Merkel im Bürgerdialog: Wir müssen den afrikanischen Schleppern Perspektiven bieten

Während des Bundestagswahlkampfes 2017 sagte Angela Merkel bereits, wir müssten den afrikanischen Schleusern neue Verdienstmöglichkeiten anbieten, wenn wir sie vom Schleppen abbringen wollen. Diesen Gedanken führte sie nun beim Bürgerdialog in Jena am Dienstag, den 14. August, weiter aus:

„Wir haben zum Beispiel mit Niger, da kommt morgen der Präsident zu mir, eine Migrationspartnerschaft.
Die sind kein Herkunftsland, aber da gehen alle durch…
Da haben wir jetzt gemeinsame Schlepperbekämpfung gemacht, Fahrzeuge geliefert, viele andere Sachen.
Das findet in der Stadt Agadez statt. Und es war ganz klar, in dem Moment wo wir nur denen Technik geben, damit sie die Schlepper bekämpfen können, funktioniert das nicht.
Weil dann plötzlich die Leute in der Stadt kein Geld mehr kriegen, weil die Schlepper denen Geld gegeben haben, weil sie die Schlepper gedeckt haben.
Jetzt haben wir 15.000 Menschen in Beschäftigung gebracht, indem sie sich eigene Wohnungen dort bauen, Entwicklungshilfe und so weiter, und schwupps! …klappt es besser, weil sie sagen: …ok, wenn wir anderweitig eine Lebensperspektive haben, dann öhm… können wir das machen.“


Kann es wirklich sein, dass wir Afrikas einzige lukrative Industrie, die der Schlepper, die wir mit unserer Aufnahmepraxis selber geschaffen haben, dadurch wieder aus der Welt schaffen können, dass wir die Schlepper aus dieser Industrie wegkaufen? Wäre da eine australische No-Way-Politik nicht erheblich billiger und zielführender?
Mancher einer ist nun geneigt, zu schreien:

„Schlepperpatin, hohle Nuss; kannst nicht Kanzler, mach jetzt Schluss!“

Doch der Hausverstand des Bürgers hat die Rechnung ohne die Bunte Republik, die EU und die UNO gemacht.

Merkel noch immer Stimme der (bunten) Vernunft

Tatsächlich funktioniert die Bremsung der afrikanischen Völkerwanderung dort, wo es Ansätze gibt, derzeit fast nur mit der von Merkel beschriebenen Methode.  In Libyen bezahlt man lokale Potentaten als Türwächter Europas, weil nur die Domäne der Außenpolitik dem Zugriff der Straßburger Menschenrechtsrichter entgehen kann.   Wie es im Niger praktisch funktioniert, berichtete Arte TV im Brustton turmhoher moralischer Überlegenheit über die EU, die afrikanisches Leid hinnehme, nur um sich die Menschen vom Hals zu halten:

Im Vergleich zur humanitären Hetze der Öffentlich-Rechtlichen Medien und der bisherigen Gegenkandidaten wie etwa Martin Schulz ist Angela Merkel nach wie vor eine Stimme der Vernunft, wenngleich ihre Gedanken inhaltlich wie ein Eiertanz und im Ausdruck wie Gestammel daher kommen.
Die Idee, man könne die afrikanische Völkerwanderung dadurch steuern, dass man in Afrika mit viel Geld eingreift, ist die Konsensposition von UNO, EU, Menschenrechtsvereinen, Entwicklungshilfepolitikern, Soros-Denkfabriken und dem UN-Flüchtlingshilfswerk, das auf diese Weise immer weiter wuchert und Menschenströme wie Staudämme aufstaut, die sich dann in geregelter Weise nach Europa ergießen sollen. Grundlage dieses Systems ist das Nichtzurückweisungsprinzip der Genfer Flüchtlingskonvention, an dem auch Rechtspopulisten nicht rütteln.

