Der Bammel der Bunten vor dem Humor

Bunte leben von Feindbildern wie Insekten vom Nektar und Fliegen vom Kot. Ohne Feindbilder fehlt den Bunten Ihr Fundament, quasi ihre Existenzberechtigung. Das Moralinsaure ist der Weihrauch der Bunten, und ihre hängenden Mundwinkel die Monstranz, die sie vor sich her tragen.

Was Wunder, daß im bizarren Kosmos und in den Köpfen der Bunten Feindbilder wie freischwebende Nazis, Rassisten, Faschisten und Klimaleugner dauerhaft hausen. Abschiebung ist tabu.

Angesichts dieser Häufung an Feindbildern ist es nachvollziehbar, daß das Weltbild eines ordinären Bunten initial durch kräftige Schlagseite, dann durch ausufernde Verhaltensauffälligkeiten und schließlich durch finale Havarie zu charakterisieren ist.

Gesundes Halbwissen führt im Generellen zu Exzessen der Sensibilität und im Speziellen dazu, daß ordinäre Buntblödel tagsüber die Flöhe husten hören und sich nächtens feindbildgeplagt wie in einem Bett voller Wanzen wälzen.

Heterosexuelle stehen bei Bunten im Verdacht, umlackierte Homophobe zu sein. Auf Schritt und Tritt widmet sich der Bunte dem Guck und Horch. Hinter jeder Toilettentüre könnte ein Klimaleugner lauern. Selbst vor Ecken fühlen sich Bunte nicht mehr sicher, könnte nämlich um selbige im unerwarteten Moment ein Nazi huschen.

Bunte segeln im Wind der Drohkulissen. Humor dagegen bedeutet Flaute. Humor ist in der bunten DNA nicht vorgesehen. Humor ist für Bunte nicht nur eine ihrer zahlreichen Achillesfersen. Humor ist für Bunte Sünde. Manchmal sogar die Vorstufe zur Hölle. Bei Humor hört für Bunte der Spaß endgültig auf.

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Bunt –  Der Triumph der Feindbilder Foto: aus dem Blog-Archiv

Dem lukullischen Vergnügen, krude Linke in ihrer eigenen Sauce schmoren zu lassen, haben sich renommierte Haubenköche unter den Bloggern gewidmet. Michael Klonovsky verfeinert ein Rezept von Dushan Wegner mit pikanten Zutaten:

„Auf seiner Webseite kasteit sich Dushan Wegner mit der Frage, warum Linke keinen Humor (mehr) haben. Er schreibt: „Humor ist eine Art, schmerzhafte Punkte der Realität mit Witzen zu behandeln, vergleichbar einer Wurzelbehandlung. Wenn man aber kontinuierlich damit beschäftigt ist, die Realität zu negieren, kann man diese Schmerzpunkte nicht treffen.

Humor beginnt damit, anzuerkennen, dass es schmerzhafte Unterschiede gibt. Unterschiede zwischen Männern und Frauen, zwischen Reichen und Armen, zwischen Nationen und Völkern. Linke können keinen Humor, denn Humor braucht Wahrheit, tiefe menschliche Wahrheit, und vor Wenigem hat die Linke heute mehr Angst als vor schmerzhafter Wahrheit. (…)
Die Linken in ihrem politischen Korrektheitswahn haben dem Sagbaren so viele Grenzen gesetzt, dass ihnen konsequenterweise ein Großteil an Witzigkeiten buchstäblich ‚unsagbar‘ geworden ist. Was sich heute als linker Humor ausgibt, ist immer mehr nur Hass auf alle, die unangenehme Fakten nennen und Fragen stellen, auf alle Abweichler und Andersdenkenden, auf die Komischen, sei es die Komischen in der Idee oder die ‚Komischen‘ am Körper.“

Als Beleg zitiert Wegner eine Rednerin vom letzten „White House Correspondents’ Dinner“, einer Art Politischer Aschermittwoch in Übersee, die nicht einmal witzig ist, sondern bloß mit Vulgaritäten um sich wirft wie ein boshafter Pavian mit den eigenen Exkrementen (dieses Bild, das ich schon einmal zur Beschreibung eines schmierigen politischen Laiendarstellers verwendete, habe ich übrigens von einem englischer Kritiker gestohlen, der es auf seinen Zeitgenossen Karl Marx anwandte, einen der begabtesten, boshaftesten, zielsichersten und produktivsten Kotverspritzer aller Zeiten). Außerdem verweist Wegner auf hiesige sogenannte Comedians, „die im Auftrag des ZDF gegen Regierungskritiker agitieren, oder die sich für solche lukrativen Stellen erst bewerben“, also eine Art Humorpolizei bilden und zum Humor ein ähnliches Verhältnis haben wie Karl Eduard von Schnitzler oder der ehrwürdige Jorge de Burgos in Umberto Ecos Roman „Der Namen der Rose“.

