Kurskorrektur beim BR?

Wer den Bayerischen Rundfunk in den Hochzeiten der sogenannten „Flüchtlingskrise“ als seriöse Informationsquelle in Betracht zog, konnte sich als mündiger und kritischer Bürger ein Bild davon machen, daß Qualitätsjournalismus dort nur noch als Worthülse ohne Substanz dahinvegetierte. In letzter Zeit ist eine vorsichtige Kurskorrektur zu beobachten. Im Rund- und Lückenfunk der Willkommensmedien prägten bisher Kulleraugen von herzigen Kindern, lernwilligen radebrechenden Azubis und jungen, gut integrierten Flüchtlingen in Sportvereinen das Bild. Eine Negativ-Berichterstattung in den Leitmedien war de facto inexistent. Ein Sender übertraf den anderen in der Hochstilisierung von Flüchtlingen als „Fachkräfte“ und künftige Rentenzahler. Sie gar in die Nähe von Terrorismus zu rücken galt nicht nur nach kategorischen Imperativen von Politikern wie Justizminister Heiko Maas als Sakrileg und Blasphemie zugleich. Flüchtlinge waren die Hätschelkinder und Heilige Kuh von Journalisten und Klerus. Ein Hort des guten Gewissens der Medien-Schickeria. Eine Berichterstattung wie über Verblichene ganz nach der Devise: De mortuis nil nisi bene.

Um so erstaunlicher nun, daß in einigen Leitmedien die Ponyhof-Idylle zum Thema Flüchtlinge ins Wanken gerät. Der Bayerische Rundfunk holte heute ein heißes Eisen aus dem Giftschrank: Flüchtlinge und Kriminalität. Rund um das Transitzentrum Manching explodiert die Kriminalität. Die Zahl der Straftaten durch Zuwanderer im Raum Manching-Ingolstadt war kaum noch zu vertuschen:

2014 – 150 Delikte

2015 – 600 Delikte

2016 – 950 Delikte

Mut zur Wahrheit nun auch beim Bayerischen Rundfunk. Wer daran zweifelt, hier als Beweis ein Ausschnitt aus dem Bericht „Straftaten rund um das Transitzentrum„:

„Rund um die vier Dependancen des Transitzentrums Manching-Ingolstadt will die Polizei präsenter werden. Grund ist die Zunahme der Straftaten durch Zuwanderer. Wie ein Polizeisprecher dem BR erklärte, stiegen die Straftaten durch Zuwanderer allein auf dem Ingolstädter Stadtgebiet von 150 Delikten im Jahr 2014 über 600 in 2015 auf 950 im vergangenen Jahr. Dabei handelt es sich vorwiegend um Diebstähle und Körperverletzungen.

Opfer der Körperverletzungen durch Zuwanderer seien vornehmlich ebenfalls Zuwanderer: diese Taten ereignen sich in der Regel bei Streitigkeiten in den Unterkünften.
Operativer Einsatzdienst für die dunkle Zeit

Ab sofort verstärkt die Polizei ihre Präsenz und Kontrolltätigkeit im Umfeld der Unterkünfte am Nachmittag bis in die späten Nachtstunden hinein. In dieser Zeit passieren erfahrungsgemäß die Mehrzahl der Straftaten.

Zum Einsatz kommen dabei Kräfte des OED, des operativen Ergänzungsdienstes Ingolstadt, Erding und Fürstenfeldbruck, der sonst häufig bei Fußballspielen agiert.
Mehr Sicherheit und besseres Sicherheitsgefühl

Mit den Maßnahmen, die vorläufig bis Ende November geplant ist, will die Polizei zum einen „die objektive Sicherheitslage verbessern, aber auch das subjektive Sicherheitsgefühl der Bürger“ steigern.
Zahl der Zuwanderer schwankt stark

Die von der Polizei zitierte Statistik umfasst nicht Delikte, die nur Ausländer begehen können, wie etwa illegale Aufenthalte. Die Zahl der Menschen, die im Transitzentrum Manching/Ingolstadt untergebracht sind, schwankt stark von Monat zu Monat von mehreren Hundert bis weit über tausend. In diesem Oktober lag die Belegungszahl bei gut 1.300 Anfang, im Februar 2016 lag sie bei 770.“

Eine Schwalbe macht noch keinen Sommer. Aber immerhin: der Bayerische Rundfunk zeigt erste Anzeichen, über seinen Schatten springen zu wollen.

 

4 Kommentare zu „Kurskorrektur beim BR?“

  1. Das Verfahren erinnert an das Verhalten von Angeklagten vor Gericht. Die geben auch nur das zu, was ohnehin glasklar bewiesen ist.
    Analog die Systemmedien: Was sich nicht verschleiern lässt, darüber lässt sich leicht berichten.
    In kleinen, dummen Dörfern spricht sich eben wie ein Lauffeuer rum, was Sache ist. Dass dann der Rundfunk hinterher humpelt, lässt wenig hoffen.
    Doch man will ja nicht ohne Hoffnung leben, dass sich medial etwas zum Besseren wendet, wie dies Beispiel bei der WELT:
    https://www.welt.de/debatte/article170658556/Ich-bin-jetzt-auch-eine-islamfeindliche-Hetzerin-Danke.html

    Gefällt 1 Person

    1. Sehr schlüssig der Vergleich mit dem Angeklagten vor Gericht und kleinen Dorfgemeinschaften. Der Ruf des BR – Stichwort Lügenpresse – ist in den letzten Jahren den Bach runter gegangen. Als das in den Köpfen der Verantwortlichen ankam, war guter Rat teuer. Wie kriegt man die Zahnpasta wieder in die Tube? Die Strategie der Faktenfummelei und Faktenvernebelung ist nicht aufgegangen. Vergossene Milch starrt die Journalisten an und umgekehrt. Die Medien sitzen in der Tinte.

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  2. BR

    Bayern

    Festnahme von Somalier bestätigt

    Die Generalstaatsanwaltschaft München

    hat bestätigt, dass ein im Ostallgäuer

    Rieden untergebrachter Flüchtling aus

    Somalia festgenommen worden ist.

    Der 19-Jährige sei in der Berufsschule

    in Kaufbeuren gefasst worden. Dem Mann,

    den Flüchtlingshelfer als netten und

    unauffälligen Typen bezeichneten, werde

    vorgeworfen, in seiner Heimat die isla-

    mistische Al-Shabab-Miliz womöglich so-

    gar als Kämpfer unterstützt zu haben.

    Bei einem SEK-Einsatz in der Wohnung

    der Familie im Asylheim war er nicht

    angetroffen worden. Seine Mutter kam

    nach einer Befragung wieder frei.

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  3. Kriminelle Flüchtlinge und arabische Clans stören das Wunschdenken der Willkommens-Populisten.
    Den politisch Korrekten in die Suppe zu spucken bringt Unruhe in den Ponyhof. Der BR fürchtet kritische Kommentare wie der Teufel das Weihwasser.
    Konsequenz: der BR muß Federn lassen. Er flüchtet sich regelmässig in Zensur und Nicht-Freischaltung kritischer Kommentare. Wer ungeschönte Diskussionen scheut, blockiert das Ventil und riskiert, daß ihm die Druckwellen der Wut um die Ohren fliegen. Der Hörsturz klopft an die Tür des BR.
    Wer vor den Realitäten lieber die Augen verschließt, hat die Alternative auf ein Dauer-Abo in Disneyland.

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