Aus Gutmenschen, die es selbst betrifft, werden schnell Bösmenschen

von Dushan Wegner

Ich gestehe, ich musste lachen. Und ich lache immer noch! Da wird bedroht, wofür liebe Menschen viele Jahre und harte Arbeit investiert haben; da wird Hoffnung auf ehrliche Selbstständigkeit und durchdachte Expansion in Frage gestellt – und ich muss lachen. Warum? Bin ich gar ein böser Mensch?

Oh nein, ich will nicht bloß „LOL“ tippen oder mit dem Daumen schnell „😂 😂 😂“ eingeben, wie man es im Internet schon mal tut, während sich das Gesicht in Wahrheit kaum verzieht; nein, ich lache laut. – Bin ich ein schlechter Mensch? Vielleicht, aber vielleicht nicht ausgerechnet wegen meines Lachens an dieser Stelle, denn es ist natürlich nicht die Bedrohung von Existenzen, worüber ich hier lache. Es ist etwas anderes.

Der Kontext meines Lachens ist das Kreuzberger „Areal Ratiborstraße 14“. Es ist Kreuzberg, also Deutschlands Hauptstadt der Grünen und Guten. Dort, in der Ratiborstraße, befindet sich ein Areal mit Handwerkern, Künstlern und einigen Wagenburglern. Eine behütete Welt, eine gute Welt.

Diese kleine und geschützte Welt wird sich ändern. Eine gewisse grüne Politikerin mag sich darüber freuen, die NutzerInnen des Areals freuen sich weniger.

Auf dem Gelände soll eine Unterkunft für 450 Asylbewerber aus Afrika (aktueller PC-Sprech: „Geflüchtete“) entstehen.

Die TAZ, neuerdings wohl Sprachrohr des rechten Populismus, schrieb Mitte März dazu:

Dass der grüne Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg den Standort selbst vorgeschlagen hat, sorgt auf dem Areal Ratiborstraße 14 für – gelinde gesagt – Ratlosigkeit. „Wenn hier 450 Leute herkommen, ist für uns doch kein Platz mehr“, sagt Bernd Ballhause. Seit 1997 betreibt er die Max Kruppa GmbH, einen Metallbaubetrieb mit zwölf Mitarbeitern. „Noch gibt es im Kiez die berühmte Berliner Mischung aus Wohnung und Gewerbe. Aber wenn es zu eng wird, klappt das nicht mehr“, fürchtet er. So sei es in der Wrangel- und der Simon-Dach-Straße gewesen: „Das Gewerbe ist weg, da gibt es nur noch Cafés.“
taz.de, 12.3.2018

Ja, hier sind es die Guten und wohl auch Grünen, die fürchten, von jenen, die Merkels andauernder Welteinladung folgten, verdrängt zu werden. Durch den Zuzug der Neuen sei für sie „doch kein Platz mehr da“. – Die Weltsicht der Guten dreht sich schnell, wenn die Folgen ihrer Forderungen sie selbst betreffen.

Ich bin kein X, aber

Jahrzehntelang haben die Umdeuter und Demokratieverächter populistisch die Debatte zu vergiften versucht, indem sie jedem, der einen Satz mit „ich bin kein Nazi, aber“ begann, entgegenkrähten: „doch, bist du!“, wer einen Satz mit „ich bin kein Nazi“ beginnt, der ist schon Nazi! – Nazi! Nazi! Nazi!

Erlauben Sie mir bitte, eine nette Passage aus der Berichterstattung zur Ratiborstraße zu zitieren:

„Wir haben auf keinen Fall etwas gegen Flüchtlinge – im Gegenteil“, betont D. „Wir sind offen für Veränderung, wir wollen auch gerne zusammenrücken. Aber wir wollen nicht selbst vertrieben werden.“
taz.de, 12.3.2018

Diese Passage erfüllt eigentlich alles, was es sonst braucht, ins Visier von Denunzianten, Antifa-Schlägern und Meinungskontrolle-Stiftungen zu geraten – also genau jenen, deren politischer Arm in Friedrichshain-Kreuzberg die Bezirksbürgermeisterin stellt.

