Veränderung beginnt mit dem Verlassen der Komfortzone

Veränderungen erreichen wir als Bürger, indem wir auf die öffentliche Meinungsbildung einwirken. Es kommt darauf an, politische Mechanismen zu verstehen, nützliche Schritte als solche zu erkennen und sie gezielt zu propagieren. Stimmabgabe ist nur ein Hebel unter vielen. Die Kleinmütigen schicken ihre Mitbürger in den humanitären Frondienst oder in den Bürgerkrieg und rufen dazu „Wir schaffen das“, weil sie selbst nicht einmal auf der geistigen Ebene etwas schaffen. Die Veränderung beginnt mit dem Verlassen der Komfortzone oder, um mit Kant zu sprechen, dem Ausgang aus der selbstverschuldeten (politischen) Unmündigkeit.

Die Zuwanderungs-Obergrenze ist ein Schlüssel zur Veränderung, denn Rationalität beginnt mit Rationierung. Sie ist ein politischer Hebel. Wer den Schritt zur Rationalität vollzogen hat, geht nicht mehr zurück. Mündiger Bürger sind Akteure, nicht Prognostiker. Sie fragen nicht, wie die Grünen vielleicht die Obergrenze ruinieren werden. Sie fragen vielmehr, was sie selbst für die weitere Propagierung der Obergrenze unternehmen können.

Die CSU mit verbalem Radikalismus zu überbieten, ist einfach. Politisch etwas durchzusetzen, ist etwas völlig anderes. Die Verbalradikalen verkennen unsere Probleme und agieren ähnlich fremdbestimmt wie Gutmenschen, die stets primär ihre eigene perfekte Konformität mit den angesagten Werten unter Beweis stellen wollen. Wenn es darum geht, die Krankheit zu diagnostizieren, scheut BayernIstFREI nicht vor scharfen Aussagen zurück. Diagnose muss an die Wurzel (radix) gehen. Leider versagen da wiederum viele der Bürger (einschließlich Verbalradikale und AfD), die dann bei der Heilung Negativdenken pflegen oder Himmelfahrtskommandos fordern, statt das Positive zu fördern und Politiker beim Wort zu nehmen. Wirkung kommt nur vom Positiven.  Dies auch im Wahlkampf.  Die AfD schadet sich mit tagespolitischen Negativbotschaften nur.   Wer dann auch noch Heilungsansätze anderer Parteien madig macht, um eine Verelendungsstrategie zugunsten der AfD zu betreiben, setzt seine Kinder und Enkel als die Elenden ein.  Wer glaubt, durch undifferenzierte Verbreitung von Wut die Befreiung herbeiführen zu können, steuert auf endlose Enttäuschungen zu.

Jede Bewegung zur Veränderung braucht möglichst viele starke Schultern, an die sich die Konformisten anlehnen können, und opferbereite Mitstreiter, die sich auch dann über Erfolge freuen, wenn dabei der politische Konkurrent ein paar Früchte erntet. Es kommt weniger auf Parteien als auf verbreitete Ideen und weniger auf verbreitete Ideen als auf selbstdenkende Mitbürger an.  Gerade weil wir die Tiefe des Sumpfes kennen, sind wir in der Lage, jeden Klimmzug nach oben wertzuschätzen und positiv zu propagieren.


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2 Kommentare zu “Veränderung beginnt mit dem Verlassen der Komfortzone”

  1. Das, was als Einigung mit Obergrenze verkündet wurde, ist Augenwischerei. Hier wird nichts festgeschrieben, sondern es sind alles maximal Absichtserklärungen. Man will, könnte etc. Wo steht, man wird die bestehenden Gesetze einhalten? Nirgends, wie üblich. Die letzte Klatsche war wohl nicht heftig gemug. Und auch das übliche AfD-Bashing fehlt nicht. Macht so weiter und bei der nächsten Wahl haben die mindestens 20%. Selber schuld.

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  2. Professorale, pathetische polit-priesterliche Aufrufe von anonymen Internet-Predigern rühren mich mit ihrer clownesken Kraft – zum Lachen.

    Was als „kleinmütige“ Verführung von fehlgeleiteter Bürgerbereitschaft zur „Schaffe-Das!“ Hilfe von Asylanten hier beschrieben wird, ist doch eher ein immensen Geschäft für nationale Gewinnmaximierung an Konsumenten, Kunden und Arbeitskräften, ein geopolitisches Gewinngeschäft zur Grenzentlastung der einzigen Demokratie in Nahost wie eine gewollte Destabilisierung Europas im allgemeinen und besonders in Deutschland, um somit die transatlantische Zentralmacht USA zu stärken.

    Die Komfortzone unserer Schreibtischfantasie zu verlassen, heißt zum ersten sich mit offenem Gesicht seine Ansicht öffentlich zu vertreten, auch wenn dies heißt, sich dem Hass politischer Gegner auszusetzen.

    Weitaus mutiger, sich aus der Komfortzone seiner Schreibtischfantasie zu verziehen, ist ein öffentlicher Diskurs, vielleicht erst einmal übungshalber in kleinen Gruppen. Wer sich dort mit scharfer Schnauzer als politischer Büttenredner qualifiziert, mag sich in noch unkomfortableres Kampfgetümmel öffentlicher Auseinandersetzungen stürzen, wobei die Straßenagitation das härteste Pflaster ist, sich nervlicher Belastung des Mobs zu stellen.

    Wer erfolgreich gehärtet aus diesem emotionalen Feuersturm als Straßenagitator hervorgeht, vermag als Büttenredner gegen Kratzkatzen und Bullenbeißern widriger, medialer Mikrofone und Kameras bestehen.

    Der hier getitelte Aufruf „Veränderung beginnt mit dem Verlassen der Komfortzone“ und als Text dazu gestapelten „guten Wünsche“ belustigt Kritiker, sofern sie sich überhaupt das wohlmeinende Mühen unseres hochverehrten Floydmasikas reingezogen haben.

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