Dass ein Comedian oder ein Conférencier, der sich an die Seite der Herrschenden stellt, selber ein Witz ist, jedenfalls eine Peinlichkeit, muss hier nicht weiter ausgeführt werden. Ich ertrage die BRD-Kabarettisten ebensowenig wie weiland jene der DDR, wobei Letztere zuweilen wenigstens zugaben, nicht komisch sein zu dürfen; in der Berliner „Diestel“, wohin mich eine Hausnachbarin kraft ihres Lächelns und ihres unglaublich grazilen Ganges geschleppt hatte, sagte einer der Staatskasper: „Hoffen Sie nicht darauf, dass Sie hier an den falschen Stellen lachen können. Wir haben nämlich keine falschen Stellen im Programm. Dafür haben die richtigen Stellen schon gesorgt.“ (Außerdem sagte er zum Abschied: „Mädels, denkt daran: Jungs sind wie Autos, wenn ihr nicht aufpasst, liegt ihr drunter“, aber ich würde abschweifen, wenn ich… – )

Einem bekannten Diktum zufolge besitzt ein junger Mensch, der nicht links ist, kein Herz, und ein älterer Mensch, der es immer noch ist, keinen Verstand. Einer anderen, weniger bekannten Sentenz zufolge ist die Welt ein Drama für diejenigen, welche fühlen, und eine Komödie für diejenigen, die denken. Wenn wir beide Aussagen in die Moulinette legen und kräftig durchmischen, kommen wir der Antwort näher, warum Wegner recht hat.

Der wahre, tiefe, lösende Humor wurzelt im Fatalismus. Des Menschen Hinfälligkeit, Bedeutungslosigkeit und Sterblichkeit ist sein Stoff. Der zelotische Eifer des Linken kann damit nichts anfangen. Der Linke kennt ja die Ursachen aller Defekte und weiß die Lösungen. Er fühlt sich  moralisch legitimiert und träumt davon, für sein Engagement einen Preis verliehen zu bekommen oder wenigstens gelobt zu werden; da es meistens nicht funktioniert, ist sein Selbstmitleid stets ungleich größer als seine Selbstironie. Er meint es bitterernst, er will heimzahlen. Der Linke kann Häme und ätzenden Spott ausgießen über seine politischen Gegner oder all die Zurückgebliebenen und Begriffsstutzigen, die die Genialität seiner Pläne und Analysen nicht erkennen wollen. Das Fatum aber akzeptiert er nicht, weil in seiner schiefen Optik sämtliche Probleme soziale Ursachen haben. Fast alles, worüber ein Mensch mit Humor lächelt, empört ihn, womit er immerhin als komödientaugliche Figur in Erscheinung tritt.“

3 Kommentare zu „Der Bammel der Bunten vor dem Humor“

  1. diese fresse der tussie sagt doch schon alles über diese linksmaden aus! das sind die flintenweiber, die laut kreischen: es gibt kein recht auf nazi propaganda.

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  2. Bunte, braune, schwarze, weiße, rote, gelbe, graue, junge, alle, alle „leben“ von Feindbildern, wenn sie nicht davon leben, in dem sie den Allbösen Feind fressen, dann beflügelt der Feind die Lebensgeister, schüttet Adrenalin aus und macht Kampf bereit. Feinde und deren Bilder sind gut, der Feind des Guten ist der Bessere.
    Es geht weniger um den Feind im Andern, besonders wenn dieser erbarmungswürdige Dummkopf in prekären Verhältnissen vegetiert und sich freut, bei der Demo mit Gleichgesinnten Stärke zu zeigen, es geht um die eigene Stärke, den eigenen Humor, die Überlegenheit, dem Dummkopf Paroli zu bieten, es geht um Witz, Schlagfertigkeit, Wachsamkeit, Aufmerksamkeit. Das Buntblödchen mag im Sandkasten der öffentlichen Meinung mit seinen Förmchen wie Diffamierung, Denunzierung spielen, mag sogar inquisitorisch – zensorisch Gegner dezimieren, das hilft ihm nichts, wenn der klare Blick ins Kommende die unvermeidliche Niederlage buntblödsinniger Ideologie vorher sieht, voraus sagt, beschreibt, dann mag die Zange Schland quetschen mit ihren Hebeln aus Buntblödchen und Islamismus, Widerstand wächst und wirkt in höchster Not –
    http://n0by.blogspot.com.tr/2018/05/beldibi-kizilot-schland-in-der-zange.html

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