Hitlers endlos gewordener Schatten

Im Jahr 2000 verübten zwei junge Araber einen Anschlag auf die Synagoge in Düsseldorf. Geschürt von Medien, konzentrierte sich der Verdacht irrigerweise – wie sich später heraus stellte – zuerst pauschal auf Neonazis. Nichtsdestotrotz für die Rotgrüne Regierung Schröder/Fischer willkommener Anlaß, einen finanziell großzügig gepamperten “Kampf gegen Rechts” zu intonieren und diesen ein für allemal mit geradezu religiöser Ergriffenheit zu orchestrieren.
Auch am Nationalfeiertag des 3. Oktober 2018 inszenierte das Breite Bunte Bündnis in München den Aufmarsch Zigtausender mit den sattsam bekannten Galionsfiguren Natascha Kohnen (SPD) und Katharina Schulze (Grüne) hinter Transparenten und Mikrophonen im heroischen “Kampf gegen Rechts”. Im Gegensatz zu rechten Versammlungen, die Medien und Regierung als “Zusammenrottungen” definieren, vermeidet die bekanntlich aus zu über 75% aus rotgrünen Sympathisanten/Aktivisten bestehende Medienlandschaft geflissentlich den Begriff “Zusammenrottung” für Zeitgenossen aus dem melonigen bis dunkelroten Spektrum.
Daß der “Kampf gegen Rechts” nur noch mit pseudoreligiösem Fanatismus aufrecht erhalten werden kann, leuchtet ein. Irgendwann geht dem letzten Hinterwäldler der Kampf gegen ein Gespenst auf den Wecker.

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“Der “Kampf gegen Rechts” ist zum bloßen Ritual erstarrt. Er bringt eine ganze Gesinnungsindustrie in Lohn und Brot und dient einer denkfaul gewordenen “mittigen” Gesellschaft als moralisches Feigenblatt.” (Ansgar Lange)
“Der “Kampf gegen Rechts” ist ein Kampf gegen den längst besiegten Feind von gestern, der es möglich macht, den Feind von heute zu ignorieren” (Norbert Bolz)
“Der “Kampf gegen Rechts”, mitsamt seinen begleitenden Sprachregelungen, Hexenjagden, Geßlerhüten und Blockwarten, seiner Gesinnungsjustiz, seinen Meinungsparagraphen und den SA-Methoden seiner Protagonisten, erweckt nicht zufällig Assoziationen zum Dritten Reich, und es zeigen sich nicht zufällig in ihm die bereits deutlichen Umrisse eines Umerziehungsstaates, der seine Kritiker mundtot macht.” (Manfred Kleine-Hartlage)

Hitlers endlos gewordener Schatten

Von Notan Dickerle, Anwärter auf den Leuchtturmpreis für mutigen Journalismus gegen „Bunt“

 

Und wieder fuhr unsere Kanzlerin nach Israel. Unmittelbar nach dem Tag der Wiedervereinigung. Zu Regierungskonsultationen, mit dem gesamten Kabinett. Und der Besuch begann natürlich in Yad Vashem und bei der „besonderen Verantwortung“. Deutschland darf nicht aufhören, an den Holocaust zu denken, sagte die Kanzlerin und erinnerte – einmal mehr – an Deutschlands dunkle Vergangenheit. Dann würdigte sie die umfassende Freundschaft mit Israel.

Noch Anfang der 80-er Jahre war diese eigenartige Freundschaft ebenso wenig selbstverständlich wie der rituelle Kotau in Yad Vashem, Symbol der Anerkennung deutscher Kollektivschuld. Bundeskanzler Helmut Schmidt postulierte damals, die deutsche Außenpolitik dürfe nicht von Auschwitz überlagert werden. Er wurde daraufhin vom israelischen Premier Menachem Begin wüst beschimpft und im Deutschen Bundestag parteiübergreifend in Schutz genommen. Heute undenkbar!

Merkels schuldbewusste Litanei hört man zumindest im atlantisch dominierten Teil der Welt lieber als die selbstbewussten Worte eines Helmut Schmidt. Wer sich schuldig fühlt ist gefügig, wer gefügig ist hat keine Macht. Dies ist die Erklärung für ein eigenartiges Phänomen: Je länger Hitler und das Dritte Reich zurückliegen, desto grauenvoller und aktueller erscheinen seine Untaten, während die Verbrechen anderer berüchtigter Diktatoren allmählich in den Untiefen historischer Nebel versinken. Hitler wird schließlich gebraucht. „Je länger das Dritte Reich tot ist, umso stärker wird der Widerstand gegen Hitler und die Seinen“ zitiert Henryk M. Broder gerne den bereits 1999 verstorbenen Publizisten Johannes Gross.