Zuerst ist da dieses Zugeständnis, dass was man sagen wird, in den Verdacht geraten könnte, „rassistisch“ et cetera gewertet zu werden. Ich bin kein Nazi, aber. Ich habe nichts gegen Geflüchtete, aber.

Man könnte die Berichterstattung zur Ratiborstraße auch als Trinkspiel nutzen: Jedes Mal, wenn eine Variante von, „ich habe nichts gegen Geflüchtete, aber“ gesagt wird, trinken Sie einen schlesischen Schnaps! (Die Ratiborstraße ist nach dem schlesischen Racibórz benannt, also würde das passen.) Einige Varianten des „ich habe nichts gegen Geflüchtete, aber“ bietet bereits der Twitter-Clip der @rbb-Abendschau.

Ein Beispiel von vielen (dieses ist durch seine hilflosen Kaskaden politisch korrekten Bullshits besonders blumig):

„Wir sehen, dass wir hier sehr viel Platz haben, das ist ein Privileg, und wir sind gerne bereit, als Kreuzberger auch diese Verantwortung anzunehmen, hier auch Geflüchtete aufzunehmen und zu integrieren, wie das möglich ist, aber wir waren dann doch erschrocken, das hier erstens 15.000 Quadratmeter auf der Liste standen von unserem Areal…“
Moritz Metz via @rbbabendschau,

Was den Gutmenschen vom Bösmenschen unterscheidet, ist eigentlich nur die Geschwätzigkeit. Der böse Rechte sagt: „Ich bin kein Nazi, aber ich will selbst entscheiden, wer bei mir daheim wohnt.“ – In dem Moment, in dem es ihn selbst betrifft, sagt der gute Linke inhaltlich dasselbe wie der Pegida-Aktivist, nur tanzt er dabei – mit wechselnder Absturzsicherheit – auf dem Hochseil seiner politischen Korrektheit, wedelt mit Bullshit-Worten und zappelt um seine eigentliche, zutiefst menschliche Intention herum.

Die Begründungen der Guten, warum man keine „Geflüchteten“ in seinem eigenen Hinterhof haben möchte, könnte man sich gar nicht ausdenken. Meine liebste davon, gleich im Anschluss, ist wahrscheinlich diese:

„So eine Kreissäge ist halt einfach laut, und da muss man so ein bisschen Abstand haben zu einem Wohnbereich.“
Schreinermeister im @rbbabendschau-Bericht

Stellen Sie sich vor, ein Pegida-naher Schreiner hätte exakt denselben Satz gesagt. Stellen Sie sich vor, ein AfD-wählender Handwerker hätte im TV verkündet, er wolle keine Ausländer in seiner Nachbarschaft, denn die könnten von der lauten Kreissäge gestört werden. – Die ZDF-Hassmaschine wäre angesprungen; GEZ-Hetzer hätten ihn öffentlich verhöhnt und verleumdet; die Antifa hätte seine Werkstatt verwüstet. Berliner Denunzianten hätten seine Kunden bedroht, bis auch der letzte davon ihm gekündigt hätte.

Gutmenschen und Bösmenschen kommen zum selben Schluss, doch der Gutmensch erst, wenn es ihn betrifft, während der angebliche Bösmensch vorausblickt. Gutmenschen sind wie Bösmenschen, nur in blöd.

Gutmenschlicher wird es nicht

Der Gutmensch will das Gute, aber immer nur anderswo. Grüne fordern die Energiewende, und protestieren dann gegen den hierzu notwendigen Ausbau der Energietrassen. Linke laden junge Männer aus Afrika nach Deutschland ein, aber aus den eigenen Tanz-Clubs sperren sie diese Männer aus – der linke Piefke tanzt halt gern unter sich.

