Kurts kleine Pfingstpredigt

Während uninspirierte Buntblödel sich auf der Pfingstkanzel an unspirierten Rechtspopulisten abarbeiten, formuliert Kurt Klarsicht eine klarsichtige und inspirierte Predigt:

Liebe Gemeinde,
Pfingsten, das ist auch die Zeit der Besinnung, die Zeit des Trostes.

Seien wir in diesen Tagen ein wenig dankbar. Welche Generation hat schon Gelegenheit, dem rapide fortschreitenden Zerfall ihres Gemeinwesens beizuwohnen? Aus nächster Nähe zu erleben, wie es ist, wenn der Kern, die Wertebasis, erst einmal erodiert ist, und der Abgrund bereits am Horizont zu ahnen ist. Und mit Erstaunen festzustellen, dass das Staatsgebäude, das man für grundsolide gehalten hat, von Termiten zerfressen ist.

Überall können wir heute Zeuge werden, wie dieses Land ausgeplündert wird, wie Schmarotzertum und Unfähigkeit eine bedrohliche Allianz eingehen. Politiker, Bürokraten, Asylprofiteure, NGOs oder die zwangsfinanzierten Öffentlich-Rechtlichen langen den Bürgern vor dem Ende noch einmal kräftig in die Tasche. Es wird umverteilt und die Korruption blüht. Am Kadaver unserer Republik tun sich die Aasfresser gütig. Und sie werden erst aufhören, wenn der letzte Knochen abgenagt ist.

Die höchsten Energiepreise in der EU, die zweithöchste Abgabenlast auf Einkommen, mickrige Renten, Nullzins, Reallöhne, die für Viele nicht zum Leben reichen, drohende Fahrverbote, die einer Teilenteignung gleich kommen, und allem voran zweistellige Milliardenbeträge, die den Bürgern abgepresst werden und nicht mehr den schon länger hier Lebenden zugutekommen, sondern im Ausland verteilt oder zur Finanzierung rücksichtsloser Migrationsvorhaben genutzt werden – die Plünderer kennen keine Gnade.

Selbstverständlich denkt niemand mehr an die Zukunft. Weil man weiß, dass es hier keine mehr gibt. Da ist es verständlich, dass man die Infrastruktur verrotten lässt, dass man das Bildungswesen verkommen lässt und dass man sich Zukunftsfragen wie Demografie, Renten oder Digitalisierung erst gar nicht mehr widmet. Hier wird bereits abgewickelt. Hier ist bald Zapfenstreich.

Aber noch gibt es etwas holen. Immer ungestümer steigern sich die Prädatoren in einen regelrechten Fressrausch hinein. Immer dreister werden ihre Lügen, immer unverschämter ihre Bevormundung und immer brutaler ihre Kontrollen. Die Masken sind längst gefallen. Unverhohlen zeigt sich uns die Fratze der Gier.

Liebe Gemeinde, wir werden Zeuge eines beispiellosen Spektakels. Vielleicht kennen einige von euch die Bilder von Sardinenschwärmen, wenn sich die Räuber auf sie stürzen. Wenn sich Horden von Haien, Walen, Seehunden, Delfinen und Seevögeln vor der Küste Südafrikas auf Abermillionen Fischleiber stürzen und ein Gemetzel anrichten, dessen Faszination man sich kaum entziehen kann. Das, was auf uns zukommt, was bereits begonnen hat, ist ähnlich faszinierend.

Wir dürfen dem, gewissermaßen in der ersten Reihe, beiwohnen. Die Rolle, die uns die Geschichte zugedacht hat, ist die der Sardinen. Am Ende wird es keinen Schwarm, wird es kein Deutschland, wie wir es kennen, mehr geben.

Liebe Gemeinde, ist es ein höherer Wille oder die unerbittliche Logik der menschlichen Evolution, die dafür gesorgt haben, dass wir, die wir uns noch für Exporthaie in den Weltmeeren halten, nun zu Toleranzsardinen geworden sind? Wir wissen es nicht. Gönnen wir uns in diesen Tagen ein paar besinnliche Stunden und spüren wir die Faszination des drohenden Endes. Lasset uns Trost finden in dem Wissen, dass jedes Ende auch ein Anfang ist.

Zu Pfingsten, so heißt es, wurden die Jünger vom heiligen Geist erfüllt und waren plötzlich in der Lage, andere Sprachen zu sprechen und zu verstehen. Sie erkannten ihren Missionsauftrag, die Botschaft Jesu in allen Sprachen in die Welt zu tragen und den christlichen Glauben zu verbreiten.

Vielleicht ist es bald auch an einige von uns, unsere Werte und Traditionen in die Welt zu tragen und dort zu bewahren und zu pflegen. Dann, wenn es hier keine Heimat mehr gibt. Wenn alles, was von Wert ist, verschwunden ist in den Mahlwerken der Gier und der Verblendung
.
Liebe Gemeinde, wir stehen an einer Zeitenwende, und auf diejenigen von uns, die diese Barbarei und den kulturellen Vandalismus, dem alles zum Opfer fallen wird, was unsere Vorväter erschaffen haben, überstehen, warten in der Diaspora große Aufgaben. Sie sollen Zeugnis ablegen über eine Kultur, in der Größenwahn und Gier auf Leichtgläubigkeit und Bequemlichkeit trafen.

Gönnen Sie sich ein paar besinnliche Tage.

Ich wünsche ihnen allen Frohe Pfingsten.

Es gab auch Versuche von Horst Seehofer, das Pfingstfest als Teil christlicher Leitkultur den Muslimen ans Herz zu legen. Vielleicht ließ Seehofer sich von Wladimir Putin inspirieren, der ja konsequent seine russischen Muslime auf Russland einschwört und Gemeinsamkeiten zwischen orthodox-christlichen und russisch-muslimischen Traditionen beschwört. Wie man in Oliver Stones Gesprächen mit Putin nachlesen kann, spielten tschetschenische Muslime in Syrien sehr nützliche Rollen. Letztlich sind „unsere Söhne und Töchter“ (De Maizière) ja verblendete destrukturierte Kinder, die fern von echter Tradition irgendwelchen schlechten Lehrmeistern folgen, die mithilfe von PR-Profis etwas aus dem 7. Jahrhundert rekonstruieren. Man kann sie mit jenen destrukturierten Kindern vergleichen, die in Berlin am 27. Mai im Konzert mit politisch gedeckten Gewalttätern einen „AfD-Aufmarsch“  blockieren wollen und dazu erklären: „Wir sind alles, was die Nazis nicht sind: Wir sind progressiv, queer, feministisch, antirassistisch, inklusiv, bunt und haben Einhörner.“





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