Werbung für die Antifa: Patrick Gensing ist nicht mehr tragbar

Patrick Gensing (*1974) leitet unter seinem nicht ganz unumstrittenen Dienstherrn Kai Gniffke den Faktenfinder der ARD-Tagesschau zur Bekämpfung von Fake news. Seine Behauptung, daß es ihn in seiner Zeit als Jugendlicher bei der Antifa ziemlich gestört hätte, daß „Rechtsextremismus damals kein Thema in den Medien gewesen sei“ darf man getrost unter die Rubrik „fake news“ einordnen.

Gensings Treppenwitz der Mediengeschichte mutet dermassen schräg an, daß die Vermutung nahe liegt, sein Hauptwohnsitz  dürfte irgendwo hinter dem Mond bei den Mietnomaden der Antifa gewesen sein.

Gerade in den 1990er Jahren mit Skinheads, Rostock-Lichtenhagen, Mölln und Lichterketten mit hunderttausenden von Teilnehmern in verschiedenen deutschen Großstädten war der Rechtsextremismus omnipräsent und Tagesthema. Seit den 1980er Jahren drohten die Medien unermüdlich, daß der Rechtsextremismus Jahr für Jahr ständig stärker werde.

Davon hat Patrick Gensing nichts mitbekommen?

Auch nichts von der Verteufelung Franz Schönhubers und den Republikanern durch Ayatollah Prantl? Nichts von der Dämonisierung der DVU und Gerhard Frey? Nichts von den stigmatisierenden Beiträgen über Jörg Haider?

Patrick Gensing behauptet also, das wäre damals kein Thema in den Medien gewesen.

Womit hat Gensing in seiner Jugend – außer mit der Antifa – seine Zeit verbracht?

Mit Drogen? Ständig high und zugedröhnt?
Mit Porno? Er war jung und brauchte das Geld.

Als Testperson in der Pharmabranche? Studie über dementia praecox?

Nun gut. Vielleicht war in den Medien immer Werbung, wenn sich Gensing durch die Kanäle gezappt hat. Manchmal ist es einfach wie verhext.

In Anbetracht dieser nicht gänzlich auszuschließenden persönlichen Extremsituationen und einer schweren Jugend bei der Antifa glauben wir dem Rechtsextremismusexperten Patrick Gensing, daß die Flimmerkisten der 1990er Jahre auf dem rechten Auge tierisch blind waren und wegen dauernder Bild- und Tonstörungen nichts auf dem Kasten hatten.

Nach dieser kurzen Einführung zur vita informiert uns der vorzügliche Blog von „Science files“ detaillierter über Patrick Gensing und seine probaten 3-D-Techniken:

 

Werbung für die Antifa: Patrick Gensing ist nicht mehr tragbar

Artikel 11 Absatz 2 des Rundfunkstaatsvertrag lautet:

“(2) Die öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten haben bei der Erfüllung ihres Auftrags die Grundsätze der Objektivität und Unparteilichkeit der Berichterstattung, die Meinungsvielfalt sowie die Ausgewogenheit ihrer Angebote zu berücksichtigen.”

Die Antifa bei der Arbeit in Frankfurt

Nun ist Patrick Gensing seit er sich daran versucht, Fakten zu finden, bemerkenswert unerfolgreich, wenn es darum geht, dem Ideal einer unparteilichen – ganz zu schweigen von einer ansatzweise objektiven Berichterstattung nahe zu kommen (Eine Liste der Fehler und Falschdarstellungen im Faktenfinder und eine Analyse der Schwerpunkte des Faktenfinders findet sich hier). In letzter Zeit sind seine Versuche, den Geist des Rundfunkstaatsvertrag zu verleugnen und öffentlich-rechtliche Medien zu einer Plattform für linksextremistisches Marketing zu machen, jedoch so intensiv, das mindestens eine rote Linie überschritten ist.

Während sich Chefredakteur Kai Gniffke im Blog der ARD bis zur Unkenntlichkeit windet, um zu rechtfertigen, dass die ARD den Bericht über einen Mord, begangen von einem Asylbewerber an einem Offenburger Arzt, als weder von nationalem noch von internationalem noch von gesellschaftlichen Interesse ansieht, darf Gensing regelmäßig für die „Antifa Zeckenbiss“ auf der Plattform der ARD Werbung machen. 29 einzelne Beiträge finden sich auf Tagesschau.de, in denen „Antifa Zeckenbiss“ erwähnt wird, ganz so, als wäre diese anonyme Quelle eine verlässliche und ernstzunehmende Quelle.