Das Phänomen nennt sich „not in my backyard“, kurz NIMBY.

Linksgrüne sind empört darüber, dass ein grüner Bezirk ein eigenes Areal für „Geflüchtete“ vorgeschlagen hat. Mein Hirn schmilzt ein wenig ob der blanken Offenheit folgender Aufzählung:

Bei der ersten Bau-Runde für die Flüchtlingsunterkünfte blieb Friedrichshain-Kreuzberg mangels geeigneter Freiflächen außen vor – der Bezirk hat bislang keine einzige MUF und auch relativ wenige Gemeinschaftsunterkünfte. 2017 lebten im Bezirk rund 1.100 Geflüchtete, in Lichtenberg, dem Spitzenreiter, waren es knapp 4.000, das Schlusslicht Neukölln hatte 800.
– taz.de, 12.3.2018

Bei der Bundestagswahl 2017 hat die AfD in Lichtenberg übrigens 16,7% der Zweitstimmen eingefahren, in Friedrichshain-Kreuzberg nur 6,3%.

Bei Pegida entschuldigen

Liebe Kreuzberger Linke, die Sie jetzt auch zu „besorgten Bürgern“ werden, es ist einfach: Entweder Sie entschuldigen sich bei jenen, die Sie bislang als „Nazis“ beschimpft haben – oder Sie sind selbst das, was Sie „Nazis“ nennen. „Wir engagieren uns für Geflüchtete, aber“ ist exakt dasselbe wie „ich bin kein Nazi, aber“, nur mit ein wenig politisch korrektem Zückerchen.

Die neueste politisch korrekte Variante von „ich bin kein Nazi, aber“ und „not in my backyard“ wird übrigens so formuliert:

An alle hämischen Bürger und Nazi-Nullen, die lauthals ihre eigenen Ängste projizieren: wir teilen das nicht. Geflüchtete sind hier und im dichtbesiedeltsten Bezirk Berlins: willkommen! Erhalten bleiben müssen aber die 80 Arbeitsplätze & die lang gewachsene Kreuzberger Mischung. Ratibor 14 erhalten, Ergänzungsstandorte schaffen
@areal_ratibor14

Das aber-Trinkspiel könnte unsere Gesundheit ruinieren! Hier neu: „Geflüchtete sind hier und im dichtbesiedeltsten Bezirk Berlins: willkommen! Erhalten bleiben müssen aber …“ – wow, eine elegante Variante von „ich bin kein Nazi (ihr Nazi-Nullen!), aber“, die der NutzerInnen-Verein (i.G) da produziert. Geflüchtete sind willkommen, aber. Es bleibt dasselbe, nur eben grün-verquast.

Der Gutmensch sagt nicht „Deutschland den Deutschen“ sondern „lang gewachsene Kreuzberger Mischung erhalten“. – Exakt dieselbe Aussage, exakt dieselbe Intention, aber grüner, pseudoguter Anstrich.

Der Gutmensch sagt nicht „not in my backyard“, er formuliert verquast „Ergänzungsstandorte schaffen“. Exakt dieselbe Aussage, exakt dieselbe Intention, aber feiges Verstecken hinter Bürokratendeutsch. Und dass durch Zuzug von Migranten bestehende Arbeitsplätze bedroht werden, das sagen die Guten sogar direkt und freiheraus.

Der simple Slogan „Ratibor 14 erhalten“ ist besonders verräterisch. Man muss an der logischen Oberfläche nicht allzu tief kratzen, um festzustellen: Diese Guten implizieren, dass durch den Zuzug von Flüchtlingen ihr Umfeld zerstört wird. Um ihr Umfeld zu erhalten, kämpfen sie gegen den Zuzug von Migranten, die sie „Geflüchtete“ nennen, als wäre ihr Kampf dadurch irgendwie moralisch besser. Wo sollen denn diese „Ergänzungsstandorte“ geschaffen werden. Wahrscheinlich bei den „Nazi-Nullen“.

