Karlsruhe fordert gerechte Studienplatzvergaberegeln, Abitur verfassungswidrig

Das Bundesverfassungsgericht hat entschieden, dass die Abiturnote nicht mehr zur Rationierung von Studienplätzen (numerus clausus) herangezogen werden darf.
D.h. das Abitur ist wertlos, da nicht aussagekräftig. Der Erste Senat listet dazu in seinem Urteil ein paar Kriterien wie fehlende länderübergreifende Vergleichbarkeit auf, die das Abitur in seiner derzeitigen Form disqualifizieren. Teilweise könnte man hier mit Reformen abhelfen.
Hadmut Danisch befürchtet, dass wir jetzt vom Regen in die Traufe kommen.
Die Bundesantidiskriminiererinnen und Bundesmenschenrechtlerinnen werden sich irgendwelche Prüfungsregeln ausdenken, bei denen „soziale Kompetenz“, „interkulturelle Kompetenz“ und dergleichen stark gewichtet werden, damit Proporz zwischen Geschlechtern und Ethnien erreicht wird.
Der Erste Senat ist von dergleichen Ehrgeiz nicht frei. Dort sitzt die von Rotgrün durchgedrückte Gender-Aktivistin Susanne Baer (2. von links im Bild), die neulich das Urteil zur Einführung des Dritten Geschlechts geschrieben haben dürfte.
Der Senatsvorsitzende Kirchhof mahnt erst diese Woche europaweite Volksabstimmungen und somit implizit eine schnelle EU-Staatsgründung an, wie sie Macron und SPD anstreben.

2 Kommentare zu „Karlsruhe fordert gerechte Studienplatzvergaberegeln, Abitur verfassungswidrig“

  1. Floydmasika, die Behauptung, daß die Abiturnote nicht mehr zur Rationierung der Studienplätze herangezogen werden darf, stimmt so nicht. Die Abiturnote wird auch weiterhin eine Rolle spielen. Die Wartezeiten auf einen Studienplatz für Medizin mit 15 Semester (Wartezeitquote) soll aber weniger großzügig geregelt werden.
    Das Urteil des Bundesverfassungsgerichts war so schlecht nicht. In dieser komplexen Angelegenheit gibt es keine Patentlösung.
    Der BR schreibt:

    „Wie das künftige Auswahlverfahren zur Studienplatzvergabe genau aussehen wird, müssen jetzt Bund und Länder entscheiden. Die Karlsruher Richter haben ihnen bis Ende 2019 Zeit gegeben. Bis dahin sollen sie das Verfahren entsprechend erweitern und damit neu regeln. Zur Begründung hieß es in Karlsruhe, das derzeitige Auswahlverfahren zum Medizinstudium verletze die Chancengleichheit der Studierenden und sei damit in einigen Bereichen mit dem Grundgesetz unvereinbar.
    Auswahlverfahren „in Teilen verfassungswidrig“

    Derzeit gibt es im Fach Humanmedizin 62.000 Bewerber für knapp 11.000 Studienplätze. Deshalb gilt ein sogenannter Numerus Clausus (NC): 20 Prozent der Studienplätze werden zentral über die Abiturnote vergeben, 20 Prozent über Wartezeiten und 60 Prozent über unterschiedliche Kriterien der jeweiligen Hochschulen.“

    Also:
    60% Auswahlverfahren der Hochschule
    20% Abiturnote
    20% Wartezeitquote

    Dieser Proporz wird vermutlich moderat geändert werden.
    Ut aliquid fiat.

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