Bereits am Beispiel von Gensings „Faktencheck ‚Maaßen und das Video von Chemnitz“ ist uns aufgefallen, wie eng die Beziehung zwischen Gensing und den anonymen Antifas sein muss, denn dort schreibt Gensing:

„Es ist auch nicht klar, wie viele Menschen wie weit gejagt werden müssen, damit man von einer Hetzjagd sprechen könne.“

Dieses Pseudo-Argument, das so krumm ist, dass man erst einmal darauf kommen muss (wir haben es hier auseinandergenommen), das eigentlich dazu führen müsste, dass man eben nicht von Hetzjagd spricht (aber das ist Logik…), findet sich nahezu identisch in der „Pressemeldung“ von Antifa-Zeckenbiss, mit der sie die Authentizität ihres Videos reklamieren: „Ab wie vielen Metern beginnt für Herrn Maaßen eine Jagd“, so schreiben die Anonymen und Gensing übernimmt es offensichtlich (das sind nicht die einzigen Ähnlichkeiten, zwischen der “Presseerklärung” von Antifa-Zeckenbiss und Texten des ARD-Faktenfinders, aber derzeit belassen wir es dabei).

Als wäre diese innige Beziehung, die bereits Denkstrukturen erfasst hat, nicht genug: Heute geht Gensing noch einen Schritt weiter und veröffentlicht die komplette Presseerklärung von Antifa Zeckenbiss, offenkundig in dem Bemühen, an der Glaubwürdigkeit von Hans-Georg Maaßen zu rütteln. Maaßen hat gesagt, dass im Bundesverfassungsschutz Indizien dafür gesammelt worden seien, dass Videos über Polizeigewalt im Rahmen des G20 in Hamburg von Linken gefälschtes Material darstellten: „Linksextremisten hätten massiv versucht, die Stimmung [anlässlich des G20] zu beeinflussen, indem gefälschte Videos verbreitet wurden“. Unter anderem mit diesem Hinweis, hat Maaßen seine Zweifel an der Authentizität des Zeckenbiss-Videos aus Chemnitz begründet, um dann zu problematisieren, dass ein Video, das mit “Menschenjagd” falsch etikettiert worden sei und aus einer anonymen Quelle stamme, von Medien kritiklos übernommen werde und nunmehr unter dem Etikett “Hetzjagd” verbreitet werde.

Hat jemand Zweifel, dass Linken jedes Mittel recht ist, um ihre ideologischen Ziele durchzusetzen? Wer Zweifel hat, der lese diesen Beitrag im SPD Parteiblatt “Vorwärts” und achte vor allem darauf, wie eine Koalition zwischen SPD und Antifa ungeachtet von deren Gewalttätigkeit und mit dem Verweis gerechtfertigt wird, dass es sich bei der Antifa um „junge Menschen“ handele. Bei den meisten Neonazis handelt es sich übrigens auch um junge Menschen.

Doch zurück zu Gensing. Er hält es für angezeigt, in einem Text, in dem es keinerlei Notwendigkeit dafür gibt, die „Pressemeldung“ von Antifa Zeckenbiss zu veröffentlichen, die „Spontanität und Authentizität“ des angeblichen Jagdvideos zu belegen, an der niemand gezweifelt hat. Die Überschrift „Spontan entstanden“, der das Marketing für Antifa-Zeckenbiss folgt, kommt völlig unvermittelt, hat keinerlei Bezug zum Rest des Textes und keinen Informationsgehalt, der nicht längst auf anderen Seiten der ARD und vor allem im Faktenfinder ausgetreten worden wäre.

Dass es sich um eine gezielte Werbeaktion für die Antifa handelt, dafür spricht auch der Bruch mit den ARD-Konventionen. Die „Presseerklärung“ von Antifa Zeckenbiss wurde auf Twitter veröffentlicht. Wenn bei der ARD Elemente von Twitter eingebunden werden, dann muss ein Nutzer der Seite deren Darstellung explizit zustimmen, um sie sehen zu können. Das führt in vielen Fällen dazu, dass Nutzer von Tagesschau.de die Elemente aus Twitter oder Facebook nicht ansehen. Dieses Risiko wollte Gensing offensichtlich nicht eingehen. Deshalb ist die Presseerklärung als Screenshot eingebunden. Damit die Werbung auch wirklich alle Leser erreicht.

Damit nicht genug, zitiert Gensing noch aus dem, was er zudem eingebunden hat:

“Als wir das Video zum ersten Mal gesehen haben, sahen wir Flüchtlinge (Menschen), die von Neonazis [wohl keine Menschen, Anmerkung der Redaktion] über eine Straße gejagt worden sind. So entstand ganz spontan der Titel ‘Menschenjagd’.”