Der Bösmensch ist zumindest ehrlich, auch sich selbst gegenüber. Der Gutmensch ist unehrlich, der Welt und sich selbst gegenüber. Der Bösmensch tut, was er will. Der Gutmensch will, dass andere tun, was er will.

Heuchelei platzt, und das ist gut so

Worüber lachte ich nun – und lache noch immer?

Ich lache bestimmt nicht darüber, dass hier das Lebenswerk von fleißigen, wohlmeinenden Menschen bedroht ist.

Ich lache darüber, dass das linke Narrativ kollabiert. Ich halte Gutmenschentum für die gefährlichste Ideologie des heutigen Westens. Gutmenschentum tötet und Gutmenschen tragen mit Schuld an jedem Opfer importierter Gewalt. Gutmenschen sollten an die Gräber und in die Intensivstationen geführt werden, sie sollten zum Hinsehen gezwungen werden, und dann sollte ihnen gesagt werden: Da, daran trägst du mit Schuld! (Siehe auch mein Essay „Die Schuld der Gutmenschen“)

Ich lache gewiss nicht darüber, dass ehrliche Lebensträume zu platzen drohen; daran fände ich nichts Lustiges. Es ist traurig. Die Menschen in der Ratiborstraße haben das getan, was ich für das Edelste halte, ja, was ich für das „Gute im ethischen Sinne“ halte: sie haben ihre Relevanten Strukturen gestützt. Dass dies bedroht ist, darüber gibt es wenig zu lachen.

Diese Menschen haben aber (!), gleichzeitig, sich ein Kostüm der Heuchelei angezogen. Sie wurden von Politikern und Meinungsmachern manipuliert, eine Partei zu wählen, die eben diesen berechtigten Traum kaputtmacht. Bislang wurde der Traum vom geschützten, selbstbestimmten Leben anderer Bürger bedroht – und jetzt wird eben das eigene Leben umgekrempelt. Es wird nie wieder werden „wie früher“. (siehe auch: „Nehmt Abschied…“)

Ich lache über das sichtbare Zusammenbrechen eines Lügen-Narrativs. Jahrelang haben uns Grüne, Gutmenschen, gewisse „Globalisten“ und das GEZ-TV gepredigt, jede Handlung sei „gut“, wenn sie nur dem Wohl von Immigranten dient, und dass jeder, der die von ihm selbst mit aufgebauten Strukturen lieb hatte und bewahren wollte, ein „Nazi“ und „Rechtspopulist“ sei.

Es war ein Teil der Lüge, dass die lautesten „Gutmenschen“ die Aufgabe der eigenen Ordnung immer nur anderen auferlegt haben. Während die Kirchenoberen weiterhin von ihrem geschützten Gemächern aus den unbegrenzten Zuzug fordern, bekommen inzwischen auch die „kleinen“ Gutmenschen mit, warum die ach so bösen „besorgten Bürger“ besorgt waren.

Die Lügen der vermeintlich „Guten“ spalten Deutschland. Diese Lügen haben viel Leid verursacht und sogar Menschenleben gekostet. (siehe auch: „Ist nicht viel passiert…“) – Diese Lügen drohen aber, noch viel mehr Leid zu verursachen. Es macht mich froh, wirklich froh, wenn gefährliche Lügen kollabieren. Mein Lachen über die ungelenken Formulierungen jener eigentlich anständigen Leute ist ein befreites Lachen, ein Lachen mit Hoffnung – bitte sehen Sie es mir nach!

13 Kommentare zu „Aus Gutmenschen, die es selbst betrifft, werden schnell Bösmenschen“

  1. Ich bin ein “ Nazi“ aber- nein vergesst es 🙂
    Ich bin ein deutscher Patriot der für seine Familie sorgt und seinen staatsbürgerlichen Pflichten nachkommt- aber jetzt lache auch ich laut.
    Sie werden alle erwachen- aber 🙂 leider zu spät für ihre Utopia-Ideologie, wir sind schon viele Schritte weiter und lachen laut dabei- alles was wir tun hilft unseren Nachkommen dieses unser Land zurück zu erobern.

