Toleranz schrumpft Hirn

„Toleranz“ ist ein bundesdeutsches Zauberwort. Es heilt sogar Schwachsinn. Wer einen Dachschaden hat, kann immer noch „tolerant“ – und in der Gesellschaft der Toleranzbesoffenen bestens integriert sein. Oder anders ausgedrückt: Wer im Irrenhaus lebt, wo alle verrückt sind, hält sich leicht für völlig normal. Die Begriffe vom Kopf wieder auf die Füße gestellt.

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screenshot you tube Quelle: Jouwatch

von Max Erdinger

Toleranz wird in Deutschland inzwischen verstanden als etwas, das Unterschiede bedeutungslos macht. Der Begriff gehört zweifellos in das linke Intellektvernichtungstrio von Diskriminierung, Chauvinismus – und eben Toleranz.

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„Toleranz“ kommt vom lateinischen Verbum „tolerare“, das so viel bedeutet, wie „etwas ertragen“ oder „etwas aushalten“. Beim zusammengesetzten Substantiv „Schmerztoleranz“ wird „Toleranz“ auch noch in ihrem ursprünglichen Sinne verstanden. Eine „niedrige Schmerztoleranz“ bedeutet, daß jemand auch geringe Schmerzen kaum aushalten kann.

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Etwas auszuhalten, resp. nicht auszuhalten, ist aber etwas anderes, als etwas zu akzeptieren. Der Begriff „Toleranz“ wird jedoch in gesellschaftspolitischen Zusammenhängen verstanden als etwas, das mit dem Begriff „Akzeptanz“ viel besser bezeichnet wäre. Der Begriff wird also falsch verwendet, wie so viele Begriffe, die im Lauf der letzten Jahrzehnte mit anderen Inhalten gefüllt worden sind, um sie als „Wurfgeschosse gegen die bestehende Ordnung“ zu verwenden (F.J.Strauß).

Wer heute „Toleranz“ im üblich gewordenen (Un)sinne sagt, der könnte auch behaupten, daß jemand, der Schmerzmittel einnimmt, den Schmerz diskriminiert, da er ihn nicht akzeptiert. Der Schmerzgepeinigte wäre also nach heutiger Lesart intolerant – und in einem gesellschaftlichen Sinne aussätzig.

Daß der Begriff „Toleranz“ nicht isoliert absichtsvoll falsch verwendet wird, sondern seine absichtsvolle Falschverwendung einer Agenda dient, ergibt sich aus einer Betrachtung des Zusammenspiels seiner Falschverwendung mit den Falschverwendungen der Begriffe „Diskriminierung“ und „Chauvinismus“.

Die Diskriminierung kommt vom lateinischen Verb „discriminare“, das übersetzt „unterscheiden“ heißt. Die Diskriminierung wäre also zu übersetzen mit „Unterscheidung“. Tatsächlich verwendet wird das Substantiv „Diskriminierung“ heute jedoch im Sinne von „Herabsetzung“.

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Der Chauvinismus wiederum ist seinem Wortsinne nach nichts anderes, als die Überzeugung, einer, in einer oder mehreren Hinsichten überlegenen Gruppe anzugehören. Solche Gruppen gibt es natürlich. Ein Fußballspieler beim FC Bayern gehört einer überlegenen Mannschaft an. Die Regelmäßigkeit des ersten Tabellenplatzes für den FC Bayern beweist das. Für Linke jedoch ist Chauvinismus eine generelle „Fehlhaltung“. Für sie hat es Überlegenheit nicht zu geben – und zwar in keiner Hinsicht. Wegen dieser, ihrer eigene Haltung also, halten sie selbst sich jedoch für moralisch überlegen.

Daraus ergibt sich, daß keiner der drei Begriffe Toleranz, Diskriminierung und Chauvinismus noch verwendet werden kann, um das auszudrücken, was sie eigentlich meinen. Sie wurden ihrer ursprünglichen Bedeutung nach aus dem Sprachgebrauch eliminiert und taugen nicht mehr zur Kommunikation. Das war volle Absicht.

„Ich toleriere Diskriminierung, weil ich Chauvinist bin“, ist eigentlich ein Satz, den jeder Gutmensch unterschreiben könnte, würde er ihn richtig übersetzen: „Ich ertrage die Unterscheidung, weil ich Angehöriger einer überlegenen Gruppe bin.“ Damit hätte der Gutmensch etwas Zutreffendes über seine Eigenwahrnehmung erzählt- und zwar ausgerechnet mit einem Satz, für den er jeden Anderen als „Nazi“ kreuzigen würde. Aufgrund seiner Ablehnung entlang seines eigenen Verständnisses von Toleranz und Diskriminierung wäre er Chauvinist denjenigen gegenüber, die „Toleranz“ und „Diskriminierung“ ihrem tatsächlichen Sinne nach verwenden. Das heißt also: Linke Gutmenschen sind absolute Vollidioten, zur Wahrheit schlicht nicht fähig.

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Nolens volens toleriere ich Gutmenschen, weil ich sie überall in Deutschland ertragen muß.

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Toleranzhase

Außerdem diskriminiere ich sie, weil ich Leute mit einem gesunden Verstand von Gutmenschen unterscheiden kann. Ich bin also ein toleranter Diskriminierer. Das sind in Deutschland die wenigsten, so man dieser Behauptung das inzwischen gängige Allgemeinverständnis zugrunde legt. Das wiederum macht mich zum Chauvinisten.

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Wenn man alles richtig bedenkt, dann bin ich ein toleranter Diskriminierungschauvinist. Das hat noch keiner von sich behauptet, glaube ich.

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Toleranz Aristoteles

Originaltext:

https://www.journalistenwatch.com/2018/04/10/die-toleranz-des-idioten/?utm_source=feedburner&utm_medium=feed&utm_campaign=Feed%3A+Jouwatch+%28Jouwatch%29

3 Kommentare zu „Toleranz schrumpft Hirn“

  1. Wir brauchen wieder die Wehrpflicht, für Männlein*innen und Weiblein*innen. Freilich dürfen die Buntblödel keine Waffe in die Hand kriegen. Aber als Bausoldaten, wie seinerzeit in der DDR wär doch was. Dann könnten sie den von ihnen verursachten Schaden teilweise mit Schaufel, Pickel und Schubkarren beseitigen und nebenbei unter militärischer Disziplin ein wenig sozialisiert werden!

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