Hambacher Rede von Thilo Sarrazin

Thilo Sarrazin erklärt auf dem neuen Hambacher Fest, warum dieses beanspruchen kann, wie das alte Hambacher Fest auf der Seite des politischen Fortschrittes zu stehen.
Der Weg des Fortschritts stehe auch Arabien und Afrika offen. Wie man ihn beschreitet, habe Deutschland im 19. Jahrhundert und Ostasien in unserer Zeit vorgemacht. Es sei in etwa fünf Generationen zu schaffen.
Wir haben jedes moralische Recht, die Einwanderung aus kulturfremden Elendsregionen zu unterbinden.
Wenn wir sie zulassen, entlasten wir Groß-Afrika nicht im geringsten, denn dort wächst die Bevölkerung jedes Jahr um die Einwohnerzahl, die Deutschland zu Zeiten des ersten Hambacher Festes hatte. Während bei uns 10000 zusätzliche „Flüchtlinge“ eine lebensbedrohliche Belastung sein können, verschaffe in den Ursprungsländern auch die Auswanderung einer Million überschüssiger Jungmänner keine spürbare Entlastung.
Hinter diesem Thema treten alle anderen Themen unserer Zeit zurück.
Auch das Schicksal der EU entscheide sich an der Frage, ob sie die „illegale Einwanderung“ zurückzuweisen imstande ist.
Sarrazin lässt es sich auch hier nicht nehmen, das Wort „illegal“ eher in moralphilosophischem als juristischem Sinne zu verwenden. Bekanntlich legalisiert das Straßburger Nichtzurückweisungsprinzip seit 1967 und vor allem seit 2012 jeden Grenzübertritt, und die Staatengemeinschaft arbeitet daran, das hiermit verbundene faktische und rechtliche Chaos zugunsten einer geregelten Völkerwanderung aufzulösen, die sicherlich einem Putsch gegen Volk und Verfassung gleichkommt und somit in naturrechtlichem Sinne noch immer als „illegal“ angesehen werden kann.

Die Erklärung 2018 ist interessant, weil sie durch Aussprechen ganz weniger banaler Selbstverständlichkeiten in ein Wespennest stach.
Das alte Regime bekämpft den Willen zur Volkssouveränität, wo auch immer es ihn riecht.
Interessanter als die Erklärung selbst ist die dadurch offengelegte Pathokratie, über die Thilo Sarrazin in „Der Neue Tugendterror“ sagte, was dazu zu sagen ist.
Weiteres Jammern lohne nicht, es kommt viel mehr darauf an, die Zustände zu durchschauen und Gelassenheit im Umgang mit ihnen zu erlernen.

Wir geben die Rede hier wieder, weil Thilo Sarrazin der Denker ist, der immer wieder die Dinge, auf die es ankommt, prägnant wie kaum ein anderer formuliert, und dem auch unser Blog sich besonders verpflichtet sieht.
Das Publikum des Hambacher Festes zeigt wie so oft die Tendenz, überall dort in langen Applaus auszubrechen, wo Sarrazins Aussagen mit nebensächlichen polemischen Banalitäten übereinstimmen, die man auch in einer durchschnittlichen PEGIDA-Rede zu hören bekommt (wie z.B. dass Recht verletzt wird, dass Flüchtlinge keine sind). Man liest in Kommentaren immer wieder, dass die Leute sich mit der Frage aufhalten, warum Sarrazin nicht der AfD beitritt. Sehr unterschätzen die Kraft der auf wissenschaftliche und politische Erfahrung gegründeten klaren Gedanken, die ihnen Thilo Sarrazin präsentiert, und überschätzen im Gegenzug die Bedeutung der parteilichen Animositäten, die den Meinungskampf in sozialen Medien prägen.

Anhang

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3 Kommentare zu „Hambacher Rede von Thilo Sarrazin“

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