ARD verbiegt Rüstungsexportdaten

Deutsche Firmen haben einen Anteil von 1,6% am internationalen Waffenhandel, französische 5%, russische 7,1%, britische 9,6%, amerikanische 57,9%; für die chinesischen fehlen dem schwedischen Institut Sipri brauchbare Zahlen. Der deutsche Anteil stieg zuletzt um 6%. Höhere Steigungsraten weisen die Anteile Brasliens (10,8%), Südkoreas (20,6%) und der Türkei (27,6%) auf. Etwas langsamer wuchs der Anteil von US, UK und RU, wohingegen der von FR, IT, EU und JP schrumpfte. Ein Wirkungszusammenhang mit „Flüchtlingsströmen“, wie ihn SündenbockfrömmlerInnen gerne konstruieren, ist für Waffenexporte ebensowenig wie für koloniale Vergangenheit oder sonstige beliebte Sünden ersichtlich. Ähnliches gilt für Zusammenhänge zwischen (angeblicher) russischer Aggressivität und Waffenexportabhängigkeit. Doch die GEZ-Leitmedien tun was sie können, um die SIPRI-Daten für ihre moralgetränkten Erzählungen (Narrative) zurechtzubiegen. Insbesondere das Fernsehen, das nach wie vor den Löwenanteil der Volksmeinung prägt, kann auf seine volkspädagogische Funktion nicht verzichten.