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  2. Alles Spätfolgen der 68er, die damals gegen Altnazis in Amt und Würden vorgingen. Die moralische Empörung war anfangs berechtigt, ein legitimes Werkzeug. Es dauerte nicht lange, bis dieses Werkzeug missbraucht wurde, weil es den Weg zu Aufmerksamkeit und Macht bereitet. Es funktioniert wie ein Schneeflug, der einen gleichzeitig panzert vor Angriffen und Kritik. Wer sich ans Mikro stellt und für Freiheit, Frieden, Gerechtigkeit und die Teilhabe Aller plädiert, ist unangreifbar. Da dürfen die Anwesenden nur noch klatschen, schweigen, am besten zustimmen. Moral als Waffe – das funktioniert so gut, dass Karrieristen aller Parteien diesen Weg zu ihrem machen und den Gegner in Schach halten beim Empörungswettlauf. Wer es wagt, dass große Ganze zu sehen, oder gar für eigene Interessen eintritt, der ist vogelfrei, Auf ihn mit Gebrüll. Die Angst regiert, die Moral ist Bestandteil des totalitären Denkens derer, die noch an die Macht wollen, oder Pfründe verteidigen. Letztendlich wird wie immer die Wahrheit siegen – aber das tröstet nicht wirklich, weil bis dahin alles in Schutt und Asche gelegt wurde. Der aktuelle Totalitarismus ist in seiner Heuchelei und dem dahintersteckenden Egoismus dem der NS-Zeit ähnlich. Für die eigene kleine Karriere im System und eine angeblich bessere Zukunft, werden die Werte zerfleddert, für die unsere Vorfahren ihr Leben ließen: Freiheit, Rederecht, Säkularität, Demokratie, Gleichheit, Solidarität. Einfach irre, was hier läuft. Aus der Geschichte haben die Vertreter der Altparteien nichts gelernt. Und unsere Medienvertreter? Die sollten monatlich Zeitungen aus der Zeit von 1933-45 lesen. Die dabei aufkommende Empörung könnte dabei helfen, den aufrechten Gang wieder zu entdecken.

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  3. na wie schön wenn die Linken Vollpfosten ihren eigene Äste absägen dann möchte ich als Patriot dafür danken. Denn diese Gestalten die Linken und Kommunisten sind doch alles Deppen und Vollpfosten jene welche mit den Politickern der Faschisten sind dümmer als einhundert Meter Landstraße. Wir werden diesen noch die Masken von ihren Visagen reißen und dann kippt es eins auf die Fresse !!!!!!!

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  4. Die Gutmenschen gehören zwar zu den lautesten, aggressivsten und gleichzeitig naivsten im Lande. Aber nicht zu den intelligentesten. Sie haben die Meinungsfreiheit pervertiert und monopolisiert. Darin lassen sich totalitäre Strukturen erkennen. Diffamierung und Denunziation bahnen den Weg zum Totalitarismus bunter Prägung. Aber Hysterie ist kein Argument. Bunt ist plump. Nicht elegant und geistreich. Die „Argumente“ der Bunten werden zum Bumerang. Sie demontieren sich jeden Tag ein wenig mehr. Und das ist großartig.

    Der Gutmensch…
    Tolerant und Humanist, bis man an seine Haustür pisst…
    Öffnet gerne alle Türen, solange andere finanzieren…
    Lebt meist selbst vom Steuergeld, diktiert dem Bürger seine Welt.

