Und wir sind es doch, das Volk!

Wenn der Bundespräsident „vor den versammelten Mitgliedern des Bundestages und des Bundesrates“ und der Bundeskanzler sowie die Bundesminister „vor dem Bundestage“ den nach dem Grundgesetz vorgeschriebenen Eid leisten (Artikel 56, 64), dann schwören sie unter anderem, dass sie ihre Kraft „dem Wohle des deutschen Volkes widmen, seinen Nutzen mehren“ werden, „so wahr mir Gott helfe“. Doch den Bundestagsabgeordneten schmeckt die Verantwortung gegenüber ihrem Volk nicht. Sie fliehen zu einem europäischen und migrantischen Weltvolk.
Am 12. September 2000 eröffnete der damalige Bundestagspräsident Wolfgang Thierse mit Erde aus seinem Berliner Wahlkreis das „partizipatorische Kunstprojekt“ DER BEVÖLKERUNG von Hans Haacke im nördlichen Lichthof des Reichstagsgebäudes.
Der Künstler war 1998 vom Deutschen Bundestag eingeladen worden, ein Konzept zur künstlerischen Gestaltung des Lichthofs zu entwickeln. Das zuständige Gremium des Parlaments, der Kunstbeirat, entschied sich 1999 für die Realisierung seines Projektvorschlages DER BEVÖLKERUNG. Die Annahme des Entwurfs löste eine heftige Diskussion aus, die schließlich zu einer Bundestagsdebatte am 5. April 2000 führte, bei der die Mehrheit der Abgeordneten für das Kunstwerk stimmte.

So ging es seitdem stetig weiter.  Im Januar 2017 setzte die vereinigte Elite mehrere Zeichen zur Abschaffung des deutschen Volkes und Nationalstaats, mit denen sie offensichtlich darauf abzielte,  den Rahmen der zulässigen politischen Alternativen einzuengen.
Zunächst erklärte Bundestagspräsident Philipp Lammert (CDU) in einem vielbeachteten FAZ-Artikel, dass es das deutche Volk nicht gebe und dass dieses vielmehr eine verfassungsrechtliche Fiktion sei. Diesen Erklärungen war eine Zeremonie im Bundestag vorangegangen, in der genau diese neue Staatsdoktrin von Politikern und Experten ausgebreitet und beleuchtet worden war. Man kann auch von einer Özoğuz-Doktrin sprechen, denn erarbeitet worden war sie in Kommissionen, denen Integrationsministerin Aydan Özoğuz präsidierte, die wenig später der gleichen Linie entsprechend die Existenz einer deutschen Kultur leugnete.
Dann verkündete ein Buntes Verfassungsgericht auf Zuruf des Bundesrates in einem Obiter Dictum (Nebenbemerkung), dass die NPD verfassungswidrig sei, weil sie Nationalstaat propagiere, der von aus autoritär sei, weil er bestimmte Menschen aufgrund ihrer Abstammung schlechter stelle, was gegen das Menschenwürdegebot verstoße.
Es handelte sich hier um eine höchst zweifelhafte um nicht zu sagen hahnebüchene Argumentation, die in Form einer Nebenbemerkung verkündet und somit der Überprüfung durch die Rechtspraxis entzogen wurde.

https://vk.com/wall-113930409_1386

In Regierungserklärungen verschwindet das Volk ungefähr seit geraumer Zeit. Es ist ungefähr die Zeit seit der Euro-Einführung und der Installation des antivölkischen „Kunstwerks“ im Innenhof des Bundestages.
In Nordrhein-Westfalen einigten sich SPD, CDU, Grüne, FDP und die Piraten auf das Gesetz zur Änderung der Verfassung für das Land Nordrhein-Westfalen vom 25. Oktober 2016. Stein des Anstoßes war das Wort „Volk“ in der Eidesformel. Es wurde durch „Land“ erstetzt. Die Regierenden dienen dort nicht mehr bestimmten Menschen und deren langfristigem Wohl sondern einem Territorium, das seine Bevölkerung wechseln kann. Die Grünen sehen in der Neuregelung ein „wichtiges integrationspolitisches Signal“. Die Durchsetzung einer „diskriminierungsfreien Eidesformel“ sei ein Erfolg. Somit sehen die grünen VordenkerInnen auch in der Eidesformel des Bundestages eine Diskriminierung.
Angela Merkel sprach 2005 ein letztes Mal von einem deutschen Volk. Seitdem richtet sie sich an dem postnationalen Spinelli-Geist aus, den Aydan Özoğuz und ihre Experten zuletzt festschrieben und den dann das Bundesverfassungsgericht auf Zuruf der Parlamentarier übernahm. Ähnlich wie die Grünen missversteht Merkel auch den Spruch „Wir sind das Volk“ als diskriminierend gegen „die, die noch nicht so lange hier sind“. Laut Merkel sind unter Volk „alle, die hier leben“ zu verstehen. Doch um die Herkunft ging es den Montagsdemonstranten nie primär. Das Volk sind die, die es sein wollen, und unsere antivölkische Lernmuffel-Elite will ausdrücklich kein Volk mehr, und zwar weder abstammungsbasiert noch überhaupt als ein handlungsfähiges Rechtssubjekt, welches sich als langfristigen Eigentümer des Landes und seiner Regeln versteht und in großen Fragen gemeinsam als politisches Subjekt auftreten will.
In dieser Hinsicht diskriminiert die Regierung allerdings gegen ihr eigenes Volk, denn anderen gesteht sie ihren Status als Eigentümer ihrer Länder durchaus zu:

