozial wählen.  Gerade die sozialen Berufe werden zu wenig entlohnt. Und wir brauchen dringend Pflegekräfte aus dem Ausland. Die AFD will die Zuwanderung von Fachkräften meines Wissens untersagen. Das Kirchhoff-Steuermodell hilft den kleinen Leuten nicht

Mit der AFD werden wir alle noch länger arbeiten müssen, für weniger Rente

Diese Vorurteile  machen sich Meinungsforschungsinstitute zu Nutze. Sie wollen ehemals traditionelle SPD-Wähler auf die Grünen umlenken. 18% behaupten sie, auch damit die Grünen beim BR mit Söder kuscheln können.  Ein Versuch der Bevormundung. Inwieweit das gelingt wird sich am 14. Oktober zeigen.

In Bezug auf Pflegekräfte aus dem Ausland ist der Vorwurf besonders falsch, denn innerhalb der EU gilt die Freizügigkeit. Doch schauen wir uns mal rechte Politik in der Praxis an. Die AFD hat nach der letzten Wahl in Polen der national-konservativen PIS-Partei in Polen zum Wahlsieg gratuliert. Wie wirkt sich dort die Politik der  Rechtspartei auf die Bürger aus? Lassen wir ruhig RP-Online dazu sprechen:

(..)In den Umfragen zeichnete sich zuletzt ein Trend ab, demzufolge die PiS mit landesweit rund 35 Prozent als klarer Gewinner aus den Wahlen hervorgehen könnte. Vor vier Jahren erreichte die Partei nur knapp 27 Prozent.(…)

Tatsächlich ist es der PiS in ihren drei Regierungsjahren gelungen, den Fokus vieler Bürger auf ihre Sozialpolitik zu lenken. Erstmals gibt es in Polen Kindergeld. Der Mindestlohn ist deutlich gestiegen. Die Rente mit 67 wurde zurückgenommen. Vor diesem Hintergrund wünschen sich auch viele Menschen in Warschau, wo sich nur noch Gutverdiener die Mieten in Zentrumsnähe leisten können, einen politischen Richtungswechsel. (…)

Kurzum: Nun könnten die Rechten der PIS sogar die Städte erobern. Das ist der Unterschied zwischen  Rechter und Linker Politik. Die Rechten halten was sie versprechen. Es interessiert die auch nicht, wenn da hunderttausende Internationalisten gegen volksnahe Sozialpolitik demonstrieren.  Das ist keine Behauptung von den Rechten, sondern von Gregor Gysi. (nachzuhören bei Minute 7 im folgenden Youtube-Video):

Gregor Gysi:

(…)Wir machen ja bloß die Hälfte von dem was wir ankündigen. Und wenn dann nochmal 250000 Leute gegen uns demonstrieren,  streichen wir gleich nochmal die Hälfte. Also wir  sind da anders gestrickt als die Rechten.(…)

Will man sich also linken lassen? Will man 25% Sozialpolitik, und 75% neoliberale Politik? ( Linke streicht die Hälfte Soziales, und dann nochmal die Hälfte)?

Wohl kaum. Es mehren sich die Anzeichen, daß doch einige Sozialdemokraten eher eine Kleinpartei, Freie Wähler oder AFD wählen wollen. Und die letzte  Umfrage lässt die AFD in Bayern (09.10.) auch wieder auf 14% steigen.

Wenn also selbst die Linken zugeben, die Rechten halten was sie versprechen und punkten mit Sozialpolitik, was spricht eigentlich dann dagegen, die Rechten zu wählen? Zumal der CSU die AFD offenbar am meisten nervt. Schwarze ärgern Sozialdemokraten dann wohl mit der AFD am Besten. Das CSU Propagandaplakat lässt darauf schließen:

3 Kommentare zu „Bayerische Landtagswahl: Warum ehemalige SPD Wähler zu sozialen Rechtsparteien wechseln“

  1. Wenn Rote von „Demokratie“ reden, meinen sie immer die Herrschaft ihrer gescheiterten Ideologie. Und “ sozial“ meint immer die Beraubung der Leistungsträger und Steuerzahler zu Gunsten der Umverteilung an die eigene Klientel. Eine wirklich „soziale“ Politik kann nur in einer wirklich freien Marktwirtschaft, nicht in einer politisierten und moralisierten Kommandowirtschaft a la BRD entstehen. Woher sollen denn die Wohltaten kommen, wenn es in dieser sozialsozialistischen Ökonomie nur noch ca. 15 Millionen Steuerzahler gibt, die ihr Einkommen aus realer Wertschöpfung generieren? Dem gegenüber steht der Einfall von Millionen Raubnomaden aus aller Herren Länder, die niemals auch nur ansatzweise zum deutschen Bruttosozialprodukt beitragen werden und die verschiedenen Haushalte mit zig Milliarden Euro pro Jahr radikal ausplündern.
    Und die 15 Millionen Wertschöpfenden werden sehr sehr schnell viel viel weniger werden, wenn demnächst sämtliche „Wenden“ vollstreckt sind und die Automobilhersteller-damit der Individualverkehr-, die Energieunternehmen und auch die Landwirte endgültig am Boden liegen. Rote und Grüne beklagen sich über Symptome einer Krankheit, die sie selber in die Welt gesetzt und verbreitet haben.

    Parteien wie Linke, Grüne und SPD sind absolut unwählbar, wenn man die suizidale Entwicklung in unserer Heimat nicht noch befördern will. Und leider macht die CSU, die ehemals stolze Partei, auch überhaupt nicht den Eindruck, den Rotbunten in die Parade zu fahren und die Tradition und das Erbe von Franz Josef Strauß fortsetzten zu wollen.

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