Wikipedia und die Objektivität

Längst hat Wikipedia renommierten Enzyklopädien wie dem BROCKHAUS oder der „Encyclopedia Britannica“ den Rang abgelaufen. Die schnelle Verfügbarkeit an aktuellem Wissen hat althergebrachte und oft zeitaufwendige Arbeitsweisen hinfällig werden lassen, sich durch Enzyklopädien, Fachliteratur und den Besuch von Bibliotheken die notwendigen Informationen und Unterlagen zu beschaffen.

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Encyclopedia Britannica

Das Zeitalter der Aufklärung war die große Zeit von Enzyklopädisten wie Denis Diderot oder Jean-Baptiste le Rond d´Alembert. Eine Zeitenwende, welche den Übergang vom Tradierten, oft im Glauben und teilweise auch Aberglauben fußenden anerkannten Erfahrungsschatz hin zum rationalen Denken markierte. „Der Begriff Aufklärung bezeichnet die um das Jahr 1700 einsetzende Entwicklung, durch rationales Denken alle den Fortschritt behindernden Strukturen zu überwinden.“ (Wikipedia)

Als Quelle fast unbegrenzter Informationsmöglichkeiten bietet Wikipedia einen immensen Fundus an Wissen an. Gerade auf Grund einer faktischen Monopolstellung multiplizieren sich auch die Möglichkeiten, die sich Informierenden zu manipulieren. Bei naturwissenschaftlichen Beiträgen wird dies weniger gelingen. Aber bei politischen Artikeln um so mehr.

Wikipedia befindet sich auf einem guten Weg zur Unentbehrlichkeit. Das birgt gleichzeitig auch Gefahren. Wikipedia ist kostenlos, aber nicht umsonst.

Wissen ist Macht. Monopol bedeutet Macht. Und Macht hat ihren Preis.

Wikipedia driftet unübersehbar immer mehr ab in eine irritierende Linkslastigkeit. Objektivität, Neutralität und Seriosität sind unverzichtbar für eine Enzyklopädie. Wikipedia ist mittlerweile ideologisch in einer der Sache nicht mehr zuträglichen Weise aufgeladen.

Politische Statements genügen, daß die deutschsprachige Wikipedia auch vorher bestehende mehrseitige Artikel über asylkritische Personen wie über die Schauspielerin Silvana Heißenberg löscht. Artikel wie über den Informatiker Hartmut Pilch existieren nur noch in ihrer englischen Version. Umgekehrt werden bei Personen aus dem passenden politischen Spektrum wie der Chemnitzer Bürgermeisterin Barbara Ludwig (SPD) unvorteilhafte Details aus dem Lebenslauf entfernt.

Einige Wikipedia-Beiträge wie jene über „Pegida“ oder über die „Identitäre Bewegung“ haben mit objektiver Information nichts mehr zu tun. Hierbei handelt es sich in der Tat um tendenziöse und völlig einseitige Artikel. Bürger mit anderen Meinungen werden schlichtweg diffamiert und sogar kriminalisiert. Die Artikel über „Pegida“ und die „Identitäre Bewegung“ liefern ein schiefes Bild, verzerren Fakten und leisten dem Gebot der Ausgewogenheit einen Bärendienst. Der Eindruck, daß es den Autoren besagter Artikel weniger um Information, als um Indoktrination geht, ist nicht von der Hand zu weisen.

Im Artikel über die „Identitäre Bewegung“ und deren Einordnung zitiert Wikipedia etliche sogenannte „Rechtsextremismusforscher“, darunter Alexander Häusler oder Benno Hafeneger. Im Klartext: stramm linksstehende Ideologen. Ein Richter würde in so einem Fall wegen Befangenheit abgelehnt werden.

„Mit Befangenheit wird der Zustand eingeschränkten (das heißt nicht unabhängigen) Urteilsvermögens einer Person aufgrund einer im Speziellen vorliegenden persönlichen Motiv- oder Sachlage oder eingeschränkten Urteilsvermögens auf Grund von einseitig bewerteter, das heißt nicht in ausgewogenem Verhältnis vorliegenden Informationen bezeichnet.“

Aufgrund selektiver Halbwahrheiten sind diese Artikel für wissenschaftliches Arbeiten unbrauchbar. Hier stösst Wikipedia an seine Grenzen: mit hanebüchenen Pamphleten der Desinformation unterminiert es seine eigene Glaubwürdigkeit. Nicht zuletzt deswegen macht sich ein Schwund an ehrenamtlichen Mitarbeitern (Wikipedianer) bei Wikipedia bemerkbar .

