In memoriam Ulrich Schacht

Zu den interessantesten Biographien gehören häufig jene von Dissidenten, wie die von Ulricht Schacht, dessen Leben in einem Frauengefängnis der DDR begann. Seine große Liebe war die SPD. Irgendwann aber war die Schmerzgrenze überschritten. Dann war die Romanze mit der SPD vorbei.

Dirk Maxeiner hat Schacht in der „Achse des Guten“ einen würdigen Nachruf gewidmet.

Dirk Maxeiner / 19.09.2018 /

In memoriam Ulrich Schacht

Am Sonntag den 16. September 2018 verstarb der Schriftsteller und Publizist Ulrich Schacht im Alter von 67 Jahren.

Ulrich Schacht wurde am 9. März 1951 im Frauengefängnis Hoheneck geboren und studierte in Rostock und Erfurt Theologie. 1973 wurde er wegen „staatsfeindlicher Hetze“ zu sieben Jahren Haft verurteilt, 1976 wurde er schließlich in die Bundesrepublik entlassen. In Hamburg studierte er Politologie und Philosophie, wurde später Feuilletonjournalist der Zeitung „Die Welt“. Sein Buch „Brandenburgische Konzerte“ machte Schacht 1989 als Schriftsteller bekannt. Zuletzt erschienen von ihm im Aufbau Verlag die Bücher „Vereister Sommer“ (2012), „Grimsey“ (2015) und „Notre Dame“ (2017). Ulrich Schacht wohnte seit vielen Jahren in Schweden, wo er auch starb.

Achgut.Pogo besuchte ihn noch Anfang August und sprach mit ihm über seine ehemalige Geliebte die Sozialdemokratie, die ihm politische Geliebte war, für die er in DDR-Haft warb und im Westen stritt, bis die SPD ihn verließ. Wir widmen dieses Video der Einnerung an Ulrich Schacht.

Ein Gedanke zu „In memoriam Ulrich Schacht“

Kommentare sind geschlossen.