UPDATE: Schuldenschnitt für Türkei & Massenauswanderung nach Buntland?

Wir berichteten vor wenigen Tagen über den dramatischen Verfall der türkischen Lira.  Mehr als 6 Lira waren da 1 Euro. Nun wächst die Panik, in einer einzigen Stunde verfiel die Währung um weitere 3.5 %. In 30 Tagen hat die Währung 38% an Wert gegenüber den Euro verloren. Nun sind ein Euro fast 7 Lira.  Und nun beginnen  auch die Buntmedien zu berichten, allerdings liefern sie wenig Fakten und berichten auch nicht über die Auswirkungen für Deutschland.  Die Gesamtreserven der türkischen Regierung belaufen sich auf 35 Milliarden Dollar und die monatliche Zahlung für ausländische Kredite beträgt 21 Milliarden Dollar pro Monat.

Wenn der Dollar weiterhin auf das Niveau von 8-9 Lira steigt, wird die Türkei ihre Schulden vor April 2019 definitiv nicht mehr bezahlen. Das bedeutet, daß für die Türkei wie einst für Griechenland ein Schuldenschnitt  nötig werden wird. Wer die Garantien und Sicherheiten abgeben wird, dürfte klar sein, nicht umsonst fährt Herr Erdogan nun nach Berlin.  Ferner droht nach der Flucht aus der Währung „Lira“, die Millionen Flucht von Wirtschaftsflüchtlingen nach Buntland. In der Türkei sind 7-8 Millionen  arbeitslos und 12-14 Millionen bekommen nur den Mindestlohn von  1.500 TL (jetzt nur noch etwas über 200 Euro pro Monat …). Diese türkischen Menschen sind jetzt in einer schlechteren Verfassung als die 6 Millionen sogenannten „Syrischen Flüchtlinge“ im Libanon, in Jordanien und in der Türkei, weil die „Flüchtlinge“ ein monatliches Einkommen von 220 Euro pro Monat und freie Unterkunft in den Lagern erhalten. Aber das kritisiert nicht die Erdogan-Regierung, die sich treu an die Menschenrechte hält, die eben genau diese Besserstellung der Flüchtlinge gegenüber den Türken verlangen, sondern wir, die zu einer Souveränität in der Flüchtlingspolitik zurückzukehren wollen.
Unglaublich ist zudem, daß es in  Erdoganistan ein Verbrechen ist, die harten Realitäten der Währung zu diskutieren. Die wichtigsten Medien wie Milliyet, Hurriyet, Sabah, Star Gazetesi usw. erwähnen nicht einmal, dass der Dollar in nur einem Monat um mehr als 40% gestiegen ist und das beliebteste Wirtschaftsportal „bigpara“ scheint seit dem Morgen nicht mehr auf Sendung zu sein. Vielleicht eine wahnsinnige Taktik der Regierung, um zu verhindern, dass die Nachricht von der fallenden Lira den Anleger erreicht, obwohl diese Nachricht den Anleger längst erreicht hat. Wenn die Durchschnittslöhne dann bald in der Türkei nur noch 120 Euro pro Monat betragen, wie viele Millionen werden versuchen nach Deutschland zu ziehen? Wahrscheinlich 3-4 Millionen in den ersten zwei Jahren. Die deutsche Gesetzgebung, die die Hürden für die Einwanderung aus der Türkei immer weiter erleichtert, weil dies das Gastarbeiterkommen vorbeschreibt, müsste also geändert werden. Inwieweit sich AFD , CSU und co trauen, diese Thematik anzupacken, wird sich nun in den nächsten Wochen und Monaten zeigen.

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