Chemnitz mobilisiert nicht nur auf der Straße

Es reicht! Chemnitz mobilisiert nicht nur auf der Straße, sondern auch die schreibende Zunft. Mit ungeheuerlicher Chuzpe hetzen Politiker wie Maas, Barley, Claudia Roth und sogar Staatsmänner wie Bundespräsident Steinmeier, der sich mit einer zu Gewalt aufrufenden Antifa-Band („Feine Sahne Fischfilet“) solidarisiert. Daß Kirchenleute wie Heinrich Bedford-Strohm notorisch an der üblen Hetze beteiligt sind, gehört beim bunten Klerus schon zum guten Ton.

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Natascha Kohnens BayernSPD glaubt, im Skrupellosigkeitswettbewerb mit den Grünen punkten zu können.

Christian Kott lässt sich dadurch nicht beeindrucken. Wie viele andere macht er Kott seinem Unmut über eine Aufstachelung durch jene, die immer „Anstand“ und „Herz statt Hetze“ propagieren, um sich in Wirklichkeit moralisch über Andersdenkende zu erheben und den politischen Gegner zu entmenschlichen.

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AfD Wahlkampf Vandalismus der Bunten Foto: BIF

Christian Kott:

„Die Ereignisse in Chemnitz haben die Berichterstattung der letzten Tage geprägt.

Habe ich gerade „Berichterstattung“ geschrieben? Dafür entschuldige ich mich, denn dieses Wort ist unangemessen. Korrekt wäre „mediale Meinungslenkung“, „Tatsachenvermeidung“ oder „Propagandafeldzug“.

Folgende Umstände sollten uns zu denken geben:
– Das Medienkartell konzentriert sich auf angebliche fremdenfeindliche „Hetzjagden“, die „Rechtsradikale“ in Chemnitz veranstaltet haben sollen. Das widerspricht dem Polizeibericht, der davon nichts weiß. Es gibt kein einziges konkretes Beispiel, das benannt werden könnte. Im Internet kursiert (neben hunderten Videos, die friedlichen Protest zeigen) ein einzelnes Video, in dem irgendein einzelner Demonstrant irgendeinen anderen bestürmt und damit vertreibt.
– Am 1. Abend hieß es durchgehend bereits nachmittags in den Medien, dass das Stadtfest in Chemnitz wegen der Messerattacke auf das später verstorbene Opfer frühzeitig beendet worden sei. Tags darauf wurde übereinstimmend berichtet, Anlaß des Abbruchs seien „rechtsradikale Ausschreitungen“ gewesen, die zu diesem Zeitpunkt noch gar nicht begonnen hatten (falls es sie gegeben hat).
– Livestreams und Aufzeichnungen aus Chemnitz wurden in atemberaubender Geschwindigkeit am 1. Abend aus den sozialen Medien gelöscht, damit sich niemand ein Bild von der Lage vor Ort machen konnte. Warum?
– Am 2. Abend der Proteste blieben Livestreams aus Chemnitz weiterhin blockiert oder wurden unterbrochen. Wer an „technische Probleme“ glaubt ist ganz schön naiv: Gaukelt man mittels der IP-Adresse vor, dass man aus Frankreich, USA egal welchem anderen Land zuschaut, dann kann man alles sehen. Nur in Deutschland sollte niemand sehen dürfen, was in Chemnitz passiert…
– Die Rede war in sämtlichen Mainstream-Medien von „ungefähr 2.ooo Rechten, Neonazis und Nazis“. Die wenigen, die die Streams sehen konnten trauten ihren Augen nicht: Tatsächlich hatten sich mindestens 8.ooo-1o.ooo Personen versammelt, was auf den ersten Blick zu erkennen war. Tatsächlich waren auch einige erkennbar Rechte darunter, aber weit überwiegend handelte es sich um ganz normale Bürger wie Du und ich. Trotz Sichtung hunderter Livestreams konnte ich exakt eine Person sehen, die einen Hitlergruß andeutete und 3 Personen, die Feuerwerkskörper zündeten. Einer warf eine Flasche oder etwas Ähnliches. Eine „Hetzjagd“ hatte niemand filmisch festhalten können. Diese Bilder sind nur mit einer einzigen Herangehensweise mit der „Berichterstattung“ zu verbinden: offensichtlich vorsätzliche Erfindung von Lügen zur zielgerichteten Täuschung der Öffentlichkeit.

Verstehen wir uns nicht falsch: Anders als manche Teile der AfD meine ich nicht, dass ein Messer-Mord etwaige Ausschreitungen, Hitlergrüße oder „Hetzjagden“ erklärt oder relativiert. Auch in einer aufgeheizten Stimmung wären solche Exzesse scharf zu verurteilen – wenn sie denn stattgefunden hätten. Abgesehen davon haben sich rechte Kreise am Abend der Tat mit ständigen eigenen Fake-News und Gerüchten in dem Versuch, unbedingt eine Art Flashmob zu erzeugen genauso wenig mit Ruhm bekleckert wie die Medienpropaganda.

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Aber ich will wissen (und zwar verifiziert!), ob solche Vorfälle überhaupt stattgefunden haben. Wieviele, wann, wo? Als mündiger Bürger habe ich das Recht auf sachliche Informationen, die mir eine Beurteilung der Lage erlauben.