Kurz vorher, nämlich 1998, war die rot-grüne Regierung Schröder/Fischer in Deutschland an die Macht gekommen. Die Kriegsgeneration war erstmals nicht mehr im Bundestag vertreten, die Erlebnisgeneration altersbedingt aus den öffentlichen Funktionen ausgeschieden und zahlenmäßig im Abnehmen begriffen. Das neue politische Personal brauchte also keine Rücksicht mehr auf sie zu nehmen. Hingegen bekamen jüdische Opferverbände und Lobbygruppen im Gefolge der Waldheim-Affäre im benachbarten Österreich politischen Auftrieb und stellten neue Forderungen. Besonders Außenminister Joseph „Joschka“ Fischer und seine „Grünen“ zeigten sich dafür höchst aufgeschlossen und sorgten mehr als 50 Jahre nach den Ereignissen für einen neuen Turboschub an „Vergangenheitsbewältigung“: angeblich galt es, Anfängen zu wehren und eine Gerechtigkeit herzustellen, die in den Nachkriegsjahren weder von den Siegern noch von den Besiegten für erforderlich erachtet wurde.

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Joschka Fischer

Der ehemalige Palästinenserfreund und „Bullenklatscher“ Fischer muß zu Beginn seiner politischen Karriere ein Damaskus-Erlebnis gehabt haben, möglicherweise vermittelt von einigen amerikanischen „liberals“ wie seiner späteren Kollegin und Geschäftspartnerin Madeleine Albright. Er ersetzte jedenfalls den Slogan „Nie wieder Krieg!“ durch „Nie wieder Auschwitz!“ und brachte damit seine ursprünglich pazifistische Chaotentruppe auf transatlantischen Vordermann im Sinne des Regime-Change-Interventionismus. In seiner Zeit wurde die Sicherheit Israels zur deutschen Staatsräson erklärt – eine Doktrin, die Angela Merkel ebenso nahtlos übernahm wie den im Jahr 2000 ausgerufenen „Kampf gegen Rechts“.  Dieser war nach einem Anschlag auf die Synagoge in Düsseldorf vom damals offensiv agierenden Zentralrat der Juden unter Paul Spiegel und Michel Friedman eingefordert worden, obwohl für den Anschlag zwei junge Araber verantwortlich waren, die gegen den umstrittenen Besuch des israelischen Ministerpräsidenten Scharon auf dem Tempelberg protestieren wollten. Merkels „Kampf“ hält seither nicht nur an, sondern wird über den „Goldenen Zügel“ laufend intensiviert, zuletzt mit über 100 Millionen Euro für das ominöse Programm „Demokratie leben“ zu Gunsten einer als „Zivilgesellschaft“ bezeichneten Klientel, hinter der sich alle möglichen linken Gruppen einschließlich der Antifa verbergen. Da sich – wie Broder trefflich formuliert – die „Antifa“ aber nur entfalten kann, wenn es keinen „Fa“ gibt, muß der Feind simuliert werden. Dies erklärt, warum regelmäßig unter zunehmend hanebüchenen Vorwänden die faschistische Sau durch Deutschland gejagt werden muß, von Sebnitz bis Chemnitz, von der Kriminalisierung der PEGIDA über die Überwachung der AfD bis zur Stigmatisierung „besorgter Bürger“ usw. Deutschland ewig Nazi-Land! Die „Merkel-Jugend“ muß schließlich von etwas leben, und Anetta Kahane will auch nicht auf Hartz IV…

Eine Möglichkeit gibt es freilich, das auf ewig verdammte Nazi-Land zu erlösen: indem es aufhört, Deutschland zu sein, indem es sich auflöst in europäischer Zuckerwatte, in bunter Multikulti-Menschheit, indem die schon länger hier Lebenden einsehen, daß sie ihre gesellschaftlichen Spielregeln täglich mit denjenigen, die noch nicht so lange hier sind, neu aushandeln und vor allem ihre Güter und ihr Erspartes mit ihnen teilen müssen, auch wenn dies manchmal schmerzhaft ist (Aydan Özoguz)… So ähnlich dürften es jedenfalls die Antideutschen im In- und Ausland sehen, zu denen auch diejenigen gehören, die unmittelbar nach WK II für den sog. „karthagischen Frieden“ plädierten, die Vernichtung Deutschlands als Kultur- und Wirtschaftsnation. Sie waren um den amerikanischen Finanzminister Henry Morgenthau Jr. bzw. dessen berüchtigten „Morgenthau-Plan“ gruppiert, konnten sich wegen des beginnenden Kalten Krieges nicht durchsetzen, waren aber beim Zusammenbruch der Sowjetunion nicht ganz ausgestorben und sind es bis heute nicht.

