Burkini -Verbot: Darf Genf solche Baderegeln für ihre städtischen Bäder erlassen?

schwimmbad, turm 8In der zweitgrössten Stadt der Schweiz Genf ( gut 200.000 Einwohner) darf nicht mehr in  geschlossener Kleidung (z.B. Burkinis)  geschwommen werden. Ebenso ist Nacktbaden untersagt. Laut den neuen Regeln  muss die Badekleidung künftig aus einem oder zwei Teilen bestehen, darf nicht über die Knie hinausgehen und sie darf auch nicht lange Ärmel haben. Ferner darf sie  nicht in der Form eines Kleides oder eines Rocks genäht sein.  Schon im September 2017 änderte Genf seine Baderegeln. Dies genügte aber nicht, weil laut zahlreicher Hinweise Personen trotzdem in ihrer Straßenkleidung geschwommen sind. Deshalb soll nun eine weitere Verschärfung der Gesellschaftsregeln notwendig gewesen sein.

In Deutschland ist ein Burkini-Verbot faktisch nicht existent. Nur in wenigen Schwimmbädern, etwa im bayerischen Neutraubling gibt es ein Burkini-Verbot.  So sollen sich dort also auch Muslime an die tradionellen Badeordnungen halten.

Begründet werden Burkini-Verbote meist auch aus hygienischen Erwägungen heraus. Demnach führen Burkinis  zu Verunreinigungen. So wurde in Südfrankreich ein Gästepaar vom Besitzer zu Schadenersatz-Forderungen angehalten. Die Berliner Zeitung titelte:

Südfrankreich Muslimin in Burkini muss Pool verlassen und Reinigung bezahlen
Auch das Strafgesetzbuch bietet offensichtlich Möglichkeiten.

So steht nämlich bereits im deutschen Strafgesetzbuch unter § 324 folgendes:

(1) Wer unbefugt ein Gewässer verunreinigt oder sonst dessen Eigenschaften nachteilig verändert, wird mit Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder mit Geldstrafe bestraft.

(2) Der Versuch ist strafbar.

(3) Handelt der Täter fahrlässig, so ist die Strafe Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder Geldstrafe.

Doch „kreativ“ in der Strafverfolgung sind Bunte  dann auf keinen Fall. Das sind sie nur,, wenn es um die Verfolgung von Meinungs- und Kommentardelikten in sozialen Netzwerken geht. NetzDG sind da so Beispiele, die dazu führen, daß im Zweifel auch legale Meinungen gelöscht und damit nicht mehr möglich werden.

Wenn es um die mögliche Verunreinigung von Gewässern durch Straßenkleidung geht, leistet die staatliche Vereinigte Bunte und die Staatssender hingegen auf der anderen Seite Beihilfe.  Die Grünen verurteilen beispielsweise ein Burkini-Verbot. Allerdings auch vorschriftsmässige  Badekleidung wie den Bikini. Oder Menschen die ihre Meinung äußern. Oder Menschen, die mit Diesel fahren, oder bei denen die Co2 Bilanz nicht stimmt. Oder Menschen, die ihre Grenzen kennen. Oder auch gleich Nationen und Nationalismus an sich.

Es zeigt sich, daß der Gradmesser in Deutschland immer noch in Richtung Bunt verschoben ist.  Doch ein Krug geht immer nur solange zum Brunnen, bis er bricht. Und buntes Wasser war ohnehin noch nie bekömmlich.

 

 

 

 

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