Mit der Berichterstattung aus Chemnitz hat die deutsche Medienlandschaft eindrucksvoll bewiesen, dass das heute nicht mehr erwünscht ist. Die Verdrehung des Sachverhalts und Manipulation von Tatsachen ist offensichtlich. Es geht nur noch um tendenziöse Lenkung der Massen. In fast schon plumper Art und Weise wurde hier Propaganda betrieben um eine Kettenreaktion, mit der man offensichtlich gerechnet hatte, einzudämmen. Gleichzeitig wird mit eher plumpen technischen Methoden versucht zu vereiteln, dass sich der Bürger ein eigenes Bild machen kann.

Ich selbst habe aus Chemnitz nur eine sichere Schlußfolgerung: Zur Gewinnung von zuverlässigen Informationen sind unsere Medien vollständig vertrauensunwürdig und damit unbrauchbar. Dieser Vertrauensverlust ist die gefährlichste Entwicklung unserer Zeit, denn sie bereitet den Boden für den Erfolg von radikalen Fanatikern auf beiden Seiten, die mit Recht und Gesetz ohnehin nicht viel am Hut haben.

Die Verlierer von Chemnitz sind die vernunftorientierten, unaufgewiegelten, sachlichen Bürger, denen mit dieser Art der Propaganda die rosarote Brille von der Nase gerissen wird.

Auch andere gehen vorsichtig auf Distanz zur Parteilinie wie Boris Palmer. Linientreue führt in die Sackgasse.

Joachim Haack

Von dem Palmer kann ich bald jeden Post teilen. Fast immer zumindest 75% Übereinstimmung und dabei so elegant formuliert, dass das Teilen auch noch ökologisch ist: Ich spare eine Menge Gehirnschmalz!

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„Gedanken zu Chemnitz

Je länger ich mir die Berichterstattung über Chemnitz anschaue, um so weniger verstehe ich sie. Selbstverständlich darf es nicht sein, dass Menschen gejagt werden und die Polizei die Kontrolle verliert. Aber wie es scheint, ist die Empörung über solche Kontrollverluste immer nur dann groß, wenn man sich als Gegner der jeweiligen Demonstranten sieht.

Die Gewalt bei G20 in Hamburg war weitaus exzessiver und damals haben mir linke Freunde weismachen wollen, dass das nicht so schlimm ist wie die Gewalt, die von den G20 selbst ausgeht. Die Beweise für Gewalt und Ausländerjagd in Chemnitz sind eher dürftig, zahlenmäßig im einstelligen Bereich. Kein Vergleich insoweit mit G20 oder der ersten Kölner Silvesternacht. Nur die Demonstranten mit ihrem Naziauftreten sind für meinen Geschmack noch weitaus unappetitlicher. Aber kommt es auf meinen Geschmack an?

Wer sich wirklich die Frage stellt, was man gegen das immer weitere Erstarken der Rechten tun kann – siehe Italien – der muss sich wohl oder übel in jene 25% der Menschen hinein denken, die in Sachsen die AfD wählen wollen und jene vielleicht 15%, die das noch überlegen.

Soweit ich das sehen kann, denken diese Menschen in etwa so: „Das Problem war ein Mord. Im Vergleich damit sind Demos harmlos. Dass die Medien den Mord kaum beachten und sich fast nur noch auf den „rechten Mob“ stützen, zeigt, dass die Medien nicht mehr objektiv sind. Wenn wir schon so viele Asylbewerber bei uns aufnehmen müssen, dann muss die Politik dafür sorgen, dass die nicht mit Messern bewaffnet jeden erdolchen können, der das Pech hat, an der falschen Stelle zur falschen zu Zeit sein. Wenn die Politik die Gewalt von Menschen, denen wir geholfen haben, nicht in den Griff bekommt, dann sollen diese Menschen wieder gehen. Sie sind sowieso eine Last, wenn sie eine Gefahr sind, ist einfach Schluss.“

Das mag pro-europäischen Eliten, die in der Flüchtlingshilfe einen Ausweis der moralischen Läuterung Deutschlands sehen, so fremd sein wie ein Känguruh an der Nordsee, aber die Nase zu rümpfen über die Dummheit des Pöbels oder Mobs wird diesen nicht erreichen. Und wenn zu viele verloren gehen, gerät alles in Gefahr.

Ich plädiere dafür, sich mehr in die Denkwelt der Andersdenkenden hinein zu versetzen.

2 Gedanken zu „Chemnitz mobilisiert nicht nur auf der Straße“

  1. Es ist doch inzwischen opportun , dass jeder der sich in irgendeiner kritisierenden Weise selbstbewusst zu diesen Vorkommnissen wie in Köln , Hamburg oder jetzt in Chemnitz äußerst gleich in eine Schublade mit dem braunen Mob gesteckt wird. Das ist doch bedenklich. Gerade erstarkte noch eine Portion Würde in uns , wird diese gezielt sabotiert. Die Medienwelt flankiert einseitig, anstatt seriöse Berichterstattung zu liefern. Eine ungute Entwicklung!

    Mit traurigen Grüßen

    1. Wer seine Überzeugungen mit gutem Gewissen auch gegen eine scheinbar übermächtige Medienwelt in aufrechter Haltung vertreten kann, hat keinen Grund, sein Haupt traurig zu senken. Wer schweigt, gibt denen Recht, die uns ihre Weltanschauung aggressiv überstülpen und aufoktroyieren wollen. Wehret den Anfängen! Der Widerstand gegen BUNT ist ehrenvoll und tut Not.

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