SPD-Absturz

Soziologismus treibt SPD-Wähler zur AfD

Die AfD-Basis besteht offenbar zu 2/3 aus ehemaligen SPD-Wählern. In Umfragen überrundet sie derzeit die SPD, und ihre Wähler machen sich im Netz stärker bemerkbar, sind mithin meinungsbildender als die der SPD. Es gibt keinen Rechtsruck sondern eine Linksflucht. In der SPD fühlt es sich wie eine Sturzflut an. Die SPD treibt ihre eigenen Leute denen zu, die sie als Faschisten bekämpfen will. So läuft es bei Linken regelmäßig.
Bei Tichy versucht Tomas Spahn, die Selbstvernichtung der SPD zu ergründen:

Wenn nun, wie unabweisbar festzustellen, sich die aktuelle Klientel der AfD zu zwei Dritteln aus früheren Sozialdemokraten rekrutiert und wenn wir der SPD zubilligen, nicht „rechtspopulistisch“ zu sein – dann kann zumindest die Behauptung, dass die Wählerschaft der AfD „rechts“ sei, unmöglich zutreffen. Ganz im Gegenteil wäre festzustellen, dass diese in ihrem eigentlichen Kern „links“ sein muss – denn wie sonst hätte sie früher bei der SPD stehen können?

Hadmut Danisch schreibt:

Eine Umfrage von SPIEGEL Online habe ergeben, dass die SPD bei 17,3% Zustimmung angekommen sei. AfD bei 16%.
Daran meldet der Autor – gesunde – Zweifel an. Denn SPIEGEL samt Online sind so linkslastig, dass das Publikum dort sicherlich nicht repräsentativ ist und sich AfD-Wähler in so enormer Zahl auf SPIEGEL Online treffen. Aus weiteren Betrachtungen und Erwägungen (lest’s dort selbst) folgert man, dass es sich bei denen, die sich da als AfD-Wähler darstellen, zu großen Teilen um Leute handele, die sich von der SPD zur AfD und nicht etwa innerhalb des linken Lagers bewegt haben.
Ich hatte in den letzten Monaten ja eine Reihe von Blogartikeln über die Entstehung der „Faschisten” und „Nazis” aus dem Kommunismus/Bolschewismus/Stalinismus, und darüber, dass die (italienischen) „Faschisten” abtrünnige Linke waren, die die Auflösung der Nationalgrenzen nicht mitmachen wollten („Nationalsozialisten”), und die (deutschen) „Nazis” ein billiger Abklatsch, ein Plagiat der italienischen Faschisten waren. Man wollte sich eben diesem Stalinismus und der Auflösung der Staatengrenzen nicht unterwerfen.
Im Prinzip haben wir jetzt das gleiche, vielleicht in einer „Light-Version”, nämlich durchgeknallte hochaggressive Linke, denen sogar die Linken davonlaufen, weil sie doch lieber an ihrem Staat und ihrer Gesellschaft festhalten wollen. Rechte werden von links gemacht. Oder wie ich so gerne sage: Es gibt keinen Rechtsruck, es gibt eine Linksflucht.
Rechte gibt es immer dann, wenn die Linken völlig durchdrehen.

Wie aber kommt es, dass eine linke Partei, die sich selbst auch für „antifaschistisch” hält, ihre eigene Klientel in die Flucht schlägt und denen zuspielt, die sie als „faschistisch” bekämpfen will?
Das ist nun diese ganz dämliche Stelle, an der die Soziologen und Sozialistologen ins Spiel kommen. Die mit Foucault und dem ganzen Diskurs-Scheiß’. Die nämlich behaupten, man könne Menschen beliebig umformen und umprogrammieren, wenn man ihnen nur einen anderen Diskurs, vulgo: eine andere Sprache aufzwingt. Political Correctness. Nur wenn man das glaubt, kann der SPD-Unfug überhaupt möglich erscheinen.

Ein besonders gutes Beispiel für Soziologismus dieser Art liefert gerade Spaniens preisgekrönte Leitdenkerin Professor Adela Cortina, die mithilfe des Wortes „Aporophobie“ den asozialen aber dafür humanitären Neuen Menschen schaffen will. Man darf hoffen, dass die von Madrid vorangetriebene Humannitärmigration ein kurze Episode vor der Implosion der spanischen Schwester der SPD bleibt.  Über die schrillen Töne von SPD-Frontrauen wie Eva Högl und Natascha Kohnen berichteten wir gerade.  Die Buntblödelei eskaliert immer weiter und reißt dabei die Partei noch vor dem Land in den Abgrund, denn „Vorwärts immer, rückwärts nimmer“ bleibt auch im Angesicht des Abgrunds das unverrückbare Prinzip der Progressiven.

 





Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

w

Verbinde mit %s

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.