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  5. Humor ist, wenn man trotzdem lacht. So beschreibt der Autor einfühlsam, beinah entschuldigend sein Lachen. Die positiv fröhlich Einstellung zu den Ereignissen lässt sich nur unter erschwerten Bedingungen lernen. Es entwickelt sich bestenfalls eine Sorte Satire im Sinne von Galgenhumor. Mit dieser Fähigkeit und Kunstfertigkeit lässt sich allem und jedem noch Positives abgewinnen. So positiv wie Gottfried Benn, dessen poetische Rattenbrut sich junger Mädchenleiche sättigen lässt – gemessert, gemördert und mausetot.

    „Schöne Jugend

    Der Mund eines Mädchens, das lange im Schilf gelegen hatte,
    sah so angeknabbert aus.
    Als man die Brust aufbrach, war die Speiseröhre so löcherig.
    Schließlich in einer Laube unter dem Zwerchfell
    fand man ein Nest von jungen Ratten.
    Ein kleines Schwesterchen lag tot.
    Die andern lebten von Leber und Niere,
    tranken das kalte Blut und hatten
    hier eine schöne Jugend verlebt.
    Und schön und schnell kam auch ihr Tod:

    Man warf sie allesamt ins Wasser.
    Ach, wie die kleinen Schnauzen quietschten!“

    So lässt sich der schmerzhafte Lernprozess, den die Gut-und-Wohlfühl-Willkommensgemeinschaft-Menschen zwangsläufig erleiden, positiv als Erkenntnisgewinn verbuchen. Es werden wohl noch viele „kleine Schnauzen quietschen“ – da ist Humor, wenn man trotzdem lacht.
    http://n0by.blogspot.al/2018/04/sud-albanien-die-heimat-des-abenteurers.html

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  6. Definition des Gutmenschen in „Stupidedia“

    „Der Gutmensch gehört zu der Gattung homo perfekto beneficaris. Er hat sich im Laufe der Evolution eine unglaubliche Anpassungs­fähigkeit angeeignet. Sinn seines Lebens ist es, möglichst wenig Angriffs­fläche zu bieten und (Schein-)Toleranz zu predigen. Er pflanzt sich fort, indem er andere Menschen zum Gutmenschentum bekehrt. Erklärtes Ziel ist es, die Welt zu einem besseren Ort zu machen, indem er ständig neue Ideen und Forderungen für mehr „Toleranz“ ersinnt, eben der typische Gutmenschen-Blödsinn. Leider artet dieses Bestreben in einen regelrechten Toleranz­faschismus aus, wodurch man hierzulande mit Androhung der Nazikeule geradezu dazu gezwungen wird, jeden noch so nutzlosen Blödsinn und unnötigen Scheiß als toll zu empfinden, solange es nicht deutsch­national ist (hier wird man hingegen gezwungen, es zu verachten).

    Leider führte jahrelanges Gutmenschentum und falsche Toleranz zu einem politischen Stillstand und dem Anstieg der Kriminalität. Das Gewiefte am Gutmenschen ist, dass er durch selbst verursachte Probleme neuen Grund zur Kritik hat. Das ist der ewige natürlich Kreislauf, der es schwierig bis unmöglich macht, die Gutmenschen zu bekämpfen. Besonders unterwandert sind die USA, Brutstätte und Mekka der Gattung Gutmensch. Von hier werden die Kriege geführt, die den Menschen Wohlstand, Demokratie und westliche Werte bringen sollen. Als Waffe verwendet der deutsche Gutmensch bevorzugt die Nazikeule.

    Ironie des Schicksals hierbei ist, dass ein unbekannter Nazi kurz nach der Entstehung des Begriffes, und zu den Klängen von „Also sprach Zarathustra“, seinen Baseball­schläger fallen ließ und im Urin kniend eine göttliche Vision erfuhr. Dies war die Geburtsstunde der Gutmenschen­keule. Nach seinem Tod wurde das Licht dieser rhetorischen Erleuchtung von Generation zu Generation weiter gegeben, auf dass es niemals erlöschen und die Dunkelheit der Vernunft nie vollständig die Oberhand gewinnen möge. Der unbekannte Held wird von seinen Anhängern auf einer Stufe mit Prometheus gesehen.