BAYERN IST FREI übernimmt einen Beitrag von Helmut Roewer, der in unserem Partnerblog CONSERVO einige Gedanken zu Wikipedia zusammengetragen hat.

 

Das Trojanische Pferd – Wikipedia

(www.conservo.wordpress.com)

Von Helmut Roewer *)

„Nach Eigendarstellung ist Wikipedia eine aufs Internet gestützte Enzyklopädie, die jedermann offensteht – nicht nur zum Lesen, sondern auch um Artikel zu verfassen, zu verbessern und zu diskutieren. Hier also wird, so könnte man denken, das Wissen der Welt auf breitester Basis versammelt. Doch kaum etwas könnte enttäuschender sein als die Wirklichkeit. Nicht nur das gilt es zu bemäkeln. Gefährlicher erscheint mir, dass das Wissen gezielt gebündelt und beschnitten wird. Meine These lautet: Durch nichts ist dem seriösen Wissen seit dem Ende des 20. Jahrhunderts so geschadet worden wie durch Wikipedia.

Wikipedia befindet sich organisatorisch an der Schnittkante zwischen den angeblich menschheitsbeglückenden Stiftungen und den bevölkerungslenkenden Medien. Die Plattform gehört einer Stiftung mit dem Namen Wikimedia Foundation. Ob diese Foundation tatsächlich eine Stiftung ist oder in Wirklichkeit eine Art GmbH nach US-Recht mit Sitz in den USA, mögen amerikanische Juristen unter sich ausmachen.[1]

Wenn man einmal das gesamte ideologische Geschwätz von derDemokratisierung des Wissens der Welt, das jedermann und dazu auch noch kostenlos zur Verfügung stehen soll, beiseitelässt, konzentriert sich die Neugierde des Beobachters auf die Fragestellung des Geldverdienens und der Machtausübung.

In der Tat Wikipedia ist wie der bislang unerfüllte Traum jedes Allmacht-Herrschers, Informationen anzusaugen und sodann beliebig zu portionieren und zuzuteilen: Du weißt nur, was du wissen sollst. In dieser Hinsicht ist bereits manches geschehen, denn seriöse Lexika sind längst vom Markt verdrängt. Eine unbekannte Vielzahl von Torwächtern sorgt dafür, dass unerwünschte Einträge im Wikipedia Lexikon unterbleiben. Gegen ihre Entscheidungen gibt es keinen wirksamen Einspruch.

Nun sollte man denken, dass es nützlich sei, wenn nicht Krethi und Plethi ihren Stuss ins Lexikon schreiben können, doch das ist lediglich ein frommer Wunsch, über den die Wikipedia-Wirklichkeit hohnlacht. Zwar ist es Aufgabe der Wächter, für Qualitätsstandards zu sorgen, doch das können sie bereits wegen mangelnder eigener Qualifikation nicht – die tollsten Beispiele werde ich weiter unten nennen. Was sollen sie also? Ich folgere: Sie sollen Unerwünschtes tilgen und die Schreiber von Unerwünschtem lebenslang aus dem Netz verbannen. Durch Informationsfilter dieser Art wird Information portioniert. Unbedarfte Nutzer ahnen nicht, dass sie sich in einem schmalen Informationskanal befinden, der mit der mäandernden Welt des Wissens nichts mehr zu tun hat.

Die zweite Frage ist: Wem nutzt das? Man muss hier nicht erst den Großen Bruder des genialen George Orwell bemühen, sondern es genügt, einen Blick auf die zugehörigen Geldströme zu werfen. Dann fällt folgendes auf: Wikimedia ist dem Namen nach eine Stiftung, die diese Bezeichnung führt, um bei Gutgläubigen Spenden einzutreiben, was – wie die Geschäftsberichte ausweisen – in reichem Maße gelingt. Wozu das viele schöne Geld? Einmal dient es dazu, einen fragwürdigen Verwaltungsapparat zu finanzieren, während die vielen Artikelschreiber und -verbesserer nichts erhalten. Das sieht ganz so aus, als hätten die Betreiber hier beim längst verstorbenen deutschen Soziologen Helmut Schelsky und dessen Bestseller eine Anleihe gemacht: Die Arbeit tun die anderen.