Bürgerdialog offenbart Schwäche des autoritären Humanitärstaats

Ein Meister des Bürgerdialogs ist seit Jahren Wladimir Putin. Seine Antworten an Anrufer der jährlichen vierstündigen Sendung „Direkter Draht mit Putin“ ebenso wie an Aktivisten der „Gesamtrussischen Volksfront“ oder der Jugendaktivisten vom Seliger-See oder des Waldai-Klubs sind derart Kult, dass auch hiesige humanitäre Hetzmedien darauf eingehen und sie schlecht zu machen versuchen, indem sie über mögliche Manipulationen spekulieren,um den tatsächlichen klaren und kontroversen Inhalt der Debatten wegzuerklären. Aber wie war das bei unserer Kanzlerin? Renate Sandvoß resümiert:

70 ausgewählte Thüringer haben heute die Ehre, mit Kanzlerin Merkel über ausgewählte Themen zu diskutieren. Nach einem strengen Aussiebsystem wurden sie auserkoren, der Kanzlerin nahe kommen zu dürfen. Es erklärt sich von selbst, dass nur systemtreue Gesinnungsgenossen zugelassen wurden. Aber damit nicht genug. Die braven Fragensteller mußten sich vorher einem 2-stündigen Workshop unterziehen, in dem sie gebrieft wurden, welche Fragen in welcher Formulierung gestellt werden dürfen. Es ist also genauso, als wenn unsere edle Kanzlerin sich die Fragen gleich selbst stellen und beantworten würde. Über unsere wunderbare Meinungsfreiheit und Demokratie bin ich jeden Tag auf`s Neue erfreut!

Auch Claudio Mancini spottet über das Auswahlverfahren, mit dem der MDR Merkel eine optimale Umgebung zur günstigen Selbstdarstellung schuf. Kritiker wurden ausgesiebt, übrig blieben bezahlte Claqueure und eine Diskussion auf Kindergartenniveau.
Tatsächlich ist Angela Merkel in diesem bunten Kindergarten immer noch „Stimme der Vernunft“ hinter der sich die geballte Vierte Gewalt versammelt und um die herum sie eine politische Kultur des Konsenses baut, der keine Gegenposition duldet und Konsensstörer wie Horst Seehofer wo nötig mit geballter leitmedialer Macht wochenlang unter Beschuss nimmt, bis deren Basis wie ein Hühnerhaufen auseinander läuft.
Dass der autoritäre Humanitärstaat den Splitter im Auge des russischen Bruders suchen muss, ist angesichts dessen nicht verwunderlich.





6 Kommentare zu „Merkel im Bürgerdialog: Wir müssen den afrikanischen Schleppern Perspektiven bieten“

  1. „Liebe Frau Wunderkanzlerin, wie kann die EU sich selbst und ihre tollen Leistungen noch besser an uns Dummies vermarkten?“

    „Liebe Frau Buntestanzlerlin, der böse Orban hat die Massen gebremst. Ist das wirklich das Europa, in dem wir leben wollen?“

    „Liebe Frau Bundesschlepperin, sollen wir wirklich so genau wissen, was in der Politik vor sich geht, wenn doch Erasmus und so?“

    War doch authentisch. Ich hab nix gemerkt.

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    1. Rechtssicherheit im Austausch zu „Großbritannien wieder doch alle EU Richtlinien übernehmen“ ist aber auch nicht schlecht. Ansonsten gilt halt mal ein Gesetz und mal nicht. Mal halten wir uns an einen Vertrag und mal nicht. Außer die Briten spuren, dann machen wir Rechtssicherheit.

      Unbezahlbar.

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  2. Wenn man sich dieses abstoßende Gestammel anhört, würde niemand auf die Idee kommen das ist der Bundeskanzler der Bundesrepublik Deutschland. Viel eher käme man darauf es mit einem geistgen Tiefflieger zu tun zu haben. Die größte Wahrscheinlichkeit für mich ist das elend verlogenene Stück. Die ist sowas von verlogen, hat sich ein Lügengerüst aufgebaut, so daß sie aufpassen muß nichts verkehrtes zu sagen, damit eben jenes Gerüst nicht einstürzt.
    Naja, wer bei Honecker und in Moskau seine Ausbildung absolviert hat, für dem ist das gemeine Volk nur ein Fußabtreter. Empathie ist für solche Menschen ein Fremdwort und Amtseid bestenfalls eine Lachnummer.
    Apropos Lachnummer: „Wir haben zum Beispiel mit Niger, da kommt morgen der Präsident zu mir, eine Migrationspartnerschaft.
    Die sind kein Herkunftsland, aber da gehen alle durch…
    Da haben wir jetzt gemeinsame Schlepperbekämpfung gemacht, Fahrzeuge geliefert, viele andere Sachen.“
    Mir stand vor Lachen das Wasser in den Augen. Das ist Grundschule, einfach nur Grundschulniveau.
    Im Ausland ist sie inzwischen zur Lachnummer verkommen, kaum einer nimmt sie noch ernst. Nur die blöden Deutschen merken nichts.

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