„Liste Petry“ oder „Die Blauen“?

Petrys Kurs wird von der Buntstasi nicht honoriert. Hier: Plakat von „die Partei“

Wie hieß nochmal Bernd Luckes Partei ? Erst „Alfa“, dann, nachdem das nicht abhob,  „Liberal-Konservative Reformer“.  Es ist eine Partei ohne Ecken und Kanten, aber eine, die   mit geballter Fachkompetenz und Sitzen im Europäischen Parlament an die Öffentlichkeit trat. Der Wähler honorierte diese Art „bessere CSU“ mit 0.0 bis 0.1 % der Wählerstimmen. Die LKR distanzierte sich auch öffentlichwirksam vom nicht russlandfeindlichen – und daher extremen – Kurs der AFD. Gebracht hat es nichts. Und die Reformer distanzierten sich lauthals von vermeintlich nazistischen Tönen, gebracht hat es ihnen ebenfalls nichts. Die Buntstasi kam trotzdem und bedrohte Wirte und Lokale, die den LKR Räume anboten. Spätestens an diesem Punkt sollte klar sein, daß es nichts bringt, über jedes Stöckchen zu springen, daß einem die Buntmedien hinhalten. Die Alternative für Deutschland ließ sich von der Abspaltung Luckes  nicht irritieren, und kurz darauf wurden die Wahlergebnisse viel besser. Was lernen wir daraus? Reisende soll man nicht aufhalten, vor allem dann nicht, wenn sie sich in einen schlecht montierten Schulzzug nach EU-Vorgaben setzen und man selbst in einem Weidel-Zug aus deutscher Wertarbeit sitzt, der, wie der Name schon sagt, weidel /t) kommt und auch zwei oder drei Teile verlieren kann, ohne aus der Spur zu rasen.

Frauke Petry hat   bei der denic eine Seite mit dem Namen „Die Blauen“ registrieren lassen.  Ihre Plattform „Der blaue Kanal“ (mit etwas über 1000 Gefallensbekundungen bei Facebook) wird sie wohl auch mitnehmen, wenngleich sie mit AfD-Mitteln aufgebaut wurde. Frauke Petry hat offensichtlich seit Monaten eine Neugründung vorbereitet, aber außer ihrem Ehemann, der sich darüber auch eher unglücklich zeigte, konnte sie kaum jemanden dafür gewinnen.  Allerdings sieht man seit Streuung der Gerüchte im April keine Fortschritte dieses Projekts mehr sondern eher unstetes, irrlichterndes Verhalten.   Es ist unklar, ob nun also eine Parteigründung mit dem Namen „Die Blauen“ erfolgt.  Nach Marken- und Wettbewerbsrecht dürfte eine solche Bezeichnung unzulässig sein, da sie auf Verwechslung und Schmücken mit fremden Federn baut.  Es ist ja schon aufgrund der Geschichte der Plattform offensichtlich, dass sie auf die AfD verweist.   Aber wahrscheinlich fehlt ohnehin das Potenzial für eine weitere Partei.  Plausibler wäre dann noch ein Zusammengehen mit LKR oder Christoph Hörstels Deutscher Mitte.   Vielleicht  wird die Idee mit dem Namen „Die Blauen“ auch nicht weiter verfolgt.  Letztmalig aktualisiert wurde die Domain jedenfalls am 3.7.17, also vor gut 2 Monaten.

Die AfD ist ebenso wie ihre einzige Schwesterpartei, die FPÖ, bereits als „Die Blauen“ bekannt

Dass dem Bürger egal ist, ob man AFD oder „Die Blauen“ heißt, wissen wir spätestens, seit dem in Frankreich Marine Le Pen nicht besser unter „Marineblau“ (Bleu Marine) abschneiden konnte, als ihr es auch unter dem Namen Front National – beispielsweise zur EU-Wahl –  gelungen ist. Eine Ausnahme bildet hier nur Österreich, wo es zeitweise gelang, mehrere rechtspopulistische Parteien, insbesondere Jörg Haiders BZÖ und die FPÖ, nebeneinander zu etablieren. Beide konnten unterschiedliche Wählerreservoirs ansprechen.  Österreich ist aber überschaubar, kein großes Flächenland wie Frankreich und Deutschland. In der Alpenrepublik kann man sich also schneller bekannt machen. In Deutschland dauert es Jahre, um eine Partei  und die damit verbundenen Personen zu verankern. Eine „Liste Petry“ (vgl „Liste Aksener„) hätte demnach noch eher Chancen.  „Die Blauen“ dürften hingegen so unbekannt bleiben wie Alfa und LKR.  Auf diese Weise kommt nicht die kritische Masse zustande, die es überhaupt für Bürger attraktiv macht, sich in die Parteiarbeit einzubringen.  Das Wunderkind Frauke Petry hat wie viele andere vor ihr die Schwierigkeit, eine volkserhaltende Partei zu bürgerlicher Respektabilität („Mitte“) zu führen, deutlich unterschätzt.

Anhang

Über Petry kann man inzwischen alles behaupten und die Leute glauben es.

Mittwoch abend: „Die Blauen“ auf Facebook

Eine offensichtliche Sonneborn-Persiflage namens „Die Blauen Offiziell“, die, wie es sich für bunte MenschenrechtlerInnen gehört, P&P nazifiziert, gibt es ebenfalls.
Für die Sonneborn-Hypothese spricht auch, dass Pretzell heute gegenüber dem Spiegel erklärte, man werde unter einem richtigen Parteinamen antreten („Blau ist eine schöne Farbe, aber kein Parteiname“) und eine schlanke, schlagkräftige, straff geführte Eliten-Organisation à la „En Marche“ (Macron) anstreben.
Guido Reil, der in NRW in der Nähe von Petry und Pretzell arbeitete, ist froh, das durchgeknallte Pärchen P&P, das er mit Bonny & Clyde vergleicht, los zu sein.


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