Rote Roben fordern drittes Geschlecht

Es gibt nur von Natur aus zwei Geschlechter (Chromosomen 46.XX und 46.XY) und einige Unfälle der Natur, die zu fortpflanzungsunfähigen Zwittern führen. Das Taktgefühl gebietet, dass wir uns weder abfällig nocht mitleidvoll-herablassend über die 0.017% geschlechtlich undefinierten oder verwirrten Zeitgenossen äußern sondern lieber über diesen Aspekt ihres Lebens ebenso schweigend hinweggehen, wie die Evolution es tut. Ähnlich handhabten es bislang auch Standesämter. Man konnte sich dort als männlich oder weiblich identifizieren oder neuerdings seit 2013 auf solche Identifizierung verzichten, was aber selten im Interesse des Anmelders liegt, denn wer will nicht lieber „Frau X.“ oder „Herr Y.“ heißen als „Hermaphro Z.“?
Das zu „Menschenrechten“ und „Menschenwürde“ geronnene und verrechtlichte Taktgefühl macht uns jetzt beim taktvollen Schweigen allerdings einen Strich durch die Rechnung. Die höchsten RichterInnen haben beschlossen, dass ihr System von „Menschenwürde“ und „Persönlichkeitsrecht“ eine positive Bezeichnung eines „dritten Geschlechts“ erfordere, wenn die Klägerin (in diesem Fall eine an Turner-Syndrom leidende Frau) dies wünscht.   Eine von BundesmenschenrechtlerInnen und FamilienministeriumsfeministInnen orchestrierte Kampagne für die „Dritte Option“ erwirkte in Karlsruhe durch strategische Prozessführung unter Mitwirkung der eingeschmuggelten Gender-RichtX Susanne Baer ein bahnbrechendes Urteil für die formelle „positive“ Anerkennung eines subjektiven „dritten Geschlechtes“, wie man aus dem Volltext des Urteils (s. auch Kurzfassung) entnehmen kann.

Das Deutsches Institut für Menscnenrechte D.I.M.R. vertritt eine säkulare Religion (Diversity Is My Religion D.I.M.R.), die auch als die Letzte Utopie bezeichnet wird.  Es geht dabei um Leugnung und Abschaffung der trennenden Kategorien.  Der Einzelne ist laut Gnosis und Plotin Indviduation des einen Ganzen, und was laut Paulus vor Gott möglich ist soll es in der realen Welt ebebso sein.

Die Leitmeiden nehmen die höchstrichterlichen Wahrheiten durchweg wie göttliche Gebote auf, und Prantlhausen jubelt erwartungsgemäß besonders frenetisch, während kundige Blogger von Pfusch und strohdoofem Dorfgericht sprechen.  Leitmediale HumanitärpriesterInnen merken an, dass die Richter aus den Geboten der gleichen Menschenwürde de facto die Aufgabe der Zweigeschlechtlichkeit der Menschheit ableiten, und behaupten, dies sei „überfällig“ und unter den Erleuchteten schon längst „anerkannt“. In Wirklichkeit ist hier allerdings eher ein Spätausläufer  der hellenistisch-pseudo-christlichen Strömung  Gnosis zu erkennen als eine Anpassung an biologische Wissenschaft. Seit dem apokryphen Thomas-Evangelium, das Jesus als Hermaphroditen darstellt, ist die Durchbrechung der Zweigeschlechtlichkeit und der Unterschiede schlechthin ein Anliegen der Gnosis, die seit Simon dem Magier, Valentin und Marcion bis heute immer wieder  in verschiedenen Gewändern auftritt (z.B. Jacob Böhme, bayrische Illuminaten) und nach Auffassung von Ideenhistorikern wie Jean-Louis Harouel ihre Fortsetzung in der Umwälzung des Rechts (und erneuten Unterwanderung des Christentums) mithilfe der Menschenrechte seit 1948 fand.

Buch des Pariser Religions- und Rechtshistorikers Prof. Jean-Louis Harouel: Die Menschenrechte gegen das Volk

Die roten Roben zeigen mit dem Urteil die Grenzen der Menschenrechts- und Menschenwürde-Dogmatik auf, die ihrer Auffasssung nach dem Grundgesetz zugrunde liegt. Die Dogmen, anhand derer die Verfassungsrichter im Normenkontrollverfahren den Souverän einschränken, stoßen auf praktische Grenzen.  So hatten im vorliegenden Verfahren die Gerichte der unteren Instanzen bis hin zum Bundesgerichtshof (BGH) das Persönlichkeitsrecht (hier: gleicher Anspruch aller Menschen auf Gewährleistung einer würdevollen Identität durch den Staat) niedriger gewichtet als die normalen Ordnungsfunktionen des Standesamtes.  Die ureigene Aufgabe des Standesbeamtes besteht in der Erhebung der Personendaten, die das Rechtssystem zum Funktionieren braucht (und mit denen es sich gemäß dem Karlsruher Recht auf „informationelle Selbstbestimmung“ und der „Datensparsamkeit“ eigentlich auch begnügen sollte).   Auch das Bundesverfassungsgericht hat sich für die neueste Welle „Menschenrechte 4.0“  entschieden, die sich frontal gegen Volksinteressen und Ordnungsfunktionen richtet.  Ihm schwant auch, dass die von ihm soeben erfundenen neuen Persönlichkeitsrechte an praktische Grenzen stoßen könnten.  Dies aber vielleicht erst bei der Gleichstellung des 65sten Geschlechts.  Oder auch erst bei der Gleichstellung belebter und unbelebter Wesen?  Wahren MenschenrechtlerInnen scheuen sich, Grenzen zugunsten des Gemeinnutzes zu ziehen.  Lieber bürden sie dem Gesetzgeber ein immer weiteres Abgleiten in eine Absurdität auf, die sich hier aber im Vergleich zu anderen ähnlich strukturierten menschenrechtlichen Absurditäten (z.B. Menschenwürdewidrigkeit des Nationalstaats, Erfindung eines Familiennachzugsrechts aufgrund des „Schutzes der Ehe und Familie“, Enteignung des Souveräns durch ein ausgedehntes Nichtzurückweisungsprinzip) noch harmlos ausnimmt.  Doch selten bot die humanitärjuristische Hohepriesterschaft ein derart desolates Bild miserabler handwerklichen Qualität und korrupter Kungelei. Dass das bunte Staatsversagen auch Karlsruhe durchdrungen hat, war nie so deutlich zu sehen wie heute.

Anhang

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Ehe für alle Transvestit heirat Homo (c) Wikipedia

Kastraten, Eunuchen, Tunten, Transvestiten, Ökospießer und Genderisten: was kommt als nächstes?

 


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3 Kommentare zu „Rote Roben fordern drittes Geschlecht“

  1. Lakonischer Leserbrief von Herbert Gaiser:

    Leserbrief zu BZ vom 09.11.2017
    “ Karlsruhe verlangt drittes Geschlecht…..“

    Sollte das 3.Geschlecht kein Fake sein, dann müsste auch das 4. Geschlecht der Geistesgestörten in die Verfassung aufgenommen werden.

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    1. Eher wird es ein Geschlecht der Engelwesen oder Götter sein. Ein Geschlecht der „Geistesgestörten“ würde der „Menschenwürde“ ja noch eklatanter widersprechen als ein Geschlecht der Turner-Syndrom-Patienten, zu denen die Klägerin gehört.

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