Wem nutzt eigentlich Wikipedia? Nun, zumindest diesem hier: Abraham Taherivand. Das ist nach Eigenangaben von Wikipedia der German Executive Director und Geschäftsführende Vorstand von Wikimedia e.V. Deutschland, was wiederum der Spendeneintreibclub von Wikipedia ist. Und wer ist dieser Taherivand? Auch hierzu gibt es eine Eigenangabe: „About me: Hi! I’m Abraham“ – und das war’s, in der Tat sehr aufschlussreich (https://en.wikipedia.org /wiki/User: Abraham_Taherivand _ (WMDE) [Abruf: 20.8.2018]).

Aus dem aktuellen Hickhack, der zwischen der Mutterorganisation in den USA und deren eigenwilliger Tochter in Berlin stattfindet,[2] kann man nicht nur entnehmen, dass man den Deutschen das Geld entziehen will – das erinnert ein wenig an die besondere Liebesbeziehung zwischen dem Papst in Rom und der reichsten Erzdiözese, nämlich der in Köln –, sondern auffällig ist die Ausnahme, wo man den Deutschen das Zusammen-geschnorrte ausdrücklich belassen will. Diese Ausnahme hört auf den Namen Wikidata. Das ist ein datentechnisches Projekt, wo es darum geht, die gesamten Wikipedia-Speicherungen in eine maschinenlesbare Datenbank einzubringen.

Jetzt sind wir beim springenden Punkt der Einflussnahme und des Geldverdienens angelangt, denn Wikidata ist das Einfalltor der Datenriesen. Einer davon ist Google (hierzu bei meinem nächsten Amerika-Update mehr). Hier genügt der Hinweis, dass der Datenpool von Wikipedia bei der zukünftigen Nutzung oder Ausschlachtung nicht einmal mehr der Arbeit einer Recherche bedarf, sondern ein Programm, das die Suchmaschine von Google steuert, nimmt dem Informationssucher diese mühevolle und zeitraubende Arbeit ab – und zwar in einer Weise, dass der Endabnehmer nicht mehr erkennen kann, vom wem die angelieferten Informationen stammen und was es sonst noch so gibt. Der Informationskanal wird dadurch noch schmaler, er wird zum monopolisierten Rinnsal. Mit andern Worten: Ich kriege nur noch das mit, was ich mitkriegen soll.

Schon gut, ich höre es bereits rufen: Das ist ja eine Verschwörungstheorie.

Hierzu zwei Bemerkungen:

Erstens: Der wichtigste Transporteur des Verschwörungstheorie-Vorwurfs ist das Personal, das bei der Plattform Wikipedia Sitz und Stimme hat.

Zweitens: Diese Leute nutzen das Wort von der Verschwörungstheorie als einen seit Jahrzehnten eingeübten Kampfbegriff. Er stammt vermutlich aus der CIA, wo er Mitte der 1960-er Jahre angewendet wurde, um propagandistisch gegen Leute vorzugehen, die den offiziösen Verlautbarungen über Ablauf und Hintergrund des Kennedy-Mordes keinen Glauben schenken wollten. Es galt, so war man in der Company überzeugt, diese Leute mundtot zu machen. Wenn man einen Augenblick des Nachdenkens auf diesen Ursprung verwendet, so stellt sich der Verdacht ein, dass auf das Erdenken und Anwenden eines solchen Instrumentariums nur kommt, wer einen Grund hierfür hat – im konkreten Fall jemand, der Grund hat, eine Diskussion über den Kennedy-Mord zu unterbinden.

Mit diesem Merksatz sind wir im eigentlichen Anwendungsbereich der Verschwörungstheorie angekommen. Es geht um Meinungslenkung und das diffamierende Verhindern der Diskussion abweichender Auffassungen. Wird also jemand von den Meinungsbeeinflussungsinstitutionen der Verschwörungstheorie bezichtigt, so sollte das für alle Neugierigen ein Hinweis sein, sich mit dem Inhalt des Vorbringens des Bezichtigten ein wenig zu befassen.

