Die Humorpolizei zieht den Stecker: die SZ fällt um

Bei Humor hört der Spaß für Neurotiker und Fundamentalisten endgültig auf. Das gilt gleichermaßen für Bunte wie für Islamisten. Daran lassen weder Bunte noch die mit ihnen wesensverwandten Gotteskrieger rütteln.

Humor zerstört Sakralität

Islamisten quittierten Mohammed-Karikaturen in letzter Instanz wie bei Charlie Hebdo auch mit Maschinengewehren.

Elementarer Bestandteil islamischer Folklore sind Messer, Mörser und Maschinengewehre. Mohammed-Karikaturen wie bei „Charlie Hebdo“ honorieren tiefgläubige Folklore-Beauftragte mit Maschinengewehr-Salven.

1987 löste Rudi Carrell durch eine Persiflage von Ayatollah Khomeini eine Staatskrise aus. In einer Fotomontage warfen verhüllte Jubelperserinnen dem Ayatollah frivolerweise Dessous zu. Nach Morddrohungen mußte Rudi Carrell ebenso untertauchen wie später Salman Rushdie, der Autor der „Satanischen Verse“ oder der Karikaturist von Jyllands Posten.

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Mohammed-Karikaturen aus Jyllands Posten (c) Wikipedia

2004 wurde der niederländische Regisseur Theo van Gogh von einem Islamisten ermordet.

Van Goghs marokkanischer Mörder Bouyeri sagte bei seinem Prozess dem Richter, als Muslim dürfe er jedem „den Kopf abhacken“, der Allah beleidige. Und er betonte: „Ich würde es wieder tun.“

Humorlosigkeit schafft Sakralität

Am 15.5.2018 veröffentlichte die „Süddeutsche Zeitung“ eine Karikatur des langjährigen SZ-Mitarbeiters Dieter Hanitzsch. Beim Eurovision Song Contest gewann die israelische Sängerin Netta, die weniger durch Musik als durch wurstig-egalitärfrömmlerisches Transvestitentum brillierte, und Netanyahu feierte am Montag danach die Eröffnung der US-Botschaft in Jerusalem. Hanitzsch fusionierte diese Ereignisse virtuos in seiner Karikatur.

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SZ-Karikatur 15.5.2018;  (c) Dieter Hanitzsch

Karikaturen sind notwendigerweise pointiert und häufig mit Satire und Humor verbunden.

Und da beginnt schon das Problem bei den Inquisitoren. Unter der Last des Humors dekompensieren sie.

BILD und WELT reagierten mit einem moralinsaurem Aufschrei. Sogar durchaus kluge Köpfe wie der Historiker und deutsch-jüdische Patriot Michael Wolfssohn liessen sich vor den Karren des Heiligen Schwachsinns spannen und identifiziertern sich mit selbigem mit reichlich Schaum vorm Mund.

Immerhin sprang Wolfgang Benz, der langjährige Leiter des Zentrums für Antisemitismusforschung, nicht auf den Empörungs-Zug auf wie etliche andere Trittbrettfahrer aus der Entrüstungs-Industrie.

SZ-Chefredakteur Wolfgang Krach dagegen machte seinem Namen alle Ehre und inszenierte diesen auf der nach oben offenen Dezibel-Skala. Sekundiert von Kurti Kister und der zweifelhaften Attitüde, die in der Nahrungskette weiter unten Stehenden dorthin zur Phagozytose zu verfrachten.

Im Klartext: Hanitzsch wurde von der SZ wegen seiner „antisemitischen“ Karikatur gefeuert, wie man es in der prekariatstauglichen Nachrichtensprache von RTL zu formulieren pflegt.

Hanitzsch´s Karikatur war definitiv nicht spießertauglich. Im Gegenteil.

Nach einem mutmaßlichen Aufstand der Spießer bei der SZ harren wir der nächsten Razzia durch die hauseigene Humorpolizei, um die Todfeinde der Verbissenheit aufzustöbern und anzuprangern.

Humor ist bei der SZ eben eine knappe Ressource. Eine No-Go-Area sozusagen.

Angesichts der kongenitalen Schnappatmung und sakrosanten Bornierheit, die stramme Bunte bereits mit der Muttermilch einsaugen werden Humorverbrechen, wie jüngst im Fall Hanitzsch bei der SZ, konsequent geahndet, nazifiziert und standrechtlich vollstreckt.

Langes Sündenregister ausgerechnet bei HumanitärfrömmlerInnen

Trotz des medialen Kesseltreibens und einer unübersehbaren Schlammschlacht glänzt Dieter Hanitzsch durch Rückgrat, Würde und Stil.

„Ich entschuldige mich nicht“ (Dieter Hanitzsch)

Und das ist gut so.

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Die SZ hingegen fügte, indem sie panikartig ihre Ehre rettete, nur ihrem auffällig langen Antisemitismus-Sündenregister einen weiteren Eintrag hinzu.  Dass humanitärfrömmlerische Zeitungen in Antisemitismus abgleiten, überrascht nicht, wenn man die gemeinsame Herkunft des Antisemitismus, Antikapitalismus, Antikolonialismus und Antieuropäismus aus der Sündenbockfrömmelei der Zukurzgekommenen versteht.  Solange die SZ die Zeitung der EgalitärfrömmlerInnen bleibt, ist sie gut beraten, dass Thema Israel weiträumig zu umschiffen.

 

andere Stimmen:

https://vk.com/@-163464132-der-mibrauch-der-freiheit-der-kunst





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