Bundeskanzlerin Angela Merkel hat keine Hemmungen, vom afghanischen, britischen, französischen, jüdischen und palästinensischen Volk zu sprechen. Nur das deutsche Volk hat sie aus ihrem Sprachschatz verbannt. Sie hat es offenbar abgeschafft.

Wer etwas abschaffen will, beginnt damit, dass er es tabuisiert und leugnet.
Völkermörder beginnen als Völkerleugner.
Mit diesem Argument wurde auch die Holocaustleugnung als Angriff auf das jüdische Volk aufgefasst und verboten.
Ähnliches wurde iranischen Politikern vorgeworfen, die ein baldiges Verschwinden Israels von der Landkarte prognostizierten.
Wer etwas abschaffen will, prognostiziert das Verschwinden.
Im gleichen Geiste prognostizieren auch die gesamte bunte Lernmuffel-Elite seit geraumer Zeit eine bunte, vielfältige Zukunft Deutschlands, in der es kein Mehrheitsvolk mehr gibt. Sie prognostizieren genau das, was sie herbeiführen wollen.
Zur Motivlage der VolksabschafferInnen ist viel geschrieben worden. De facto sind wir in einer Leitkultur angekommen, in der man sich zur Perspektive der Volksabschaffung positiv stellen muss, wenn man nicht schief angesehen werden möchte. Hierbei spielt sowohl die postnationale globalistische Ideologie als auch die Risikoscheu der Politiker und Bürger eine Rolle, die sich in einem humanitärfrömmlerischen Paradigma eingerichtet haben, welches das Volk leugnet, die Volksinteressen tabuisiert und die Artikulation dieser Interessen als „undemokratisch“ ausgrenzt, weil man als Demokratiepädagoge so schön wehrhaft sein und die Boxhandschuhe auspacken kann, wie es heute auch ein heimatloser Bundespräsident tat.

https://vk.com/wall-113930409_1386

Die diskursiv angemesse Antwort auf unsere volksleugnende und volksabschaffende Staatsführung kann am Tag der Deutschen Einheit dort, wo man ihr auf der Straße begegnet, nur „Hau ab!“ lauten.
Dresden machte es zuletzt vor. Das Herz der deutschen Demokratie schlägt in Dresden. Genau im Land der in Mathematik, Logik und Intelligenz starken Sachsen, wo ministerielle DemokratiepädagogInnen in diesen Tagen hektisch die politische Infantilisierung und Idiotisierung der nächsten Generation in die Wege zu leiten versuchen, um endlich auch im Osten den autoritären Humanitärstaat mit seiner humanitären Vielfaltskultur einheitlich zu etablieren und auf diese Weise die nationale Einheit im anationalen Geiste des normativen Individualismus zu vollenden.


Bayern ist frei. Bunte Kartelle passen nicht zu uns. Wir diskutieren auch auf VK und FB. Wir fördern Volksbildung im Sinne einer Befähigung des Souveräns zur Artikulation seiner Interessen. Helfen Sie uns dabei!




3 Kommentare zu “Und wir sind es doch, das Volk!”

  1. Ein Klasse-Text, sollte Pflichtlektüre werden bzw. in weiter verbreiteten Medien veröffentlicht werden! „Özoguz-Doktrin“, eine „volksleugnende, volksabschaffende Staatsführung“ u.a. – das sind superbe Formulierungen, die den Nagel auf den Kopf treffen! Ich hoffe, „Floydmasika“ ist einverstanden, wenn ich das meinem Aktivwort- und schriftschatz hinzufüge.

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  2. Ein Klasse-Text, sollte Pflichtlektüre werden bzw. in weiter verbreiteten Medien veröffentlicht werden! „Özoguz-Doktrin“, eine „volksleugnende, volksabschaffende Staatsführung“ u.a. – das sind superbe Formulierungen, die den Nagel auf den Kopf treffen! Ich hoffe, „Floydmasika“ ist einverstanden, wenn ich das meinem Aktivwort- und schriftschatz hinzufüge.

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