Hierfür ein Beispiel aus der jüngsten Vergangenheit: Der schweizerische Historiker Daniele Ganser hat sich intensiv mit der US-gesteuerten verdeckten Kriegführung in Europa beschäftigt und zudem angezweifelt, dass die offiziöse Darstellung der Ereignisse um den Anschlag auf das World Trade Center in New York mit der Wirklichkeit übereinstimmt.[3] Diese Themen haben ihm das Etikett des Verschwörungstheoretikers eingebracht. Für diese Verleumdung verantwortlich sind die anonymen Denunzianten der Internet-Plattform Wikipedia. Dass und wie sie vorgehen, lässt Schlüsse zu, wer diesen Informationspool steuert.

Zieht man derartige Schlüsse, ist man selbstredend selber reif, als Spinner und Verschwörungstheoretiker denunziert zu werden. Doch gemach, den Ganser-Fall sollte man nicht ohne seine ironische Pointe erzählen, denn in diesem Fall ist es gelungen, nicht nur die strukturelle Steuerung der diffamierenden Berichterstattung, sondern auch gleich noch den Hauptdenunzianten in personam bloßzustellen. Es handelt sich – der Leser amüsiert sich, weil er selbst nicht der Betroffene dieser bodenlosen Infamie ist – um einen vormaligen Theologiestudenten, Antifa-Aktivisten und Klavierlehrer an der Universität Osnabrück namens Gerhard Sattler, der in diesem Fall bei Wikipedia das Sagen hat.[4]

Dieser Daten-Manipulateur mit den Decknamen Jesusfreund und Kopilot ist einen weiteren Blick wert. Er bearbeitete auf seine Weise in jüngster Zeit innerhalb eines Jahres mehr als 8.600 Artikel. Hierunter befinden sich so wertvolle Einträge wie der zur Stasi-Zuträgerin Anneta Kahane, später Watch Dog des SPD-Justizministers Heiko Maas, auf der Spur nach Hate Speach im Internet.[5] Ein Schelm, wer Schlechtes dabei denkt. Und weil das offenbar nicht ausreichte, um seinen Schreibfleiß zu befriedigen, richtete Gerhard Sattler im Mai 2017 einen Twitter-Account ein, in welchem er seine linksextremistische Welt ausleben kann. Wer’s nicht glauben mag, verschaffe sich eine Übersicht bei Twitter.[6]

Logorrhoe und Zensorenwahn als Daseinszweck: Der Klavierlehrer aus Melle, Antifa-Internetdauervielschreiber bei Wikipedia und Twitter Gerhard Sattler, alias Kopilot.

An diesem Fall ist interessant, und, wie ich folgere, symptomatisch, dass eine – sagen wir es getrost – linksextremistische Mafia vom Wikipedia-Monopol für das Wissen der Welt Besitz ergriffen hat. Diese Mafia steuert nicht nur die Informationen selbst, sondern verhindert dank ihrer selbsteingeräumten technischen Befugnisse, dass gröbste Verdrehungen korrigiert werden können. Naive Nutzer ahnen im Traum nicht, dass sie sich in Alices tiefrotgrüner Wunderwelt bewegen. Ihnen kommt der Verdacht erst, wenn sie selbst die Betroffenen der Verleumdungen sind oder zufällig einen Sachverhalt aus eigener Anschauung besser wissen. Jeder, den das Misstrauen einmal gepackt hat, kommt sodann aus dem Staunen nicht mehr heraus.

Der wunderbare Beschwichtigungs-Trick bei Wikipedia ist der, dass man in bestimmten, als eher unanstößig empfundenen Sparten, wirkliche Könner ungehindert zu Wort kommen lässt. Hierfür gibt es zwei Gründe: Erstens: Der naturwissenschaftliche Wissens-Bereich ist den Herren der Wikipedia mangels eigener Kenntnisse verschlossen. Sie überblicken nicht, was da geschrieben wird. Zweitens: Naturwissenschaftler sind prächtige Leumundszeugen für die scheinbare Objektivität und fachliche Richtigkeit von Wikipedia. Fragt man diese Leute, die in ihren politischen Grundanschauungen häufig mit Kindern zu vergleichen sind, ob das, was in Wikipedia steht, zutreffend ist, werden sie ohne zu zögern zustimmen. Erst wenn man die Rede auf die sogenannten Umstrittenen, beispielsweise auf Albert Einstein oder auf Abstammungs-Theoretiker Charles Darwin, bringt, werden die Urteile differenzierter ausfallen.