Das ist Gensing offensichtlich nachvollziehbar und findet seine Zustimmung. Warum sonst sollte er es zitieren? Wie gesagt, für den Text zu Maaßen ist es völlig ohne Bedeutung. Bedeutung hat es jedoch, um die Vorurteile aufzudecken, die Gensing mit den Zecken der Antifa teilt, die beißen, wie sie sagen: Er sieht überall Neonazis.

Sehen Sie auf dem Video einen Neonazi? Wenn ja, woran erkennt man ihn?

Patrick Gensing wäre in der Antifa besser als in der Redaktion der Tagesschau aufgehoben. Geben wir ihm die Möglichkeit, seinen ideologischen Neigungen offen nachzugehen und fordern seine Entlassung bei der Tagesschau. Wer dazu einen Aufruf auf den Weg bringen und unseren Text als Grundlage nutzen will, kann sich unserer Unterstützung sicher sein.

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Ein Gedanke zu „Werbung für die Antifa: Patrick Gensing ist nicht mehr tragbar“

  1. Der im Artikel angegriffene Typ ist symptomatisch für das System des herrschenden Journalismus, der Journalismus der Herrschenden.

    Selbst im meist „linken“ Kanal Telepolis beklagt ein furioser Beitrag den Niedergang der schreibenden Zunft:

    https://www.heise.de/tp/features/Two-Riders-were-approaching-Der-Anfang-vom-Ende-der-deutschen-Medien-4158735.html

    Auch wenn der Autor, der ja für ein „linkes Publikum“ bei Telepolis schreibt, ab und an gegen Pegida keilt, gegen „Dumpfbacken“, die es in der Tat auch dort gibt, geht der Artikel unter die Haut – besonders denen, die er in der Branche geschrieben haben. Mein Chef, der mich als Journalist im Oktober 1990 eingestellt hat, kommentierte den Telepolis-Artikel gerade bei Facebook:

    Volker Everts Unglaublich. Ich habe gerade eine geschlagene halbe Stunde an diesem Artikel aus Telepolis gelesen und konnte nicht aufhören. Eine so brilliante und gleichzeitig packende Analyse über den Zustand des deutschen Journalismus habe ich nie zuvor gelesen, und ich lese so ziemlich alles, was mir zum Thema „Journalismus“ in die Finger kommt.

    Ja, so sieht’s aus. Es ist alles wahr. Wer’s nicht glaubt, braucht nur mal ARD oder ZDF einzuschalten oder Focus oder Spiegel Online zu lesen. Es ist deutlich zu erkennen, jeder kann es sehen, wie wir belogen und betrogen werden. Meinungsvielfalt, Pluralismus, politischer Diskurs – aber natürlich! Allerdings… naja… die richtige Meinung sollte es schon sein.

    Und wer es bislang noch nicht kapiert hatte, der weiss es seit Chemnitz (spätestens): 3 Deutsche werden aus komplett nichtigem Anlass auf offener Straße abgestochen, einer stirbt. Die Entrüstung in den Medien ist riesengroß. Aber nicht über diese unfassliche Tat, die nur einen weitere in einer langen Folge unfasslicher Taten ist, nein, alle Medien, unterschiedslos, egal ob Bild oder Spiegel, ob ARD oder RTL, überall der gleiche Aufschrei: „Rechte“ hätten sich „zusammengerottet“ und machten „Hetzjagd“ auf „ausländische Mitbürger“.

    DAS ist der :Skandal der Medien, das ist die Meldung, die in den Talkshows der Republik diskutiert wird. Weder Polizeibericht noch Zeugenbefragungen neutraler Personen (also nicht AntiFa-Symphatisanten) noch verfassungsschutzmäßige Erkenntnisse belegen diese angeblichen „Hetzjagden“, Niemand hat Anzeige erstattet deswegen, es gibt – bis auf ein kurzes Video eines gewissen „AntiFa Zeckenbiss“ (wie üblich bei diesen Leuten zu feige, seinen Namen zu nennen), das solche Übergriffe belegen soll. EIN Video eines AntiFa-Mannes – und für ARD und ZDF und natürlich für die Kanzlerin und ihren Wahlverein aus Sozis ist das sofort die lupenreine und einzig wahre Wahrheit.

    Journalismus? Hahaha…. noch so’n Witz, und ich lache gleich. Wenn das Journalismus ist, dann waren auch das „Neue Deutschland“ und der „Völkische Beobachter“ Journalismus.

    Aber ich verstehe die heutigen „Journalisten“ (besser: Hofberichterstatter, Verfechter der einzig wahren Wahrheit): Keiner will auch nur in die Nähe dieser Schmuddelkinder, diesen „Rechtspopulisten“ gerückt werden, denn das bedeutet das Ende der Karriere.

    Und, um mit Brecht zu sprechen: „Zuerst kommt das Fressen, und dann kommt die Moral!“

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