    Typisch für Gutmenschen ist es, dass sie sich selbst für intellektuell halten, während sie all diejenigen, die ihnen nicht in der oben genannten Schein­toleranz zustimmen, gleich als primitiv, von Medien manipuliert, rechts­radikal, voreingenommen, inkonsequent etc. diffamieren, nur um behaupten zu können, dass eine sachliche Diskussion mit jenen nicht möglich ist.“

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  7. In Form eines offenen Briefes schrieb der „Bundschuh-Autor“ den Gutmenschen einige Zeilen zum nachdenken:

    Auf ein Wort…

    Liebe Gutmenschen,

    ich glaube, es ist an der Zeit, ein klärendes Gespräch mit euch zu suchen.

    Wir sind die bösen Nazis, ihr seid natürlich –wie der Name ja andeutet – die Guten, das ist eure Sicht der Welt.

    Ihr nehmt alle, die es bis zu uns nach Deutschland geschafft haben, unter die Fittiche eurer hohen Moral, jeder Mensch ist in euren Augen würdig, bei uns die Chance auf ein Leben ohne Angst, Verfolgung und Not zu bekommen.

    So weit, so ehrenvoll.

    Was ihr bei euren romantischen Vorstellungen in euren Namenstanztee-Veranstaltungen aber völlig außer Acht lasst, ist der Mensch selbst. Der Mensch sei edel und gut, ein idealistischer und frommer Wunsch.

    Aber Menschen sind leider nicht so, euer Glaube an die edlen Menschen trifft nicht zu.

    Allzu oft prallen eure Ideale auf unsere Wirklichkeit, die Ghettos in unseren Städten verdanken wir dieser Geisteshaltung.

    Der Mensch ist auch ein Rudeltier mit ausgeprägtem Revierverhalten. Er umgibt sich mit Menschen die ihm in Verhalten und Wesen ähnlich sind – das betrifft euch ebenso wie uns.
    Eines Tages werden euch unsere Probleme auch in eurem Rotweingürtel, euren Waldorf-Kindergärten und euren Privatschulen erreichen. Dann denkt an meine Worte…

    Ihr habt jahrzehntelang die öffentliche Meinung beherrscht, habt das Volk glauben lassen, die eure sei die Meinung der großen Mehrheit, die sich daraufhin in ihr Schicksal – die allgemeine Auflösung der Nation – gefügt hat.
    Die letzte Monate kristallisierte sich aber mehr und mehr heraus, dass ihr uns belogen und betrogen habt! Die Mehrheit denkt nicht wie ihr, ganz im Gegenteil.

    Jetzt fordern wir unser Revier zurück und was macht ihr? Ihr schwingt die Nazikeule in großem Rundumschlag…

    Wenn dann noch eine Umfrage auftaucht, die der Zensur entgangen ist, zeigt ihr euer wahres Gesicht. In „Zeit online“ war zu lesen, dass 61% der Deutschen gegen Zuwanderung aus Nicht-EU-Staaten sind (wobei ich noch bei dieser Zahl glaube, dass sie durch geschickte Fragestellung manipuliert wurde). Eure Erklärungen in den Kommentaren sind so einfach wie vorhersehbar: Ihr bezeichnet uns als dumm, ungebildet und als braunen Pöbel, dessen Meinung nicht relevant sei!

    Wie bitte?

    Ihr sagt, dass die Meinung von mindestens 61% der Bevölkerung irrelevant und zu vernachlässigen sei? Ist das eure Vorstellung von Demokratie? Nur die Meinung der selbsternannten Eliten zählt?

    Nicht wir, IHR seid die Feinde der Demokratie!

    Ihr habt die öffentliche Wahrnehmung gekapert, habt ein Kartell der Mainstreammeinung gebildet, ihr wollt uns eure Meinung aufzwingen, weil ihr euch anmaßt zu wissen, was gut für uns sei:

    IHR seid die Faschisten!

    Markus Kink

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