Eine Verlegerweisheit sagt: Jedes Buch hat seine Zeit. Ich will hoffen, dass diese Weisheit auch für die Internet-Enzyklopädie Wikipedia gilt. Die Nutzerzahlen, soweit man deren habhaft werden kann, sinken. Gleiches, in viel drastischerer Form, gilt für die Zahl der Beiträger. Gewiss, jeder, der einmal mit gutem Willen für die Korrektur von offensichtlichem Unsinn sorgen wollte und damit a limine abgewiesen wurde, wird spätestens beim dritten vergeblichen Versuch das zugrundeliegende System erkennen und seine Bemühungen anschließend bleiben lassen. Er wird in Frage stellen, was es dort sonst noch so zu lesen gibt und irgendwann Wikipedia nur noch nutzen, wenn er die einschlägigen Mainstream-Lügner bloßstellen will.

Nein, Kopilot-Sattler ist kein Einzelfall. Hier kommt der nächste. Vorweg: Es ist das Verdienst des Wikipedia-Online-Enthüllungs-Duos Markus Fiedler und Dirk Pohlmann („Wikihausen“) mit einer glühenden Feuerstange in dieser Gerüchte- und Denunzianten-Küche herumgestochert zu haben (https://www.nachdenkseiten.de/?p=45899). Der Nebel verzieht sich, und ein weiterer Verleumder steht erbärmlich entblößt im Freien. Es ist ein besonders übles Exemplar mit dem Decknamen Feliks.

Nebenbemerkung: Geheimdienstspitzel und Wikipedia-Denunzianten suchen sich ihre Decknamen selber aus. Die Namenswahl gibt häufig wichtige Hinweise auf den Namensträger. Der Name Feliks ist die buchstabengenaue Nachbildung des wohl blutigsten Schreibtischtäters aus dem Regime von Wladimir Lenin und Josef Stalin. Muster-Bolschewist Feliks war ein polnischer Adliger und Gründer der Terror-Organisation Tscheka, später GPU. Sein voller Name war Feliks Dsershinski.

Blutige Hände: Tscheka-Gründer und Namenspatron Feliks Dsershinski …und Feliks heute: In der Mitte die bizarre Selbstdarstellung auf Twitter, rechts der Wikipedia-Denunziant als der freundliche Nachbar von nebenan: Jörg Grünewald, geb. Egerer.

Wikipedia-Feliks ist der Bayer Jörg Egerer, Ex-Gymnasiast aus Ingolstadt. Er hat Anfang der 2010-er Jahre seinen Namen gewechselt. Jetzt heißt er Jörg Matthias Claudius Grünewald. Wieder ein gewillkürter Name, man lacht, wenn man’s liest (Matthias Claudius + Matthias Grünewald). Der Mann ist ein Reserveoffizier der Bundeswehr, Diplom-Rechtspfleger, Mitglied und (Ex)-Funktionär der Partei Die Linke, Mitglied und Funktionär in anderen Gruppierungen,[7] angeblich Diensttuer in einer fremden Armee, die Leute für den verdeckten Kampf ausbildet.

Wenn denn Feliks-Egerer-Grünewald wirklich Rechtspfleger ist, zum Beispiel Rechtspflegeamtmann am Oberlandesgericht Nürnberg,[8] sollte vielleicht sein Dienstherr und einer der bayerischen Staatsanwälte aus einem der benach-barten Justiz-Gebäude beim verdeckten Kampf-Liebhaber vorbeischauen. Nur so ein Tipp: Beim Eintritt in fremde Streitkräfte ist die deutsche Staatsbürger-schaft zu entziehen. Sollten diese Streitkräfte einen geheimdienstlichen Arm besitzen, läge es nahe, zu ermitteln, ob es sich hier um einen Fall von geheimdienstlicher Agententätigkeit für eine fremde Macht handelt, strafbar nach § 99 StGB. Es wäre ja beruhigend zu wissen, wenn dies nicht der Fall ist und die Eigenangaben des Mannes lediglich missverständlich und deswegen irreführend sind.

