Vom Pack-Siggi zum NATO-Strichjungen

Von Siggi zu Heiko – vom Nieselregen in die Traufe

 

von Klothilde Kappes

 

Auch wenn er uns in erster Linie als „Pack-Siggi“ in Erinnerung bleiben wird, der dem Volkssouverän schon mal den Stinkefinker gezeigt hat – wir werden noch mit Nostalgie an Sigmar Gabriel denken. Nicht etwa, weil er so ein selbstloser SPD-Parteisoldat gewesen ist, der nach miserablen Umfrageergebnissen freiwillig auf eine Kanzlerkandidatur verzichtet hat (wir erinnern uns: Martin Schulz wurde anschliessend mit 100% zum „Gottkanzler“-Kandidaten gewählt!), sondern weil er als Außenminister einige erstaunlich eigenständige Dinge brachte:

 

Bei seinem Antrittsbesuch in Israel wagte er es, sich nach dem für deutsche Politiker obligatorischen Kniefall vor den „Gerechten der Völker“ mit Kritikern der Regierung zu treffen, was Premier „Bibi“ Netanjahu sofort mit Liebesentzug in Form von Kontaktverweigerung bestrafte. Siggi war in der Gegend bereits früher unangenehm aufgefallen, als er 2012 im israelisch besetzten Hebron für die Palästinenser Partei ergriffen hatte: diese lebten dort angeblich in einem „rechtsfreien Raum“ unter einem „Apartheid-Regime“. So ähnlich hatte es zwar auch Jimmy Carter schon in einem Buch geschrieben, aber „quod licet Iovi non licet bovi“, was ein amerikanischer Ex-Präsident darf, das darf ein Sohn des „Tätervolkes“ noch lange nicht, abgesehen davon, daß Jimmy bei „Bibi“ auch nicht sehr hoch im Kurs steht.

eichmann
Heiko Maas sorgt nicht selten für Verwirrung Quelle: Facebook

 

Ende letzten Jahres hielt Gabriel vor der Körber-Stiftung eine ungewöhnliche Grundsatzrede, bei der manchen politischen „Freunden“ drinnen und draußen die Ohren gewackelt haben dürften: Werteorientierung werde nicht ausreichen, um sich in einer von wirtschaftlichen und militärischen Egoismen geprägten Welt zu behaupten, meinte er da und sprach sich für eine deutsche Außenpolitik „ohne überdimensionierte moralische oder normative Scheuklappen“ aus. Das war eine klare Absage an die politische Blauäugugkeit und bedeutete eigentlich nichts anderes, als die Abkehr vom Gutmenschentum mitsamt seiner „bunten“ Obsession. Deutsche, Politiker zumal, ohne moralische Scheuklappen sind bekanntlich gefährlich – das konnte nicht gut gehen!

 

Volksentscheide fand er übrigens auch nicht schlecht, der Siggi, denn die repräsentative Demokratie sei nicht „Gipfelpunkt der Volksherrschaft“. Ja wollen wir denn die? Da mußten doch in sämtlichen Parteizentralen die Alarmglocken schrillen, und sämtliche „Qualitäts“-redaktionen in den Schreckensschrei ausbrechen „Hilfe, Populismus!“ In einer aufgeklärten Demokratie, die einen neuen, besseren, uniformeren Menschen schaffen will, geht es schließlich nicht um die Herrschaft des Volkes, sondern um „Leadership“!

 

Bei der Münchener Sicherheitskonferenz im Februar schaufelte der Minister dann endgültig sein politisches Grab: vor den versammelten NATO(d)-“Freunden“ plädierte er für einen schrittweisen Abbau der Sanktionen gegen Russland! Er sagte zwar ausdrücklich, dies sei seine Privatmeinung und nicht die „offizielle Position“, outete sich aber als unsicherer Kantonist und Risikofaktor im Spielchen „Böse, Böser, Putin“, das derzeit Hochkonjunktur hat.

Siggi, da brauchst Du Dich nicht zu wundern, daß Du in Windeseile abgesägt und ersetzt worden bist durch einen verkniffenen Apparatschik, der außer „Auschwitz“ nicht viel zu sagen hat bzw. nichts sagt! So ein Außenminister mit Schuldkomplex, mit den obligatorischen Scheuklappen, den sieht man überall gerne, nicht nur bei „Bibi“! Wer sich schuldig fühlt, der ist fügsam und tut, was man von ihm verlangt. Hat unser Maas-Mielke ja auch schon als Justizminister bewiesen, als er ganz im Sinne des globalisierten Humanitäts-Establishments die Meinungsfreiheit bei uns ausgehebelt und de facto den Paragraphen 106 des DDR-Strafgesetzbuches gegen „Staatsfeindliche Hetze“ wieder eingeführt hat. Heiko hat sich als zuverlässiger Handlanger im Kampf gegen „Haß und Hetze“ bzw. vaterländische, identitäre Regungen empfohlen, dem wahrscheinlich noch nie eine persönliche Überzeugung in die Quere gekommen ist. Kunststück – er hat ja auch noch nie eine Wahl gewonnen! Er ist „smart“ und „compliant“ im Sinne des Großen und des Kleinen Bruders. Ich fürchte, den werden wir so bald nicht wieder los…

Anhang:

Die Ereignisse überschlagen sich. Dieter Dehm, Liedermacher und Bundestagsabgeordneter der LINKEN bezeichnete Außenminister Maas „als gut gestylten NATO-Strichjungen“.

Kommentare dazu im Netz:

„Bayern ist frei“ spottet:

„Spitzel, Perverse und Denunzianten – keine Mangelware bei der SPD. Nach Sebastian Edathy, Jörg Tauss, Linus Förster u.a. rechtskräftig verurteilten Genossen scheint sich nun eine weitere schillernde Figur aus den Reihen der SPD den Nimbus eines „gut gestylten NATO-Strichjungen“, der „jede Rechtmäßigkeit und das Grundgesetz mit Füßen trete“ wohl erarbeitet zu haben. So zumindest beurteilt Dieter Dehm (LINKE) Außenminister Heiko Maas.“

 

Jäger Herz: „Widerlich, unter der Gürtellinie, beleidigend, anmaßend, respektlos ….. aber geil, verdammt passend, gut getroffen, besser hätte ich den Wurzelzwerg nicht beschreiben können!“

Johann Heger: “ ….. treffendste Bezeichnung die ich über Maas je gehört habe …“

 Ernesto Martegiani:  „ Jetzt weiß jeder, wer gemeint ist, wenn vom „NATO-Stricher“ die Rede ist. Der NS-Heiko.“
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„NATO-Strichjunge“ Maas

Ein Gedanke zu „Vom Pack-Siggi zum NATO-Strichjungen“

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