jusos am odeonsplatz

Für Andrea Nahles als SPD-Vorsitzende spricht vieles

SPD-Absturz
Mit einer progressiven aktiven Frauenpolitik wie bei den Grünen könnte die SPD gerettet werden.

Traurig aber wahr.  Wir leben heute im 21. Jahrhundert, aber eine angeblich progressive linke Partei wie die SPD hatte in ihrer Geschichte noch nie eine Frau als Vorsitzende.  Viele haben sowas eigentlich von teilweise rechten Parteien wie der AFD oder der CDU erwartet, die Frauenquoten ablehnen oder sie zumindest in ihrer Parteiengeschichte abgelehnt haben.  Doch ausgerechnet diese Rechtspopulisten und ehemalig konservativen Parteien wie die CDU haben Personen wie Merkel oder Alice Weidel an  solch verantwortungsvoller wirklich führender Position. Die verschiedenen Ministerämter, die SPD-Frauen bisher hatten können somit nicht darüber hinwegtäuschen, daß  wenn es darum geht, Frauen tatsächlich in einen maßgeblichen Verantwortungsbereich wie die Führung einer ganzen Partei vorzulassen, man sich offenbar in der bunten Gleichstellungspolitik noch  „hinter dem Mond“ befindet.  0%  – in Worten Null – Prozent aller SPD Vorsitzenden waren bislang Frauen.  

Die SPD ist somit  im 21. Jahrhundert noch nicht angekommen. Die Grünen scheinen in dieser Frage fortschrittlicher. Hier wird die Führung der Partei u.a. dadurch bestimmt, daß man auf manche Wahlzettel eben nur Frauennamen schreiben darf.   So ist sichergestellt, daß auch wirklich eine Frau nach oben kommt.  „Der Mann mit den Haaren im Gesicht“ , bzw. ein Herr Schulz von der SPD  scheint dieses Problem erkannt zu haben, und hatte daher Andrea Nahles als Vorsitzende bestimmt vorgeschlagen.  Damit kann also der Wettlauf um den Parteivorsitz der bunten SPD beginnen.  Denn bei der SPD werden solche Entscheidungen, wie ein Parteivorsitz auf Parteitagen entschieden. Das ist eben fortschrittliche SPD-Demokratie.  Fragen sie doch irgendein SPD-Mitglied auf der Straße, wie alle aktuellen Bewerber um den Parteivorsitz heißen, sie werden die Kandidaten ( außer Nahles) kaum kennen. Die freie BRD- Presse und die SPD hat ja alle anderen Kandidaten, darunter Männer,  nicht ausreichend vorgestellt und bekannt gemacht. Damit hinkt das umständliche SPD-System nur noch leicht den Grünen hinterher, die mit der autoritären frauenrechtsfreundlichen Bestimmung, daß beispielsweise nur eine Frau als weitere Grünen-Vorsitzende gewählt werden kann,  hier nicht nur ehrlicher mit der Parteibasis umgehen, sondern durch die diktorische Bestimmung auch noch zügiger die Bunte Müssen-ist-bunt Agenda umsetzen können.

nahles
Nahles Karneval

Die SPD scheint das noch nicht ganz verstanden zu haben. Noch immer können sich sowohl Frauen als auch Männer um den Parteivorsitz bewerben. Noch immer muss der Vorstand extra Nahles empfehlen und um ihre „Wahl“ werben. Eine Garantie für 100% Frau und Frauenrechte als Vorsitz und Vorstand gibt es dann nicht.  Dabei sehnt sich doch die  Mensch_Innen Gesellschaft, das Stammwählerpotential der Vereinigten Bunten, danach, daß Frauen die gleichen Chancen haben wie Männer. Notfalls muss sowas eben per Quote und diktatorischer Bestimmung auch gegen Wirtschafts- und Parteiinteressen durchgesetzt werden. Und wer die Frauenquote ernst nimmt, der sollte sich nicht der Gefahr aussetzen, daß eine Frau Nahles, nur weil sie eine Frau ist, nicht die 100% bekommt wie der Mann Schulz bei der Wahl des SPD-Parteivorsitzenden und Spitzenkandidaten. Es täte der SPD also gut, wenn sie endlich mal eine Frau als Vorsitzende direkt bestimmt. So wie die Leute aus dem EU-Parlament auch ihren Ratsvorsitzenden bestimmen und nicht vom Volk wählen lassen. Martin Schulz hat mit seinem Vorschlag für Frau Nahles indirekt wohl auch schon das  geleistet, da auch die Presse sie schon als „quasi“ zukünftige Vorsitzende favorisiert sieht, und die Chancen der anderen Kandidaten bei quasi 0 sind. Nach jahrzehntelanger SPD-Tradition ohne eine Frau als Vorsitzende spricht somit sehr sehr viel für einen Wechsel zum Weiblichen an der SPD Spitze. Frau Nahles ist eine Frau. Als das wiegt als Argument schwer genug. Und auch die SPD-Parteibasis wird das verstehen müssen. Das fortschrittliche Leit- und- Qualitätsmedium „Die Zeit“ titelt daher auch das schwerwiegende Argument:

Übrigens, sie ist eine Frau

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