Justizirrtumsminister Maas bei Alice in Wonderland

Bildschirmfoto 2017-11-30 um 21.35.21Wie fühlt man sich beim Verzwergen?
Justizirrtumsminister Heiko Maas weiß es.

Unverdrossen packt der Netzwerkdurchsetzungs-Minister (SPD) die Boxhandschuhe aus und findet seine Meister in Talkshows oder auf der Straße. Obwohl sich Heiko Maas von Claqueuren bei Anne Will einklatschen ließ, holte er sich in der Talkrunde eine Klatsche erster Güte. Der blutjunge Sebastian Kurz (ÖVP) zerlegte Heiko –  den Vater aller Denunzianten – nach Strich und Faden und ließ den SPD-Mann sehr provinziell aussehen.

Bei seinem Besuch bei unseren tapferen Brüdern in Sachsen flüchtete sich Heiko, begleitet von „Hau ab!“-Rufen mit Heulen und Zähneklappern wie ein begossener Pudel in seine dunkle kapitalistische Staatskarosse.

In der Talkshow bei Sandra Maischberger manövrierte Partei-Soldat Maas wie weiland beim Stellungskrieg in Verdun. Mit alten Sozi-Sprüchen im Tornister konnte Heiko bei Alice Weiland offensichtlich nicht so recht landen. Angesichts Weidels dynamischer Rhetorik und plausibler Argumentation hatte man das Gefühl, Heikos Gesichtszüge waren sichtlich am Zerrinnen wie an der Wand festgenagelter Pudding. Fast schien es, Maas wollte seine verrutschte Pickelhaube wieder zurecht rücken, auf Entsatz durch Campino, Merkels letzten Strohhalm hoffend.

3 Kommentare zu „Justizirrtumsminister Maas bei Alice in Wonderland“

  1. Erstaunlich und bewunderswert, wie der Autor Philolaos die Maske dieses lächelnden Quatsch-Robotics von seiner Grinsefresse reißt, wie sein Bild veranschaulicht:

    „Heikos Gesichtszüge waren sichtlich am Zerrinnen wie an der Wand festgenagelter Pudding.“

    Doch was der Autor hier mit geschultem, analytischen Blick und gewitzten Wortspielen diagnostiziert, entspringt einer tiefen menschlich individuellen wie politisch kollektiven Erfahrung.

    Nur wenige sind gleichsam Engelshauch des Genialen begnadet, so tief hinter die gierigen Fressen und Fratzen solcher Marsmännchen zu blicken, die mit all geraffter Kohle Frau und Kind leichtfertig abfinden, um ihr Ego mit jüngeren Gespielinnen aufzuwerten.

    Dass Geld, Gier und Geschäft schickt solch traurige Gestalten als Frontschweine in Talkshows, als Rampensäue auf Parlamentsbühnen, als Fingerpuppen von Macht in Ministersessel und Limousinen, um dem Wahlvolk Sand in die Augen zu streuen. Wie Filmsternchen, Popstars und Königsbräute in der Regenbogenpresse die Sehnsucht frustrierter Frauen in Träume von Glanz und Glora für Momente ihr tägliches Trauma vergessen lassen, so scheinen Politpopanze auf öffentlichen Bühnen, die Dinge im Sinne des Volkes zu regeln.

    Mitnichten!

    Philolaos entzaubert das Schrumpelstilchen im Maasanzug und lässt Wissende lächeln über die sinnlose Leere hinter der Rampenshow mit Puppen der Macht, die mit ihren Zeigefingern Löcher in die Luft bohren und mit ihrem schleimig salbadernden Zwischenreden sich selbst als Sprechpuppen ihres gierigen, gefräßigen Egoismus entlarven.

    Danke Philolaos für die Perle im Futter vor die Säue!

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    1. Danke n0by, die Maske des Netzdurchschnüffelungsministers Maas beim Verrutschen zu studieren ist ein Lichtblick in der Gesamtsutuation. Ein Hardliner, Betonkopf und Schrumpelstilzchen mit Strelitzen und Snipern wie AAS Kahane aus dem Apparat von Horch und Guck speist seine maliziöse Energie aus einer Ideologie, in der Zensur und Zynismus zur Grundausrüstung gehören.
      Deswegen ist es immer wieder hoffnungsvoll, wenn eine jüngere Politiker-Generation unbeeindruckt von einer strukturellen Kultur der Einschüchterung ihren Gesinnungsterroristen mit einer entwaffnenden Unbekümmertheit in die Parade fahren, wie Alice Weidel dem „Kriminologen“ Christian Pfeiffer (SPD) mit Sätzen wie „Man merkt schon, Sie sind ein SPD-Politiker: Sie lassen einen nie ausreden“.
      Oder Sebastian Kurz, der Heiko Maas bei Anne Will havarieren ließ:

      Immer dann, wenn Minister Maas abseits von seiner üblichen Demagogie in Talkshows seinen Meister findet, und recht einsilbig und schmallippig wird, drängt sich ein wie auf Maas maasgeschneidertes bonmot von Helmut Qualtinger auf: „Es gibt nichts Schöneres, als dem Schweigen eines Dummkopfes zuzuhören.“ Politisch korrekt müsste „Dummkopf“ ersetzt werden durch „Person mit gedrosseltem Denkvermögen“.

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  2. Was mich an Heiko Maas so gestört hat, war sein permanentes Dazwischenquatschen. Er kann und will nicht zuhören und er will die Wahrheit gar nicht an sich heranlassen. Er hat eine fest zementierte Meinung, die er durch nichts erschüttern lassen möchte. Mit anderen Worten, er ist vollkommen lernresistent.

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