Um das Jahr 2000 begannen übrigens in den Vereinten Nationen auch die Planungen für eine Ordnung der Migrationsströme, der Marrakesch-Prozess, dessen Abschlussdokument im Dezember d. J. unterzeichnet werden soll. Die Analyse von Generalmajor a.D. Schultze-Rhonhof war vor wenigen Tagen hier im Blog zu lesen. Die USA, Ungarn und Australien haben von dem Dokument bereits Abstand genommen, in Italien und Österreich mehren sich die Stimmen, das extrem migrationsfreundliche Dokument nicht zu unterzeichnen – in Deutschland sind selbstverständlich nur Nazis dagegen (bzw. diejenigen, die das Breite Bunte Bündnis als solche diffamiert). Angela Merkel dürfte von ihren Führungsoffizieren den Auftrag haben, gegen alle Widrigkeiten mindestens bis zu seiner Unterzeichnung durchzuhalten. Dann wird Migration de facto zum Menschenrecht und Kritik daran zum Verbrechen, ein alter Traum von links-grün wahr. In anderer Perspektive: nach Merkel kommt endgültig die Sintflut…

5 Kommentare zu „Hitlers endlos gewordener Schatten“

  1. Schuld, Scham und Schande, somit Sünden zu sühnen, ist die mächtigste psychologische Waffe, um Menschen in Ketten zu halten. Das Thema „Schuld, Schuldkult“ und seinen „Sünde sühnenden Spießern“ hat mich in diesem Frühjahr in Albanien zu einem längeren Traktat inspiriert.
    http://n0by.blogspot.com/2018/04/albaniens-kustenparadies-von-schulden.html
    Viel Spass!
    P.S. Demnächst auch als Buch oder freier PDF-Download

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    1. # noby, nur mal drei Aussagen aus deinem Bericht, die mir besonders zugesagt haben:

      „Man darf alles sagen, aber muss die Konsequenzen tragen: Verlust von Job, Beziehungen, Freunden, Ansehen, soziale Ausgrenzung sind üblich und verbreitet.“

      „Doch nennenswerter Widerstand gegen übergriffige, kriminelle, gewalttätige Eindringlinge bleibt schwach.“

      „Nur geistig und vermutlich finanziell unabhängige Menschen stellen sich gegen Massenmeinung des Mainstreams.“

      Ich selbst bin es leid, dass ich meine Meinung nicht öffentlich ausdrücken kann. Zwar spreche ich bei jeder Gelegenheit mit anderen über die ungerechtfertigte Massenzuwanderung, habe aber bis dato noch keinen Mitstreiter gefunden. Was bleibt mir anders übrig, als mit einem Alleingang „friedlichen Widerstand“ zu leisten? Aber: Wie damit beginnen, um auch Gehör zu finden?

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  2. Der Aufmacher der „Alpenprawda“ vom 5.10. verdeutlicht auf wunderbare Art die Hypokrisie um die Zivilreligion Holocaust und den deutschen Schuldkult: Das Foto von der Kranzniederlegung Merkels in Yad Vashem betextet ein getreuer Prantl-Famulus mit „Ein Akt, der nie Routine wird“ (Alles wird irgendwann Routine, lieber Famulus!). Direkt darunter folgt die große Schlagzeile: „Israel fordert Unterstützung gegen Iran“. – Sehr richtig, Herr Dickerle: Hitler wird noch lange gebraucht werden und die doofen Deutschen werden tun, was man von ihnen verlangt!

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  3. Im Gegensatz zu Adolf Hitler lebt der gute alte Morgenthau immer noch. Die Zerstörung Deutschlands geht gut voran. Schuldkult, Massenimmigration, Gender, Abschaffung von Glauben und Familie, Geschichte, Zerstörung der wirtschaftlichen Basis (Automobil, Energieversorgung, Landwirtschaft, Großindustrie), Vernichtung der Bundeswehr und Schwächung der Polizei.Mit der Beispielliste wäre ich morgen noch nicht fertig. Es dauert nur noch wenige Monate, bis der Laden implodiert. Wir werden uns sehr bald in einem veritablen Bürgerkrieg wiederfinden. Und schuld sind nicht nur Merkel und ihre Vasallen. Auch wir, die so lange zugesehen haben. Mit Gottes Hilfe ist es hoffentlich noch nicht zu spät.

    Danke für den ausgezeichneten Beitrag.

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    1. # MrAndystueve: Mein Vater wurde nach dem Krieg von den Amis „entnazifiziert“, da er als Beamter in der Partei war und in der Wehrmacht diente. Damals erfuhr ich von ihm nur, dass Hitler Autobahnen gebaut hat und die Arbeitslosigkeit zurückging. Juden konnte er nicht leiden, was mich aber überhaupt nicht beeinflusst hat. Im Gegenteil: Ein Jude in der Schule meiner „gemischt religiösen Klasse“ im katholischen Bayern habe ich besonders verehrt.

      Damit möchte ich ausdrücken, dass die Nachkriegsgeneration – zu der ich gehöre – nicht automatisch das Gedankengut der Eltern aus der Nazizeit übernahmen. Außerdem war man sowie gegen das „Establishment“, da man sowieso gegen alles war, was die Generation zuvor betraf.

      „Schuldkult“ habe ich nie empfunden, muss aber gestehen, dass ich mich bei Reisen ins Ausland – wie beispielweise in die USA – nicht gerne als Deutsche „geoutet“ habe, da man befürchtet hat, mit der Nazizeit in Verbindung gebracht zu werden. Da wäre man lieber als „Schweizerin“ bezeichnet worden.

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