Die Fälle Sattler und Egerer decken ein Muster auf. Hier erfüllen Leute ungehindert einen Kampfauftrag hinter der Maske der Anonymität. Sie denunzieren und verunglimpfen, was das Zeug hält. Wenn die Demaskierung droht, werden sie, wie alle Feiglinge, weinerlich und schwätzen vom bedrohten Persönlichkeitsrecht. In Wirklichkeit haben sie sich selbst durch ihr Tun in die Öffentlichkeit begeben. Ungezählte Geschädigte haben ein Recht zu erfahren, wer dieses anonyme Gesindel in Wirklichkeit ist.

Doch anonym sind sie nur für die Geschädigten und die unbedarfte Öffentlichkeit – und nur bis zum Zeitpunkt ihrer Enttarnung. Die Organisation jedoch, der sie dienen, weiß genau, wem sie den Deckmantel gewährt. Wikipedia, ein Hort für die Demokratisierung des Wissens? Vergesst es.

©Helmut Roewer, September 2018

Anmerkungen:
[1] Wikimedia Inc., Saint Petersburg/Florida, gegründet 2003.
[2] de.wikipedia.org meldete am 14.1.2018 auf einem Banner über allen Einträgen der Plattform: Geschafft: 7,9 Mio. Euro. 359.444 Menschen haben in den letzten Wochen gezeigt, dass Wikipedia einzigartig ist. Wir bedanken uns ganz herzlich bei allen Spenderinnen und Spendern für die Unterstützung im letzten Jahr. … 64.596 Menschen in Deutschland haben sich in den letzten Jahren für eine Mitgliedschaft entschieden. Seien auch Sie dabei, und werden Sie Teil dieser einzigartigen Gemeinschaft, die sich regelmäßig und nachhaltig für Freies Wissen in Deutschland einsetzt. … Abraham Taherivand Geschäftsführender Vorstand Wikimedia Deutschland e. V.
[3] Ganser fand, dass es ungewöhnlich sei, wenn in der BBC berichtet wurde, dass das Gebäude 7 des WTC ebenfalls eingestürzt sei, während man es während der Reportage deutlich hinter der Korrespondentin völlig unbeschädigt stehen sehen konnte.
[4] Gerhard Sattler aus Melle; hierzu materialreich Jens Berger im Interview vom 22.10.2015 mit Markus Fiedler: Die dunkle Seite der Wikipedia, nachdenkseiten.de/?p=28035 [Abruf: 16.1.2018]. Personeneintrag zu Gerhard Sattler bei Wikimannia, de.wikimannia.org/Gerhard_Sattler [Abruf: 16.1.2018].
[5] Henning Lindhoff: Böcke werden zu Gärtnern. Immer wieder fällt die Online-Enzyklopädie mit tendenziösen Artikeln auf, Junge Freiheit vom 10.8.2018, S. 17.
[6] twitter.com/Gerhardkopilot [Aufruf: 20.8.2018, Kopie in HRArch]
[7]https://archive.fo/O5P6s/ea5b6ea2ab11d8f21186c53f59f075535bc267d8.jpg; das Bild von Egerer-Grünewald auf Twitter befindet sich hier: https://twitter.com/OfficiaIAntifa/status/1037007777166712832.
[8] Der Rechtspflegeamtmann Jörg Grünewald vom OLG Nürnberg kandidierte 2016 für die Gewerkschaft Verdi auf Platz 40 für den Hauptpersonalrat bei der bayerischen Justiz.
******
*) Dr. Helmut Roewer wurde nach dem Abitur Panzeroffizier, zuletzt Oberleutnant. Sodann Stu-dium der Rechtswissenschaften, Volkswirtschaft und Geschichte. Nach dem zweiten juristischen Staatsexamen Rechtsanwalt und Promotion zum Dr.iur. über ein rechtsgeschichtliches Thema. Später Beamter im Sicherheitsbereich des Bundesinnenministerium in Bonn und Berlin, zuletzt Ministerialrat. Frühjahr 1994 bis Herbst 2000 Präsident einer Verfassungsschutzbehörde. Nach der Versetzung in den einstweiligen Ruhestand freiberuflicher Schriftsteller und Autor bei conservo. Er lebt und arbeitet in Weimar und Italien.
www.conservo.wordpress.com    15.09.2018  

links:

https://www.br.de/nachricht/wikimuc-eroeffnung-autorenschwund-100.html#comments

2 Kommentare zu „Wikipedia und die Objektivität“

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