Til Schweiger will offene Grenzen, ruft aber die Polizei, weil Jan Ullrich über seinen Zaun klettert

Zu den fleissigsten Wanderpredigern der Menschenrechte in Hell-Deutschland und dessen Ballermann-Protektorat Mallorca zählt neben Margot Kässmann, Bedford-Strohm, Kardinal Reinhard Marx auch der Schauspieler Til Schweiger.

Unweigerlich drängt sich bei Til Schweiger die Assoziation Opel Manta auf, aber in letzter Zeit echauffiert sich Schweiger ähnlich wie Herbert Grönemeyer über den eklatanten Mangel an schlechtem Gewissen und Zerknirschtheit unter deutschen Bade-, Haus- und Grillmeistern angesichts der vielen Toten im Mittelmeer.

Wasser predigen  – und Wein trinken

Der Boom an Schiffbruchwilligen Richtung Spanien hätte Til Schweiger konsequenter- und logischerweise längst selbst alarmieren und wach rütteln müssen, sein Grundstück mühsalbeladenen afrikanischen Schutzsuchenden unter dem Motto „no brain – no border – no nation – no order“ offenherzig zur Verfügung zu stellen.

Aber Til Schweiger – Demenz ist grausam – tut das Gegenteil: er ruft die Polizei.

Nicht wegen Tausenden von Flüchtlingen. Nein, ein einziger Schutzsuchender, sein Nachbar und Radsportlegende Jan Ullrich ist über Schweigers Zaun geklettert. Für waschechte Menschenrechtsbotschafter ein Tabubruch.

Bei Til Schweiger enden die Menschenrechte am eigenen Gartenzaun.

 

Details dazu aus „Journalistenwatch„:

„Til Schweiger wollte schon mal Leute, die gegen Flüchtlinge demonstrieren, in den Knast schicken. Doch als Ex-Radprofi Jan Ullrich in Mallorca jetzt über seinen Zaun kletterte, holte er die Polizei. Es ist die Bigotterie eines Gutmenschen, der sogar ein Flüchtlingsheim bauen wollte, sich aber weigert, Zuwanderer bei sich zu Hause aufzunehmen.

Der groteske Streit zwischen dem Schauspieler und seinem Nachbarn Jan Ullrich auf der spanischen Urlaubsinsel offenbart den Zynismus einer Prominenten-Kaste, die verbal mit Moral um sich wirft, dann aber, wenn es schon im Kleinen ans Eingemachte geht, sofort die Polizei ruft.

Rückblende: Auf dem Höhepunkt der Flüchtlingswelle kündigte der Schauspieler an, ein Flüchtlingsheim bauen zu wollen. Er bekam dafür allerhand Lob von Politik und Medien. Doch aus seinen großen Ankündigungen ist nichts geworden. Es gibt kein Til-Schweiger-Asyl. In der ARD-Sendung „Maischberger“ sagte er, bei Demonstrationen gegen die Zuwanderungspolitik müssten eben Versammlungsrecht und Grundgesetz so geändert werden, dass diese Menschen nicht protestieren dürften. Die Polizei sollte die Demonstranten alle eine Nacht in den Knast stecken.

Als der heute 54-Jährige in den sozialen Netzwerken mit Menschen aneinander geriet, die in der Einwanderungspolitik nicht ganz so sehr auf dem „Offene-Grenzen“-Trip waren wie der moralinsaure Schweiger, musste er sich die Frage gefallen lassen, warum er denn selbst keine „Refugees“ aufnehme. Seine Antwort – eine einzige Ausrede: „Er sagt, er habe schlicht zu wenig Zeit, um Flüchtlinge bei sich wohnen zu lassen“, zitierte ihn die Huffington Post. Jaja, er würde ja jemanden aufnehmen, wenn er „eine intakte und funktionierende Familie hätte, wo immer ein Elternteil da ist. Aber ich bin nur unterwegs“. O-Ton Schweiger.

Es gibt doch immer einen Grund anders zu handeln als zu reden. Und damit sind wir wieder bei Schweiger und Jan Ullrich. Wenn der Nachbar Kummer hat, wenn er durch die im Juni erfolgte Trennung von Frau und Kindern „traumatisiert“ sein könnte und ungefragt mit dem großen Til sprechen möchte, dann hört der Spaß auf. Dann riegelt der Mann sein Grundstück ab, lässt Polizei und Justiz aufmarschieren und eingreifen. Den Normalbürgern verbietet er dagegen, es kritisch zu sehen, wenn Millionen angeblich „Traumatisierte“ über die Landesgrenze strömen.

Per Gericht hat Schweiger durchsetzen lassen, dass sich Ullrich ihm nicht näher als 50 Meter nähern darf. Wie das unter direkten Nachbarn gehen soll, ist schleierhaft. Der frühere Tour-de-France-Sieger darf nun nicht einmal mehr an seine eigene Grundstücksgrenze. Er werde eine Linie in seinem Garten ziehen lassen, damit er nicht dagegen verstoße, sagte Ulrich. Das muss man sich mal vorstellen: Wie würde der selbstherrliche Schweiger reagieren, wenn seine geliebten Flüchtlinge sich nicht einmal der deutschen Staatsgrenze nähern dürften? (WS)

3 Kommentare zu „Til Schweiger will offene Grenzen, ruft aber die Polizei, weil Jan Ullrich über seinen Zaun klettert“

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